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Moment der Woche | AGONIS beobachtet

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Vom Bär beobachtet: unserer Esther aus der Tierpflege ist bei der Beobachtungsrunde ein bärenstarker Schnappschuss gelungen. Denn bei ihrer Arbeit wurde sie von jemanden ganz genau beobachtet: AGONIS.

Diese faszinierende Momentaufnahme möchten wir gerne mit euch teilen!

AGONIS ist ein sehr sensibler Vierbeiner. Er kam als Welpe in unser Tierschutzprojekt, wurde zuvor in Albanien gewildert, seine Mutter erschossen und er selbst kam in einen kleinen Käfig auf der Terrasse eines Restaurants. Davon trägt er bis heute schwere Traumata davon. Daher freuen wir uns, ihn in solchen Momenten aufgeweckt in den Anlagen zu sehen.

Wenn auch ihr eher zu den Feinfühligen gehört, dann wäre AGONIS doch der bärfekte Patenbär für euch.

 

Jetzt Pate werden

JURKA Kolumne 24.08.25

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Ein Wort auf allen Vieren 

Katze im Sommerkleid

Unser lieber HERO kleidet sich dieser Tage, Wochen in seinem besten Sommerpelz. Das Fell der Luchse in den warmen Monaten ist ganz anders als im Winter. Wenn ihr das unserem litauischen Kuder bestaunen wollt, solltet ihr allerdings Geduld mitbringen und größere Gruppen meiden. Hab neulich gesehen, dass er sich partout nicht von einem schmackhaften Kaninchen hat verführen lassen, weil eine Handvoll Menschen nur in der Nähe des Zauns zugegen waren. Vom Duft leicht in Versuchung geraten, drehte er sich um und zeigte recht deutlich, dass viele Menschen nicht so sein Ding sind.

Seine Artgenossin CATRINA stört das weniger. Das sie fast taub ist und kaum noch etwas sieht spielt ihr in dem Fall einmal in die Karten. Gemütlich liegt sie zurzeit gerne oben am oberen Eck der Anlage und lässt es sich gut gehen. Und genau das hat sich unsere alte Dame auch verdient, nach den vielen Jahren ausgestellt in ihrem seltsamen Käfig. Aber ein Glück gibt es ja herzensgute Zweibeiner wie meine Kollegen vom Team Schwarzwald, die sich für uns Tiere einsetzen. Übrigens gibt es die nicht nur im Schwarzwald, denn ich hab gesehen, dass wir Besuch von anderen engagierten Leuten hatten. Ja, so ein Austausch und Zusammenhalt ist schon etwas feines, allen voran, wenn es um eine gute Sache geht. Außerdem habe ich erfahren, dass bei meinen Thüringer Freunden in Worbis sich ebenfalls Besuch ankündigte. Ein Ministerpräsident hatte sich dort über Wildtier- und Artenschutz erkundet. Ich weiß zwar nicht, was ein Ministerpräsident genau macht, aber ich habe mir sagen lassen, es sei eine wichtige Position. Daher finde ich, sollte so ein Ministerpräsident oder ein artverwandter Politiker auch mal hier bei uns im Schwarzwald vorbeischauen.

In diesem Sinne

Haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

 

Eure
JURKA 

 

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JURKA Kolumne 17.08.25

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Ein Wort auf allen Vieren 

Der Winter steht vor der Tür…

… an Tagen wie heute wünsche ich mir das jedenfalls. Zugegeben ist es nie zu früh, um sich auf die Winterruhe vorzubereiten, ordentlich Futtern geht ja immer, oder? Und je weiter wir im Sommer voranschreiten desto süßer werden die Früchte. Jetzt ist es zum Beispiel ideale Zeit für Steinobst. Also Kirschen, Zwetschken, Mirabellen. In meinen Ohren klingt das fast wie ein Gedicht. Oder wie eine perfekte Einkaufsliste. Ich sollte das meinen zweibeinigen Freunden mal sagen. Ihr habt nicht zufällig Steinobstbäume im Garten oder kennt jemanden, bei dem das der Fall ist? Wir Bären würden uns tierisch über eine Futterspende freuen. Also, wenn ihr uns Vierbeinern in diesen heißen Tagen einen Gefallen tun wollt, dann wendet euch vertrauensvoll an unser Bärsonal.

