Aktuelles

DORO, die Bärin mit dem stolzen Gang

Braunbärin DORO
Ex-Zoobärin entdeckt das Wildtier in sich

Nach fast 30 Jahren im Zoo durfte DORO erst in unseren Tierschutzprojekt im hohen Alter Dinge lernen, die für einen Braunbären eigentlich normal sein sollten. Futtersuche, schwimmen oder ganz banal einen Hang auf und ab laufen können. Wir erinnern uns noch sehr gut an ihre ersten Tage in unserer Freianlage. Damals war sie nach wenigen Metern in dem anspruchsvollen Gelände müde und erschöpft. Jetzt, etwas über ein Jahr später, meistert sie die Hänge spielerisch. Und dabei macht sie zudem noch mit ihrer bestimmten Gangart einen dominanten Eindruck.

Natürlich führt das hin und wieder zu Konfliktmomenten, für die DORO auch stets zu haben ist. Besonders DAGGI und PARDO bekommen ihre leidenschaftliche Art des Öfteren zu spüren. Doch vielleicht ist es auch nur der Neid, der aus ihr spricht, denn die alte Spanierin kann von ihren 10 Jahre jüngeren Artgenossen noch einiges lernen. Zum Beispiel, dass es beim Ergattern von Fleisch selten einen Preis für den zweiten Platz gibt. So hatte sie zum Beispiel neulich das Nachsehen, als unser Team ein Kalb über den Zaun warf. Aber wie wir DORO kennen, wird ihr dieser Fauxpas bestimmt kein zweites Mal passieren.

Wir danken ganz herzlich allen Paten, Spendern und Unterstützern, die es uns ermöglichen, vom Schicksal gebeuteten Tieren wie DORO, DAGGI und PARDO eine naturnahe Unterbringung und gesundes Futter zu bieten.

Ihr Team vom
Projekt WORBIS

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1 Monat danach: RONJA und RAIK

Wolfshybriden
RAIK und RONJA

Die beiden Wolfshybriden RONJA und RAIK leben nun seit etwas über einen Monat in unserem Tierschutzprojekt. Jahrelang wurden sie in Privathaltung in einem tristen Hinterhof ohne jegliche Abwechslung und Möglichkeiten ihre natürlichen Instinkte zu nutzen, gehalten, jetzt dürfen sie seit 5 Wochen in unserer naturnahen Freianlage herausfinden, wieviel Wildtier in ihnen steckt.

Und allen Anschein nach mag das eine ganze Menge sein, denn sie fühlen sich sehr wohl in ihrem neuen Zuhause und haben bereits in kurzer Zeit eine hervorragende Entwicklung durchgemacht. Nachdem sie neugierig und gründlich die Anlage kennenlernten, bewegen sie sich souverän und entspannt durch das anspruchsvolle Gelände. Auch mit dem ein oder anderen Bären auf der anderen Seite des Zauns haben sie bereits Kontakt aufgenommen. Besonders RAIK zeigt DORO und DAGGI sein selbstbewusstes verhalten. Sie genießen die Ruhe und Abgeschiedenheit der Anlage und haben ein Faible fürs Mäusefangen entwickelt. Wir sind gespannt, wie sie sich durch die neuen natürlichen Bedingungen weiterentwickeln.

Dank der Streifzüge durchs Dickicht, wobei das Fell durch die Büsche und Sträucher „gekämmt“ wird, machen sie auch optisch einen ausgezeichneten Eindruck.

Wir freuen uns über darüber, wie RONJA und RAIK in unseren Freianlagen aufblühen und bedanken uns ganz herzlich bei allen Paten, Spendern und Unterstützern, die unsere Tierschutzarbeit erst ermöglichen!

Ihr Team vom
Projekt WORBIS

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Wolfsmond - die Veranstaltung am 01.08.2020 !

Wolfsmond
Der Wolf: gefangen zwischen Märchenschreck und Kuscheltier

Der Wolf: gefangen zwischen Märchenschreck und Kuscheltier

Blutige Bilder von gerissenen Schafen auf der einen Seite, halbnackte Fotomodels die sich mit Wölfen räkeln auf der anderen. Die Kluft zwischen unverhältnismäßiger Furcht und leichtsinniger Romantisierung des Tiers könnte breiter nicht sein. Es vergeht kein Tag ohne eine Wolfsmeldung. Seit 20 Jahren ist er wieder in Deutschland heimisch und polarisiert seitdem wie kaum ein anderes Thema. Die Meinungen zum Wolf haben fast religiöse Ausmaße. Doch was steckt hinter dem Canis Lupus? Kann es einen funktionierenden Herdenschutz geben? Zusammenleben Ja oder Nein? Und wie sieht es mit den „Wölfen fürs Wohnzimmer“, den s.g. Wolfshybriden aus?

