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 Ungerechtfertigter Abschuss darf kein Kavaliersdelikt sein!

Ende November 2020: ein Bär wird in den Pyrenäen erschossen. Es ist bereits der dritte in diesem Jahr. Rechtfertigung des Schützen: Selbstschutz. Die Ermittlungen laufen. Doch wie sieht es im Gegenzug aus – wie steht es mit dem Artenschutz?

Österreich, Spanien, Frankreich, die Schweiz, Italien und Deutschland haben eins gemeinsam: eine verschwindend geringe Bärenpopulation. In Deutschland gilt der Braunbär sogar bis heute als ausgerottet. Dabei ist er nicht nur wichtig für die Artenvielfalt, das Ökosystem und dazu ein Kulturerbe der einzelnen Regionen wie den Alpen oder den Pyrenäen. In den Grenzgebieten Spanien/Frankreich und im italienischen Trentino gab es vielversprechende Wiederansiedlungsprojekte. Das Projekt in Trentino ist aufgegangen, weit über 90 Bären haben sich dort etablieren können, obwohl es auch Probleme gibt, die gut analysiert werden müssen. Doch für einen funktionierenden Artenschutz, der zu einem gesunden und selbstständigen Bestand führt, muss geklärt werden, was überhaupt der Grund für das einstige Aussterben war. Und der ist in Europa was den Braunbären betrifft sehr deutlich: der Mensch.

Der Ursus Arctos wurde in Europa aktiv bejagt und dies konkret mit der Absicht der Ausrottung. Warum? Wegen der Überschneidung des gemeinsamen Lebensraums? Damit der Artenschutz heute greifen kann, ist es unausweichlich, für Akzeptanz gegenüber dem großen Beutegreifer zu sorgen. Zeit für eine Imagepflege. Doch wo sind die wichtigsten Konfliktherde der Bär-Mensch-Beziehung?

Landwirtschaftdenn der Bär reißt mitunter Nutztiere (und fühlt sich auch in Maisfeldern wohl)
Freizeitder natürliche Lebensraum von Bären ist auch beim Menschen sehr beliebt
Urbane Siedlungenvor allem junge Bären streifen auf ihrer Wanderschaft durch Städte und Dörfer -  da z.B. das Müllverhalten der Menschen sie dazu animiert

Herdenschutz, Aufklärung [für richtiges Verhalten] und eine grundlegende Begeisterung für Wildtiere in der Natur gehören zu dem Fundament, auf dem Artenschutz aufgebaut werden kann, der auch nachhaltig ist. Um dies zu erreichen, gilt es gemeinsam mit den Behörden, Experten, auf internationaler Ebene an die Öffentlichkeit zugehen, Hand in Hand im Rahmen der artenschutzrechtlichen Bestimmungen länderübergreifend.

Ungerechtfertigter Abschuss darf kein Kavaliersdelikt sein!

 

 

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