Von wegen heiß, ich bin mir sicher, dass euch Zweibeinern ebenso warm ist, wie uns Tieren. Und das gilt nicht nur für Pelzträger, nein, von der Biene bis zum Vogel macht sich der Hitzestress breit. Dagegen könnt ihr nicht viel machen, außer einfach leise im Wald zu sein. Auch hier bei uns im Bärenwald ist momentan oberste Ruhe angesagt, allen voran beim hinteren Rundweg, der ist nämlich jetzt wieder offen. Wie ihr wisst wurde er abgesperrt, damit LUNA, unser Neuzugang, sich dort in Ruhe an ihr neues Zuhause eingewöhnen kann. Bitte verzeiht, dieses Mal habe ich euch ganz schön viele Verhaltensregel aufgetischt, aber einer muss Mal von Zeit zu Zeit die Mutter raushängen lassen. Ist schließlich nur unser aller besten.

In diesem Sinne

Haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

 

Eure
JURKA 

 

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Ehrenamt im Tierschutz

Ehrenamt mit wildem Herz – werde Ranger im Bärenwald

Dringend: wir benötigen Hilfe in Form von Park-Rangern. Wenn du dich aktiv für Tier- und Artenschutz einsetzen willst, dann ist dies genau DEINE Chance. Als Ranger bist du im Bärenwald auf Patrouille und sorgst dafür, dass die missbrauchten, traumatisierten Tiere mit Respekt beobachtet werden und die Ruhe bekommen, die sie verdient haben. Kläre die Besucherinnen und Besucher über die Schicksale der Vierbeiner auf und darüber, wie solche Tragödien in Zukunft vermieden werden können.

Als Ranger bist du die ganze Zeit an der frischen Luft, stets mit Blick auf die Tiere, für die du dich einsetzt. Schreibe noch heute eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und sei morgen Teil des Teams.

Wir freuen uns auf dich!

Dein Team vom
Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald

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Aus JJ4 wird ...

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Ein neuer Name für einen neuen Anfang

Bisher kannten viele sie nur unter ihrem wissenschaftlichen Namen JJ4.
Wir haben diesen Namen bewusst beibehalten, um in dieser schwierigen und medial sehr aufgeladenen Situation zunächst die nötige Distanz und Sachlichkeit zu wahren.

Doch nun ist sie bei uns im Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald angekommen und hier beginnt für sie ein neues Kapitel.
Darum bekommt sie auch einen neuen Namen: LUNA.

„Gaia“, wie sie in vielen Medien genannt wurde, kam für uns nicht infrage. Eine unserer Wölfinnen trägt diesen Namen bereits. Außerdem soll ihr neuer Name auch ihren Neustart bei uns symbolisieren.

Warum LUNA?
Der Mond steht seit jeher für Wandel, Ruhe und den Zyklus des Neubeginns. Genau das wünschen wir der Bärin: Dass sie trotz der stürmischen Jahre und der Ungerechtigkeit, die ihr widerfahren ist, nun ihre eigene Ruhephase findet, sicher ist und in ihrem eigenen Rhythmus leben darf.

Willkommen im Schwarzwald, LUNA - auf viele friedliche Mondnächte unter freiem Himmel.

Jetzt Pat*in für LUNA werden

JURKA Kolumne 10.08.25

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Ein Wort auf allen Vieren 

Regeln, Rauch und Raserei

Manche Gerüche sind einfach unangenehm – und ich meine nicht den typischen Bärenmuff. Neulich lag dieser stechende Qualm in der Luft und siehe da: ein paar Besucher hatten sich direkt neben unseren Anlagen eine Zigarette angezündet. Kein feiner Zug. Überhaupt ist gerade richtig viel los hier – Sommerferien eben – und leider heißt das auch, dass nicht alle die Regeln beachten, die uns Tieren Sicherheit und Ruhe geben.

