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Wildtierkonferenz in Freudenstadt

12.-14. Oktober Wildtierkonferenz

 

Heimisch! Wild! Real!

Wolf, Luchs und Bär sind Prädatoren, die in unseren Breitengraden einst heimisch waren. Sie stellten einen elementaren Bestandteil unseres Ökosystems dar. Über hundert Jahre lang galten sie als ausgerottet. Allmählich kehren Wolf und Luchs wieder zurück, auch in puncto Braunbär ist es nur eine Frage der Zeit. Obwohl sich die Population in der freien Wildbahn positiv entwickelt, werden Zuchtprogramme in zoologischen Einrichtungen und Tiergärten weiterhin fortgesetzt. Allerdings sind die Erfolge jener Programme in Bezug auf den Artenschutz der drei großen Beutegreifer in den letzten ... mehr gibt es auf der Detailseite.

Termin: 12. bis 14.10.2018 
Beginn: Freitag, 16.00 Uhr

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Pressemitteilung

Hamburg/Worbis, 25.06.2008 ? Am 26. Juni 2006 wurde Braunbär Bruno in Bayern erschossen. Die Satel Film GmbH verfilmt derzeit sein trauriges Schicksal mit namhaften Schauspielern wie Harald Krassnitzer ? und zwei Bären des Zirkus Paul Busch. VIER PFOTEN und die STIFTUNG FÜR BÄREN kritisieren die Vermarktung von Wildtieren zu...

Pressemitteilung

Hamburg/Worbis, 25.06.2008 ? Am 26. Juni 2006 wurde Braunbär Bruno in Bayern erschossen. Die Satel Film GmbH verfilmt derzeit sein trauriges Schicksal mit namhaften Schauspielern wie Harald Krassnitzer ? und zwei Bären des Zirkus Paul Busch. VIER PFOTEN und die STIFTUNG FÜR BÄREN kritisieren die Vermarktung von Wildtieren zu Unterhaltungszwecken.

?Der Film verharmlost und verfälscht die tatsächlichen Ereignisse?, erklären Carsten Hertwig, Leiter der VIER PFOTEN Bärenschutzzentren, und Rüdiger Schmiedel, Geschäftsführer der STIFTUNG FÜR BÄREN. ?Ein Happy End, wie im Drehbuch vorgesehen, gab es weder für Bruno, noch gibt es eines für seine ?Darsteller?: Die Zirkusbären leiden unternicht artgerechter Haltung und müssen nach Drehschluss in ihre viel zu kleinen Käfige zurückkehren.?

Bruno hielt sich im Frühjahr 2006 einige Zeit im deutsch-österreichischen Grenzgebiet auf. Nach einem herzlichen Willkommen in Bayern erklärte ihn die Landesregierung nur kurze Zeit später zum ?Problembären? und gab ihn zum Abschuss frei ? trotz zahlreicher Proteste. VIER PFOTEN und die STIFTUNG FÜR BÄREN hatten damals als Alternative zum Abschuss eine tiergerechte Unterbringung für den Bären angeboten.

Seitdem hat sich in Deutschland nur wenig zum Schutz wildlebender Braunbären getan. Der erste Teil des bayerischen Managementplans für Braunbären wirft viele Fragen auf und lässt im Zweifelsfall viel Spielraum. So ist hinsichtlich des Umgangs mit so genannten ?auffälligen Bären? nur vage von ?Entfernung? die Rede. Hier bleibt unklar, ob damit nur der Abschuss gemeint ist, oder auch der Fang eine Option ist. Teil zwei des Managementplans liegt auch zwei Jahre nach der Tragödie immer noch nicht vor. Jedem Bären, der künftig Deutschland betritt, kann es wie Bruno ergehen.

Nach dem vorschnellen Abschuss rief die STIFTUNG FÜR BÄREN den ?Bärengedenktag? ins Leben und informiert seither im Alternativen Bärenpark Worbis über Brunos kurzen Lebensweg. Auch der BÄRENWALD Müritz, das VIER PFOTEN Bärenschutzzentrum in Mecklenburg-Vorpommern, veranstaltet am 26. Juni einen Bruno-Gedenktag.

?VIER PFOTEN und die STIFTUNG FÜR BÄREN kritisieren jegliche kommerzielle Nutzung von Wildtieren, ob in Zirkussen oder im Film- und Showgeschäft?, so Hertwig und Schmiedel. ?Macht mit Tieren keinen Zirkus! Es ist traurig, dass Bären wie Bruno vorschnell abgeschossen werden und dass immer noch zahlreiche Bären ein jämmerliches Dasein in Gefangenschaft fristen.?
Posted: 2008-06-25 15:23:33

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