Aktuelles

HERO Kolumne | KW 03

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Schneefrei

Ich weiß ja nicht, wie oft und viel ihr draußen seid oder das Wetter im Blick habt, in Zeiten des Handykults geht der Trend ja eher Richtung weg von der Natur, aber es hat geschneit! Bei uns im Bärenwald gibt es da zwei Lager. Schnee in der Höhle weg pennen oder draußen die Zeit deines Lebens haben. ISA ist da so eine Kandidatin, die in der weißen Pracht voll aufgeht. Im Herzen ist sie bestimmt ein Eisbär. Habt ihr schon mal eine erwachsene Bärin, und ISA ist zugegeben nicht gerade für ihr sonniges Gemüt bekannt, gesehen, die im Schnee herumtollen, den Hang herunter rutscht und es genießt, lebendig zu sein? Ich fühle da bei ihr einen Hauch Freiheit, wenn ich sie so beim Quatsch machen beobachte…

Quatsch auf eine eher unbeabsichtigte Art legt GAIA momentan an den Tag. Ihr wisst ja, dass sie und KOLJA sich ein Areal mit JURKA teilen. Die Anlage ist mit einem Wolfsrückzugsgebiet ausgestattet, also ein Teil mit einem Schieber, wo Bären mit ihrem dicken Hintern nicht durchpassen. Dort hat KOLJA, weil schlauer Wolf, seinen Kühlschrank eingerichtet. Dort bunkert er den Fleischvorrat. GAIA, die, sagen wir mal, leider des Öfteren etwas Pech beim Denken hat, buddelt das Fleisch dort aus, schleppt es rüber in den Gemeinschaftsbereich und verbuddelt es dort. Gerne in der Nähe von JURKAs Höhle. Denn Rest könnt ihr euch denken.

Doch so entstehen auch Momente, in denen KOLJA ganz drollig zusammengerollt unter einer kleinen Tanne liegt, als wäre der Weihnachtsbaum sein Save Place. Und GAIA macht es sich dann ganz in der Nähe bequem.

Natur ist rau und fordernd, allen voran im Winter. Die Frage ist nur, wie man damit umgeht, ob eine Herausforderung uns entzweit oder vereint.
Pro Tipp: versucht mal letzteres.

Euer
HERO

 

HERO

Moment der Woche | Tiere im Schnee

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Wo die Wölfe heulen, Bären herumtoben und ein Luchs von seinem Unterschlupf aus alles im Blick behält: Das Winterwunderland in unserem Bärenwald bildet die Kulisse für faszinierende Tierbeobachtungen! Während die jungen Bärenmänner ARIAN, ARTHOS und AGONIS ihrem Spiel in Eis und Schnee ausgelassen nachgehen, wälzt sich auch die stattliche Wildbärin ISA voller unbeschwerter Freude durch die weiße Pracht. Die Wölfe hingegen ziehen eher einen lässigeren Stil vor, heulen andächtig den fallenden Flocken entgegen oder machen es sich auf dem weichen Schnee bequem.

Luchskuder HERO zieht es hingegen vor, die Rolle des Beobachters zu übernehmen und schaut den anderen Vierbeinern lieber aus seiner Hütte zu.

Im frischen Jahr also nicht nur einer, sondern gleich ein ganzes Rudel an Momenten der Woche!

Wie schauts bei euch? Seid ihr richtige Schneefans oder harrt ihr lieber bis zum Frühjahr aus? Schaut doch mal in den Tierprofilen vorbei, dort findet ihr bestimmt ein Patentier, das zu euch passt.

 

Mehr über unsere Tiere   

HERO Kolumne | KW 02

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Ein Wort auf allen Vieren

Wenn weniger ganz viel ist

Silvester ist ohne Zweifel die schrecklichste Nacht des Jahres. Wenn der Himmel brennt, die Erde bebt und die Luft zum Atmen verpestet wird, fühlt sich die Panik endlos an. Noch dazu kommt, dass viele Zweibeiner an diesem Feiertag dezent einen über den Durst trinken und unberechenbar werden. Jedes Jahr aufs Neue quälen sich Millionen Tiere weltweit durch diese gestörte Nacht des Grauens.