Erst kürzlich sah ich einen Menschen, der beim Fotografieren den Arm so weit durchs Fotofenster gestreckt hat, dass er fast den Elektrozaun berührt hätte. Das BÄRsonal gibt sich alle Mühe, alle Besucher aufzuklären, aber manchmal bräuchten sie eben noch ein paar helfende Tatzen. Wenn also jemand Lust hat, als ehrenamtlicher Ranger durchs Projekt zu streifen und das Team zu unterstützen: Meldet euch einfach unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Ach ja, AGONIS hat sich mal wieder im Buddeln verloren. Eine prachtvolle Höhle hatte er – bis sie krachend in sich zusammenfiel. Anfängerfehler. Jetzt beobachtet er das BÄRsonal bei Wartungsarbeiten mit Argusaugen. Vielleicht hofft er, ein paar Tricks zu lernen.

In diesem Sinne: Haltet die Ohren steif!

 

Eure
JURKA 

 

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JURKA Kolumne 03.08.25

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Ein Wort auf allen Vieren 

Rollenwechsel

Wenn man lange genug beobachtet – und glaubt mir, ich beobachte viel –, dann fallen einem selbst die kleinsten Veränderungen auf. Im Park haben sich in den letzten Wochen die Rollen ein wenig verschoben.

Zum Beispiel bei den Jungs. Früher war ARIAN immer der, der mit AGONIS durchs Gelände getobt ist, während ARTHOS sich lieber den Bauch vollgeschlagen hat. Jetzt sieht das ganz anders aus: ARIAN streift meist allein durch die Gegend. Weniger Spiel, mehr Futtersuche. ARTHOS dagegen ist plötzlich ganz verspielt und scheint AGONIS zu seinem neuen Lieblingspartner erkoren zu haben. Die beiden kugeln sich und raufen, während sich ARIAN ungestört die besten Leckerbissen sichert.

Und dann ist da noch ISA. Sie hängt nun auffällig oft am Schieber zum Kreisel: dort, wo sie ARIAN und ARTHOS besonders gut im Blick hat. Selbst beim Futter zeigt sie klare Prioritäten: Holt sich fix ihren geliebten Fenchel und trabt damit schnurstracks zurück zum Aussichtspunkt. Frisst mit Blick auf die Jungs. Will sie die Bärenmänner neidisch machen? Will sie einfach alles genau beobachten? Oder vielleicht doch nur in Reichweite bleiben, falls sich etwas ergibt? Wer weiß das schon.

Viel los war diese Woche nicht. Der Regen hat alles ein wenig ausgebremst. Und manchmal ist genau das nötig, damit man solche feinen Verschiebungen überhaupt bemerkt.

Haltet die Ohren steif.

 

Eure
JURKA 

 

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Eine Karotte, zwei Bissen und ein riesiger Schritt.

FRANCA hat Gemüse gefressen. Klingt banal? Nicht für sie.

Jahrelang nahm sie fast ausschließlich Birnen an. Vielleicht mal etwas Melone, ein Stück Fleisch. Aber Karotten, Fenchel oder Paprika? Undenkbar. Bis jetzt.

Wer ihre Geschichte kennt, versteht warum. FRANCA war einst ein dressierter Bär, misshandelt von einem Schaustellerpaar, eingesperrt, gebrochen. Noch heute trägt sie die Folgen, körperlich, neurologisch, seelisch.
Zu fressen bekam sie damals verdorbenes Obst, das sie sich mit Ratten teilen musste.

Seit ihrer Ankunft bei uns frisst sie fast nur weiche Dinge: Birnen, Zwetschgen, manchmal etwas Fleisch.

Und doch gab es jetzt diesen Moment:
Ein Bissen. Dann noch einer. Und noch einer.

