Der Kälte, dem Regen und Sturm trotzten die Teilnehmer unseres Ferienprogramms bei der Bärenpark Schatzsuche. Rabe Oskar hatte im ganzen Park Hinweise versteckt, denen die tapferen Schatzsucher folgen mussten. Ein Rätsel folgte dem anderen. Schwierige Kletterpassagen und Rechenaufgaben mussten bezwungen werden. Am Ende fanden die erfolgreichen Schatzsucher mittels Schatzkarte den versteckten Bärenpark-Schatz. Beim anschließenden Kürbisschnitzen konnten die Teilnehmer sich noch eine Halloween-Kürbislaterne basteln.
Am Dienstag, den 16. Oktober 2018, konnten wir den 500.000sten Besucher feiern. Valentino aus Köln war der glückliche Jubiläumsgast. Unser Parkleiter Bernd Nonnenmacher überreichte gemeinsam mit Rüdiger Schmiedel, Geschäftsführer der STIFTUNG für BÄREN, ein bärenstarkes Präsent. Natürlich – wie könnte es anders sein – einen stilechten Plüsch-Bären!
Acht Jahre gibt es unser Tierschutzprojekt mittlerweile schon im Wolftal. Eine halbe Millionen Gäste zeigen, wie Tourismus und Natur-/Artenschutz gemeinsam funktionieren und die Region stärken können.
Nachdem Luchs CHARLIEgestern immobilisiert und untersucht wurde, liegen nun die ersten Ergebnisse der Proben vor. Diese lassen auf eine Harngriesbildung schließen, die nun histologisch weiter untersucht wird.
CHALRIE ist nach der Narkose gut aufgewacht, war agil. Scheinbar ist mit der Entleerung seiner Blase eine Erleichterung eingetreten. Die ganze Nacht nutze er, die ihm unbekannte Umgebung zu erkunden und bereitete den Mäusen schlaflose Stunden.
Wir hingegen hatten dafür endlich wieder eine ruhigere Nacht und sind froh, dass es ihm bessergeht.
Ciao und Grüß Gott, liebe Leute! Wenn ich schon früh am Morgen top ausgerüstete Zweibeiner sehe, die auf leisen Sohlen um die Anlagen schleichen und mit ihren Objektiven auf der Suche nach uns Vierbeinern sind, dann kann das nur eins bedeuten: Fototage!
Zweimal im Jahr treffen sich naturliebende Fotografinnen und Fotografen bei uns Vierbeinern im Schwarzwald. Etablierte Profis und leidenschaftliche Amateure aus sämtlichen Himmelsrichtungen reichen sich die Hand, sind von Sonnenauf- bis Untergang bemüht, einzigartige Augenblicke festzuhalten. Auch vergangenes Wochenende sind dabei wieder atemberaubenden und herzergreifende Schnappschüsse entstanden, von denen ihr sicherlich noch einige zusehen bekommen werdet.
Jedenfalls, die Beliebtheit der Veranstaltung zeigt, dass mehr und mehr Zweibeiner die Schönheit von naturnahen Anlagen zu schätzen lernen. Und ein gewisses Grundverständnis gegenüber Wildtieren und unserer Natur ist auch heute in den modernen Zeiten extrem wichtig. Zumal Wolf und Luchs mehr und mehr in ihre alte Heimat zurückkehren. Aber wie soll man sich als Mensch dahingehend überhaupt verhalten? Wie können Konflikte vermieden werden? Panik? Nein, keine Sorge, zum Glück gibt es meine Freunde von den Grünkutten. Kommendes Wochenende veranstalten sie genau zu diesem Thema eine Tagung. Wildtierexperten von überall her sind eingeladen und werden ihr Wissen und ihre Erfahrung bündeln, damit wir alle, egal, ob Zwei- oder Vierbeiner, uns auf eine gemeinsame, harmonische Zukunft freuen können.
In diesem Sinne, haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!
Donnerstag, 11. 10. 2018: In den frühen Morgenstunden wurde Luchs CHARLIE immobilisiert und veterinärmedizinisch untersucht. Grund für den Einsatz waren die Beobachtungen der letzten Tage, die zeigten, dass CHARLIE nicht in der Lage war, zu urinieren. Zunächst wurde er durch oral verabreichte Medikamente behandelt. Da allerdings keine Besserung festzustellen war, wurde die Untersuchung durch den Tierarzt heute, knapp zwei Stunden vor Parköffnung, angesetzt. Nachdem die Blase entleert, gespült, Urin- und Blutproben entnommen wurden, befindet sich CHARLIE aktuell in der Eingewöhnungsstation zur Überwachung. Zudem wurde er mit Antibiotika versorgt.
Die Proben werden ins Labor geschickt für eine histologische Analyse. Sobald die Ergebnisse vorliegen, kann eine gezielte Behandlung erfolgen.
