Aktuelles

Moment der Woche | JULIJA genießt die Sonne

fb-mdw-julija-sonne.jpg

Wintervorbereitungen bei Sonnenschein – Braunbärin JULIJA genießt noch die letzten Sommertage des Jahres und trifft zugleich wichtige Vorkehrungen für die kalte Jahreszeit.

Und was könnten diese wichtigen Vorkehrungen wohl sein? Richtig: mampfen was das Zeug hält! Denn schließlich lässt es sich nur mit einer ordentlichen Speckschicht anständig überwintern. Futtern im Sonnenbad – ganz klar unser Moment der Woche.

Wenn es auch für euch nichts schöneres gibt, als ein ausgiebiges Bad in der Sonne, dann wäre JULIJA doch das ideale Patentier für euch!

Kleiner Tipp: Patenschaften eignen sich auch hervorragend als Geschenk

 

 

Patenschaft übernehmen

JURKA Kolumne 21.09.25

2025-03-27_awbs-jurka.png

Ein Wort auf allen Vieren 

Fette Natur

Wenn ihr dieser Wochen hin und wieder ein tiefes Brummen durchs Tal hören mögt, dann keine Panik, dass sind nur wir Bären. Denn wir rasen geradezu Richtung Winterruhe. Viel Zeit bleibt nicht mehr um ordentlich Speck aufzubauen, da heißt es diszipliniertes Training. Man sagt ja bei euch Zweibeinern, viel Essen und wenig Bewegung machen straffe Haut. Ein bisschen was Wahres ist da dran. Wer seinen Speiseplan nicht fettig und süß genug gestaltet und es wagt, sportlich unterwegs zu sein, kann den Traum eines herrlichen Speckmantels gleich vergessen. Aber ganz ohne Aktivitäten geht es natürlich nicht bei uns Bären. Schließlich muss die Bude für den Winter hergerichtet werden, und ihr wisst, der Winter im Schwarzwald macht keine halben Sachen. Daher bin ich momentan gerade dabei, passende Blätter in meine Höhle zu schaufeln. Schlaue Vierbeiner machen mir das nach, ISA oder ARTHOS zum Beispiel. Die habe ich auch schon fleißig beim Vorbereiten beobachten können.

Es ist schon eine heikle Phase für uns Bären. Ein bisschen Nervosität schwingt da immer mit. Wenn man mehrere Monate in einer Höhle verschwindet ist das schon eine biologische Herausforderung. Aber eine clevere Lösung der Natur, um bei Frost das geringe Nahrungsangebot zu umgehen. Da lernt man auch, auf eine gesunde Ernährung zu achten. Wildnis geht schließlich durch den Magen, wie wir Bären sagen.

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

 

Eure
JURKA 

Mehr über JURKA

Moment der Woche | Ein Portrait von ISA

b_1200_0_0_0_0_images_01-news_2025_09_mdw-s_-birner-isa.jpg

Zu den schönsten Erlebnissen die es in unserem Tierschutzprojekt zu erleben gibt, zählt definitiv das Entdecken. Dazu braucht es hin und wieder Geduld, Geschick, Erfahrung oder einfach Glück. Und wenn all diese Dinge zusammen kommen dann entstehen solch bezaubernden Aufnahmen wie dieses Portrait von ISA, mitten im Dickicht, geschmückt von der Natur selbst.

Chapeau, liebe Sylvia Birner, für dieses bärenstarke Foto. Denn es zeigt einen ganz ruhigen, fast andächtigen Moment von der einstigen Wildbärin ISA, die sonst eher für ihr Temperament bekannt ist. Doch das ist eben nicht alles, Bären verfügen über sehr komplexe, individuelle Charakterzüge.

Deshalb gibt es auch nie DEN Bären, sondern immer nur das Individuum.

Stecken auch in euren Herzen sowohl Feuer als auch Eis? Dann wäre ISA doch die ideale Patenbärin für euch! Gebrauchen kann sie es, denn auch sie hat ein tragisches Schicksal hinter sich. Wenn ihr mehr über ISA und ihr Leben erfahren wollt, dann schaut doch mal in ihrem Tierprofil vorbei.

