Aktuelles

JURKA Kolumne 01.06.25

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Ein Wort auf allen Vieren 

Diplomat im Wolfsland

Ein junger Wolf tapst mal wieder durchs Ländle und auch, wenn er noch weit weg von unserem Tal ist, blicken wir Wildtiere das natürlich lange vor euch Zweibeinern. Unsere feinen Nasen bleiben halt unerreicht. Jedenfalls, wie ihr vielleicht wisst, legen die grauen Vierbeiner großen Wert darauf, der einzige Clan in der Gegend zu sein und dies kommunizieren sie sehr deutlich ihren Artgenossen. Wenn unsere Wölfe hier im Bärenwald also mal ein Konzert außer der Reihe geben, dann signalisieren sie Kollegen auf Wohnungssuche, dass hier keine Immobilie zu haben ist. Wir Wildtiere sind schließlich keine Schwätzer und pflegen daher eine klare und direkte Kommunikation.

Nun ja, am Ende gehören aber immer zwei dazu und ob der oder die Gegenüber die klaren Worte auch akzeptiert steht auf einem anderen Blatt. Bei den drei Wölfen KIRA, KLEO und KITO funktioniert das beispielsweise ganz gut. Nun ist ja die Ranzzeit durch und somit etwas Ruhe eingekehrt. Zudem ist der Bewuchs gerade ganz gut und bietet das ein oder andere schattige Plätzchen. Wenn sie sich dann unbeobachtet fühlen darf KIRA auch durchaus mal mit dem Rudel liegen. So konnten sie dann auch neulich gemeinsam beobachten, wie die Grünkutten einen alten Baum, eine vom Pilz befallene Esche, aus Sicherheitsgründen fällten. Das war natürlich super aufregend. GAIA hingegen findet es ja schon aufregend, wenn ein Blatt vom Baum fällt. Und dies muss sie dann auch umgehend ihrem Artgenossen KOLJA mitteilen, dessen Begeisterung sich dahingehend eher in Grenzen hält. Mit ihrer Beharrlichkeit hat sie schon fast katzenähnliche Anwandlungen. Thema Katze: was macht eigentlich unsere alte Luchsdame CATRINA? Gerüchten zu folge soll sie bald wieder raus in ihre Anlage dürfen. Ihre Augen sind zwar nicht mehr die besten, aber ihr Gebiet kennt sie wie ihre Westentasche und findet sich hervorragend zurecht.

Also mein Wildtiertipp der Woche: Kennt die Welt, in der ihr lebt.

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

Eure
JURKA 

 

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Moment der Woche | JURKA privat

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Manche Tiere kann man am besten beobachten, wenn sie kaum zu sehen sind. JURKA fällt definitiv unter diese Rubrik. Denn die einstige Wildbärin zieht es in der Regel vor, den wachsamen Augen der BesucherInnen zu meiden. Sie ausgelassen wie eine junge Bärin im Wasser spielen zu sehen, zu plantschen und wie sie Quatsch mit Essensresten (in dem Fall Knochen) macht, ist daher ganz klar unser Moment der Woche. Möglich gemacht durch den natürlichen Sichtschutz in Form des japanischen Knöterichs, der sowohl in den Freianlagen als im gesamten Wolftal weit verbreitet ist.

Wenn auch ihr zu den eher stillen Genießern gehört, dann wäre JURKA doch das bärfekte Patentier für euch! Schaut einfach Mal in ihr Tierprofil.

 

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JURKA Kolumne 25.05.25

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Ein Wort auf allen Vieren 

Bärenstarkes Auswärtsspiel 

Falls noch immer Fragen in Sachen Bärigkeit offen sein sollten, dann schaut hier bei uns im Bärenwald vorbei, einige meiner Artgenossen zeigen euch mit ganzem Körpereinsatz, was es mit der biologischen Vereinigung von (Bären)Mann und Frau auf sich hat. Ich für meinen Teil habe dahingehend meine Pflicht schon eine weile erfüllt. Aber mein Ex, der JOSÉ, der war auch so einer. Alles, nur kein Kostverächter. Ein Bezirgksbesamer vorm Herren, aber da sich bei uns Bären eine Beziehung genau darauf beschränkt und wir nach der DNA-Übergabe wieder getrennter Wege gehen, ist das vollkommen ok. Wir sind da recht pragmatisch orientiert.

