Nochmal danke an alle Fotokünstler, die mit ihren ganz besonderen Blickwinkel auf unsere Tierschutzprojekte den Kalender der STIFTUNG für BÄREN immer wieder zu etwas ganz besonderen machen!
Allen voran in diesem besonderen Jahr - denn es gibt einen ganz speziellen Kalender zum 10-jährigen Jubiläum unseres Schwarzwälder Tierschutzprojekts!
Exklusiv sind die Kalender nun bei uns vor Ort zu haben. Sobald der online Verkauf startet, geben wir das augenblicklich bekannt.
Und es sei vorgemerk: auch nächste Saison gibt es wieder den Kalender-Wettbewerb. Also ruhig schonmal faszinierende Augenblicke unserer Tiere digital festhalten, je mehr Interaktion und Natur, desto besser!
im Oktober heißt es endlich wieder anpacken für den Tierschutz bei unserem bärenstarken Arbeitseinsatz!
Absofort könnt ihr euch anmelden unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder (0 36 074) 20 09-0 - nähere Infos folgen in Kürze!
„Mehr Platz für weniger Tiere, mit naturnahen Anlagen - dies ist der zeitgemäße Ansatz für zoologische Gärten im 21. Jahrhundert“, so Prof. Dr. Bernd Schildger, Zootierarzt und Leiter des Tierparks Dälhölzli in Bern. Schildger ist Deutscher und berät seit Jahren als Partner die Stiftung für Bären, so wurde die Stiftung auch zur Beratung für den Bärenpark in Bern als kompetenter Partner genutzt. Gleiches bieten wir auch dem TP Gotha an, denn viele Einrichtungen sollten das Ziel verfolgen, eine zukunftsweisende Bildung auch im Artenschutz zu präsentieren. Die Führung vom Tierpark Gotha signalisiert leider keine Gesprächsbereitschaft, weist Angebote zur Hilfe oder Beratung zurück und beharrt weiterhin auf den „artgerechten“ Charakter ihrer Bärenhaltung. „Man führe eine zoologische Tierhaltung“, heißt es, „und mache keine Experimente“. Wir wollen keine „Experimente“, sondern einzig eine zukunftsweisende Anpassung des Tierparks auf eine moderne Tierhaltung.
Nach unserer Definition gibt es keine „artgerechte“ Haltung von Bären und Beutegreifern, diesen Anspruch erfüllt einzig die freie Wildbahn. In Gefangenschaft kann maximal eine verhaltensgerechte Unterbringung geboten werden. Die Meisten der Tieranlagen in Gotha sind davon weit entfernt, wovon wir uns mit eigenen Augen vor Ort überzeugen konnten. Bei unseren Besuchen in Gotha fanden wir nie eine Anlage vor, die für eine Bärenhaltung als geeignet einzuschätzen war. Zu klein, ohne Möglichkeiten zum natürlichen Rückzug, viel zu geringer Bewuchs, ohne Höhlen, keine geeignete dritte Dimension, leider stark sichteinschränkende Mauern und zu viel Steinboden, der die Tiere eher behindern. Dann kam der Umbau im Juli 2020. Im August besuchten wir die Einrichtung erneut und mussten feststellen, dass die Erneuerungen ohne nennenswerten Effekt für den Bären waren. Weder an der Größe, noch an den Mauern, dem Boden hat sich etwas geändert. Eine kurze Betonröhre und ein Kratzbaum sorgen weder für Dreidimensionalität noch für ausreichend Rückzugsmöglichkeiten. Hier wurde finanziell unnötiger Aufwand betrieben, [wie die Bilder im Vergleich Februar vor und August nach dem Umbau nahelegen]
Wann werden wir oder andere in die Planung der Erneuerungen mit einbezogen? Wir, die STIFTUNG für BÄREN, als eine international agierende Tierschutzorganisation die u.a. als Mitglied der International Association for Bear Research and Management (IBA) zu einem Netzwerk weltweit führender Bärenexperten gehören, wobei unsere Kernkompetenz auch in verhaltensgerechten Anlagen besteht.
Grundlegend haben die Stadt und die Betreiber des Tierparks Gotha versäumt mit der Zeit zugehen. Es fehlt der Ansatz einer Einrichtung, die den Ansprüchen europäischer Normativen schon seit 1999 entspricht und genau diese möchten wir gemeinsam erarbeiten.