Nicht so hier bei uns, denn wir haben die besten Nachbarn der Welt! Die wissen genau, wie empfindlich unsere Wildtiersinne sind und haben auf uns acht genommen - BÄRENSTARK, wie meine werte Kollegin JURKA sagen würde. Habt vielen Dank für eure Rücksichtnahme.

Sehr rücksichtsvoll fand ich auch das Engagement von ARTHOS und ARIAN. Die haben mit vollem Körpereinsatz in ihrer Anlage Schnee geschippt. Wortwörtlich! Denn ich musste zwei Mal hinsehen, als ARTHOS mit Schwung und vollem Elan seine stattliche Schneeschaufel vor sich her karrte. Denn wie sich herausstellte, handelte es sich dabei um den guten alten ARIAN, den er einfach der Länge nach quer den Hang herab schob. Zugegeben sah dies ziemlich spaßig aus. Eine alte Wildtierweisheit besagt, am effektivsten ist jene Arbeit, die Spaß bringt, denn der größte Erfolg liegt in einer unbeschwerten Lebenszeit.

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

Eurer
HERO

 

 

HERO

Moment der Woche | KIRA & KLEO

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Im ersten Licht des Morgens streifen die Wolfsschwestern KIRA und KLEO durch ihre Anlage. Von erhöhten Punkten aus sichern sie ihr Umfeld – ein uraltes, tief verankertes Verhalten sozial lebender Beutegreifer. Die beiden Wolfsfähen beobachten, prüfen, lauschen.
Langsam beginnen sie, ihr neues Revier als solches anzunehmen. Sie orientieren sich aneinander, stimmen ihr Verhalten ab und lernen, als kleines Rudel zu funktionieren. Verstecke, Rückzugsorte und weite Laufwege – all das ermöglicht ihnen erstmals, ihre natürlichen Bedürfnisse auszuleben: Bewegung, Distanz, Kontrolle. Hier dürfen sie ankommen. Hier dürfen sie Wolf sein.

Dringt aus dem Nachbarrevier das Heulen von GAIA und KOLJA durch das Tal, verändern sich Haltung und Körperspannung. Die Ohren sind aufgerichtet, die Körper still. Heulen ist Kommunikation, Reviermarkierung und soziale Bindung – und KIRA und KLEO lauschen aufmerksam.
Auch unsere BÄRsucher bleiben nicht unbeachtet. Versteckt im Gebüsch oder von einer Anhöhe aus, mit der Sonne im Fell, behalten die Fähen die Menschen stets im Blick. Doch sie wahren Abstand – bewusst und selbstbestimmt. Abstand bedeutet für Wölfe Sicherheit. Und zum ersten Mal in ihrem Leben können sie ihn einfordern.
Das war nicht immer so.

2024 wurden KIRA und KLEO durch die Stiftung für Bären aus dem Kontaktzoo des Filmtierparks Eschede gerettet. Dort lebten sie jahrelang ohne Rückzugsmöglichkeiten, ohne Wahlfreiheit, ohne Raum für natürliches Verhalten. Angefasst werden, stillhalten, funktionieren – ein Leben entgegen ihrer Natur.

Heute, hier im Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald, dürfen sie entdecken, beobachten, spielen – und selbst entscheiden, wie nah sie uns Menschen kommen möchten. Autonomie, Struktur und Rückzug sind keine Extras, sondern Grundbedürfnisse.
Wenn euch ihre Geschichte berührt und ihr helfen möchtet, weiteren Tieren ein Leben gemäß ihrer Natur zu ermöglichen, unterstützt uns gerne mit einer Spende oder Patenschaft.

Wir sind dankbar, KIRA und KLEO auf diesem Weg begleiten zu dürfen.

