Es ist ein früher, herbstlicher Nachmittag. Braunbärin CONNY wittert Futter. Ohne zu zögern macht sie sich fokussiert und mit stabilem Gang auf den Weg. Die Ex-Zoobärin hat in den letzten Wochen eine starke Entwicklung gezeigt. Sie bekommt seit ein paar Monaten neue Medikamente und diese zeigen eine hervorragende Wirkung – ihr Fell sieht besser aus, ihr Blick ist aufmerksamer und außerdem ist ihr Gleichgewicht besser geworden. Und auch ihr Appetit ist in diesem Jahr mehr als Bären typisch. Trotzdem wird sie wohl nicht dauerhaft in die Winterruhe gehen, wir hoffen jedoch stark, dass sie sich zumindest für ein paar Tage zurückzieht.
CONNY wurde 1989 in Stendal geboren und an den Bergzoo Halle verkauft, bevor sie überhaupt ein Jahr alt war. Dort wuchs sie stark menschenbezogen auf, worunter sie bis heute zu leiden hat. Die Mitarbeiter des Zoos wollten zwar nur das Beste für CONNY, erkannten aber, dass sie der Bärendame kein tiergerechtes Leben bereiten konnten und übergaben sie schließlich 2015 im Alter von 26 Jahren in unsere Obhut.
Wir freuen uns über jeden Tierfreund und jede Tierfreundin, die vorkommen um nach CONNY zu schauen.
Die Firma Hilti ist bei den Profis auf kaum einer Baustelle wegzudenken. Auch in unserem Tierschutzprojekt ist das Unternehmen vertreten, doch nicht in Form einer Maschine, sondern ganz menschlich und sozial. Frank Hunold von Hilti packte heute bei uns mit an und half mit beim Bau der neuen Besucherplattform unter unserem Service- und Informationszentrum [SIZ].
Schon die Gründerväter der Firma Hilti verbanden unternehmerisches Handeln mit gesellschaftlicher Verantwortung. Seit diesem Jahr gibt es eine Aktion unter dem Motto: Wir bauen eine bessere Zukunft. Hierbei werden die Mitarbeiter für zwei Tage im Jahr freigestellt, um bei sozialen Projekten mitanzupacken.
Wir, als gemeinnützige Tierschutzeinrichtung, sind überglücklich für diesen großartigen Einsatz und bedanken uns ganz herzlich bei der Firma Hilti und Frank Hunold.
Wir freuen uns stets über ehrenamtliches Engagement, wer auch einmal bei frischer Luft und Blick auf Bär und Wolf Hand arbeiten möchte, schreibt uns einfach eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
DORO bastelt noch an Feinheiten für ihre Winterhöhle
Nein. Zumindest nicht alle. Wer ist noch aktiv, wer schon in den Höhlen und was machen überhaupt die Wölfe. Eine kleine Momentaufnahme.
Die Winterruhe ist ein wichtiger Bestandteil im Leben eines Bären, der fast allen unserer pelzigen Vierbeiner jahrelang versagt blieb. Umso mehr freuen wir uns daher, wenn Zirkusbären wie PARDO diesem Ruf der Natur folgen. Er und DAGGI sind zwei ehemalige Zirkusbären, die in dieser Saison schon relativ frühzeitig ihr Winterquartier bezogen haben. Auch PEDRO, LAURA und JIMMY haben sich seit einigen Tagen nicht mehr blicken lassen.
Die einstige Zoo-Bärin DORO ist dieser Tage hingegen noch kräftig am graben, buddeln und bauen. Besonders bei ihr sind wir tierisch Stolz auf die Entwicklung, denn sie kam in einem sehr hohen Alter zu uns und wusste kaum etwas von den faszinierenden Fähigkeiten, die in ihr stecken. Nach knapp 30 Jahren im Zoo musste sie Dinge wie Schwimmen, graben oder schlichtweg das Laufen am Hang erst in unseren Freianlagen erlernen. Mittlerweile ist sie fit in diesen Bereichen und zeigt uns immer wieder, dass es nie zu spät für einen Bären ist, Bär zu sein.
