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Indianer beim Indianerfest im Bärenpark Schwarzwald
Indianer beim Indianerfest im Bärenpark Schwarzwald

Indianische Tänze, Musik, Spiele und Kostbarkeiten lockten am Wochenende weit über tausend Besucher in den Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald. Bei bestem Wetter erlebten alle Beteiligten zwei unvergessliche Tage im Zeichen des „großen Bären“ und „kleinen Wolfes.“


Bad Rippoldsau Schapbach. Am vergangenen Wochenende, dem 16. und 17. Juli 2016, fand zum ersten Mal das Indianerfest im Alternativen Wolf- und Bärenpark statt. Monatelang bereitete sich das Team vom Bärenpark, neben dem normalen Parkbetrieb, auf dieses besondere Wochenende vor. Tipis, Grillstellen, Totempfahl – liebevoll wurde der Bärenpark Stück für Stück mit Elementen der nativen Völker Amerikas versehen. Die Premiere wurde mit Spannung erwartet – und wurde ein voller Erfolg.

Am Samstag um 13 Uhr eröffnete Parkleiter Bernd Nonnenmacher offiziell das Fest. Zu diesem Zeitpunkt war der Parkplatz bereits gut gefüllt. Die Kfz Kennzeichen zeugten von einem bunt gemischten Publikum. Mannheim, Berlin, Reutlingen, Stuttgart, Straßburg, von überall pilgerten die Besucher, vorwiegend Familien, in den Nordschwarzwald. Nach der feierlichen Begrüßung begann die Kulturgruppe Four Suns mit ihrem Programm. Die Mitglieder der Gruppe kommen aus ganz Deutschland, teilweise aus den USA und mit Verbindung zu den nativen Völkerstämmen Nordamerikas. Was sich deutlich in Tanz, Musik und Kleidung wieder spiegelte. Sie bildeten den Herzschlag des Pow Wows [Treffen zur Ehrung indianischer Kultur]. Am Sonntag gipfelte die Interaktion der Kulturen in einem Auftritt von Schülern der Grundschule Schapbach. Der herzlich inszenierte Tanz mit den Indianern setzte ein Zeichen der Generationen, getreu der alten, indianischen Weisheit: „Wir haben die Welt nicht von unseren Vorfahren geerbt, wir haben sie von unseren Kindern geliehen.“


Neben der Grundschule Schapbach waren auch einige Gastronomen aus dem Wolftal vertreten sowie die gemeinnützige Einrichtung „Bonifazhof.“ Einen eigenen Bärentatzen Burger kreierte der Stand vom „Hotel Hohenried“ aus Freudenstadt. Das Hotel unter der Leitung von Hr. Lei Zhang spendete die Einnahmen der Bärentatzen Burger dem Tierschutzprojekt im Schwarzwald. Doch nicht nur ein kulinarisches Potpourri wurde an den verschiedenen Ständen angeboten, auch konnten Waren rund um das Thema Wolf – Bär – Indianer erstanden werden. Besonderen Blickfang bildeten die speziell angefertigten Taschen, Decken und Accessoires von „Tanja's Bastelbutze“, erstmals mit Motiven der Bären und Wölfe aus dem Park.

Für die „kleinen Wölfe“ erstreckten sich Spielstationen über das ganze Parkgelände. Eltern und Kinder konnten so den traditionellen Indianerspielen nachgehen und dabei Bären und Wölfe beobachten. Und wider Erwarten zeigte sich tatsächlich der ein oder andere Wolf. Bei der sommerlichen Hitze und dem Lärm der Menschen, ziehen es die grauen Vierbeiner für gewöhnlich vor, im Dickicht ihre Ruhe zu finden. Doch als die indianischen Klänge ertönten, stimmten sie dezent mit ein. Ein atemberaubendes Flair zog sich so durch die beiden Tage und brachte auch manchen Vater dazu, mit Eifer seinem Kind beim Bogenschießen, Speerwerfen oder dem Herr der Stämme unter die Arme zu greifen. Das Basteln von indianischem Spielzeug und Schmuck rief hingegen die Mütter auf den Plan. Als Stärkung zwischendurch gab es die Möglichkeit, sich Stockbrot über dem Feuer zu rösten. Gut 500 nahmen an den Spielen Teil und sammelten fleißig ihre Stempel im Indianer-Spielheft für die überwundenen Stationen. Als Belohnung wartete eine Überraschung am Stand des Bärenparks.

Fazit: Das erste Indianerfest im Alternativen Wolf- und Bärenpark war ein voller Erfolg. Über 1700 Besucher zog es am Wochenende nach Bad Rippoldsau – Schapbach. Somit wurde ein ganz besonderes Zeichen gesetzt. Ein Beweis dafür, wie spielerisch es sein kann, von den Naturvölkern zu lernen. Ohne großes Feuerwerk und Technik.

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