Aktuelles

Moment der Woche | ISAs Jubiläumstag

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Alles Gute zum Jubiläum ISA! Heute vor 4 Jahren, am 26. April 2021, kam die temperamentvolle Bärendame in unserem Schwarzwälder Tierschutzprojekt an! Einst geboren und aufgewachsen in den Wäldern Italiens, wurde sie leider nach vielen Jahren in freier Wildbahn auffällig und musste der Natur entnommen werden.

ISA ist eine tragische Schönheit, die eindrucksvoll zeigt, wie clever und temperamentvoll Bären sind, die in freier Wildbahn aufgewachsen sind. Und genau deshalb gehören Bären nicht in Gefangenschaft. Daher hoffen wir, dass ISAs Schicksal dazu beitragen kann, gemeinsam einen Weg zu finden, damit Bären nicht mehr in Menschenhand gezüchtet werden, sondern artgerecht in freier Wildbahn leben können.

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GAIA & KOLJA nach einem Jahr Vergesellschaftung

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Vor einem Jahr wurden sie vorsichtig vergesellschaftet – zwei Tiere mit schwieriger Vergangenheit, aber viel Potenzial: GAIA, die stürmische Wolf-Hund-Hybridin und KOLJA, der ruhige Rüde, den wir aus dem Filmtierpark Eschede gerettet haben.

Heute ist klar: Es war die richtige Entscheidung.

Die beiden wirken wie ein echtes Team – man sieht sie fast nur noch gemeinsam, oft bei ihren täglichen Heulkonzerten, die ihre soziale Bindung sichtbar und hörbar machen. Auch der Kontakt zur Mitbewohnerin, der Bärin JURKA, ist friedlich – ein spannendes Zusammenspiel über Artgrenzen hinweg.

In der Ranzzeit zeigten sich bei beiden ausgeprägte territoriale Reaktionen, etwa gegenüber Hunden von Besucher:innen – ein gutes Zeichen für Stabilität im Revierverhalten.

Und GAIA? Die wirkt heute deutlich ausgeglichener, sicherer.

Stereotype Verhaltensmuster wie hin- und herlaufen nehmen spürbar ab. Stattdessen zeigt sie immer öfter echtes Sozialverhalten – an der Seite eines Partners, der bleibt.

 

KOLJA sucht noch Unterstützung.

Er hat bisher vergleichsweise wenige Pat:innen. KOLJA wird oft übersehen. Dabei trägt gerade er viel zur Ruhe und Stabilität bei.

Wenn du selbst ein verlässlicher Partner bist, dann könnte doch KOLJA genau das richtige Patentier für dich sein.

Schließe jetzt deine Patenschaft auf baer.de ab und hilf mit, Tieren wie KOLJA eine zweite Chance zu geben.

Jetzt Pate für KOLJA werden

JURKA Kolumne 20.04.25

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Ein Wort auf allen Vieren | KW 16

Frühlingserwachen und Herzensangelegenheiten ...

... liegen in der Luft! Das Licht hat diesen goldenen Schimmer, es duftet nach Neubeginn – und wir Bären sind wieder ganz in unserem Element. Es ist die Zeit des Erwachens, der Begegnungen – und manchmal auch der kleinen Dramen.

Während sich DARIA und JULIJA still und ruhig begegnen, geht’s bei den Jungbärenmännern deutlich lebhafter zu: Die drei Rabauken – ihr wisst schon – raufen, rollen und rempeln, was das Zeug hält. Zweige fliegen, Fell staubt – alles halb so wild. Ein bisschen Imponiergehabe gehört schließlich dazu.

Besonders stimmgewaltig ist ARIAN. Der junge Bär trägt sein Herz, oder sagen wir besser: seinen Frühling, auf der Zunge – und brüllt ihn durch den Bärenwald. Doch JANA bleibt unbeeindruckt. Sie scheint die Winterruhe gründlich genossen zu haben und ist noch nicht in Frühlingslaune.

Aber wer weiß – es ist ja erst der Anfang. Für mich ist das die schönste Zeit: Ein Werden, ein Wachsen, ein Wiedersehen. Und ich darf zusehen – als stille Beobachterin und erzählende Bärin. In diesem Sinne gehabt euch wohl und haltet die Ohren steif Eure JURKA

 

Eure
JURKA 

 

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Moment(e) der Woche | Sonnenbaden

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Die Sonne zeigt sich endlich wieder öfter – und unsere Tiere wissen ganz genau, wie man sie genießt.

Kolja liegt entspannt im Licht, die Augen geschlossen, die Schnauze in den Wind gestreckt. Franca hat sich einen warmen Platz auf dem Waldboden gesucht und
döst in aller Ruhe vor sich hin. Und Jana nutzt den sonnigen Tag für ein ausgiebiges Bad.

Drei Tiere, drei ganz eigene Wege – aber ein gemeinsamer Moment voller Ruhe und Sicherheit.