Nancy Gothe, Projektmanagement Stiftung für Bären:
„Mit dem Wolfsmond möchten wir ein realistisches Bild der Wölfe kulturell etablieren und Mittel und Wege offerieren, wie eine konfliktarme, artgerechte Koexistenz möglich ist.“

Am 1.August 2020 werden wir diesen und weiteren Fragen rund um das Thema Wolf in einem abendfüllenden Programm nachgehen. Mehrere Experten bieten faszinierende Einblicke in die komplexe Welt der Wölfe. Spannende, einzigartige Erfahrungsberichte werden bei gemütlichem Ambiente am beim Abendessen Lagerfeuer zum Besten gegeben, bevor es zur exklusiven Wolfsfütterung kommt. Denn normalerweise kommt es bei uns im Projekt WORBIS nicht zu einer öffentlichen, kommentierten Fütterung in den naturnahen Freianlagen.

Beginn der Veranstaltung Wolfsmond ist um 18:00 Uhr!

Referenten:
Aktuelle Situation der Wölfe: Uwe Lagemann, Gesellschaft zum Schutz der Wölfe
Herdenschutz: Heike Lindemann, Stiftung für Bären
Wolf-Hund-Mischlinge: Kristin Strauß

Eine Anmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ist aufgrund der begrenzten Plätze erforderlich.
Kosten: 50 Euro [inkl. Verpflegung]

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Baumsturzdrama verhindert!

Baumsturz
Dank des Einsatzes konnte schlimmeres vermieden werden!

„Ich bin sehr stolz auf mein Team, für die souveräne Leistung in dieser prekären Situation. Von ganzen Herzen und im Namen der Tiere möchten wir uns bei den selbstlosen Helfern bedanken, die unverzüglich zur Stelle waren und eine Zerstörung der Anlage verhindern konnten.“

Sabrina Schröder, Leitung Projekt WORBIS

Donnerstag, 18.06.2020, 16:00 Uhr: ein lautes Knacken in den Bäumen über den Besucherweg im Bärenwald fällt auf. Schnell bestätigt sich der Verdacht: ein gewaltiger Ast ist abgeknickt und droht auf den Besucherweg und den Zaun der Freianlage zu stürzen. Obwohl der Weg auch von oben geschlossen und die Besucher somit vor fallenden Ästen geschützt sind, gehen wir kein Risiko ein, sperren den Bereich ab und verlegen die Bären PARDO, DORO und DAGGI in eine andere Anlage.

Die Feuerwehr trifft unverzüglich ein, doch es gibt ein massives Problem: der hängende Ast befindet sich an einer sehr ungünstigen Stelle und droht die Anlage zu zerstören. Sofort wird die Firma Elektrotechnik Hausmann kontaktiert, die über einen entsprechenden Wagen mit Hebebühne verfügt. Leider ist das Fahrzeug zu groß für die Wege. Zunächst wird nach einer kleineren Alternative gesucht. Auch das Ordnungsamt steht uns tatkräftig zur Seite, begutachtet die Situation. Bald wird uns bei genauerer Betrachtung klar, dass der Einsatz eines professionellen Baumsteigers notwendig ist. So wird die Firma Richter aus Heiligenstadt kontaktier, die auch direkt zu Hilfe eilt. Schließlich kann durch die spektakuläre Aktion eines Baumsteigers, der den betroffenen Baum [stets mit Sicherung der fallenden Teile] von oben Stück für Stück runter schneidet, schlimmeres verhindert werden.

Aufgrund der schnellen Hilfe und des gut koordinierten Einsatzes hält sich der Schaden glücklicherweise in Grenzen. So kam es zu kleineren Stromschäden und notwendigen Reparaturen am Vorzaun.
Ein bärenstarkes und herzliches Dankeschön, auch im Namen der Tiere, geht an die Feuerwehr, das Ordnungsamt, die Firma Hausmann und dem Forstdienstleister Richter aus Heiligenstadt, der uns für seinen Einsatz nichts berechnete. Es ist großartig mitzuerleben, wie ein Notfall gemeinsam bewältigt werden kann.