Auch RONJA und RAIK haben es mittlerweile hervorragend verstanden, mitten unter Bären zu leben. Jetzt, mit angehender Wintersaison, sind sie meist auf den Hügeln zusehen, wo sie nur allzu gerne im bunten Laub lieben und die Anlagen beobachten.
Unsere beiden Sorgenkinder sind zum einen MAX, der zwar großen Appetit hat, leider aber nicht genug zunimmt und daher wohl - wie in den vergangenen Jahren auch – nicht in die Winterruhe gehen wird. Außer ihm ist es noch CONNY, die wohl in der kalten Jahreszeit nicht ruhen wird.
PARDO war einer der ersten Bären, die RONJA und RAIK vor wenigen Wochen kennenlernten. Wie lange die drei gemeinsam in einer Anlage verbringen würden, überließen wir ihnen. Anfangs gestaltete es sich so, dass PARDO nach gut einer Stunde wieder den Rückmarsch zu den anderen Bären antrat, mit seiner unverwechselbaren, gelassenen Art. Neulich war er wieder mal zu Besuch bei den beiden. Im kalten, leichten Regen beobachteten wir, wie PARDO seine Runden drehte, wie er systematisch das Futter suchte, sich an den Bucheckern erfreute, den Walnüssen. Wir warteten auf ein Zeichen, dass er wieder zurück wollte. Und warteten. Und warteten. Und warteten…
PARDO ist auch heute noch immer in der Anlage zusammen mit RONJA und RAIK und die wird er in diesem Jahr wohl auch nicht mehr verlassen. Denn er hat sich dort eine Höhle ausgesucht und eingerichtet. RONJA und RAIK schauen immer mal wieder bei ihm vorbei, blicken in die Höhle. Es ist ein ganz hervorragendes Beispiel für eine artenübergreifende Vergesellschaftung, über die wir uns sehr freuen. Für uns gehört es zu den schönsten Erlebnissen, wenn Tiere wie PARDO, die Zeit ihres Lebens nie in die Winterruhe gehen durften, so bärenstark ihrem natürlichen Verhalten nachgehen können.
Es sind also höchst interessante und spannende Szenen, die gerade in unserem Tierschutzprojekt stattfinden. Besonders in dieser Übergangsphase von der kalten zur warmen Saison zeigt sich, wie komplex das Verhalten der Wildtiere ist, wenn sie ihrer Natur folgen können.
Ganz aktuell hat sich nun auch DORO zu RONJA und RAIK gesellt. Wie wird sie in die Winterruhe gehen? Wie verhalten sich die wölfischen Vierbeiner? Winterzeit ist schließlich Wolfszeit.
Kleiner Hinweis schonmal vorweg an alle Besucher_Innen, die sich diese faszinierenden Naturerlebnisse nicht entgehen lassen wollen: ab dem 1.11. gelten wieder unsere Winteröffnungszeiten, also von 10:00 – 16:00 Uhr.
Wie schön doch im Herbst die Blätter fallen – doch auf so manchen Wegen können sie hinderlich, gar gefährlich sein. Daher haben wir in unserem Bärenwald einiges zu tun, um das bunte Laub in den Griff zu kriegen. Doch zum Glück ist Verlass auf die Eichsfelder Jugend! Gestern und vorgestern, den 15./16.10.2020 legten sich die Klassen 7 A und B der Staatlichen Regelschule Lindenberg/Eichsfeld aus Berlingerode für unser Tierschutzprojekt kräftig ins Zeug. Im Rahmen ihres Aktivtages fegten die Schüler_Innen das Laub von sämtlichen Wegen.