Jetzt fragt ihr euch sicherlich, ob der gute JOSÉ noch weitere Filialen aufgemacht hat, oder? Und ob das J in ISAs einstigen Bezeichnung DJ3 auch für JOSÉ steht. Dies und alle weiteren Fragen rund um uns Bären, z.B. warum wir hier im Schwarzwald nie Nachwuchs bekommen wollen, könnt ihr ab dieser Woche jeden letzten Sonntag im Monat live vor Ort bei der Gartenschau in Freudenstadt erfahren! Denn neben der Dauerausstellung über die acht Großbärenarten sind meine zweibeinigen Freunde mit der Affinität zur Farbe Grün jeden letzten Sonntag im Monat live vor Ort. Und dann könnt ihr nicht nur alles über uns Bären, unsere Geschichten, kleine, feinen Anekdoten und vieles mehr erfahren, sondern auch euer Geschick beim Zaunbau unter Beweis stellen.

Könntet ihr einen Zaun bauen, der bärensicher ist? Schaut bei der Gartenschau vorbei und findet es heraus!

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

Eure
JURKA 

 

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JURKA Kolumne 18.05.25

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Ein Wort auf allen Vieren | KW 20

Bärige Zeiten

 

"Ganz liebe bärige Grüße wünsche ich!!!" .... Es ist schon witzig, wie oft ich oder meine Artgenossen, auch die Zweibeinigen, das bekommen. Versteht mich nicht falsch, so eine gesunde Bärigkeit ist schon was feines, aber sie wird oft falsch verstanden, den bärig sind wir Bären nämlich während der Paarungszeit. Wer also bärige Grüße verschickt der sendet eindeutige Signale und ich bin mir ziemlich sicher, dass diese, meistens jedenfalls, so nicht gemeint sind. Also wenn ihr beim nächsten Spieleabend punkten wollt, dann habt ihr nun eine Vokabel mehr in eurem Wortschatz.

Wer hingegen volles Rohr bärige Signale sendet ist unser guter ARIAN. Eigentlich brodeln bei allen momentan die Säfte etwas höher als sonst, aber besonders der kleine große ARIAN steigert sich in seine Liebschaften immer sehr energisch rein. Ich habe euch letzte Woche noch davon berichtet, dass JANA noch auf cool Schulter macht, doch ARIANs glühende Libido scheint das Eis minütlich etwas mehr zu schmelzen.

Dies weckt wohl auch das Interesse meiner wilden Artgenossin ISA, die scharwenzelt ganz gerne mal am Kreisel entlang und wirft herzförmige Blicke Richtung der jungen Bärenmänner. Wo wir gerade beim Thema Blicke werfen sind, wer hat von euch Lust, mal strenge Blicke bei uns im Bärenwald zu werfen? Denn wir könnten den ein oder anderen ehrenamtlichen Ranger ganz gut gebrauchen.

So sehr ich mich über den Besuch der Zweibeiner auch freue, doch leider gibt es immer mal Spezialisten, die es mit den Regeln nicht so genau nehmen, besonders im Rausche der Feiertage. Daher, wenn ihr dahingehen Lust habt, hier bei uns Tieren als Park-Ranger zu fungieren, dann meldet euch einfach! Am besten per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

Eure
JURKA 

 

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Muttertag

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Bären und Menschen haben so viel gemein, doch allen voran vereint uns Säugetiere alle eins: ohne unsere Mütter wären wir buchstäblich nichts. Daher möchten wir heute zum Muttertag darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, Wildtieren bei ihrer Mutter zu lassen:

Schwer vorstellbar, aber wahr – wenn kleine Bären geboren werden sind sie ungefähr so groß wie ein Stück Butter, doch kaum zwei Jahre später sind sie in der Lage, allein in der freien Wildbahn zu überleben. Sie können sich Futter beschaffen, klettern, graben und vieles mehr. Und wer bringt ihnen das alles bei? Genau, die Bärenmutter! Und noch mehr, sie zeigt ihrem Nachwuchs nicht nur, auch die widrigsten Bedingungen zu überstehen, sondern kümmert sich um die Nahrungsbeschaffung und sorgt für Schutz vor Angreifern, z.B. gegen Bären(Männer).

Leider gibt es Gefahren, vor denen die Kleinen nicht beschützt werden können. Wie den Menschen, beispielsweise.