Eine überragende Leistung aller Beteiligten!

 

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Ab sofort: ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN

Öffentliche Führung
Endlich wieder jeden Samstag!

Einschränkungen, Absagen, Verluste – die Corona-Pandemie setzt auch uns immer noch zu. Aber sie lässt auch Veränderungen zu und führt uns auf neue Wege. Während Führungen sonst immer im Voraus gebucht werden sollten, bieten wir ab sofort wieder öffentliche Führungen an – ganz unkompliziert und ohne Voranmeldung, dafür mit gaaaanz viel spannenden Fakten rund um Bär und Co.! Kommt einfach vorbei, erlebt unser einzigartiges Tierschutzprojekt noch intensiver und erfahrt spannende Geschichten und Hintergründe zu unseren Schützlingen!

WANN? Jeden SAMSTAG um 11 Uhr
WO? Start ist an der Kasse
WIE VIELE? Minimum: 5 Teilnehmer; Maximum: 15 Teilnehmer (derzeitige Corona-Bestimmung)
KOSTEN: 5 € pro Teilnehmer zuzüglich Tagesticket – einfach an der Kasse mit bestellen

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Mehr Familienfreundlichkeit – wir machen mit!

Für mehr Familienfreundlichkeit
Für mehr Familienfreundlichkeit

Wir setzen mit der Akzeptanz der Mehrkindfamilienkarte ein deutliches Zeichen für Familienfreundlichkeit.

Die Mehrkindfamilienkarte richtet sich an Familien mit drei und mehr Kindern und gewährt den Familien bei Vorlage der Karte den Preis einer regulären Familieneintrittskarte. Das heißt, dass Familien ab dem dritten Kind keinen extra Eintritt bezahlen müssen.
Der Verband kinderreiche Familien Thüringen e.V. gibt die Karte seit 2019 aus. Bereits mehr als 450 Familien mit rund 1600 Kindern haben die Karte seit Beginn des Jahres 2020 erhalten.

Mit der Karte sollen die Familien beim Besuch von Kultur- und Freizeiteinrichtungen finanziell entlastet werden. Außerdem wird die Attraktivität von Ausflugszielen in Thüringen für Familien ganz wesentlich erhöht.

Mittlerweile akzeptieren über 50 Kultur- und Freizeiteinrichtungen in ganz Thüringen die Karte. Die Angebote reichen von Freizeitparks über Museen, Burgen bis hin zu Höhlen, Schwimmbädern und mit uns jetzt auch Tierschutzprojekten!

Die Mehrkindfamilienkarte kann kostenlos unter Vorlage eines aktuellen Kindergeldbescheides unter www.familienkarte-thueringen.de bestellt werden.

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LAURA Kolumne 05.06.2020

Bärin LAURA
Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,

vor ein paar Tagen war es endlich soweit. Ich konnte mir den Kisteninhalt, den das Bärsonal so eilig an mir vorbeigetragen hatte, aus der Nähe ansehen. Gespannt wie ein Flitzebogen lugte ich in die Anlage der Neuankömmlinge. Und war dann doch ein wenig enttäuscht. Der geheimnisvolle Kisteninhalt entpuppte sich nur als zwei vom Wolfsvolk. Zwar sehen sie ein bisschen anders aus und riechen auch etwas komisch, sind sonst aber doch ziemlich gewöhnlich. Langweilig. Auf dem Rückweg erlebte ich dann aber doch noch eine Überraschung: mein PEDRO hatte mit der ollen, klapprigen DORO angebandelt. Kann man das fassen! Eben noch saß er turtelnd mit mir im Teich und nun hatte er – schwubbdiwupp- sich eine andere geangelt. Ich war sauer. Nachdem die beiden endlich voneinander abgelassen hatten, nutzte ich eine günstige Gelegenheit. Lässig im Vorbeigehen verpasste ich PEDRO flugs ein paar Tatzenhiebe. Er soll ja schließlich wissen, was ich von seinen amourösen Abenteuern halte. Ziemlich schnell hatte DORO die Nase voll von ihrem jungen Galan. Sein Temperament war wohl doch etwas zu viel für sie. Bei mir braucht PEDRO deswegen aber nicht wieder ankommen. Hat sich ausgeturtelt.