All den Unterstützern möchten wir an dieser Stelle bei der Aktion #bärenwaldfürsarah bedanken, denn aufgrund dieses öffentlichen Drucks haben sich die Verantwortlichen aus Gotha reagiert. Und wir hoffen auf ein Gespräch im September.
Unser Gesprächsangebot:
1 erstellen eines langfristigen Gesamtkonzeptes für den TP Gotha 2 mittelfristige Reduzierung großer Tierarten 3 Schaffung eines Parks mit einem Thema, das der den Geländeanforderungen entspricht
Wir bleiben weiterhin dran und halten euch auf dem Laufenden.
Heute, am 17. August 2020, fanden wir Wölfin AYLA leblos in der Freianlage vor. Ein Fremdeinwirken konnte nicht festgestellt werden. Die betagte Vierbeinerdame wurde 14 Jahre alt.
Schweren Herzens nehmen wir Abschied von AYLA, die nur zu gerne ihrer Schwester ADENA die höchste Position im Rudel streitig machte. Einige Mal ist ihr dies gelungen und wir halten sie in Erinnerung, als eine tolerantere Chefin als ADENA. Eine Eigenschaft, die sie neben dem rechten Knickohr so markant machte.
Der Tierpark Gotha hat auf unsere Kritik mit einem öffentlichen Brief reagiert. Hier nun unsere Antwort auf diesen Brief:
Sehr geehrter Herr Gösel, sehr geehrte Frau Engelhardt, sehr geehrte Frau Wimmer,
seit vielen Jahren stehen wir in Kontakt mit dem Tierpark Gotha, um die Situation der Bären dort zu verbessern. Bereits Herrn Walter, dem ehemaligen Tierparkleiter, wurde das Angebot zur Übernahme und Beratung unterbreitet.
Dies wurde aber leider nie wahrgenommen.
Auch in den letzten 3 Jahren waren wir mehrfach vor Ort und haben Gespräche und Unterstützung angeboten, beispielsweise auch mit Herrn Koch. In diesen Gesprächen haben wir mehrfach aufgefordert, sich gemeinsam an einen runden Tisch zu setzen und zum Wohle der Tiere Lösungen zu finden. Nicht nur für die Bären!
Zuletzt intensivierte sich die Thematik Anfang dieses Jahres. Uns wurde in einem persönlichen Telefonat mit Frau Schröder mitgeteilt, dass man gerne den beiden Bären einen tiergerechten Lebensabend bescheren möchte und es durchaus denkbar, gar wünschenswert wäre, dass sie diesen verdienten Lebensabend im Projekt WORBIS finden können. Doch die Gespräche scheiterten ganz konkret an einem Punkt: keine Bären mehr nach „Sarah“. Denn wir stellen eine elementare Anforderung an Ihre Einrichtung und jede andere, von der wir Bären übernehmen: Zukünftig ist jegliche Bärenhaltung zu unterlassen. Dies gilt bei all unseren Kooperationen: Alte Bären abzuschieben, um sich dann neue, jüngere zu holen, wiederspricht unserer Philosophie und dem Tierschutzgedanken. Wir sind KEINE Sammelstelle für ausgediente Attraktionen oder auf Deutsch gesagt: kein Mülleimer für eine verfehlte Tierparkpolitik. Die STIFTUNG verfolgt das Ziel, ein Ende der Zucht von Bären in Gefangenschaft zu erreichen, da diese niemals artgerecht untergebracht werden können.
Nach unserer Forderung deklarierte man plötzlich die mangelhafte Gothaer Bärenanlage als gut, schließlich sogar als artgerecht. Frau Angelika Wimmer, Fachtierärztin für Zoo -, Wild- und Gehegetiere und Fachberaterin im Tierpark Gotha, hat uns im vorgenannten früheren Telefonat jedoch erzählt, dass sowohl sie als auch Frau Engelhardt daran interessiert sind, Bärin „Sarah“ abzugeben, damit sie einen tiergerechten Lebensabend in unserem Tierschutzprojekt verbringen kann. Sie bezeichnete die Anlage als nicht bärengerecht, wollte keine Bären mehr darin sehen und führte zeitgleich an, dass die Geschäftsführung leider an den alten Strukturen festhält. Nach der Behauptung, man würde die Bären am liebsten abgeben, kam jetzt die Aussage, der Bärin ginge es "sehr gut". Zur Entscheidung, „Sarah“ nicht abzugeben kam es – anders, als Sie nun behaupten – bereits vor dem Tod von „Ben“, wie der Schriftverkehr belegt.