Aktivtag – was ist das eigentlich? Der Aktivtag für die Region ist ein brandneues Konzept der Lindenberg/Eichsfeld Schule, um in der Heimat mit anzupacken, wo helfende Hände gebraucht werden. Und was wäre da idealer als sich in unserem Umwelt-, Tier- und Artenschutz-Projekt stark zu machen?! Wir bedanken uns ganz herzlich -natürlich auch im Namen unserer Tiere- bei den Klassen 7A und B der Staatlichen Regelschule Lindenberg/Eichsfeld aus Berlingerode.
Es wird Herbst, die Blätter fallen und die Wälder werden bunter – und genauso bunt wollen wir unser Bistro-Angebot gestallten! Daher gibt es ab jetzt - pünktlich zum Beginn der Ferien - das bärenstarke Kids-Menü. Für nur 6,50 Euro bekommen die kleinen Tierfreundinnen und Tierfreunde 1 Hauptgericht – herzhaft [Nudeln mit Tomatensoße/Pesto] oder süß [Milchreis] 1 Saft 1 Nachtisch 1 Ausmalbild mit den Vierbeinern aus unseren Tierschutzprojekten
Und alles auf einem nachhaltig produzierten Teller [die ihr gerne mitnehmen könnt!] in Bärenform. Die Ferien können also kommen!
„Wir freuen uns sehr über die Unterstützung vom Golfplatz Rittergut Rothenberger Haus. Es zeigt, wie Sport, Natur und Kultur im Eichsfeld miteinander verbunden sind.“
Sabrina Schröder, Leitung ProjektWORBIS
Bärenstarke Pflegequalität, familiäre Atmosphäre, hohe Turnierdichte – der Golfclub Rittergut Rothenberger Haus ist ein idyllischer Golfplatz an der einstigen innerdeutschen Grenze. Eines der beliebten Turniere sind die „Worbis Open“, die jedes Jahr Anfang Oktober stattfinden. Initiiert wird das Event von Wolfgang Schug und vielen weiteren Unternehmern aus Worbis, Leinefelde u. Umgebung. In diesem Jahr wurde bei dem Event Geld für unser Projekt Worbis gesammelt.
Insgesamt 1.255 Euro wurden zusammengetragen! Auch in Zukunft möchte der Golfclub uns und somit den Umwelt-, Tier- und Artenschutz unterstützen.
Wir sagen von ganzen Herzen Danke, auch im Namen der Vierbeiner!
Was für ein Wochenende – es wurde renoviert, gebaut und vieles, vieles mehr. Dank der bärenstarken Unterstützung zahlreicher freiwilliger Helferinnen und Helfer wurde eine Mauer für die neue Sitzplattform direkt unter dem Service- und Informationszentrum gebaut, der komplette Zirkuswagen sowie weitere pädagogische Elemente [Iglu, Dornröschenhaus am Spielplatz, etc.] renoviert, etliche Handläufe erneuert, Wände verkleidet, Kabel eingegraben und tausend kleine Handgriffe mehr erledigt werden.
Samstag und Sonntag ging es jeweils früh um 8:00 Uhr los. Sabrina Schröder, Leiterin vom ProjektWORBIS, teilte die einzelnen Einsatzteams ein und es wurde bei frischen Temperaturen angepackt. Bei guter Stimmung wurde auf dem ganzen Gelände verteilt gebohrt, gemauert, betoniert, gesägt, gehämmert, gestrichen, geschliffen. Und das Ergebnis macht uns wirklich sprachlos. Von ganzen Herzen Danke an die großen und kleinen helfenden Hände, ihr habt für unser Tierschutzprojekt eine ganz große Leistung gebracht!
Ein besonderes Dankeschön geht auch an den Rotary Club Obereichsfeld-Heilbad Heiligenstadt, der uns für das Wochenende einen Betonmischer und einen Radlader zur Verfügung stellte.
Nachdem sich die beiden Wolf-Hund-Mischlinge RONJA und RAIK, die im Frühjahr aus einer illegalen Privathaltung gerettet wurden, hervorragend in unsere naturnahen Freianlagen eingelebt haben, folgte nun der nächste Schritt: der erste Kontakt mit Bären. Nach sorgfältigen Überlegungen fiel die Wahl auf LAURA.