Nach fast 30 Jahren Misshandlung endlich Bär sein: KAJA
Beide Tatzen auf dem Lenker gebunden, ein Maulkorb fixiert den Kopf dazwischen, ein Bein unten am Roller festgezurrt, das andere ist nur frei, um Schwung zu holen, daneben Peitschenhiebe und ein Publikum, dass klatscht und jubelt – eine schreckliche Vorstellung, doch fast 30 Jahre lang der Alltag von KAJA. Und dies war nur eines der „Kunststückchen“ mir denen sie für die Manege misshandelt wurde, wenn sie nicht in einem 4x4 Meter kleinen Käfig auf einem Zirkuswagen vegetieren musste. An natürliche, gesunde Ernährung oder Winterruhe gar nicht zu denken. Als Welpe in einem italienischen Zoo geboren, wurde sie mit ihren beiden Geschwistern illegal an einen Zirkus verkauft. Dies fiel all die Jahre nicht auf, bis die Vierbeiner eines nachts ausbrachen und durch einen Polizeieinsatz gestellt wurden. Eine der Bärinnen kam dabei zu Tode, die anderen zwei wurden von der STIFTUNG für BÄREN übernommen. Erst im hohen Alter, praktisch als Bären-Oma, durfte KAJA in unseren großen Freianlagen nun endlich das machen, was ihr am besten gefällt: Bär sein.
Sie ist der lebende Beweis dafür, dass ehemalige Zirkustiere weder die Manege, noch ihre Peiniger und schon gar nicht ihre Auftritte vermissen. Im Gegenteil, KAJA genießt es voll und ganz eine Bärin zu sein. Leider ist sie sehr auf Menschen geprägt. Schenken ihr Zweibeiner ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit, beginnt sie zu stereotypieren, läuft die 4x4 Meter ihres alten Zirkuswagen auf und ab. Gerade daher tut ihr das Zusammenleben mit andern Bären oder auch Wölfen, gar Luchsen gut – es lockert die Ketten ihrer Vergangenheit. JURKA, zum Beispiel, lief eines Tages an ihr vorbei, als sie schnaubend ihre stereotypen Kreise zog, beobachtete die Szene einen Moment lang. Dann näherte sie sich KAJA und stellte sich ihr energisch in den Weg. Interaktionen diese Art sind genau das, was KAJA aus ihrem Wahn zieht. Allerdings wird sie es wohl nie ganz loswerden können. Doch in den letzten Wochen sind ihre Anfälle deutlich zurückgegangen. Momentan bereitet sie sich intensiv auf die Winterruhe vor. Mit großem Tatendrang frisst sie sich den nötigen Winterspeck an und macht dabei eine tolle Figur. Wort wörtlich zu nehmen, denn ihre Statur sieht wirklich gut aus.
Ciao und Grüß Gott, liebe Leute! Na, habt ihr schon Pläne für den Feiertag? So eine freie „Insel“ in der Mitte der Arbeitswoche ist doch was Feines, oder? Ist doch eine gute Gelegenheit, ein wenig auf Beobachtungstour in den Bärenpark zu kommen. Ihr werdet erstaunt sein, wie erwachsen sich ARIAN, AGONIS und ARTHOS mittlerweile fühlen. Allen voran Letzterer kann es wohl kaum erwarten, endlich ein ganz großer zu sein. In letzter Zeit schaut er mich, eure feurige JURKA, hin und wieder mit so einem seltsamen Unterton im Blick an.
Jedenfalls, die Tage werden kürzer und die Zeit knapper bis zum Winter, was für uns Bären so viel heißt wie, mit Vollgas gegen den Kohldampf!
Übrigens, beim Thema Fressen möchte ich in Hinblick auf den kommenden Welttierschutztag am Donnerstag, den 4. Oktober, ein paar Worte loswerden. Wisst ihr eigentlich, dass der Grund, weshalb ich eingefangen wurde darin liegt, dass man mich damals angefüttert hat? Ja, so wurde ich zum so genannten Problembär. Leider ist es ein Schicksal, welches noch vielen Bären in der Wildnis droht, denn die Sensationslust nach uns Wildtieren ist immer noch eine Gefahr. Denn wir werden angelockt, um angeschaut zu werden. Und wenn wir dann da sind, werden wir zum Problem. Also, auch wenn ihr im Urlaub seid, lasst die Rote im Rucksack und uns Vierbeiner in Ruhe, dann gibt’s auch keinen Stress.
In diesem Sinne, passt auf euch auf und haltet die Ohren steif!