 

Mehr über ISA

JURKA Kolumne 14.09.25

2025-03-27_awbs-jurka.png

Ein Wort auf allen Vieren 

Wolfsdrama

KITO ist tot. Ich muss gestehen, den jungen Wolf nie kennengelernt zu haben, aber ich habe viel von ihm gehört. Denn sein Leidens- und Artgenosse KOLJA ist sozusagen mein Mitbewohner. Seit über einem Jahr leben wir nun zusammen mit der Wölfin GAIA. Die beiden Graupelze sind schon ein drolliges Paar. Unter übermäßiger Intelligenz leiden sie nicht gerade, aber gute Seelen sind es. Erst fand ich es ja nervig, wenn sie so heiter fröhlich im Schmetterlingsstil durch die Gegend wuselten, heute freue ich mich für sie. Beneide sie schon fast dafür. Bedenkt man, wo KITO, KOLJA und die anderen herkommen, ist es ein wahres Wunder, dass sie so unbeschwert sein können.

In einem Filmtierpark haben sie gelebt, mit einem Kontaktzoo. Stellt euch das mal vor! Ein Wolf zum Anfassen… wie absurd. Was gibt es für ein scheues Wildtier schlimmeres als das? Könnt ihr euch vorstellen, was mit einem Wolf passieren muss, bis er das mitmacht? Ich als alte Bärin habe im Laufe meines Lebens einige Wölfe kennengelernt. Richtige Wölfe. Und die hätten das nie über sich ergehen lassen. Der arme KITO durfte nie wirklich Wolf sein, musste immer nur als Objekt der Begierde herhalten. Bis er von meinen Freunden in Grün hierhergebracht wurde. Wie überwältigend muss es für ihn gewesen sein, endlich mal Wolf sein zu dürfen. Doch seine Herkunft holte ihn schneller ein als fair gewesen wäre. Leider war er das Resultat einer schrecklichen Inzucht. Ein Tumor an der Milz streckte ihn mit nur 4 Jahren nieder. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr bricht es mir das Herz. Wann wird der Mensch endlich aufhören Gott zu spielen, und wieder Teil von Lebewesen hier auf der Erde sein. Dann würde er auch fühlen, was für ein Leid er über uns alle bringt.

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und macht den Unterschied. Für mich, für uns alle.

 

Eure
JURKA 

Mehr über JURKA

Nachruf KITO – tragisches Schicksal eines Wolfs

2025_09_10_kito.jpg

Was bleibt ist nur ein Echo: gestern Abend, Dienstag, den 9. September 2025, mussten wir schweren Herzens Abschied von unserem Wolf KITO nehmen. Nach dem er sich plötzlich sehr auffällig verhielt, veranlassten wir umgehend eine veterinärmedizinische Untersuchung. Das Resultat war ein Schock: nach sorgfältiger Absprache mit unserem Tierarzt blieb keine andere Wahl, als den charismatischen Vierbeiner zu erlösen. Er wurde nur vier Jahre alt. KITO starb an den Folgen inzestuöser Zucht.

Am 5. Mai 2021 kam der Wolf KITO auf die Welt, doch ein Leben als Wolf war für ihn nicht vorgesehen. Mit der Hand aufgezogen sollte er an den Kontakt mit Menschen gewöhnt werden, um gegen Bezahlung ein gefügiges Wildtier zum anfassen zu sein. So wuchs er auf, so wurde er jahrelang im Kontaktzoo des Filmtierparks Eschede ausgebeutet. Bis sein trauriges Schicksal 2024 eine glückliche Wendung nahm. Nachdem der dubiose Filmtierpark insolvent ging, eröffnete sich für KITO eine zweite Chance. Gemeinsam mit seinen Art- und Leidensgenossen KIRA, KLEO und KOLJA begann in unserem Tierschutzprojekt ein neues Leben für die traumatisierten Wölfe.

Endlich befreit von der erdrückenden, menschlichen Nähe durfte KITO herausfinden was es heißt ein Wolf zu sein. Von nun an hallte seine Stimme durch das malerische Wolftal im Schwarzwald. Nachdem er mit den anderen beiden weiblichen Wölfen KIRA und KLEO in unserem Wolfsrückzugsgebiet über ein Jahr verbrachte und sich an die naturnahen Freianlagen gewöhnte, wartete eine neue Anlage auf die Vierbeiner. Doch KITO sollte diese nicht mehr erleben. Nachdem ein Milztumor, Resultat der Inzucht, ruptierte, füllte sich sein Bauchraum mit Flüssigkeit. Trotz umgehender medizinischer Versorgung waren wir gezwungen, ihn zu erlösen.

