Wolfsangriff beim Kinderprogramm - Schluss mit Tieraudienzen!
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Mittwoch, 28|10|2026 - Im Wildpark Johannismühle kommt es zu einem Zwischenfall im Wolfsgehege: Ein 8jähriges Kind wird angegriffen und dabei schwer verletzt.
Ein trauriger, erschreckender Unfall, der uns leider nicht überrascht. Vor drei Jahren, im August 2023, wurde bei einem ähnlichen Programm ein achtjähriger Junge im Kontaktzoo des Fimtierparks Eschede ebenfalls von einem Wolf gebissen. Im April 2024 konnten wir den Vierbeiner und sein Rudel retten, heute lebt KOLJA bei uns im Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald.
Seit Jahren warnen wir vor Tieraudienzen. Für Wildtiere wie Wölfe bedeutet dies enormen Stress und führt zu unnötigem Tierleid. Für die BesucherInnen ist es ein sinnloses Risiko und vermittelt ein komplett falsches Bild von Tieren und den Umgang mit ihnen. Zwischenfälle sind dabei vorprogrammiert.
Die Tiere, wie es auch bei KOLJA der Fall war, werden per Hand aufgezogen und vermeintlich an den Menschen gewöhnt. Doch der Schein trügt. Die Tiere werden lediglich mental gebrochen, unterdrücken aus Furcht und Abhängigkeit ihre Instinkte. doch handzahme Wildtiere sind letztlich nur eine Illusion, die nichts mit Faszination an der Natur, der Wildnis oder den Tieren an sich zu tun hat, sondern zielt einzig darauf aus, ahnungslosen, vermeintlichen Tierfreunden Geld für s.g. Audienzen zu entlocken. Es ist eine dreiste Ausbeutung auf beiden Seiten, einzig die Betreiber solcher Programm profitieren davon. Und wie beim Filmtierpark in Eschede steht auch der Wildpark Johannismühle seit längerem in Kritik wegen seiner zweifelhaften Tierhaltung. Wir hoffen stark, dass nun endlich Konsequenzen folgen und Tieraudienzen grundsätzlich verboten werden. Sowohl aus Tierschutzgründen als auch zum Schutz der BesucherInnen ist dies nicht tragbar.