Mittwoch, 7. Oktober 2020 gegen 11:00 Uhr vormittags: das Team versammelt sich zu einer Lagebesprechung. Anschließend verteilen wir uns um die weitläufige, hügelige Waldanlage um das gesamte Gebiet im Blick zu haben. Bärin LAURA zeigt relativ wenig Interesse an den Wölfen, RONJA und RAIK zeigen zwar dezente Neugier, halten aber unterm Strich einen gesunden und respektvollen Abstand. Nach gut zwei Stunden verlässt LAURA wieder das Areal unterhalb der Seniorenresidenz und wandert zurück in die Anlage, in der sie vorher war.
Der Anfang einer Vergesellschaftung von RONJA und RAIK mit den Bären ist getan, doch wir wollen nichts überstürzen und den Tieren Zeit geben, sich Stück für Stück aneinander zu gewöhnen. Wir freuen uns über die Entwicklung der beiden sehr und halten euch weiterhin auf dem Laufenden.
An dieser Stelle herzlichen Dank an die Paten, Spender und Unterstützer unseres Tierschutzprojekts, die solch ein Tiermanagement erst möglich machen.
4. Oktober 1228: Franz von Assisi wird heilig gesprochen. Er ist Begründer des Ordens der Franziskaner und Schutzpatron des Umweltschutzes und der Ökologie. In zahlreiche Sagen setzt er sich für den Tierschutz ein, da er alle Lebewesen auf einer Stufe sieht. Er begegnete zum Beispiel einst einen Wolf im Wald als einen Bruder, um den Bewohnern des angrenzenden Dorfes die Angst vor dem Vierbeiner zu nehmen. In seinen Augen sind alle Lebewesen gleich, verdienen Respekt und Schutz.
8. Mai 1931: auf dem internationalen Tierschutz-Kongress in Florenz wird der 4. Oktober als Welttierschutztag angenommen.
4. Oktober 2020: die Ausbeutung von Tieren und das damit einhergehende Leid ist allgegenwärtig und das mit bizarrem Ausmaß. Während der Lebensraum freilebender Tiere zunehmend zerstört wird, werden Tiere in Gefangenschaft massenhaft produziert. Und wie Produkte werden sie auch be- und gehandelt – zur Belustigung in Zirkussen, Zoos oder Fernsehshows, in privater Hand, als Konsumgut in der Massentierhaltung. Tierqual zieht sich durch sämtliche soziale Schichten und wird – auch per Gesetzt – im Namen menschlicher Kultur in Kauf genommen, gilt als „normal“.
Heute am Welttierschutztag möchten wir daher darauf aufmerksam machen, dass die Vermeidung von Tierleid in den Alltag einfließen muss. Denn letzten Endes ist es das schlichte Konsumverhalten, welches für den Großteil der Tierqual verantwortlich ist. Das sehen wir als STIFTUNG für BÄREN immer wieder an den Tieren, die in unserer Obhut leben. Angefangen vom kleinen Meerschweinchen, dass bei Ebay gekauft wurde, über ein Wolfsrudel im Freizeitpark bis hin zu Bären, die für Touristen in Gräben oder Käfigen leben müssen. Ihre unterschiedlichen Schicksale haben einen gemeinsamen Ursprung – die Befriedigung des Menschen.
Tierschutz fängt bei jedem einzelnen an und ein erster, wichtiger Schritt wäre es, Tierleid zunächst nicht mehr zu unterstützen, nicht mit zu finanzieren. Doch soll man dabei anfangen? Vorschlag: meiden Sie z.B. Einrichtungen, die Babytiere als Attraktion vermarkten. Der Nachwuchs ist niedlich, die kleinen Tiere Besuchermagneten. Doch was bringt es den Tieren? Von Geburt an ein Leben als Produkt, nicht als Tier.
Helfen Sie mit und zeigen Sie Null-Toleranz gegenüber der Ausbeutung von Tieren.