Eindeutig unser Moment der Woche: FRANCA frisst Gemüse.

Wer FRANCA auf ihrem Weg begleiten möchte: Vielleicht ist sie euer zukünftiges Patentier?

 

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JURKA Kolumne 27.07.25

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Ein Wort auf allen Vieren 

Von Melonen und anderen Zumutungen

Also wirklich. Da liegt man friedlich im Halbschatten, ein saftiges Stück Melone in Sichtweite und kaum schaut man kurz zur Seite, ist es weg. Nicht die Sonne, nicht der Schatten. Die Melone. Weg. Von GAIA geklaut. Ganz beiläufig natürlich. Als wäre das das Normalste der Welt. Das war kein Versehen. Das war Absicht. Reines Ärgern. Und Melone – ich bitte euch – ist wirklich kein Wolfsfutter.

GAIA hat da ihre ganz eigene Art. Ob ihr etwas gehört oder nicht: für sie scheint das keine große Rolle zu spielen. Sie kommt, schaut kurz, nimmt’s mit. Ganz selbstverständlich. Und ich? Steh da wie bestellt und nicht abgeholt. Dabei weiß sie ganz genau, wem die Melone gehörte. Aber so ist sie eben. Man lernt, damit zu leben.

Zum Glück ist im Moment Steinobst-Zeit. Kirschen, Zwetschgen, Pfirsiche – süß, saftig, kraftvoll. Genau das Richtige, wenn man langsam wieder ein paar Kalorien mehr brauchen kann.

Falls also jemand mehr erntet, als er essen kann: Wir freuen uns über Spenden. Nach kurzer Anmeldung per Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder Telefon (07839 91038-0) landen die Früchte bei uns in den richtigen Tatzen.

Und GAIA? Die behalte ich im Auge. Sicher ist sicher.

Haltet die Ohren steif und das Obst gut im Blick.

 

Eure
JURKA 

 

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JURKA Kolumne 21.07.25

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Ein Wort auf allen Vieren 

Mein Vermächtnis

Gestern war etwas anders. Die Grünkutten, sonst tagaktiv wie viele meiner Mitbewohner, waren plötzlich in den frühen Morgenstunden noch vor Sonnenaufgang unterwegs. Ein großer Transporter rollte an, es roch fremd - und doch irgendwie vertraut. Und eindeutig nach Bär. Ich habe das Ganze beobachtet. Reporterinstinkt, ihr wisst schon.

Am späteren Morgen wurde es dann wuselig: Statt - wie üblich - interessierte Besucher, sah ich Menschen mit Kameras. Neugierige Zweibeiner, Mikrofone. Ich war natürlich auch zur Stelle. Aber ich war nicht die Einzige: Reporter von außerhalb hatten sich versammelt. Alle wollten mehr über sie erfahren: die Neue. JJ4. Und in dem Moment wurde mir klar, was ich am frühen Morgen schon geahnt hatte. Meine Nachkommin. So weit ist es also gekommen, dass auch sie nun dieses Schicksal teilen muss. Wie ich. Wie ISA.

Die Anlage, in der sie jetzt lebt, wurde über viele Monate gebaut. Nicht nur für sie, auch für andere Wildtiere, die Hilfe brauchen. Verletzt, verwaist, manchmal einfach verloren. Hier sollen sie zur Ruhe kommen, wieder gesund werden und zurück in die Wildnis. JJ4 aber wird von nun an wohl hier bleiben.

Ich weiß nicht, ob ihr euch daran erinnert, aber BRUNO - mein Nachkomme - war auch ein wilder Bär. Ihn hat man erschossen. JJ4, meine Nachfahrin, Brunos Schwester und ISAs Halbschwester, ist diesem Schicksal entkommen. Doch nun beginnt ein anderes Leben: das in Gefangenschaft. So wie bei mir, so wie bei ISA. Ob sie sich damit arrangieren kann?

Haltet die Ohren steif und verliert nicht den Mut

 

Eure
JURKA 

 

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