Anstatt die Gründe der Kritik zu akzeptieren und endlich in Kooperation Lösungen zu suchen, erhalten wir nur Rechtfertigungen, die an der bisherigen Situation für die Tiere nichts ändern.
Diesbezüglich sei erwähnt:
1 die Mindestanforderungen zu erfüllen ist kein Kompliment, sondern eher ein Armutszeugnis, wenn man das Verhalten der verschiedenen Tierarten genau betrachtet
2 eine optische Abwechslung für die Besucher erhöht nicht die Lebensqualität der Tiere
3 ein Nachtkäfig ist kein adäquater Rückzugsort
4 mit guter Vorbereitung ist eine Narkose nicht erforderlich – das belegen zahlreiche Transporte unsererseits
5 die erzwungene Zucht von Bären und ein langes Leben ist kein Indikator für deren Wohlbefinden
6 keine Bären in unserer Obhut sind kurz nach ihrer Ankunft verstorben, alle Tiere von Ankunft bis zum Ableben können auf www.baer.de nachverfolgt werden - im Gegenteil: die Tiere blühen auf und zeigen plötzlich wieder ein natürliches Verhalten, ganz anders als in der vorherigen Haltung. Hier wäre es auch angebracht gewesen, bei uns direkt nachzufragen – wie wir das auch bei Ihnen getan haben - anstatt solche Falschinformationen ohne Nachfrage zu übernehmen.
7 Warum wurde es versäumt, nach dem Ableben von Ben den Kontakt zu uns aufrecht zu erhalten? Wir sind immer offen für Gespräche, aber es muss dann auch gehandelt werden. Die Anfragen und Beschwerden von Besuchern des Tierparks erreichten uns (verstärkt in den vergangenen Wochen) in sehr großen Mengen. Zuletzt bemühten wir uns in über 15 Versuchen telefonischen Kontakt herzustellen. Wir wurden nicht zurückgerufen, abgewiegelt oder eine Gesprächsbereitschaft wurde verneint. Daraufhin haben wir in einem letzten Telefonat angekündigt an die Öffentlichkeit zu gehen, sollte nach wie vor keine Reaktion erfolgen. Nun wird immerhin reagiert.
Noch ist es nicht zu spät, „Sarah“ einen tiergerechten Lebensabend zu ermöglichen. Im Tierpark Gotha wird dies leider nicht möglich sein. Wir bieten daher nach wie vor eine Übernahme der Bärin an und weiterhin die Beratung, um aus dem veralteten Tierpark eine moderne, zukunftsfähige Einrichtung entstehen zu lassen, von der zuerst die Tiere, aber auch das Stadtimage profitieren werden. Dazu ist aber ein grundlegendes Umdenken und ein modernes Konzept notwendig. Wir sind jederzeit bereit für einen gemeinsamen Termin, zum Wohle von „Sarah“, aber auch den anderen Tieren. Zahlreiche Kooperationen der Vergangenheit zeugen von unserer Fachkompetenz, so zum Beispiel der Wildpark Knüll, der Tierpark Hirschfeld, der Tierpark Wiesbaden, der Tierpark Bielefeld und nicht zu Letzt der Tierpark Bern.
Wir hoffen auf Ihre Einsicht, denn das Wohlergehen der Tiere liegt in Ihren Händen. Uns ist durchaus eine leichte Verbesserung der Situation im Vergleich zu den letzten Jahren aufgefallen, mit der bestehenden Struktur ist eine merklich spürbare, positive Entwicklung allerdings nicht möglich. Lassen Sie uns gemeinsam aus dem unzeitgemäßen Tierpark Gotha ein Projekt für die Zukunft entwickeln.
Warum wird die syrische Braunbärin „Sarah“ in einem trostlosen Platz umringt von Steinmauern immer noch als Ausstellungsstück missbraucht, wenn sie schon seit Jahren in Alternativen Projekten ein tierrechtes Leben führen könnte? Das Angebot, sie - sowie ihren Art- und Leidensgenossen „Ben“ - zu übernehmen und damit sie in unseren weitläufigen, naturnahen Freianlagen ein besseres Leben führen können, unterbreiteten wir bereits vor Jahren schon – und es gilt noch immer. „Ben“ ist mittlerweile verstorben und was „Sarah“ betrifft bleiben die Verantwortlichen aus Gotha weiterhin stur.