Nur knapp anderthalb Jahre durfte KITO ein respektvolles, tiergerechtes Leben führen. Wir hoffen, dass sein Vermächtnis dazu beiträgt, endlich die rücksichtslose Zucht und Vermarktung von Wildtieren zu beenden. Das leidvolle Schicksal der Wölfe aus dem Filmtierpark Eschede zeigt auf tragische Weise, welche Ausbeutung und welcher Missbrauch von Wildtieren in Deutschland noch immer möglich ist, noch immer zum Alltag gehört.

KITO, viel zu kurz durften wir dich kennenlernen, doch umso mehr berührt uns deine traurige Geschichte. Wenn wir zukünftige Generationen von Wildtieren vor solchem Leid bewahren können, dann war deines nicht umsonst, sondern rettet Leben.

Helft uns dabei, in dem ihr anderen von KITO erzählt. Lasst uns gemeinsam die Stimme gegen den Missbrauch von Tieren erheben, damit das Echo von KITOs Heulen noch lange nachhallt.

JURKA Kolumne 07.09.25

2025-03-27_awbs-jurka.png

Ein Wort auf allen Vieren 

Eine Welt ohne Bärenpark

Das wäre schön, oder? Stellt euch eine Welt vor, in dem es keinen Bärenpark gibt. Wäre das nicht fantastisch, wenn Menschen uns Bären nicht schikanieren würden und es solche Einrichtungen gar nicht geben müsste. Einfach mit der Natur im Einklang leben. Na ja, gut, also unter uns, niemand lebt mit der Natur im Einklang, das ist esoterische Schönmalerei, auch wir Wildtiere haben es nicht leicht in der Wildnis. Aber genau darum geht es ja, genau das ist der Grund, warum wir Bären zum Beispiel zu den coolsten Bewohnern dieser Erde gehören, eben WEIL wir uns mit den Widrigkeiten der Natur auseinandersetzen, daran wachsen und uns immer wieder weiterentwickeln. Leben ist schließlich eine Tätigkeit und kein Ist-Zustand. Also, ihr lieben Zweibeiner, wie wäre es denn mal mit mitmachen?

Ist utopisch, schon klar. Das geht ja gar nicht, unmöglich, sich mit den Tieren zu arrangieren. Auf den Mond fliegen geht. Den Meeresgrund abgrasen geht. Es gibt jetzt sogar Maschinen, die meinen Job als Reporterin machen können. Da tippst du ABC ein und nach einem Wimpernschlag hast du einen fertigen Bestseller. Aber Tiere als eigenständige Lebewesen mit eigenständigem Lebensraum zu akzeptieren, DAS ist zu viel verlangt. Unmöglich. Dabei braucht es nur eine vernünftige Vision, die euch antreibt. Nehmt euch ein Beispiel am Bäre’park hier im Schwarzwald. Jahrelang ein Traum gewesen. Tausend Hürden mussten genommen werden. Millionen missmutiger Stimmen das Gegenteil bewiesen. Und warum? Weil es hier um das Leben von Bären geht. Und das schweißt zusammen. Nun gibt es das Projekt seit 15 Jahren. Ich selbst, eure JURKA, bin seit dem ersten Tag mit dabei. Alter, Beruf, Geschlecht, Herkunft, alles nebensächlich, wenn man gemeinsam ein Ziel hat. Lasst unser gemeinsames Ziel ein gemeinsames Leben sein. Mensch und Wildtier. Muss nicht immer harmonisch sein, aber stets mit Respekt. Klingt unrealistisch? Mag sein, aber gerade deswegen sollten wir es real werden lassen. Was habt ihr zu verlieren?

In diesem Sinne haltet die Ohren steif!

Eure
JURKA 

Mehr über JURKA

15 Jahre Alternativer Wolf- und Bärenpark Schwarzwald!

b_1200_0_0_0_0_images_01-news_2025_08_2025-09-05_abws_jubilaeum_2.jpg

Wir feiern Jubiläum! Genau heute vor 15 Jahren fand die Eröffnung unseres Tierschutzprojekts im Schwarzwald statt. Am 4.+5. September 2010 öffneten wir voller Stolz zum ersten Mal offiziell die Tore für kleine und große Besucherinnen und Besucher.

20 Bären, 15 Wölfe und 4 Luchse haben seither in unseren Freianlagen ein neues, tiergerechtes Leben gefunden. Erste Bärin war damals JURKA, die zuvor am 26. August bei uns ankam. Dies konnten wir Dank des bärenstarken Rückhalts zahlreicher Bärenfreunde schaffen.

Weiterlesen ...