Sie blickt von den höchsten Fichten über den Schwarzwald und träumt einfach von der Ferne. Die großen Freianlagen, die für SCHAPI, BEN und Co das Schönste bedeuten, was ihnen im Leben widerfahren ist, markieren für diese Bärin die letzte Station eines tragischen Leidensweges. Als Welpe kam sie in den Wäldern ihrer slowenischen Heimat auf die Welt, in dem Tal, nachdem sie später benannt werden sollte – JURKA. In jungen Jahren wurde sie eingefangen und im Rahmen des Life Ursus Projekts zur Stärkung der Braunbärenpopulation in Norditalien wieder freigelassen. Doch nur wenige Jahre sollten ihr in Freiheit vergönnt bleiben. Durch sensationsgesteuerte Menschen angelockt, verlor sie die natürliche Scheu vor den Zweibeiner, wurde daraufhin als Problembär deklariert, wie ihr Sohn auch. Der gerade Mal zweieinhalb Jahre alte Jungbär erlangte traurige Berühmtheit als BRUNO, der 2006 in Bayern erschossen wurde. JURKA hingegen kam in Gefangenschaft, musste unter anderem in einem Bärengraben eines Klosters leben, bevor sie zu uns in den Schwarzwald kam.
Mit ihrer Ankunft im August 2010 begann ein neues Kapitel des nachhaltigen Tierschutzes, denn sie war der erste Bär im ALTERNATIVEN WOLF- und BÄRENPARK SCHWARZWALD. Seitdem sind einige Vierbeiner hinzugekommen. Momentan lebt sie zusammen mit dem Klottener Wolfsrudel in der großen Freianlage, so wie mit SCHAPI und den zwei Halbstarken AGONIS, ARIAN und ARTHOS. Besonders letzterer wird in der vergangenen Zeit des Öfteren in ihrer Nähe beobachtet. Fast Schnauze an Schnauze fressen sie gemeinsam den nahenden Winter entgegen. Mit ihrer wilden, temperamentvollen Art hält sie sowohl unser Team als auch die anderen Tiere auf Trab. Wenn sie nicht gerade den Stromzaun mit Stöcken manipuliert, buddelt, klettert oder Weidezäune aushebelt, scheucht die Wölfe durchs Dickicht und zeigt den stürmischen Jungbären wo es langgeht. Und nicht selten holt sie andere Bären aus stereotypen Verhalten raus. Sie zu sehen ist eine Freude, aber zugleich von Trauer begleitet. Denn ein Wildtier wie sie ist nicht auf menschliche Führsorge angewiesen. Sie ist der lebende Beweis, dass Bären nicht hinter Gitter gehören.
Bärenkalender 2019 - mit vielen Bär- und Wolf-Motiven
Wir danken für Ihr Verständnis, dass er in diesem Jahr etwas verspätet veröffentlicht wurde. Doch die Geduld hat sich ausgezahlt. Auch 2019 werden Sie einzigartige Bilder unserer beliebten Vierbeiner durch die Monate begleiten.
Ganz großes Lob und vielen herzlichen Dank an die leidenschaftlichen Tierfreundinnen und Tierfreunde, die uns ihre Fotos kostenlos zur Verfügung gestellt haben.
Leider hat es die Witterung dieses Jahr unseren Fotografen nicht gerade leichtgemacht, daher gab es im Vergleich relativ wenige Fotoeinsendungen. Umso mehr freuen wir uns schon auf die tollen Aufnahmen für die nächste Saison!
Als ARTHOS und seine albanischen Artgenossen ARIAN und AGONIS Anfang 2016 geboren wurden, waren sie zwar eine neue Bärengeneration, wurden allerdings Opfer einer alten Form der Misshandlung von Bären: Wilderei. Das Leben als freier Bär in den Wäldern seiner Heimat konnte ARTHOS nur sehr kurz genießen. Noch im Säuglingsalter gewaltsam seiner Mutter entrissen, wurde er von Menschenhand in Ketten gelegt. Der hilflose Welpe wurde mit seinem gleichaltrigen Bruder ARIAN am Strand über den heißen Sand gezerrt und als so genannter Selfie-Bär für Fotos mit Touristen missbraucht. Abends wurden die kleinen Vierbeiner eingesperrt und sich selbst überlassen. Die verängstigten Tierkinder beruhigten sich, indem sie sich gegenseitig heftig an den Ohren saugten. Wahrscheinlich hat ARTHOS daher sein markantes, halbes Ohr.
Seit ihrer Rettung sind mittlerweile über zwei Jahre vergangen und aus den kaum 10 Kilogramm schweren Welpen haben sich gut zwei Zentner schwere Juvenile entwickelt. ARTHOS ist der stattlichste der drei Jungbären. In letzter Zeit ist immer öfter zu beobachten, dass er fast Schnauze an Schnauze mit der temperamentvollen JURKA frisst. Aus dem anfänglich gesundem Respekt erwächst allem Anschein nach ein gewisses Interesse für die hübsche, einstige Wildbärin. Doch wenn es darum geht, mit seinem „Ziehopa“ BEN zu spielen oder mit den zwei anderen Halbstarken durch die Freianlagen zu tollen, ist ARTHOS noch voll und ganz ein Bärenkind.