Solche Augenblicke sind keine Selbstverständlichkeit. Viele unserer Tiere haben schwere Erfahrungen hinter sich. Umso schöner ist es, sie jetzt so friedlich erleben zu dürfen.

Wenn ihr ihre Wege unterstützen möchtet, könnt ihr eine Patenschaft übernehmen – für Kolja, Franca, Jana oder ein anderes Tier, das euch besonders berührt.

Jetzt Pate werden

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JURKA Kolumne 13.04.25

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Ein Wort auf allen Vieren | KW 16

Die Sonne auf dem Pelz ...

...lockt mich endlich aus dem gemütlichen Winternest. Die ersten Hummeln summen, die Sonne wärmt den Rücken – und selbst ich, passionierte Langschläferin, gebe zu: Der Frühling ruft. Und bei uns im Park ist schon ordentlich Leben drin! Überall wird geschnuppert, geschnaubt und gewuselt. Auch DARIA und ich – sonst eher Vertreterinnen der langsamen Gangart – sind wieder unterwegs. Am liebsten mittags oder abends, mit einem Happen Möhrchen oder Salat zur Stärkung. Danach? Klar, zurück in die Kuschelecke.

Das große Wiedersehen nach der Winterruhe? Sagen wir: gemischt. Die Jungbären sind völlig aus dem Häuschen – voller Tatendrang und Neugier. Für sie ist jede erwachende Bärin ein Ereignis. Aber nicht alle von uns teilen diese Euphorie. DARIA zum Beispiel verteidigt ihre Privatsphäre mit Nachdruck. Ihre Runden entlang der Reviergrenzen – besonders zu ISA und FRANCA – sind gewissenhaft und manchmal auch ... eindrucksvoll, wenn sie sich in aller Pracht aufbaut: "Hier ist besetzt!" lautet die stille, aber deutliche Botschaft.

Auch bei unseren Nachbarn, den Wölfen, ist der Frühling angekommen. Nach der wilden Ranzzeit wirkt das Rudel deutlich entspannter. KITO, KIRA und KLEO dösen in der Sonne, das Heulen klingt jetzt eher nach Chorgesang als nach Operndrama. Jetzt, wo wieder die Zeit der Harmonie statt der Hormone angebrochen ist, lässt sich der Frühling mit allen Sinnen genießen – und mit ihm das Leben in all seinen launischen, schönen und manchmal wilden Facetten.

In diesem Sinne gehabt euch wohl und haltet die Ohren steif! Und denkt dran: Ein bisschen Sonne auf dem Pelz tut allen gut.

 

Eure
JURKA 

 

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JURKA Kolumne 06.04.25

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Ein Wort auf allen Vieren | KW 15

An Menschen…

… muss man sich erst gewöhnen. Vor allem nach so einer langen Zeit im gemütlichen Winterquartier. Da kostet der täglich Gang zum Mittagsonnenbad durchaus die ein oder andere Überwindung. Aber was haben Gemüt und Pelz gemeinsam? Sie wollen gepflegt werden. Also gilt es die Balance zu halten. Daher portioniere ich derzeit meinen Tagesablauf und teile ihn in konsumfreundliche Dosierung ein. Anders gesagt: gegen Mittag kurz Sonne auf den Pelz brutzeln lassen und abends, wenn die Zweibeiner sich Bett fertig machen, lasse ich den Tag entspannt ausklingen.

Als ich neulich an der Badestelle den ganzen Winterstaub vom Fell putze habe ich gesehen, wie die drei Jungs, also ARIAN, ARTHOS und AGONIS, einen stattlichen 80 Kilo Ziegenbock geliefert bekamen. Die Bärenmänner waren sichtlich erfreut. Wir anderen setzen dieser Tage eher auf leichte Kost, Salat, Gemüse, sowas. Im Alter solle man schon verstärkt auf seine Ernährung achten. Jedenfalls, ARTHOS war in Sachen Ziegenbock ein wenig im Konflikt mit sich selbst. Magen sagt ja, Kopf sagt Vorsicht. ARIAN hatte auch Bock auf den Bock, wurde aber ebenfalls vom Zwiespalt geplagt. Magen sagt ja, Kopf sagt, wenn du den jetzt anfasst, jagt ARTHOS dich über Stock und Stein.

Und so hieß es für alle drei erstmal warten. Bisschen Gemüse futtern. Als ARTHOS schließlich den Anfang machte und sich an der Ziege bediente, waren alle eigentlich schon so satt, dass am Ende vom Tag noch einiges vom Fleisch übrig war.

Tja, Kettenreaktion mal andersrum, würde ich sagen.

In diesem Sinne gehabt euch wohl und haltet die Ohren steif!

Eure
JURKA 

 

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Karriere: TIERSCHUTZ

Du würdest dich gerne für Tiere und Umwelt einsetzen, doch dein Job lässt dir keine Zeit dafür? Mach doch einfach BEIDES!

