Zuerst die wichtigste Meldung: es geht allen Tieren gut! Seit fast einer Woche ist unser Tierschutzprojekt nun für die Besucher geschlossen, in Notbesetzung kümmern wir uns um die Grundversorgung der Tiere. Dazu gehört neben der Medikation auch allen voran das Futter. Da die Bären nun aktiver werden, wächst auch der Hunger zunehmend. Aufgrund ausbleibenden Einnahmen durch den Besucherbetrieb spitzt sich die Lage täglich weiter zu.
Doch zum Glück scheinen die Vierbeiner von der besorgniserregenden Situation nichts zu ahnen. Während z.B. PEDRO seinem Buddeleifer nachgeht, genießt die alte Dame DORO die Sonnenstrahlen.
Wir halten Sie weiterhin auf dem Laufenden und werden nach und nach genauer von den einzelnen Tieren berichten. Wenn Sie Fragen zu Ihren Patentieren haben, dann zögern Sie nicht uns eine Email zu schreiben: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
aufgrund der aktuellen Lage und unserer Verantwortung die Infektionsgefahr einzuschränken, ist ab Mittwoch, dem 18. März 2020 unsere Einrichtung für den Besucherverkehr geschlossen. Ebenso sind alle Führungen und Veranstaltungen bis zum 19.04.2020 abgesagt. Dies trifft uns sehr schwer, denn als gemeinnütziges Tierschutzprojekt erhalten wir keinerlei staatliche Unterstützung wie beispielsweise Zoos oder Tierparks. Wir werden daher mit der Notbesetzung die Versorgung unserer Vierbeiner gewährleisten.
Wir danken für Ihr Verständnis und halten Sie auf dem Laufenden, natürlich auch was unsere Tiere betrifft.
unser Tierschutzprojekt mit seinen weitläufigen Freianlagen ist weiterhin für Sie von 10-18 Uhr geöffnet. Sie können also in aller Ruhe unsere Vierbeiner beobachten. Wir bitten Sie allerdings, die aktuell geltenden Hygieneregeln einzuhalten. Wenn sich daran etwas ändert, werden Sie natürlich über sämtliche Kanäle auf dem Laufenden halten.
Kommt an Ostern zu uns in das ProjektWORBIS! Regional und tiergerecht mit der Büschlebsmühle in Worbis - Wir verstecken Eier von glücklichen Hühnern und Ihr dürft sie suchen! Findet bunte und ungefärbte Ostereier – damit auch Ihr kreativ werden könnt und eure Eier an unserem Bastelstand in Euren Lieblingsfarben bemalen dürft. Rund um die Ostereiersuche bieten wir ein buntes Kinderprogramm an bei dem es jede Menge zu entdecken gibt. Zum Beispiel auch die Osternester von unseren Bären und Wölfen. Naa - Was könnten CONNY, PEDRO, MILAN und Co. wohl in ihren Nestern versteckt haben? Wissenswertes rund um unsere Tiere und Tierschutz kommt natürlich auch an diesem Tag nicht zu kurz, also laden wir ein zum Tierpfleger_Innengespräch und einer öffentlichen Führung. Natürlich ist Osterzeit auch Naschzeit – für das leibliche Wohl ist also gesorgt.
Die Schulfreie Zeit ist wohl die wichtigste im Jahr, oder? Und um dem gerecht zu werden und um die wertvolle Freizeit nicht zu verschwenden, haben wir uns ein geradezu wildes Ferienprogramm überlegt! Werdet Wildtierranger, lernt Spuren lesen, entdeckt die Welt aus der Sicht von Wolf, Luchs und Bär.
Also, nehmt euch die Ferien, es sind schließlich eure!
Termine:
Sommerferien:
24.07.2020, 10-12 Uhr Wildtierforscher. Werde Ranger und gehe auf Spurensuche. 30.07.2020, 10-12 Uhr Die Sprache der Wölfe – Wir lernen wölfisch mit Euch. 05.08.2020, 10-12 Uhr Die kleinsten Weltrekordler-Die spannende Welt der Insekten 14.08.2020, 10-12 Uhr Malwettbewerb mit unserem Ziegenbock Muham 19.08.2020, 10-12 Uhr Tag der Sinne - Erlebe die Welt aus der Sicht von Wolf, Luchs und Bär. 28.08.2020, 10-12 Uhr Rette den Bär- Entdecke den Tierschützer in dir.
