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64.500 Besucher zählte die gemeinnützige Einrichtung im letzten Jahr. Zu Anfang wurde das Alternative Konzept von Skeptikern verschrien, doch in den letzten Jahren ist daraus ein Tierschutzprojekt  mit Weltniveau gewachsen.

Bad Rippoldsau–Schapbach. Noch nie kamen so viele Besucher in den Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald wie 2016.  Allein 64.500 zahlende Gäste konnten registriert werden. Das Tierschutzprojekt der STIFTUNG für BÄREN öffnete im Jahr 2010. Seither ist eine Menge geschehen. Die Infrastruktur sowohl für die Tiere als auch für die Besucher wurde stetig weiterentwickelt. Weltweit  sind die Projekte der STIFTUNG einzigartig und ziehen somit auch internationales Publikum in das Wolftal. "Die Bilanz des letzten Jahres  wurde durch  das Indianerfest und die Rettungsaktionen aus Albanien" zum erfolgreichsten Jahr“,  so der Parkleiter Bernd Nonnenmacher.

Skeptikern zum Trotz. 2005 kaufte die STIFTUNG für BÄREN das heutige Gelände. Doch von Beginn an waren die Stimmen der Skeptiker lauter als die der Befürworter. Gegenüber dem Ministerium musste hart um Akzeptanz gefochten werden. Spendenaufkommen, ehrenamtliche Arbeit, das alles wurde als s.g. „Nullsumme“ im vorgelegten Betriebskonzept bezeichnet. Das Erfolgsmodell aus dem Schwesternpark in Thüringen und ein Angebot des damaligen Ministerpräsidenten Thüringens überzeugten den Amtspartner in Baden Württemberg nicht. Die Tierschutzidee  und der Hintergrund des geplanten Projektes wurden gar nicht erfasst.  Nach langem bürokratischen Ringen und einer absurd erscheinenden Absicherung über den Kreistag und die Gemeinde, wurden 450.000 € Fördermittel zugesagt, wenn die die STIFTUNG für BÄREN selbst noch einmal 150.000 € einbringt. Mit 600.000 € baut man aber kein tragfähiges Projekt dieser Art.

Fast vier Millionen investierte die STIFTUNG selbst in das Tierschutzprojekt, gut 400.000 Besucher zog es seit der Eröffnung in das Wolftal. Mit 15 Mitarbeitern und über 50 freiwilligen Helfern ist der Alternative Wolf- und Bärenpark ein Erfolgsprojekt der Region und der absolute Besuchermagent für das Wolftal. Es wurden alle Erwartungen übertroffen. Doch einigen Skeptikern scheinen die Fakten nicht zu reichen. „Wer in 150 Tagen mit 700 freiwilligen Helfern solch ein Projekt aufbaut, dem dürfte die Akzeptanz bei den Ministerien sicher nicht fehlen“, so Rüdiger Schmiedel Geschäftsführer der STIFTUNG.  Doch scheinbar ist es nicht so. Immer wieder wird die Frage von Besuchern gestellt:  Hat der grüne Ministerpräsident von Baden Württemberg das Projekt schon einmal gesehen?

Bärenpark mit Weltniveau. Die ersten Analysen der sechsjährigen Bilanz zeigen, dass der Alternative Wolf- und Bärenpark Schwarzwald schneller an internationaler Akzeptanz gewonnen hat als erwartet. Geschäftsführer Rüdiger Schmiedel sieht die Erfolgsgeschichte in der ausgesprochenen Symbiose zwischen Ehrenamt und Parkmanagement. Die Treue der freiwilligen Helfer spricht Bände. Der Park hat durch seine Aktivitäten einen internationalen Ruf. Interessenten aus Kanada, USA, Brasilien, Australien und ganz Europa nehmen Hilfe aus dem Tierschutzprojekt in Anspruch. Aber eine der größten Baustellen liegt vor der eigenen Haustür.  Die Landeshauptstadt Stuttgart hat ein Verbot für Wildtiere in Zirkussen ab dem Jahr 2019 geplant. Damit reiht sich die Stadt in eine täglich länger werdende Liste ein, als zeitgemäße Entwicklung. Es stellt sich nur noch die Frage, wann wird die Kreisstadt Freudenstadt  der Landeshauptstadt folgen?

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