JURKA Kolumne 31.08.25

2025-03-27_awbs-jurka.png

Ein Wort auf allen Vieren 

Gemeinsam wild

Meine Tochter LUNA ist nun schon seit ein paar Wochen hier im Schwarzwald. Gesehen haben dürfte sie allerdings noch kaum wer. Bekanntlich ist sie nachtaktiv, zieht es also vor, tagsüber den Blick der Menschen zu entgehen. Wisst ihr auch, warum? Ich meine, wahrscheinlich habt auch ihr in der Schule in Bio gelernt, dass wir Bären im Allgemeinen eher tagaktiv sind. Im Dunkeln sieht man ja nicht so gut und schließlich sind wir keine Katzen. Euch ist sicherlich bekannt, dass auch ich im Trentino gelebt habe, war sogar eine der ersten Bären dort.

Im Laufe der Zeit haben wir Bären jedoch erkannt, dass es in der Dunkelheit sicherer ist, als bei Tageslicht. Grund hierfür ist das wohl gefährlichste aller Wesen, der Mensch. Und um euch, also nicht euch persönlich, sondern eurer Art, aus dem Weg zu gehen, sind wir eben nachtaktiv geworden. Denn ihr müsst wissen, wir Bären hätten uns im Laufe der Jahrtausende nicht so perfekt an die Natur anpassen können, wenn wir uns nicht auf sie eingelassen hätten. Am Ende ist es alles ein Großes miteinander. Wäre doch schön, wenn auch die Zweibeiner (wieder) mehr mitmachen würden. Vielleicht müssten mehr Menschen uns Wildtiere einfach besser kennenlernen, unsere Art, unser Leben, unserer wichtigen Rolle in der Natur. Denn ein jedes Lebewesen steuert einen Teil zur Welt bei. Über uns heimische Wildtiere könnt ihr beispielsweise beim Wilden Wochenende ganz viel erfahren. Also schaut doch an diesem besonderen Tagen bei uns vorbei und lasst euch vom wilden Charme der Natur verzaubern. Glaube, es findet am ersten Oktoberwochenende statt.

Ich freu mich auf euch!

In diesem Sinne

Haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

 

Eure
JURKA 

 

Mehr über JURKA

Tierschutz geht nur gemeinsam! EARS Partner Vier Pfoten im Projekt SCHWARZWALD

2025-08-28_awbs_vierpfoten.jpg

Es gibt jede Menge zu tun, die Tierschutzfälle in Europa belaufen sich auf mehrere tausend. Verhandlungen, Transport, Versorgung – meist sind die Rettungsaktionen das Ergebnis komplexer Planung und Umsetzung, nicht selten erstrecken sie sich über Jahre und finden auf internationaler Ebene statt, überqueren mehrere Staatsgrenzen. Zudem sind freie Kapazitäten in Auffangstationen und Refugien absolute Mangelware. Ein gut funktionierendes Netzwerk ist daher von größter Wichtigkeit. Wir, die STIFTUNG für BÄREN -Wildtier- und Artenschutz, setzen uns seid über 20 Jahren erfolgreich für die Tiere ein, doch ohne den gemeinsamen Einsatz mit anderen Organisationen wären viele Aktionen kaum möglich gewesen. Tierschutz lebt durch die Zusammenarbeit, Hand in Hand.

Weiterlesen ...

15 Jahre Alternativer Wolf- und Bärenpark Schwarzwald

2025-08-26_jurka_15jahre-600-x-300-px.jpg

Wir feiern Jubiläum! Seit 15 Jahren gibt es nun bereits den Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald. E ist eine spannende Tierschutzgeschichte mit Höhen, Tiefen und unvergesslichen Rettungsaktionen. Daher möchten wir euch in den nächsten Wochen auf eine kleine Reise in die Vergangenheit mitnehmen und ganz besondere Momente noch einmal Revue passieren lassen.

Und mit wem anderen könnten wir starten als unserer JURKA! Heute vor 15 Jahren, am 26.08.2010, kam JURKA bei uns im Schwarzwald an. Damit ist sie die allererste Bärin, die unsere Freianlagen hier im Wolftal bewohnte. Doch aktueller könnte ihre Geschichte nicht sein, denn seit Mitte Juli lebt auch ihre Tochter LUNA bei uns. Damit schreibt sie das letzte Kapitel einer tragischen Familiensaga. Einst in den Wäldern Sloweniens geboren und aufgewachsen, war JURKA einer von 10 Bären, die vor über 20 Jahren im Rahmen des Life-Ursus Projekts nach Italien umgesiedelt wurden.

Weiterlesen ...