Herbstferien:
20.10.2020, 10-12 Uhr Schutz vor Kälte - Tieren ein Zuhause schaffen. 27.10.2020, 10-12 Uhr Herbstzeit ist Bastelzeit - Probiert´s mal mit Gemütlichkeit.
Jedes Programm kostet 5 Euro pp. Zzgl. Eintritt (Anmeldung über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) Mindestteilnehmerzahl 5 Personen
Projekt WORBIS täglich geöffnet von 10:00 - 18:00 Uhr
Der Winter ist nun wohl vorbei, zumindest, wenn man unseren Bären glauben darf. Denn wenn selbst Langschläfer JIMMY seine gemütliche Winterhöhle verlässt, ist der Frühling nicht mehr weit. Für die pelzigen Vierbeiner hält das Ende der kalten Jahreszeit einige Köstlichkeiten parat, allen voran verbirgt sich eine delikate Schmackhaftigkeit direkt unter dem Laub: Bucheckern! Und so wandern DORO, DAGGI, PARDO und die anderen noch durch die Anlagen.
Alle bis auf einen: denn PEDRO nutzt den aufgetauten Boden für eine ganz andere Form des Frühsports: er buddelt. Jeden Tag. Wir sind natürlich sehr froh darüber, dass der alte Spanier mit solch jugendlichem Tatendrang ans Werk geht, doch leider leidet die Anlage etwas darunter. Denn dieser Tage war er dabei, einen Baum zu untergraben, was durchaus gefährlich sein kann. Da für uns die Sicherheit stets Vorrang hat, musste unser Baggermeister so wie die anderen Vierbeiner heute Morgen die Anlage für einen Augenblick verlassen, damit das Team Hand in Hand das Loch wieder auffüllen konnte.
Es ist also momentan jede Menge Bewegung bei den Bären und Wölfen zu beobachten. Wir sind schon gespannt, was PEDRO und Co. demnächst noch alles anstellen werden.
Ihr lieben Zaungucker, seltsam, dass ich so traurig bin. Eigentlich kann ich meine Mitbewohner vom Wolfsvolk nämlich nicht so gut leiden. Ständig laufen sie einem vor den Tatzen herum, versuchen uns Bären zu ärgern und bekommen außerdem immer viel mehr leckeres Fleisch als wir. Aber als ich vom Bärsonal erfahren habe, dass Wolfschef AKELA gestorben ist, hat mich das getroffen. Natürlich, er war schon über 13 Jahre alt. Mit 13, wenn wir Bären gerade mitten im Leben stehen, ist ein Wolf schon sehr alt. Doch kann ich mich noch erinnern wie AKELA und seine Geschwister als Welpen durch den Bärenwald getapst sind. Wolfswelpen sind eigentlich nicht viel mehr als kleine Kugelbäuche mit kurzen Beinchen und zerknautschten Gesichtern. Trotzdem mussten wir Bären ständig aufpassen, dass wir ihnen nicht zu nahekamen oder gar versehentlich auf sie traten. Nicht etwa, dass Wolfswelpen gefährlich wären. Aber sie werden behütet und beschützt von ihrer ganzen Familie, von Mutter, Vater und älteren Geschwistern. Ständig passt jemand auf, dass ihnen nichts Schlimmes widerfährt. Wolfsvater DER LAHME war damals besonders fürsorglich. Immer in Habachtstellung hat er liebevoll mit seinen Kindern gespielt, sie umsorgt und ihnen Futter zugetragen. Und wehe, einer von uns Bären ist den kleinen Fellknäueln zu nahegetreten. In null Komma nix hatte man die gesamte Wolfsfamilie am Hals, oder besser gesagt am Bärenpopo. Da habe selbst ich lieber Fersengeld gegeben. Wir Bären sind ganz anders veranlagt. Bärenmütter sind alleinerziehend. Ohne Unterstützung müssen sie allein ihre Jungen beschützen und für ihre Ernährung sorgen. Auch bei Streitigkeiten mit Artgenossen sind wir Bären meistens auf uns gestellt. Da wäre eine Familie zur Unterstützung schon ganz praktisch. Aber andererseits: den ganzen Tag oder gar das ganze Leben lang die bucklige Verwandtschaft am Hals haben? Mit all den kleinen Zankereien und Ritualen? Nee, das wäre mir dann doch zu blöd. Da habe ich lieber meine Ruhe.