 

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HERO Kolumne KW 52

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Ein Wort auf allen Vieren

Nicht gestern, nicht morgen, jetzt

Ihr Lieben, euer Kalender neigt sich dem Ende entgegen und so ist es an der Zeit für den allseits beliebten Jahresrückblick. Und da ihr davon sicherlich einige bereits gesehen habt und noch mindestens doppelt so viele vor euch, spare ich uns das mal und erzähl euch lieber was witziges von neulich. JANA, ihr kennt sie sicherlich, die dunkelhaarige Bärendame mit dem eindringlichen Blick, unternahm neulich einen Spaziergang. Grundlegend ist sie ja in Winterruhe, aber sie hatte sich wohl für eine kleine Pause von der großen Pause entschieden und so tapste sie durch den Bärenwald. Besucher waren ganz entzückt von ihr und wollten wissen, was denn das für ein hübscher Schwarzbär sei. Das witzige daran ist, dass JANA keineswegs ein Schwarzbär ist, nicht mal annähernd wie ein Schwarzbär aussieht. Ihre Fellzeichnung mag sich im ehe dunklerem Farbspektrum verirrt haben, von mir aus, aber mehr auch nicht. Daher ein kleiner Tipp an euch Zweibeiner: Schwarzbären haben eine helle, fast weiße Schnauze, während der Rest vom Fell Schwarz ist. Schwarz, nicht dunkel.

Aber so kleine Fehler sind ja menschlich, oder? Kommt davon, weil ihr oft nicht bei der Sache seid. Ihr liebt es, in Erinnerungen zu schwelgen - siehe Jahresrückblicke - und von der Zukunft zu träumen - Vorsätze neues Jahr und so. Dagegen gibt es nichts einzuwenden, aber gelebt wird am Ende im Hier und Jetzt. Gönnt euch also ruhig ein bisschen mehr Jetztzeit, dann wird das Leben auch lebendiger.

In diesem Sinne, haltet die Ohren steif und kommt gut ins neue Jahr!

Euer HERO

 

HERO

Moment der Woche | HERO versteckt im Bärenwald

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Er ist aus dem Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald gar nicht mehr wegzudenken. Luchs HERO versetzt uns mit seiner starken Art immer wieder ins Staunen, denn trotz Behinderung wächst er über sich hinaus. Dabei sollte er genau deswegen eingeschläfert werden: denn ein hinkender Luchs passt anscheinend nicht in das Bild eines modernen Zoos. Zum Glück konnten wir ihn retten und bei uns im Bärenwald ein neues Leben bieten.

Kennt auch ihr Menschen, die über sich hinaus wachsen oder gehört ihr selbst dazu? Dann wäre HERO doch das ideale Patentier!

 

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Moment der Woche | KOLJA im Regen

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Perfekt getarnt sitzt unser KOLJA im Regen - und er scheint ihn zu genießen. Wir freuen uns sehr, ihn so zu sehen. Denn viele Jahre lang wurde er in einem Filmtierpark für private Audienzen missbraucht. Wolf sein durfte er in all dieser Zeit nicht. Daher ist es wundervoll mitzuerleben, wie er in den Freianlagen aufblüht.

Hast auch du eine zweite Chance im Leben bekommen oder kennst jemanden, auf den dies zutrifft? Dann wäre KOLJA doch das ideale Patentier.

 

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Bärenweihnacht 2025

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Kein Schnee, dafür umso herzlicher - unsere Bärenweihnacht 2025 wurde zwar nicht mit einer weißen Winterlandschaft beschenkt, jedoch verwandelten die Stände und allen voran die kleinen und großen Besucherinnen und Besucher das vergangene Wochenende in ein wahres Weihnachtswunderland. Familiäre Atmosphäre umarmte Highlights wie die Märchenstunde, die Fackelwanderungen - die in diesem Jahr durch den einsetzenden Nebel besonders mystischen Zauber versprühte, oder die bärenstarke Tombola am Sonntagabend.

Es gab viele wundervolle Dinge zu gewinnen, doch allen voran konnten wir gemeinsam Gutes tun. In alter Tradition sammelten wir auch in diesem Jahr Spenden für eine andere gemeinnützige Einrichtung. 2025 fiel die Wahl auf die Wildtierhilfe Oberwolfach (Isabelle Ketterer von der Tierschutzgemeinschaft Schönwald e.V.) , die sich seit vielen Jahren für den Schutz einhemischer Wildtiere einsetzt.