Was kritisieren wir? Die Anlage im Tierpark Gotha ist viel zu klein für Bären. Vergleich: in unserem Worbiser Tierschutzprojekt – wo wir einen Platz für „Sarah“ nach wie vor anbieten – leben 13 Tiere auf 5 Hektar [im Tierpark Gotha leben circa 600 Tiere auf 6 Hektar]. Weiterhin ist der Bärenbereich karg, umringt von Beton, Mauern und Sicherheitsglas. Rückzugsmöglichkeiten sind – trotz aufwendiger Erneuerung – mangelhaft. Die es fehlt an Beschäftigung, daher legt „Sarah“ auffällige Verhaltensstörungen an den Tag. Grundlegend fehlt der Anlage eine Struktur, eine Dreidimensionalität. Hügel und Bewuchs wären wichtig, damit das Tier nicht nur auf einer Ebene, sondern auch hoch und runter gehen muss, um eine ausgewogene Bewegung zu fördern. Andernfalls sind starke Schäden der Knochen unausweichlich.
Was bieten wir? In unserem Tierschutzprojekt warten weiträumige Freianlagen in einem Mischwald mit zahlreichen Versteckmöglichkeiten, Artgenossen, üppiges Dickicht und natürliche Beschäftigung auf sie. Zudem ist unser Team auf den Umgang und die Therapie verhaltensgestörter Bären spezialisiert.
Ist die Bärin mit 27 Jahren nicht zu alt für einen Transport? Alte Bäume verpflanzt man nicht – ein Spruch der immer wieder als Vorwand genommen wird, um Tiere in ihrer leidvollen Umgebung zu lassen. Doch wir haben die Erfahrung gemacht, dass es sich immer lohnt, Tieren ein besseres Leben zu ermöglichen. Erst letztes Jahr konnten wir dies mit der Rettung von DARIA und DORO [beide damals 28 Jahre] beweisen. Die beiden alten Damen haben sich hervorragend in unseren Einrichtungen eingelebt und sind bereits nach wenigen Wochen regelrecht aufgeblüht. Jeder Tag zählt!
Hintergrund Seit Jahren kritisieren wir die Haltung nicht nur von Bären, sondern nahezu sämtlichen Großtieren im Tierpark Gotha. Die Flächen sind viel zu klein, gleichen eher einem Ödland und haben mit moderner Tierhaltung oder verhaltensgerechter Unterbringung nicht viel zu tun. Als STIFTUNG für BÄREN boten wir unsere Hilfe an, um die Situation der beiden syrischen Braunbären „Ben“ und „Sarah“ zu verbessern, sie auch in unserem Tierschutzprojekt unterzubringen. Sämtliche Bemühungen blieben leider erfolglos, statt die Tiere abzugeben wurde die Anlage umständlich „erneuert“ [„Ben“ verstirbt vorher], was „Sarah“ aber keine nennenswerten Verbesserungen bringt. Die Mauern, der wenige Platz, die Trostlosigkeit bleiben gleich. Dennoch bezeichnet der Tierpark den Bereich nun offiziell als artgerecht – eine Farce die wir nicht so hinnehmen können. Zudem erhalten wir zahlreiche Anfragen von tierliebenden Menschen, ob wir der Bärin nicht helfen können. Momentan sind uns dahingehend ohne das Einlenken der Besitzer leider die Hände gebunden, aber wir hoffen inständig, dass sich die Verantwortlichen vom Tierpark Gotha endlich für das Wohl der Tiere entscheiden.
Bis dem so weit ist starten wir die Aktion #bärenwaldfürsarah. Wer uns dabei unterstützen will, der Braunbärin zu einem tiergerechten Leben zu verhelfen, der kann dies durch einen Protestpost an die KultTourStadt Gotha GmbH unter dem Hashtag #bärenwaldfürsarah auf sämtlichen sozialen Medien tun – oder den Verantwortlichen selbst direkt schreiben.
