JIMMY hat die Ruhe weg, dafür ist er bekannt. Der gemütliche Schwarzbär weiß, wie man Energie spart und sich nicht stressen lässt. Seit Anfang dieses Jahrs stellt er das auch immer wieder unter Beweis, denn Wölfin MINA lebt nun unter anderem mit ihm in der Seniorenresidenz. Obwohl die betagte Fähe gerne versucht den alten Bärenmann zu reizen, zeigt er der grauen Vierbeinerin konsequent, wie fit er noch ist.
Der Streit ums Futter wirkt bei den beiden wie ein wildes Zusammenspiel, in dem beide immer besser werden. Auch einfach mal „Bären ärgern“ überkommt MINA manchmal und dann versucht sie JIMMY zu kneifen. Wenn MINA zügiger zugange ist, muss auch JIMMY etwas mehr Sportlichkeit an den Tag legen und umgekehrt. So harmonieren die beiden Wildtiere auf ihre ganz eigene Art miteinander.
Es ist schön zu beobachten, wie JIMMY, der im zarten Alter von nur fünf Monaten an einen Dompteur verkauft wurde und über zehn Jahre in der Mange versklavt war, zeigen kann, dass er ein richtiger Bär ist.
Bei den hohen Temperaturen der letzten Wochen ist er oftmals an einem schattigen Plätzchen zu finden und – wer hätte es gedacht – unternimmt keinen Schritt mehr als nötig.
Zum Glück gibt es ja noch MINA, die dafür sorgt, dass der alte Bärenmann nicht rostet.
Der eine mag die Hitze, der andere nicht – was allerdings ein toller Effekt des heißen Sommers ist: Obst! Jetzt ist es an der Zeit für Pflaumen und artverwandtem Steinobst, bald sind die Äpfel an der Reihe. Und da Bären vernarrt sind in die Früchte des Sommers, freuen wir uns über jede Unterstützung in puncto Zwetschken und Co!
Wer also bei der Versorgung der Vierbeiner mithelfen will, kann gerne eine kleine oder größere Futterspende bei unseren Tierpflegern abgeben!
Röntgenbild EMMA: Probleme an der Wirbelsäule sind erkennbar
Heute Mittag wurde Braunbärin EMMA narkotisiert und einer genaueren veterinärmedizinischen Untersuchung unterzogen. Die 27-jährige Bärendame wurde geröntgt. Dabei konnten die Tierärzte starke Veränderungen an einigen Wirbeln feststellen, welche höchstwahrscheinlich ihr Leiden verursachen.
Die bisherige Medikation hat zwar zu einer Linderung ihrer Schmerzen, leider aber nicht zur Verbesserung ihres Bewegungsapparats geführt. Auch in Zukunft wird nicht mit einer vollständigen Genesung zu rechnen sein, aber noch besteht Zuversicht, dass Emma wieder auf allen Vieren laufen kann.
Es wird eine entsprechende Medikation verabreicht werden. Die kommende Woche wird zeigen, wie ihr Körper die Behandlung annimmt.
Parkleiter Ralf Wettengel
„Trotz der enormen finanziellen Belastung werden wir keine Mühen scheuen, alles Erdenkliche für das Wohlergehen unserer EMMA zu unternehmen.“
Angesichts der dramatischen Entwicklung bangt das Team um EMMAs Zustand, gibt die Hoffnung aber nicht auf. Bereits vor zwei Jahren hatte die tapfere Bärin akut mit den Spätfolgen ihrer früheren Betongruben-Haltung zu kämpfen.
Seit Wochenbeginn befindet sich Bärin EMMA in unserer Krankenstation. In der letzten Woche hatte sie sich immer stärker zurückgezogen und schließlich die Höhle in Anlage C, die sie sich als Rückzugsort ausgesucht hatte, nicht mehr verlassen. Bei Nachschau in der Höhle stellten wir fest, dass sie sich nicht mehr auf ihre Hinterbeine aufrichten konnte. Daraufhin wurde sie in der Höhle mit Medikamenten versorgt. Vor zwei Jahren hatten diese bei ähnlicher Symptomatik sehr schnell und gut geholfen. Leider blieb der erhoffte Erfolg diesmal aus. EMMA wurde narkotisiert, aus der Höhle geborgen und in die Krankenstation gebracht. Äußerliche Verletzungen oder Brüche der Beine konnten nach Untersuchung durch den Tierarzt nicht festgestellt werden. Zurzeit wird EMMA weiter therapiert. Sie verhält sich aufmerksam, hat einen guten Appetit und scheint nicht unter Schmerzen zu leiden.