Auch den Hausacher Bärenadvent und seine Bärenkinder unterstützten wir wieder in diesem Jahr. Dieses Projekt hilft Familien mit Kindern, die mit einem Handicap kämpfen müssen.

Wir bedanken uns bei allen Händlern, ehrenamtlichen HelferInnen und euch allen, die dabei mithelfen, dass die Bärenweihnacht Jahr für Jahr stattfinden und zum herzlichen Ausklang des Jahres werden kann!

 

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Ein Wort auf allen Vieren KW 51

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Ein Wort auf allen Vieren

Waldwölfe 

Weihnachten, ein wahrlich eigenartiges Fest, das ihr euch Menschen da zurecht gebastelt habt. So ganz geblickt habe ich das noch nicht, geht es an Weihnachten um Geschenke, gemeinsame Momente oder gutes Essen? Falls ja, warum macht ihr es dann nicht jeden Tag? Oder zumindest jede Woche? Für mich als Katze klingt das jedenfalls nach Alltag. Gönnt euch jeden Tag einen Moment für euch, schenkt euch eine kleine Aufmerksamkeit und ernährt euch gesund. Schaut euch zum Beispiel die Wölfe KIRA und KLEO an, die haben in diesem Jahr das wohl größte und nachhaltigste Geschenk bekommen: eine neue Anlage! Und sie machen den Eindruck, als wäre jetzt für sie jeden Tag Weihnachten.

Ihr neues Areal befindet sich oberhalb des Zweibeinerweges, was KLEO glaube so richtig genießt. Fast immer, wenn ich sie sehe, steht sie auf einen Stein wie in filmreifer Pose und überwacht das Revier. Auf diese Weise hat sie alles im Blick und weiß genau, wann es Zeit ist, sich zu verstecken. Denn genau das machen sie mit Vorliebe - im Dickicht verschwinden. Hunde und Menschen am Zaun meiden sie eigentlich, Wölfe halt. Da kann sie auch ein aufgedrehter Wolfhund auf dem Besucherweg nicht aus der Reserve locken.

Tatsächlich sieht man sie jetzt noch seltener als mich, wenn sie nicht gerade ein Sonnenbad auf ihrem neuen Lieblingsplatz genießen. Die Beiden hätten also auch gute Waldgeister abgegeben. Doch dann gibt es auch diese typischen Wolfsmomente. Neulich hatte KLEO ein altes Stück Fleisch ausgebuddelt, sich darin den Hang herab gewälzt. KIRA hat das zunächst kritisch beäugt. Dachte mir schon, na wenigstens eine von beiden normal, aber was macht sie? Plötzlich macht sie es nach und stürzte sich auch in die alten Kadaverstücke.

Kein Wunder, dass aus den Wölfen irgendwann der beste Freund der Menschen wurde.

 

In diesem Sinne, haltet die Ohren steif!

Euer HERO

 

HERO

Neues Waldstück für die Wölfe

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Unsere Wölfe KLEO und KIRA bewohnen seit ein paar Wochen ein neues Areal oberhalb des Besucherwegs. Dort haben sie sich hervorragend eingelebt, sie nutzen ausgiebig das Waldstück. Besonders die vielen Rückzugsmöglichkeiten genießen sie in vollen Zügen. Allen voran KLEO liebt es, von dem erhöhten Standpunkt das neue Revier zu überblicken. Meistens ist von den grauen Vierbeinern jedoch nicht mehr als ein paar Ohren versteckt im Dickicht zu sehen.

Wir freuen uns sehr, dass sie so in ihrer neuen Umgebung aufblühen. Vor ihrer Rettung lebten sie jahrelang in einem kargen Gehege im Kontaktzoo des ehemaligen Filmtierparks Eschede. Wolf-Sein war dort nicht möglich, die Tiere wurden für zweifelhafte Tieraudienzen missbraucht. Jetzt zeigen sie sehr deutlich, dass sie von der Nähe zum Menschen nicht wirklich viel halten.

Wir bedanken uns bei allen Paten und Spendern, durch deren Unterstützung es uns möglich ist, Tieren wie KLEO und KIRA ein naturnahes, verhaltensgerechtes Zuhause bieten können.