Bis bald,
Eure Laura

DARIA & DORO: 1 Jahr nach der Rettung

DORO
Die Ex-Zoobärin ist kaum wiederzuerkennen

4. Juni 2019: gegen 13 Uhr erreicht das Einsatzteam der STIFTUNG für BÄREN das Projekt WORBIS. Nachdem in den frühen Morgenstunden DARIA sicher im Projekt SCHWARZWALD angekommen ist, findet auch Braunbärin DORO nun ihr neues Zuhause. Und damit ist es geschafft – nach vier Tagen, vier Nächten und knapp 5000 Kilometern endet die wohl spektakulärste Rettungsaktion in der Geschichte unserer Tierschutzorganisation.

Heute laufen die beiden Braunbärdamen DARIA und DORO souverän durch unsere Freianlagen in Baden-Württemberg und Thüringen. Mittlerweile ist es selbstverständlich für sie, baden zu gehen, sich den Blicken der Besucher zu entziehen und auf Futtersuche zu gehen wann immer es ihnen beliebt. Auch mit den Artgenossen, die wie sie einst durch Menschenhand großes Leid erfahren haben, arrangieren sie sich sehr gut. Nach einem Jahr haben sie sich ausgezeichnet entwickelt und hervorragend eingelebt. Ein Schauer läuft uns über den Rücken, wenn wir uns daran erinnern, wie wir sie damals vorfanden: abgemagert, halb verhungert, fast kein Fell, gezeichnet von Ekzemen und Parasiten. Jetzt ist davon nichts mehr zu sehen. Ihr Fell hat sich fantastisch erholt, sie sind beide kaum wiederzuerkennen. Auch konnten sie bei uns zum ersten Mal in ihrem Leben in Winterruhe gehen – ein weiterer Beweis, dass die wilden Instinkte noch da sind und diese endlich ausgelebt werden können.
Kaum vorstellbar, dass sie den Großteil ihres Lebens ganz anders verbrachten:
Einst in einem portugiesischen Zoo „produziert“, wurden sie noch im Welpenalter über die Grenze hinweg ins Nachbarland Spanien verkauft. Dort wartete im Süden des Landes, ebenfalls in einem Zoo, ein Fleck trister Erde auf sie. Braune Steinmauern, Sandboden und ein großes Fenster, hinter dem die Besucher sie zum „Männchen machen“ animierten, bestimmte ihr Leben knapp 30 Jahre lang, Tag für Tag. Als Dank dafür ließ man sie Anfang 2019 einfach mit den anderen Tieren im verlassenen Zoo zurück. Auf sich selbst gestellt, eingesperrt in der täglich zunehmenden Sommerhitze Südspaniens, wartete ein qualvoller Tod auf die unschuldigen Vierbeiner.

Die Bilder dieses zoologischen Ödlands sorgten für einen Medienaufschrei in Europa. Dank freiwilliger Helfer vor Ort konnten die Tiere zumindest notdürftig versorgt werden bis Hilfe eintraf.

Am 1. Juni 2019 bricht unser Einsatzteam um 6:30 Uhr auf zur Rettung von DARIA und DORO. Stopps, Fahrerwechsel, Übernachtung – alles ist detailliert geplant um die Aktion möglichst effektiv durchzuführen. Am Folgetag gegen 16 Uhr erreicht das Team den Zoo in Südspanien. Wir haben sie nach Ankunft im Zoo direkt verladen und sind danach weitergefahren um die Kühle der Nacht zu nutzen. Dabei werden die Temperaturen in den Boxen permanent überprüft, regelmäßige Pausen durchgeführt.

Als die Bären und ihre Retter schließlich zunächst im Schwarzwald und dann in Thüringen unsere Tierschutzprojekte erreichen, ist die Freude unbeschreiblich. Und weitere, emotionale Momente folgen in den kommenden Monaten. Zum Beispiel der Moment, in dem DARIA im Alter von 28 Jahren, als erwachsene, alte Braunbärin zum ersten Mal Waldboden unter ihren Tatzen spürt und ebenso genüsslich wie vorsichtig ihre Nase in das frische Gras hält. Oder DORO, die zaghaft, unbeholfen rückwärts ihr erstes Bad in einem Teich nimmt.

DARIA und DORO sind ein trauriges Beispiel dafür, wie respektlos der internationale Wildtierhandel ist. Aber sie zeigen ebenso, dass sich auch die Rettung von Tieren im hohen Alter lohnt und sie beweisen, wie wichtig ein natürliches Umfeld für Wildtiere ist.