So wurden die Bärenmütter der albanischen Vierbeiner ARIAN, ARTHOS und AGONIS erschossen, um wenige Wochen alten Welpen einzufangen und anzuketten zur Belustigung von Touristen. Ein kurzer spaßiger Moment, schnelles Geld – doch wie immer zahlen am Ende die Tiere den hohen Preis: ihr Leben. Den drei jungen Bären wurde nicht nur die Mutter getötet und ein Leben in freier Wildbahn versagt, sie tragen zudem teils schwere Traumata davon. Allen voran der sensible AGONIS leidet noch immer schwer darunter, ruft auch nach neun Jahren durch das Saugen an seiner Tatze vergebens nach seiner Mutter. Leider wird vielen Bären dies verwehrt. In Gefangenschaft geborene Welpen werden meist von ihren Müttern entrissen, weil sie in andere Einrichtungen verkauft oder getauscht werden. Heute am Muttertag möchten wir daher auf alle Mütter aufmerksam machen und das Recht einer jeden Mutter, egal ob auf zwei oder vier Beinen, bei ihren Kindern zu sein. Und weder Geldgier noch die Sensationslust nach niedlichen Tierbabys darf ihnen das verwehren.

 

JURKA Kolumne 10.05.25

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Ein Wort auf allen Vieren | KW 19

Als der Wolf den Salat klaute

 

Ich habe mal gehört, dass es weit entfernt auf der anderen Seite der Welt, einen Dschungel gibt. Hin und wieder höre ich Zweibeiner darüber reden, gibt wohl ein recht bekanntes Buch über den Dschungel, nur fällt mir der Titel nicht ein. Jedenfalls, da soll es auch um einen Bären und Wölfe gehen. Keine Ahnung, wie es in so einem echten Dschungel wirklich aussieht, aber wilder als im Knöterich Meer kanns kaum sein. Vielleicht sollte ich auch ein Buch über den Dschungel schreiben. Aufzeichnungen aus dem ewigen Grün.

Na ja, die ewig in grün gekleideten Zweibeiner kümmern sich jedenfalls aufopferungsvoll und dezimieren den Knöterich mit vollen Kräften. Witzig ist es dennoch, wenn vor lauter Dickicht nur das ein oder andere flauschige Ohr auftaucht. Wie schaut es bei euch aus, könnt ihr uns Vierbeiner anhand unserer Ohren erkennen? Kleiner Tipp, wenn ihr einen ewig spitzen Lustmolch vom Dienst seht, dann habt ihr schonmal ARIAN. Der macht aktuell unserer JANA den Hof, die von dem Machogehabe allerdings noch wenig beeindruckt ist. Mal schauen, wie sich das in den nächsten Tagen so verhält.

Unsere Artgenossen DARIA und JULIJA sind derweil auch gierig unterwegs, allerdings geht es bei den beiden ums Futter. Die Zwei spachteln um die Wette was das Zeug hält, wie zwei haarige Sumoringer. Aber auch ich habe meine privaten Fitnesstrainer. Sie sind recht aufgedreht, kleiner als ich und kleiden sich meist in Grautönen. Genau, ich spreche von meinen wölfischen Mitbewohnern. Die haben derzeit endlose Freude daran, Salat und Honig Brötchen und eigentlich alles zu klauen, was sie laut Bio-Buch gar nicht fressen. Herzlich Willkommen in der Grauzone zwischen Theorie und Praxis.

Merkt euch das alte Wildtier-Sprichwort: nur weil es bei den Menschen so geschrieben steht, heißt es nicht, dass es auch wirklich so geht.

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

Eure
JURKA 

 

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Moment der Woche | JULIJA genießt

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JULIJA genießt den Abstand zum Zaun, gönnt sich ein ausgedehntes Bad im Teich, hier bei uns im Bärenwald im Schwarzwald.

Viele Jahre lang war dies undenkbar. Wildtierhändler verkauften sie illegal als Welpe an einen Freizeitpark in Litauen, wo sie über 10 Jahre lang ausgebeutet wurde. Showfütterungen am Zaun in einer tristen Umgebung bestimmten ihren Alltag. Haltungsgenehmigung? Fehlanzeige. Dennoch war es ein jahrelanger, juristischer Kampf, gemeinsam mit der litauischen Tierschutzorganisation GATO.

JULIJA (und ihre Artgenossin JANA) konnten gerettet werden, doch noch immer leiden zahlreiche Wildtiere unter dem Missbrauch in Freizeiteinrichtungen.

Aber das muss nicht so bleiben. Ihr könnt den Unterschied machen. Sagt NEIN zur Ausbeutung von Wildtieren und meidet Einrichtungen und Shows mit Schaufütterungen und Tiervorführungen.

