Alternativer Bärenpark Schwarzwald
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Alternativer Bärenpark Schwarzwald 
Rippoldsauer Strasse 36/1, 77776 Bad Rippoldsau-Schapbach

AGONIS – mit Natürlichkeit im Kampf gegen die Vergangenheit

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Sensibler Braunbär: AGONIS

Als der kleine Welpe AGONIS im Dezember 2016 zu uns in den Schwarzwald kam, hatte er mit seinen knapp 10 Monaten bereits unvorstellbares Leid erfahren. Brutal wurde er der Natur Albaniens entrissen und in einen Käfig als Touristenattraktion für ein Restaurant gesteckt. Die Grausamkeiten, die der kleine Bär damals ertragen musste haben extreme psychische Schäden bei ihm hinterlassen. Am wohl markantesten ist das heftige Saugen an seiner Tatze, das augenblicklich einsetzt sobald er einen Zweibeiner am Zaun sieht. Im Gegensatz zu ARIAN und ARTHOS, die beide ebenso in Albanien für touristische Zwecke missbraucht wurden und auch 2016 zu uns kamen, legt er noch immer starke Verhaltensstörungen an den Tag und scheint in der Entwicklung etwas hinterher zu hinken.

Wichtiger Besucherhinweis: Bitte gehen Sie weiter, wenn AGONIS an seiner Tatze saugt! Nicht zum weitermachen animieren!

Doch die Art und Weise, wie er mit verschiedenen, natürlichen Elementen unser Freianlagen umgeht, sät Hoffnung. So vermag er es wie kein anderer, die Schwarzwälder Fichten bis hinauf in die höchsten Höhen zu erklimmen. Aber auch am Boden und darunter gibt es ein zahlreiches Angebot an natürlicher Beschäftigung. Zum Beispiel das Graben nach Insekten in alten Baumstämmen, Wurzeln und sonstigem Unterholz ist eine hervorragende Herausforderung, die Körper und Geist fördert.

Wir bedanken uns daher von ganzen Herzen bei all den Paten, Spendern und Unterstützern, die uns dabei helfen, für AGONIS und die anderen Vierbeiner eine naturnahe Umgebung zu sichern. Denn nur gemeinsam schaffen wir es, Leben zu retten und zukünftigen Generationen von Wildtieren ein solch leidvolles Schicksal zu ersparen.

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KAJA und ARIAN: Bärig

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Frühlingsgefühle

Es sind kaum zwei Jahre her, da tobte ARIAN mit seinen gleichaltrigen Artgenossen ARTHOS und AGONIS durch die Freianlagen, wobei sie die erwachsenen Braunbären nur als Spielkameraden sahen. Mittlerweile sind die einstigen Selfie-Bären aus Albanien dem Welpenalter entwachsen und allen voran ARIAN entwickelt gerade ein reges Interesse an der holden Weiblichkeit. Besonders die ehemalige Zirkusbärin KAJA hat es ihm angetan. Nun hat sich die Paarungszeit dem Ende geneigt, doch in den letzten Wochen haben der junge Wilde und die alte Dame recht eingängig gezeigt, was bärig wirklich bedeutet – denn so sagt man zu den Bären, wenn sie von Frühlingsgefühlen erfüllt sind.

Bärennachwuchs in Gefangenschaft? Nein, das kommt für uns natürlich nicht in Frage, da wir entschieden gegen die Zucht von Wildtieren sind, daher ist ARIAN, so wie alle anderen männlichen Vierbeiner, kastriert. Dennoch beschert seine jugendlich stürmische Libido der guten, alten KAJA einen so genannten zweiten Frühling. Sie ist mit 36 Jahren die älteste Bärin in unserem Tierschutzprojekt, lebte fast 30 Jahre davon qualvoll im Zirkus. Die unnatürlichen Zustände haben noch heute gravierende Auswirkungen auf das unschuldige Tier und so verfällt KAJA immer mal wieder in stereotypes Verhalten, bei dem sie die beklemmenden 4x4 Meter ihres alten Käfigs abläuft. Daher ist es aus verhaltensbiologischer Sicht höchst interessant zu beobachten, wie sie im hohen Alter viele Instinkte zu einem gewissen Teil reanimieren kann. Winterruhe, Futtersuche, soziale Kompetenz – und nun, wohl zum ersten Mal in ihrem Leben – legt sie ein bäriges Verhalten an den Tag.

Die Interaktionen zwischen ARIAN und KAJA zeigen einmal mehr, wie sich Wildtiere auch im hohen Alter noch weiter entwickeln können und wie wichtig es ist, ihnen eine naturnahe Umgebung zu bieten. Wir bedanken uns daher von Herzen bei all den Paten, Spendern und Unterstützern, die uns dies ermöglichen und dabei helfen, sich für die Akzeptanz freilebender Wildtiere einzusetzen.

JURKA Kolumne 26.06.2020

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Jurka-Kolumne

Ein Wort auf allen Vieren

Ciao und Grüß Gott liebe Leute! Ich sag euch, das war eine kulinarische letzte Woche für mich und meine Mitbewohner! Die Grünkutten haben uns viele leckere Kirschen zu fressen gegeben. Man könnte schon fast sagen, es hat Kirschen geregnet! Man war das lecker! Ich habe die Grünkutten sagen hören, dass die feinen Kirschen ein Geschenk von Besuchern für uns Bären war – eine sehr gelungene Überraschung, wie ich finde.


Wir haben uns alle samt über die leckeren Kirschen gefreut. Aber auch die Melonen letzte Woche waren sehr schmackhaft. Über letzteres haben sich sogar die Wölfe gefreut. Auch wenn diese bekanntlich nur Fleisch fressen, mögen sie dennoch etwas Frisches zwischendurch. Und da muss man als Bär dann ganz schön flink sein, denn sonst bleibt für uns nichts mehr übrig. Also da muss ich euch sagen, auf alles was richtig lecker ist, muss man hier achtgeben. Also falls Ihr noch Kirschen oder andere Leckereien habt, sagt den Grünkutten Bescheid. Wir Vierbeiner haben bekanntlich einen Bärenhunger.
Apropos Wölfe- die Grünkutten hatten sich am Wochenende wieder was ganz Besonderes überlegt. Ich habe gedacht, ich trau meinen Augen nicht, als ich sie mit Stofftieren auf dem Arm durch den Park gehen sehen hab. Eines davon sah aus wie meine wölfischen Mitbewohner, nur dicker und kleiner. Man war ich neugierig! Ich habe mich natürlich gleich mal auf die Lauer gelegt, um herauszufinden, was die Grünkutten damit wieder vorhaben. Und tatsächlich- Die Grünkutten haben mit einem Plüsch-Wolf, Plüsch-Schaf und Plüsch-Hund den Kindern etwas über Herdenschutz beigebracht. Das war wieder lehrreich und lustig zugleich. Die Grünkutten kommen aber auch immer auf so außergewöhnliche Ideen.
In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

Eure JURKA

Podcast WissBärGier 1. Zwischenspiel 

gratis Download ab 2.3.

Es geht weiter! Doch bevor es richtig los geht, hier ein Zwischenspiel für dich: Komm mit mir auf einen Kurztrip zu den Worbiser Bären! Erstes Erwachen! 

 

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