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Ein Weihnachtsbaum ist ein Fichtennadelschmaus
Ein Weihnachtsbaum ist ein Fichtennadelschmaus

Es ist jedes Jahr die gleiche Frage – wohin mit dem Weihnachtsbaum? Ein Bär hätte dieses Problem nicht. Im Gegenteil. Denn nach der Winterruhe gibt es nichts besseres, als einen welken Nadelbaum.

Bad Rippoldsau-Schapbach. Mit jedem Tag neigt sich der Winter dem Ende entgegen. Erste Sonnenstrahlen locken die Bären aus ihren Winterhöhlen. Die Vorstellung, dass Bären in riesigen Höhlen schlafen ist ein weitverbreiteter Irrtum. Oftmals sind sie gar so klein, dass der pelzige Vierbeiner sich kaum darin drehen kann. Und vor allem - er schläft nicht, er ruht. Wo war noch gleich der Unterschied?

Tiere, die Winterschlaf halten, wie etwa Murmeltiere, Hamster oder Siebenschläfer, senken ihre Temperatur drastisch ab. Obwohl dies teilweise bis zum Gefrierpunkt geschehen kann, frieren sie nicht ein. Fett wird oxidiert und hält den Stoffwechsel stabil. Blutzucker, Atmung, Herzschlag und Blutzirkulation werden stark verlangsamt. Kot und Urin müssen sie, sofern gesund, nicht absetzen. In der Regel gilt der Winterschlaf für kleinere Tiere bis 10 kg. Waschbär, Dachs, Braunbär aber auch Eichhörnchen gehen in die Winterruhe. Neudeutsch könnte man es Stand by Modus nennen. Sie sind also kurzfristig in der Lage, wieder aktiv zu werden und kleinere Mengen Futter zu sich nehmen. Auch sie erhalten den Stoffwechsel durch Fett-Oxidation aufrecht, senken ihre Körpertemperatur jedoch nicht so sehr. Das wäre lebensgefährlich. Mittels Herzschlag und Atmung können sie regulierend auf den eigenen Organismus wirken. Und wenn es darum geht, diesen nach der Winterruhe wieder in Schwung zu bringen, tritt der alte Christbaum auf den Plan.

Immergrüne Pflanzen gelten in unzähligen, alten Kulturen als Symbol für Lebenskraft. Der Brauch, sein Haus mit grünen Pflanzen zu schmücken, sollte Gesundheit bringen. In unseren Breiten ist die Picea abies, die Fichte, der meist verbreitete Nadelbaum. Fast alle Pflanzenteile enthalten ätherische Öle, vor allem im Welkestadium. Die ätherischen Öle sind für den Stoffwechsel nach der Winterruhe berauschend, aktivierend und regen die Durchblutung an. Sie haben einen positiven Effekt auf die Atmungsorgane, können sogar für einen desinfizierende Wirkung der Rachenräume sorgen. Was erkennt also der aufmerksame Beobachter bei unseren Bären im Schwarzwald – Naturheilkunde pur. Es ist daher notwendig unseren Tieren die natürlichste Umgebung zu bieten in den man Bären auch Weihnachtsbäume überlässt, statt sie zu verbrennen. Wenn Sie also einen Weihnachtsbaum haben und nicht wissen wohin damit, dann spenden Sie ihn einfach im nächsten Jahr.

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Pressemitteilung - 03.03.2016

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