 

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JURKA Kolumne 04.05.25

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Ein Wort auf allen Vieren | KW 18

Hallo, Badesaison!

 

Wenn euch Plantschen und andere Geräusche wilden Rumtobens am frühen Morgen wecken, dann wisst ihr, es ist die Badesaison, die anklopft. Auch bei uns Bären ist das so. Ich kenne keinen Artgenossen, der nicht gerne nach Herzenslust ins kühle Nass stürzt. Fellpflege wird schließlich umso effektiver, je mehr Leidenschaft man an den Tag legt. Und wenn es danach geht, sind die Jungbären ARIAN, ARTHOS und AGONIS wahre Meister darin. Sich dreckig zu machen verstehen sie auf jeden Fall meisterhaft.

Nur so die Fetzen fliegen derzeit auch bei den Grünkutten, denn während wir Vierbeiner uns im kühlen Nass erfreuen, kämpfen sie sich durch das ewige Grün. Alles hat so seine Schattenseiten. In unserem wunderschönen Wolftal tritt dieser in Form des Knöterichs auf. Ein Glück haben wir hier in unserem Bärenwald Bärsonal, das sich dem annimmt. Wie schaut es da bei euch so? Ich finde es großartig, dass die Zweibeiner noch Zeit finden, sich um die Grünpflege zu kümmern. Schließlich arbeiten sie gerade schwer an der Fertigstellung unserer REHA-Anlage. Ihr wisst schon, die Station für besonders schwer traumatisierte Wildtiere wie unseren AGONIS.

In diesem Sinne haltet die Ohre steif und gehabt euch wohl!

 

Eure
JURKA 

 

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Moment der Woche | GAIA aktiv

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In dieser Woche sorgt Wölfin GAIA für den ganz besonderen Moment. Die Ranzzeit liegt nun hinter den Graupelzen und somit kehrt bei dem ein oder anderen Vierbeiner etwas Ruhe ein. KOLJA beispielsweise weiß ein ausgiebiges Sonnenbad durchaus zu schätzen.

GAIA hingegen scharrt derweil lieber ein gemütliches Tagesnest, wälzt sich darin und lässt es sich nicht nehmen, KOLJA von Zeit zu Zeit ins Nackenfell zu zwicken. Was auf wölfisch so viel heißt wie, Spiel mit mir!

Wenn auch ihr eher zum Team AKTIV gehört, dann wäre GAIA doch das ideale Patentier für euch!

PS Patenschaften eignen sich auch hervorragend als Geschenk mit Herz für die Seele.

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JURKA Kolumne 27.04.25

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Ein Wort auf allen Vieren | KW 17

Der Club der 26er

Irgendwie zieht sich die Zahl 26 durch die Ereignisse in Zusammenhang mit meiner Familie. Am 26.6.2006 wurde mein Sohn BRUNO erschossen, am 26.08.2010 bin ich im Schwarzwald angekommen und am 26.04.2021 war die Ankunft meiner Artgenossin ISA. Ich bin zwar nicht direkt mit ihr verwandt, aber sie und BRUNO haben denselben Vater, JOSE.

Ihr könnt bestimmt eine gewisse Ähnlichkeit erkennen, ich finde besonders sie Augenpartie ist recht markant bei uns allen. Jedenfalls, wer ISA kennt, der muss sie lieben, denn sie ist einfach nur eine geballte Ladung Kraft und Temperament. Und wer könnte das besser beurteilen, als ich? Schließlich sind wir beide Kinder der freien Wildbahn und ich versichere euch, es ist der einzig wahre Ort für Bären. Daher war ich regelrecht geschockt als mich die Eilmeldung erreichte, dass in einem deutschen Tierpark erst kürzlich wieder Braunbärwelpen zur Welt gekommen sind. Die Vorstellung, dass die kleinen Vierbeiner in Menschenhand aufwachsen müssen und nie die Chance erhalten werden, als Bären in Freiheit leben zu dürfen, bricht mir das Herz. Im Jahr 2025 hätte ich eigentlich gehofft, neuen Generationen ein Leben in Gefangenschaft zu ersparen. Ein Bärenleben kann gut 40 Jahre dauern, dass heißt bis 2060!

Schon erschreckend wie schnell Verantwortung gegenüber dem Leben anderer zur Ausbeutung wird.

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

Eure
JURKA 

 

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