Wir danken daher – besonders im Namen von DARIA & DORO – all den Paten, Spendern und Unterstützern unserer Tierschutzarbeit, die diese und viele weitere Rettungsaktionen erst ermöglichen. Auf das wir auch in Zukunft gemeinsam Leben retten und für die Akzeptanz von Wildtieren in ihrer natürlichen Umgebung sorgen können.

Ihr Team der
STIFTUNG für BÄREN

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Vom Wolf Arn und warum er das Schaf nicht fraß

drei außergewöhnlich plüschige Lehrbeauftragte
drei außergewöhnlich plüschige Lehrbeauftragte

„Der Wolf ist ein komplexes und besonders in Bezug auf Herdenschutz sehr emotionales Thema. Umso wichtiger ist es gerade den Kindern, der kommenden Generation, keine Märchen vorzulügen, sondern ein realistisches Verständnis zu vermitteln.“

Nancy Gothe, Projektmanagement STIFTUNG für BÄREN

Anlässlich des Kindertags haben wir uns im Projekt WORBIS der STIFTUNG für BÄREN ein ganz besonders Programm ausgedacht. Zu insgesamt 3 Uhrzeiten klären wir auf kindgerechte Weise zum Thema Wolf, Schafe und Herdenschutz auf. Das Besondere: das sehr ernste Thema wird spielerisch mit Witz und Charme von drei außergewöhnlich plüschigen Lehrbeauftragten vermittelt.

Am Montag, den 1. Juni 2020, ist Kindertag. Zu diesem besonderen Anlass bietet wir eine spezielle Einweisung in das Thema Herdenschutz in Wolfsgebieten an! Dabei haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, unser Wissen und unsere Erfahrung zu diesem sehr ernsten und komplexen Thema in ein kindgerechtes Format zu packen.

Wann?
Am 01.06.2020 jeweils um
11:00 Uhr
14:00 Uhr
16:30 Uhr

Wo?
Gegenüber der Meerschweinchenanlage
Kosten?
Die Schulung ist im regulären Parkeintritt mitinbegriffen
Sonstiges?
Picknickdecken mitbringen!
HINWEIS: es gilt die aktuellen, allgemeinen Hygienehinweise zu beachten!

Wir freuen uns auf euch!
Euer Team vom
Projekt WORBIS

 

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LAURA Kolumne 25.05.2020

Bärin LAURA
Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,

na endlich ist wieder was los bei uns. Mir wurde schon ein bisschen langweilig. Ihr Zaungucker seid ja auch wieder da. Und gleich so zahlreich. Aber einige von euch sehen schon etwas seltsam aus. Auch das Bärsonal: immer wieder haben sie komische Lappen im Gesicht, vor Mund und Nase. Seltsam. PARDO meinte: na, das kennt er. Hat er früher auch immer tragen müssen im Zirkus. Mmh, das kommt mir aber eher spanisch vor. Das Bärsonal soll diese Dinger tragen, um Kunststücke vorzuführen? Das glaube ich nicht. Was sollen die schon können! Außer für Futter sorgen, natürlich. Und was sie dabei im Gesicht tragen, ist mir eigentlich auch egal. Apropos tragen: Neulich war ich auf meiner morgendlichen Inspektionsrunde, da bemerkte ich, das unten an unserer Eingewöhnungsstation etwas vor sich ging. Ich bin gleich hin gegangen. Irgendjemand muss hier ja schließlich alles im Auge behalten. Ganz viele vom Bärsonal waren da und einige schleppten eine große Kiste. Aus der roch es seltsam. Irgendwie nach Wolf, aber anders. Ich war ganz schön aufgeregt. Gleich habe ich versucht, dem Bärsonal klar zu machen, dass ich dringend in die Kiste gucken muss. Aber natürlich haben sie das nicht verstanden und haben die Kiste einfach weiter getragen. Ich sag‘s ja: wenn es nicht ums Futter verteilen geht, sind die vom Bärsonal immer etwas schwer von Begriff. Eine zweite Kiste haben sie auch noch vorbei getragen. Leider konnte ich ihnen nicht weiter folgen, weil die Tür zum angrenzenden Anlagenteil geschlossen war. Aber ich werde schon noch herausfinden, wer da in den Kisten gesteckt hat!

Bis bald,
Eure Laura