Kragenbären Hilfsaktion


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Noch Ende Februar 2006 entging der Zirkus Alberti der Beschlagnahmung seines Vorzeigebären Ben durch den Amtsveterinär von Paderborn.
Seit Jahren ist die schlechte Haltung der Tiere beim Zirkus Alberti bekannt. Seit Jahren protestiert auch die Stiftung für Bären gegen die Nichteinhaltung der ohnehin jämmerlichen Leitlinien. Endlich war mit dem...

Noch Ende Februar 2006 entging der Zirkus Alberti der Beschlagnahmung seines Vorzeigebären Ben durch den Amtsveterinär von Paderborn.
Seit Jahren ist die schlechte Haltung der Tiere beim Zirkus Alberti bekannt. Seit Jahren protestiert auch die Stiftung für Bären gegen die Nichteinhaltung der ohnehin jämmerlichen Leitlinien. Endlich war mit dem Amtsveterinär in Paderborn ein Beamter gefunden worden, der Auflagen erteilte, durchsetzte und anderenfalls mit Beschlagnahmung drohte.

Armer Bär Ben, der nun, da das geforderte Außengehege flugs aufgestellt wurde, weiter im Zirkus Alberti vegetieren muss, denn eine Beschlagnahmung ist bei Einhaltung der grottenschlechten Zirkusleitlinien nicht möglich.

Inzwischen ist Alberti weiter gezogen und Hinweisen zufolge, wird das gezwungenermaßen errichtete Außengehege von mindestens 75 m? nicht mehr regelmäßig aufgestellt. Wir bitten alle Tierfreunde, diesen Zirkus zu beobachten. Wir werden alle zuständigen Amtsveterinäre, die leider durch die ständig wechselnden Auftrittsorte ebenfalls ständig wechseln, informieren, sobald wir weitere Nichteinhaltungen der Leitlinien erfahren.
Helfen Sie uns, den Zirkus Alberti im Auge zu behalten, helfen Sie uns, den Bären Ben zu retten. Wir finden für Bär Ben eine neue, tiergerechte Lösung. Doch dafür brauchen wir Ihren Einsatz, Ihre Recherchen, ohne dass Sie sich bitte in Gefahr begeben.

Viel wichtiger wäre es natürlich, dass die Haltung von Wildtieren in Zirkussen generell verboten wird, dann fallen solche Diskussionen und Streitereien um lächerliche 5 Quadratmeter mehr oder weniger weg.

Zur Erinnerung:

Im September 2003 bringt Hessen eine Initiative für ein Haltungsverbot von Elefanten, Bären und Affen im Zirkus in den Bundesrat ein. Der Agrarausschuss verständigt sich sogar auf ein generelles Haltungsverbot von Wildtieren. Der Bundesrat stimmt dieser Empfehlung im Oktober 2003 mit großer Mehrheit zu und beauftragt die Bundesregierung, eine Rechtsverordnung zum Haltungsverbot bestimmter Wildtierarten zu erarbeiten.

Bis zum Regierungswechsel im Jahre 2005 hat sich im Verbraucherministerium nichts getan.
Auch von der neuen Regierung ist nicht zu erwarten, dass diese Bundesratsinitiative noch einmal aus der Schublade gezogen wird. Damals und auch heute berufen sich die Fachreferenten des Verbraucherministeriums auf die bestehenden Zirkusleitlinien, die bei ordnungsgemäßer Einhaltung den Wildtieren ein angenehmes Leben im Zirkus bescheren sollen.

Bleibt die Feststellung: Fachreferenten des Verbraucherministeriums sind Fachleute, die wissen, wie man verbraucht. Zum Beispiel Tiere. M.L.
Posted: 2006-03-22 14:25:31

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