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Wolf schaut nach Beute: Das Wölfe gelegentlich Hunde erbeuten, muss Hundehalter generell nicht beunruhigen. Foto: Hartmut Mang
Wolf schaut nach Beute: Das Wölfe gelegentlich Hunde erbeuten, muss Hundehalter generell nicht beunruhigen. Foto: Hartmut Mang
Nachdem im niedersächsischen Hornbostel, Landkreis Celle, laut Bild-Zeitung ein Rudel Wölfe einen kleinen Hund gerissen haben soll, rät die Stiftung für Bären zur Besonnenheit und gibt Hundehaltern Tipps.

Es ist noch nicht geklärt, dass bei dem mutmaßlichen Angriff tatsächlich Wölfe beteiligt waren. Das werden DNA-Analysen klären. Was gegen Wölfe spricht: Der getötete Hund, ein Chihuahua - die kleinste Hunderasse der Welt - wurde weitgehend unversehrt aufgefunden.

Die STIFTUNG für BÄREN räumt aber ein, dass es in Zukunft durchaus Übergriffe von Wölfen auf Hunde geben kann. "Mit der weiteren Verbreitung von Wölfen in Deutschland, müssen wir uns darauf einstellen, dass die besten Wolfsreviere besetzt sind und andere Wölfe in Lebensräume abwandern, wo sie eher in Kontakt mit Menschen kommen. Das ist ein Phänomen, dass weltweit in Wolfsgebieten zu beobachten ist. Dabei können auch Haushunde in Konflikt mit Wölfen kommen, beispielsweise weil sie als Konkurrenten gesehen werden oder auch als Beute ", sagt Rüdiger Schmiedel, Geschäftsführer der STIFTUNG für BÄREN.

Schmiedel rät aber dringend, den ersten möglichen Übergriff eines Wolfes auf einen Hund in Relation zu setzen: "Wir haben rund 10 Millionen Hundebesitzer in Deutschland und nun den ersten Fall, bei dem ein Wolf vielleicht einen Hund getötet hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass es einen Hund erwischt, ist also sehr, sehr gering. In Zukunft wird man mit entsprechenden Zwischenfällen rechnen müssen, aber die Zahl der Fälle wird gering bleiben. Es wird sehr viel wahrscheinlicher sein, dass ein Hund von einem anderen Hund getötet wird oder im Straßenverkehr stirbt."

Schmiedel zeigt sich sehr beeindruckt vom Fall der Hannah Bochart. Die 24-Jährige führte am 5. März 2014 ihre vier Hunde in der Nähe von Haines, Alaska, aus. Am helllichten Tag musste die junge Frau mitansehen wie einer ihrer Hunde von einem Wolf gerissen wurde. 20 Minuten dauerte die Auseinandersetzung bei der die Hundeführerin mutig versuchte, ihre Tiere mit einem Skistock zu verteidigen - letztlich vergebens. Trotzdem meinte die Frau später in einem Interview mit der "Alaska Dispatch News": "Ich will nicht, dass es (die Wolfsattacke) mich ängstlich macht. In 99 Prozent der Zeit kannst Du Dich in der Natur bewegen, und es wird nichts passieren, wenn du dich respektvoll gegenüber den großen Tieren verhältst. Es ist ein Eins-zu-einer-Million-Ereignis, solltest du auf ein Tier treffen, das verzweifelt ist und bereit, es auf einen Zusammenstoß ankommen zu lassen. Ich möchte wirklich nicht, dass das damit endet, dass der Wolf erschossen wird."

Link: http://www.adn.com/article/20140317/wolf-kills-eats-dog-after-battle-owner-daylight-attack-near-haines

Schmiedel, der selbst viele Jahre professionell Hunde geführt hat, sagt weiter: "Das Leben mit einem Hund ist eine wunderbare Sache, aber auch Wildtiere zu erleben, kann schön und spannend sein. Wenn ich einen Hund führe, denke ich immer auch an die Wildtiere. Ich habe deren Aktivitätszeiten im Blick. Und ich entscheide vorsorglich, wann ich meinen Hund besser anleine. Würde ich erfahren, dass ein auffälliger Wolf auf meiner Waldstrecke unterwegs ist, würde ich meinen Hund anleinen bis die Situation geklärt ist."

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