Der Alternative Wolf- und Bärenpark Schwarzwald ist ein Wildtier- und Artenschutzprojekt. Wir kümmern uns um traumatisierte Bären, Wölfe und Luchse und setzen uns für ein respektvolles Miteinander zwischen Mensch und Wildtier ein. Und genau DORT liegt dein Aufgabenfeld: als neues Mitglied im Team Pädagogik vermittelst du Wissen, leistest Aufklärungsarbeit, pflegst Mitgefühl.

Dabei gestaltet sich dein Arbeitstag so abwechslungsreich und vielfältig wie die Natur selbst. Von Führungen über Eventplanung bis zur Konzeption und Realisierung pädagogischer Elemente kannst du die Facetten moderner Umweltbildung individuell und kreativ umsetzen. Details und wie du dich bewerben kannst findest du in der Stellenausschreibung

 

Zur Stellenausschreibung

Willkommen im Team – Raoul Schwarze!

Die Arbeit hier im Bärenwald ist komplex, abwechslungsreich und oftmals unvorhersehbar. Jeder Tag bringt etwas Neues, allen voran jedoch die Gewissheit, etwas Sinnvolles für Tier, Mensch und Natur getan zu haben.

Raoul Schwarze | Leitung Alternativer Wolf- und Bärenpark Schwarzwald

Er ist seit Jahren privat in verschiedenen Bereichen von Tierschutz aktiv, kennt das Wildtier- und Artenschutzprojekt im Schwarzwald und setzt sich mit Leib und Seele für die Region ein: Niemand könnte besser für die Leitung des Alternativen Wolf- und Bärenparks sein als Raoul Schwarze! Nachdem der studierte Bauingenieur viele Jahre Bau-Projektleiter war, dürfen wir ihn nun herzlich Willkommen in unserem Rudel heißen!

Seine Vorgängerin, Sabrina Reimann, musste das Team leider aus familiären Gründen verlassen. Wir wünschen ihr alles Gute und hoffen, dass sie auch in Zukunft unseren Projekten nicht fern bleibt!

JURKA Kolumne 30.03.25

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Ein Wort auf allen Vieren | KW 14

Zurück zur Arbeit…

... kann ja auch durchaus sehr befreiend sein. Seit fast zehn Jahren berichte ich euch nun schon von den Erlebnissen hier bei uns im Schwarzwälder Bärenwald und ich muss sagen, jedes Mal, wenn sich die Winterruhe dem Ende entgegen neigt kriege ich dieses Kribbeln in den Tatzen. Und so ist mein erster Impuls, raus und erstmal was mampfen, Frühstück ist schließlich die wichtigste Mahlzeit des Tages und so, aber sobald ich was zwischen den Beißern habe denke ich sofort an euch!

Also, hier bin ich wieder, eure JURKA. Vielen Dank an meinen rothaarigen Reporterkollegen HERO. Für eine Katze ist er doch recht pflichtbewusst, oder? Aber kommen wir nochmal zurück zum Thema Frühstück. Bei uns Bären ist das Futtern weniger in Tage eingeteilt, also nicht in Frühstück, Mittagessen, Abendbrot, sondern in Frühling, Sommer, Herbst. Winter ist dann der Nachtschlag für die Nimmersatten. Jedenfalls, in diesem Jahr bin ich richtig überrascht, dass sich unsere Marathon-Schläferin DARIA schon aus dem Nest bequemt. Müde und mit ihrer unverwechselbar mürrischen Art schlurfte sie aus ihrer Höhle unterm Kreisel und gönnte sich etwas Gras im Freien. Regt den Stoffwechsel an, wie ihr vermutlich wisst. Auch JULIJA bedient sich gern mal abends am grünen Buffet. Vor ein paar Tagen gabs Fleisch für die Wölfe. Was haben die reingehauen und was haben sie danach zufrieden rumgelegen. Doch kein Grund zum Neid, auch wir Bären kamen in den Genuss einer fleischigen Mahlzeit. Kurz drauf lagen meine Artgenossen dann ähnlich wie die Wölfe vollgefressen und träge herum.

ISA ist bekanntlich unsere Fitnessmaus. Hauptsächlich, weil sie kaum größer ist, als eine Maus. Daher war es auch unfassbar witzig, wie sie neulich, ihrer Rohkostdiät folgend, einen Salatkopf sicherte und ihn wegeschleppte. Der schleifte jedoch die ganze Zeit auf dem Boden, weil sie so klein ist. Eben wie eine bärenstarke Süßmaus. Tatsächlich kenne ich keinen Bären, der stärker, flinker und temperamentvoller ist, als unsere ISA.

Eine gesunde Ernährung ist eben das fünfte Element, meine Freunde. In diesem Sinne, haltet die Ohren steif und passt auf euch auf!

 

Eure
JURKA 

 

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