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Durch das Eingreifen pakistanischer Behörden wurde erstmals seit zwanzig Jahren ein illegal stattfindender Bärenkampf gestoppt.

Die Veranstaltung galt immer als der Höhepunkt eines einwöchigen Jahrmarktes in Pir Mehal, das für seine Bärenkämpfe bekannt ist. Die Veranstaltung wurde unterbrochen, nachdem Mitglieder der World Society for the...

Durch das Eingreifen pakistanischer Behörden wurde erstmals seit zwanzig Jahren ein illegal stattfindender Bärenkampf gestoppt.

Die Veranstaltung galt immer als der Höhepunkt eines einwöchigen Jahrmarktes in Pir Mehal, das für seine Bärenkämpfe bekannt ist. Die Veranstaltung wurde unterbrochen, nachdem Mitglieder der World Society for the Protection of Animals (WSPA), die das Geschehen überwacht hatten, Polizei und Naturschutzbehörde entsprechend informiert hatten.

Victor Watkins, Direktor der Bärenkampagne der WSPA: ?Das ist eine gute Nachricht und ichgratuliere den Beamten der Polizei und der Naturschutzbehörde für ihr mutiges Vorgehen. Die Behörden müssen jetzt einen langen Atem haben. Gemeinsam mit der WSPA müssen die schrecklichen Bärenkämpfe, die immer noch in der Region stattfinden, endlich vollständig gestoppt werden.?

Beamte der Naturschutzbehörde von Mehar im Distrikt Dadu in der Provinz Sindh beschlagnahmten bei einer Preisverleihung der Regierung einen Bären und retteten ihn so vor einem Bärenkampf, der in Qaim Jatoie im November 2004 stattfinden sollte. Der Bär, ?Sutaiel? (was soviel bedeutet wie ?Großes Opfer?), lebt heute in einem von der WSPA gebauten Bärenschutzpark in Kund Park, Pakistan. Dieser Bärenschutzpark wurde den Behörden im Jahre 2002 übergeben und Präsident Musharraf verfügte, dass alle bei Bärenkämpfen beschlagnahmten Bären hier leben sollten. Diese Entscheidung wurde in den folgenden Jahren von Pakistans National Council for the Conservation of Wildlife (NCWW) bestätigt.

Illegale Bärenkämpfe finden weiterhin statt viele ohne jegliche Konsequenz in den vergangenen Wochen in Punjab. WSPA ist sich der Tatsache bewusst, dass sie weiterhin mit den Behörden daran arbeiten müssen, dieses Geschehen zu stoppen und die Erfolge von Pir Mehal und Qaim Jatoie zu wiederholen. WSPA zählt darauf, dass Präsident Musharraf seine gesammte Macht dafür einsetzt, dass Pakistans Gesetze gegen Bärenkämpfe konsequent durchgesetzt werden.
Bitte protestieren Sie gegen Bärenkämpfe im Internet unter: http://www.presidentofpakistan.gov.pk/WTPresidentMessage.aspx

Bei einem Bärenkampf werden jeweils zwei starke Kampfhunde auf einen angebundenen, zahnlosen Bärten losgelassen. Es findet eine Serie von jeweils drei Minuten dauernden Kämpfen statt. Die Veranstaltungen werden von reichen Großgrundbesitzern in den ländlichen gebieten Pakistans organisiert und finden jedes Jahr meist zwischen November und April statt.
Posted: 2005-06-20 17:56:11

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