Schicksal Zirkus - Wenn Leben schlimmer ist als Tod

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Sie hockt alleine in der Ecke ihres kargen, finsteren Käfigs. Seit Jahren lebt sie hinter den Kulissen der Zirkusmanege in jenem lebensverachtenden Verlies. Im grellen Licht der Scheinwerfer fährt ihre Besitzerin auf einem Wagen im Kreis, gezogen von einem Pferd, auf dem ein verängstigter Tiger steht, neben der Besitzerin selbst ein übergewichtiger Bär mit Maulkorb und Leine. Sie, Maxy Niedermeyer, in der Presse als Bärenflüsterin gefeiert, inszeniert sich selbst in einem prachtvollen Gewand, lässt sich durch die Manege kutschieren wie eine Königin. Dies erinnert ein wenig an die Anfänge des Zirkusses, damals in der Antike, als in einem Zirkus hauptsächlich Wagenrennen und Tierkämpfe stattfanden.

Nach der Rundfahrt in der Manege beginnt erst die wirkliche Erniedrigung für den Bären. Von Niedermeyer an der Leine herumgeführt, muss das wehrlose Tier Purzelbäume machen, wird auf eine Plattform in der Mitte geführt, wo es sich wie ein braves Hündchen Sitz machen muss, dann auf den Kopf getätschelt bekommt und schließlich Futter.
Eigentlich hätte dies DAGGIs Part sein sollen, doch die junge Bärin verweigerte die Dressur. Deswegen kam sie in den Käfig. Weggesperrt von der s.g. Bärenflüsterin, die angeblich ihre Tiere wie ihre eigenen Kinder liebte.

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