Wir hoffen alle sehr, dass die verabreichten Medikamente anschlagen und sich bald eine Besserung ihres Zustandes einstellt.
bei uns brummelts. Nein, wirklich, ich erzähle Euch keine Märchen. Tatze aufs Herz, bei uns brummeln Büsche! Es war nämlich so: frühmorgens schlenderte ich entspannt durch die Anlage, um zu schauen, ob etwas Leckeres zu finden wäre. Gerade schnüffelte ich an ein paar liegengebliebenen Kirschen, da brummelte der Busch neben mir. Nun habe ich jahrelange Erfahrung mit Büschen und noch nie hat einer gebrummelt. Mein wissenschaftliches Interesse war geweckt und ich ging näher heran, um zu untersuchen, was dahinter steckte. Und was soll ich Euch sagen: dahinter steckte Pardo, der nun noch lauter in meine Richtung brummelte und brummte. Nanu, wir hatten uns doch bisher gut verstanden und getan hatte ich ihm auch nichts. Naja, dachte ich, vor dem ersten Morgenhappen ist ja manch einer übel gelaunt. Ich ging meiner Wege. Aber seitdem brummelt Pardo ständig.
Egal, welcher von uns Bären an ihm vorbeiläuft: Pardo brummelt ihn an. Futter wird für uns in die Anlage geworfen: Pardo brummelt. Ein Ast fällt vom Baum: Pardo brummelt. Neulich hat das Bärsonal versucht, ihn durch einen Schieber in einen anderen Teil der Anlage zu locken. Pardo hat sich wohl nicht getraut, obwohl auf der anderen Seite die leckersten Häppchen lagen. Lange Zeit saß er vor dem Durchgang und hat gebrummelt und gebrummt. Tss, als ob sich Türen aus Metall dadurch beeinflussen lassen würden. Für mich war das ja praktisch: konnte ich so doch aus den Leckerbissen heraussuchen, was ich mochte. Schließlich, ich war schon pappensatt, ist Pardo doch noch durch den Durchgang gekrabbelt- und hat ihn von der anderen Seite angebrummt. Selbst Daggi hat er schon angebrummelt, obwohl die beiden sonst doch so dicke miteinander sind. Wahrscheinlich verunsichert ihn, dass er kaum etwas sehen kann. Na, und sein Gehör scheint mir auch nicht gerade das Beste zu sein. Inzwischen habe ich mich schon daran gewöhnt. Ich stelle einfach meine Plüschohren auf Durchzug und schere mich nicht weiter um das ganze Gebrummel. Die anderen Mädels machen es auch so. Nur Pedro geht Pardos Brummen offensichtlich auf die Nerven. Neulich hat er in schon kurzerhand ins Gebüsch geschubst. Da sollte sich Pardo lieber ein bisschen zusammennehmen. Pedro ist schließlich ein kräftiges Kerlchen und nicht immer gut gelaunt. Vielleicht lernt Pardo es ja noch: Klappe halten ist manchmal eine gute Idee.
„Das Indianerfest hat mit seiner langjährigen Geschichte fast schon Traditionscharakter. Das ganze Team kann es kaum noch erwarten, besonders, weil wir dieses Jahr mit den Wettkämpfen etwas völlig Neues ausprobieren.“
Das allseits beliebte Indianerfest im ALTERNATIVEN BÄRENPARK WORBIS gehört mittlerweile zu den festen Bestandteilen im Eventkatalog des Tierschutzprojekts. Am 18. August öffnet der Park regulär um 10.00 Uhr seine Türen. Mit dem Festprogramm für die Welt der amerikanischen Ureinwohner geht es ab 12 Uhr los. Die Kultur der Indianer wird den Besuchern auf authentische Art nahegebracht. Dazu gehören rituelle Tänze, Gesang mit Handtrommeln und Händler mit exotischen Waren.
Aktiv mitmachen! So lautet das neue Motto in diesem Jahr, denn zum ersten Mal gibt es die Möglichkeit in Teams an einer Reihe von indianischen Wettbewerben teilzunehmen! In Gruppen von je vier Erwachsenen können sich Besucher in einer Reihe von spannenden Wettkämpfen, unter Anderem Feuermachen und Bogenschießen, aneinander messen. Den Gewinnern winken attraktive Preise, wie zum Beispiel eine VIP-Führung durch den BÄRENPARK mit exklusivem Blick auch hinter die Kulissen. Anmelden können Sie sich telefonisch oder über das Kontaktformular.