Christoph Gösel – Geschäftsführer KulTourStadt Gotha GmbH Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Der Protestbrief: Wir schließen uns dem Protest der STIFTUNG für BÄREN #bärenwaldfürsarah an und fordern Sie auf, dem jahrelangen Tierleid im Tierpark Gotha ein Ende zu setzen. Als Kulturstadt ist der Tierpark nicht mehr zeitgemäß und beherbergt neben der Bärenhaltung zahlreiche Arten, die nur Mindestanforderung sind. Artgerecht ist nur die Natur, deshalb fordern wir eine konzeptionelle Umstrukturierung des Tierparks für eine optimale und tiergerechte Unterbringung. Die STIFTUNG bietet sich erneut an, zunächst der vorhandenen Bärin ein neues Heim zu bieten und fachlich zu beraten, damit der Kulturtierpark in Gotha eine Zukunft hat.
Schon längst haben sie Witterung aufgenommen, der Geruch von Fleisch liegt in der Luft, zieht durch ihre sensiblen Nasen. Bei blassem Mondlicht streifen RONJA und RAIK über das Laub, sichern sich ihre Beute kaum, dass sie mit einem dumpfen Klang den Boden berühren. Mit diesem klingt unser Wolfsmond aus, bevor die Teilnehmer_Innen der Veranstaltung sich auf dem Heimweg machen. Es ist keine reißerische Showfütterung von Wölfen, sondern das Ende eines Abends, der den heiß diskutieren Vierbeiner in ein neutrales Licht rückt. Mit sachlicher Darbietung präsentieren die Rednerinnen und Redner die Natur des heimischen Beutegreifers, räumen fachlich mit Klischees, Romantisierung und Verurteilung auf. Sie zeigen den Wolf, wie er ist, seine faszinierende Natur und wie die Gesellschaft damit umgehen sollte.
Um 18:00 Uhr begrüßte Nancy Gothe, Kompetenzmanagerin der STIFTUNG für BÄREN, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ausgebuchten Events. Nachdem sie das Projekt WORBIS, die Entstehung des Alternativen Bärenparks und der STIFTUNG vorstellte, begann die Führung durch unser Tierschutzprojekt. Vorbei an dem historischen Bärenzwinger und durch den Bärenwald geleitete Nancy Gothe die interessierte Gruppe zum Service- und Informationszentrum „Bärenblick“, wo die insgesamt 5 Refert_Innen bereits mit ihren Multimediapräsentationen warteten. Den Anfang machte Uwe Lagemann von der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe. Er gab Einblicke in die aktuelle Situation der freilebenden Wölfe in Deutschland, stellte speziell die Lage in Thüringen vor. Im Anschluss sprach Heike Lindemann, stellvertretende Leitung in unserem Worbiser Tierschutzprojekt und Rissgutachterin vom Land Thüringen, über effektiven Herdenschutz, bevor es in eine kleine Pause ging. Die Teilnehmer_Innen stärkten sich am BBQ Büffet, das Christian Gaßmann von Eichsfeld Event gesponsort wurde. An dieser Stelle vielen Dank für diese bärenstarke Unterstützung!
Bevor es zur nächtlichen Fütterung von RONJA und RAIK sowie den beiden Altwölfen ADENA und AYLA kam, referierten die Biologin Kristin Strauß, Hundetrainerin Anna-Caroline Hein und Hana Tebelmann [Research Assistant Mamalia AG] über das kontroverse Thema Wolf-Hundmischling.
Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für diesen faszinierenden Abend und freuen uns auf das nächste Event im Rahmen unseres Kompetenzzentrums!
Auf in die große Freianlage! So begann der Tag heute für RONJA und RAIK. Seit gestern Abend sind die Schieber geöffnet und der Weg in die Anlage B, an deren Fuße die großen Totempfähle ragen, ist für die beiden Vierbeiner frei. Nach ihrer Ankunft vor etwas über einem Monat, verbrachten sie den Anfang ihrer Eingewöhnungsphase in einer Anlage, die für Besucher nicht sichtbar ist. Nachdem sie sich in den letzten Wochen hervorragend eingelebt haben und die natürliche Beschaffenheit ihrer neuen Umgebung ausgiebig nutzten und wir die Schieber fertigstellten, war es gestern an der Zeit für den nächsten Schritt ist. So öffneten wir den Durchgang von der versteckten zu der großen Freianlage. Ganz in wölfischer Manier waren sie zwar neugierig, aber auch ebenso skeptisch der neuen Situation gegenüber. Wir ließen ihnen also Zeit und Ruhe, selbst zu entscheiden, ob und wann sie den Durchgang benutzen würden.