Mit schwerem Herzen mussten wir Abschied von AKELA nehmen. Wir fanden ihn leblos in der Freianlage. Ein Fremdeinwirken konnten wir nicht feststellen. Nach einem sehr langen Leben in unserem Thüringer Bärenwald nahm nun der natürliche Gang der Zeit seinen Lauf. Wir sind zutiefst betroffen von dem Ableben des letzten Rüden im Rudel der Timberwölfe, doch es tröstet uns, dass dem alten Vierbeiner eine lange Leidensphase erspart blieb.
Im Gegensatz zu seinen Schwestern ADENA und AYLA ging er Konflikten gerne aus dem Weg, hielt sich von Streitereien innerhalb der Rudelstruktur fern wenn er konnte. Nun ist er wieder vereint mit seinem Bruder AIS (2006-2019) und seiner Mutter SHIARA (2003-2018).
Heute fand zum ersten Mal die Produktwerkstatt zur Erstellung eines Tourismuskonzepts der Stadt Leinefelde-Worbis statt. Wir waren dabei Teilnehmer und Gastgeber. Ziel der Aktion ist es, einen gemeinsamen Fahrplan mit den Leistungsträgern in puncto Tourismus zu erstellen. Dazu wurde heute ein wichtiger Schritt getan.
Gegen 11:30 Uhr begrüßten wir die Teilnehmer und Teilnehmerinnen im Bistro unseres Service- und Informationszentrums. Mit einzigartigem Blick über den Bärenwald wurden Ziele, Ideen, Wünsche und Erfahrungen ausgetauscht. Im Fokus stand die praktische Umsetzung des gemeinsamen Wegs, allen voran mit Hinblick auf die Landesgartenschau 2024. Nachhaltigkeit, Tourismus und Individualität bilden dabei die beste Basis für eine Zukunft Hand in Hand. In diesem Sinne bedanken wir uns bei der Stadt Leinefelde-Worbis sowie allen Beteiligten. Für Ende April ist bereits die nächste Produktwerkstatt fest in unserem Terminkalender verankert, bei der die heute erarbeiteten Resultate vertieft werden.
Schritt für Schritt erwachen die Bären aus der Winterruhe
Erinnern wir uns ein paar Monate zurück an den 4. Juni 2019 – DORO kam in unserem Tierschutzprojekt an und war bereits eine betagte Bärendame mit starker Arthrose und ihr Fell war in einem furchtbaren Zustand. Die Geschichte von den zurückgelassenen Tieren im südspanischem Zoo, von wo DORO und DARIA [lebt heute in unserem Projekt im Schwarzwald] gerettet wurden, ging durch die europäischen Medien wie ein Lauffeuer. In einer spektakulären Rettungsaktion konnten die beiden Bärendamen gerettet werden und fanden ein neues Zuhause in den naturnahen Freianlagen unserer Tierschutzeinrichtungen.
Nachdem DORO neugierig die anspruchsvollen Anlagen mit ihren Hängen, dem großen Teich und den vielen, vielen, Rückzugsmöglichkeiten erkundete, lebte sie sich zügig ein. Erste Bekanntschaft machte sie mit dem ehemaligen Zoo-Bären PEDRO, später auch mit der einstigen Zirkusbärin DAGGI. Ihre sozialen Umgangsformen lassen sich als leidenschaftlich sowie clever beschreiben. Doch die große Frage stellte sich uns im Hinblick auf die kalte Jahreszeit: wird die Bärin nach fast dreißig Jahren im Zoo in die Winterruhe gehen?
Dann mit Beginn der Wintermonate die freudige Beobachtung: DORO geht in die für Bären so wichtige Winterruhe! Und aus dieser erwacht sie gerade Stück für Stück. Die Rückkehr aus der Winterruhe ist ein Prozess, der sich durchaus über einen längeren Zeitraum hinziehen kann. Doch momentan lässt sich DORO recht häufig blicken und ist fit für 2020!
Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Paten, Spendern und Unterstützern bedanken, die es uns ermöglichen, DORO ein verhaltensgerechtes Zuhause zu bieten.