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Wildtierkonferenz in Freudenstadt

12.-14. Oktober Wildtierkonferenz

 

Heimisch! Wild! Real!

Wolf, Luchs und Bär sind Prädatoren, die in unseren Breitengraden einst heimisch waren. Sie stellten einen elementaren Bestandteil unseres Ökosystems dar. Über hundert Jahre lang galten sie als ausgerottet. Allmählich kehren Wolf und Luchs wieder zurück, auch in puncto Braunbär ist es nur eine Frage der Zeit. Obwohl sich die Population in der freien Wildbahn positiv entwickelt, werden Zuchtprogramme in zoologischen Einrichtungen und Tiergärten weiterhin fortgesetzt. Allerdings sind die Erfolge jener Programme in Bezug auf den Artenschutz der drei großen Beutegreifer in den letzten ... mehr gibt es auf der Detailseite.

Termin: 12. bis 14.10.2018 
Beginn: Freitag, 16.00 Uhr

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Bärenwelpe im Schwarzwald
Glücklich im Schwarzwald

Die Stiftung für Bären und die albanische Tierschutzorganisation Bears Albania befreien zwei kleine Bärchen von der Kette. Die Zusammenarbeit zwischen den Organisationen verhält sich beispielhaft über alle Grenzen hinweg. Welpen sind nun sicher im Schwarzwald angekommen.

Tirana/Bad Rippoldsau-Schapbach. Vorsichtig, aber mit großer Neugier erkunden die beiden Babybären ihr neues Zuhause im Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald. Die Beteiligten der Rettungsaktion sind ebenso erschöpft wie erleichtert. Ziel des Sondereinsatzes war es, mit minimalem Personalaufwand einen maximalen Effekt zu erreichen. Nach Wochen intensiver Vorbereitung wurden Rüdiger Schmiedel und Bernd Nonnenmacher vom Vorstand der STIFTUNG für BÄREN als Verhandlungspartner nach Tirana entsandt, um die reibungslose Überführung der Bärenwelpen nach Deutschland zu gewährleisten.
 
Die Ereignisse: Am 2. August 2016 beschlagnahmen albanischen Behörden zwei fünf Monate alte Bärenwelpen in Saranda einer besucherstarken Hafenstadt. Monatelang  mussten sie, nach der Tötung ihrer Mutter, nachts in einem Autowrack und tagsüber als Selfi- Bären am Strand vegetieren. Der heiße Sand, das ständige Reißen an der Leine und der tägliche Stress, bei viel zu wenig Aufzuchtmilch, haben die Bärchen nicht wachsen lassen.
 
Nach der Befreiung aus dieser lebensverachtenden Kettenhaltung wurden sie zur behördlichen Verwahrung in den Zoo der Hauptstadt Tirana gebracht.  Der Halter wurde verhaftet und  wird zur Verantwortung gezogen, denn Bären aus der Natur zu entnehmen,  ist auch in Albanien strafbar. Die Zustände im dortigen Zoo sind eigentlich unzumutbar, aber da es eine staatliche Einrichtung ist, wird er zum Partner dieser Rettungsaktion. Die Ausstattung ist auf einem alarmierend veraltetem Niveau: Fließen, Kacheln, Gitterstäbe ähneln einer alten Waschküche. Eine trostlose Zelle an der anderen. Einzige Alternative für die Kleinen wäre der Tod gewesen, denn etliche Bären wurden schon ohne eine Gewissheit für die Zukunft beschlagnahmt. Daher akzeptierte Bears Albania die Übergangslösung im Zoo.
 
Am 30. September gelingt es, die Tiere in einem 24 stündigen, nervenaufreibenden Marathon von Tirana über Wien nach München und durch sämtliche Kontrollinstanzen zu transportieren. Die finale Strecke, von München bis in den Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald, kann dank der Firma MBDS Braun – Spezial Transport kostenneutral realisiert werden. Am Samstag, den 1. Oktober, erreichen die kleinen Welpen in den frühen Morgenstunden ihr neues Zuhause im Schwarzwald.
 
Für die nächsten sechs Wochen verbleiben sie in der Quarantäne-Zone. Der Außenbereich wurde liebevoll durch ehrenamtliche Tierfreunde und die Parkmitarbeiter vorbereitet. Wenn jene zweieinhalb Monate vorüber sind, soll die schrittweise Integration in die große Freianlage beginnen. „Große Hoffnung setzen wir dabei in die mögliche Unterstützung von Bärin JURKA,“ so Rüdiger Schmiedel, „die den Ruf hat, eine liebevolle Bärenmutter zu sein.“ Bekannt wurde sie durch ihren Sohn BRUNO, den die bayrische Landesregierung 2006 erschießen ließ. „Doch letzten Endes müssen das die Tiere selbst entscheiden.“
 
Jetzt sind die zwei kleinen Bärchen erst einmal auf sich gestellt. Die Mitarbeiter des Parks kümmern sich aufopferungsvoll um das Wohlergehen der beiden. Mit so wenig menschlichem Kontakt wie möglich sollen sie naturnah eingegliedert werden. Die Erkundungstouren der Welpen können, trotz Quarantäne-Phase, von den Parkbesuchern beobachtet werden. Einzige Voraussetzung hierfür: Ruhig verhalten und die Bären Bär sein lassen.

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