Gegen Mitternacht war es dann soweit: RONJA und RAIK setzten ihr Pfoten zum ersten Mal in die große Freianlage. Seitdem erkunden sie das neue Terrain, können von den Besuchern dabei beobachtet werden, haben aber natürlich weiterhin die Möglichkeit, sich jeder Zeit zurückzuziehen.
Was ist mit den Bären? Die sind momentan in den Nachbaranlagen, damit RONJA und RAIK ganz in Ruhe und selbstbestimmt das neue Gebiet mit den Hängen, den Bäumen, den Höhlen und dem Dickicht sowie ihre Rückzugsmöglichkeit mit den extra kleinen Wolfschiebern erforschen können. Wie es weitergeht, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Zunächst sind wir sehr froh darüber, dass sich die beiden so ausgezeichnet entwickeln. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an alle Paten, Spender und Unterstützer, die diese Aktion ermöglichten!
Wir bedanken uns ganz herzlich bei den beiden Eichsfelder Rotary Clubs
Kultur: Tierschutz
„Tierschutz ist ein omnipräsentes Thema in Politik und Kultur und ist aus einer modernen Gesellschaft nicht wegzudenken. Auch der Tourismus spielt dabei eine große Rolle. Wir freuen uns daher sehr auf gemeinsame Vorhaben mit dem Rotary Club, um die Region Eichsfeld und den Tierschutz weiter zusammen zu bringen und auszubauen.“
Sabrina Schröder, Leitung Projekt WORBIS
Einige sind langjährige Gäste im Alternativen Bärenpark Worbis, für andere ist unser Tierschutzprojekt Neuland: insgesamt 27 Frauen und Männer der Rotary Clubs Obereichsfeld-Heilbad Heiligenstadt und Duderstadt-Eichsfeld trafen sich am Montag, den 27. Juli 2020, hier bei uns im Bärenwald. Bei hervorragendem Sommerwetter wurden sie von unserer Leiterin Sabrina Schröder persönlich herumgeführt, erfuhren so von den schrecklichen Schicksalen der einzelnen Vierbeiner.
Anschließend erhielten die Rotarier im Rahmen einer Multimedia-Präsentation spannende Einblicke in unsere Tierschutzarbeit. Aber auch unsere Rolle in puncto Tourismus und Bildung für die Region Eichsfeld sowie die diesbezüglich geplanten Bauvorhaben waren Thema.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei den beiden Eichsfelder Rotary Clubs für den bärenstarken Besuch und freuen uns auf gemeinsame Vorhaben in der Zukunft!
Schweren Herzens mussten wir uns am Samstag, den 25. Juli 2020, von Wolf MILAN verabschieden. Er ist friedlich im hohen Alter von 15 Jahren eingeschlafen. Nachdem er bereits vor einer Woche einen Schwächeanfall hatte, verlegten wir ihn in Quarantänestation, wo er beobachtet und medizinisch versorgt wurde. Unser Tierarzt vermutet das es ein Schlaganfall war, von dem sich der betagte Vierbeiner nicht mehr erholte.
2005 wurde er im Wildtier- und Freizeitpark Klotten geboren, wo er auf einer kleinen, kargen Fläche ohne Versteckmöglichkeiten leben musste. Eine Umgebung, die den scheuen und sensiblen Wolf schwer zusetzte. 2017 konnten er und weitere 6 Artgenossen gerettet und in unseren Tierschutzprojekten untergebracht werden. Während Altwolf MILAN nach Thüringen kam, fanden die jüngeren Wölfe im Schwarzwald ein neues Zuhause.
Gemeinsam mit den Bären JIMMY und KATJA verbrachte er seinen Lebensabend in der Seniorenresidenz im Bärenpark Worbis. In der naturbelassenen Freianlage mit all ihren Versteckmöglichkeiten blühte MILAN auf, entdeckte auf seine alten Tage mehr und mehr das Wildtier in sich. Elegant wanderte er an den Hängen entlang, kroch mit Vorliebe in die Bärenhöhlen. Die unzähligen Rückzugsmöglichkeiten nutzte er ausgiebig. Nur selten zeigte sich das scheue Tier, tauchte wenn dann meist leise wie ein Geist im Bärenwald auf und verschwand auch im gleichen Augenblick wieder.
Wir werden den cleveren, eleganten MILAN sehr vermissen und bedanken uns bei all seinen Paten für die jahrelange Unterstützung.