Wölfin MINA hat sich inzwischen gut in der Seniorenresidenz eingelebt. Mit ihr in der Freianlage befinden sich Grauwolf MILAN, Schwarzbär JIMMY und Braunbärin KATJA.
MINA ist zwar körperlich die zarteste der vier Vierbeiner, ihr Temperament übertrifft allerdings das der anderen bei weitem. Sie testet ihre Grenzen aus und bringt damit frischen Wind in das Leben ihrer tierischen Mitbewohner. Was besonders KATJA gut zu tun scheint. Denn die von starken Stereotypien geplagte Bärendame muss beim Kräftemessen mit MINA Souveränität beweisen und deutlich klarstellen, dass sie ein echter Bär und nicht länger ein dressiertes Objekt der Manege ist.
Somit beweist sich Wölfin MINA schon jetzt als tierische Therapeutin für ihre neuen Gefährten. Und wer weiß, vielleicht wagt der eher vorsichtige MILAN in der nächsten Ranzzeit doch noch einen Annäherungsversuch bei der temperamentvollen Wölfin. Wir sind gespannt und halten Sie auf dem Laufenden.
Mögt ihr Kirschen auch so gern wie ich? Mmmmh, sind die lecker! Zurzeit bekommen wir viele Kirschen von Leuten gebracht, die offenbar nicht so viel essen können wie wir Bären. Sie teilen ihre Ernte mit uns und das Bärsonal verteilt die Kirschen für uns in der Anlage. Etwas mühselig, die alle wieder zusammen zu suchen, aber es lohnt sich. Gerade gestern konnte ich so viele Kirschen verputzen, dass sich ein wohlig sattes Gefühl in meinem Bauch ausbreitete.
Gerade lag ich bequem im Schatten eines Baumes und hielt ein kleines Verdauungsnickerchen, da schallte plötzlich lautstarkes Krachen, Knirschen und Rascheln aus dem Wald. Nun bin ich ja von Natur aus nicht neugierig, fühle mich aber verpflichtet, immer informiert zu sein. Also rappelte ich mich auf und schaute nach, was denn da los war.
Ich hätte es mir ja schon denken können. Wenn irgendwo gewaltig Krach gemacht wird, ist der Verursacher meist nur einer: der PEDRO. Dem alten Nimmersatt waren die Kirschen, die wir bekommen hatten, wohl nicht genug gewesen. Nun versuchte er von den in unserer Anlage stehenden Kirschbäumen selbst zu ernten. Dabei hatte er nur ein Problem: er hatte keine Leiter. Wer PEDRO kennt, der weiß auch, dass er kein Talent für das Klettern auf Bäume hat, schon gar nicht auf schlanke, brüchige Kirschbäume. PEDRO löste dieses Problem natürlich ganz auf PEDRO-Art: Kann der Bär nicht zur Kirsche kommen, muss die Kirsche eben zum Bären.
Auf den Hinterbeinen stehend krallte er sich einen dicken Ast, zog und -knacks- hielt er einen dicken Strauß Kirschen in den Tatzen. Nach und nach knapste er alle Kirschen von den Zweigen und verputzte sie. Ich ging ein bisschen näher heran, man kann es ja mal versuchen. Aber natürlich hat er mir nichts abgegeben.
Kaum waren die Kirschen vernascht, ging es dem restlichen Baum an den Kragen. PEDRO drückte, schob und rüttelte, bis das Bäumchen mit einem lauten Rauschen und Krachen auf dem Boden aufschlug. Er hält wohl nicht viel von Nachhaltigkeit. Nun saß er in einem Nest aus Kirschbaumzweigen und mümmelte zufrieden vor sich hin. Ein paar Kirschen konnte ich mir mopsen, bin dann aber lieber gegangen. Wenn es ums Futtern geht, ist mit Pedro nicht gut Kirschen essen.
Zum Glück stehen noch ein paar andere Kirschbäume in unserem Wald. Die sind zu groß, als das PEDRO sie umschubsen könnte. Na, das hoffe ich jedenfalls.
jedes Jahr im Frühling, wenn mich die späte Maisonne an der Nase kitzelt, wird mir ganz seltsam zumute. Ich werde immer unruhiger und mein Futter schmeckt mir nur noch halb so gut. Unzufrieden tapse ich umher, bis mir plötzlich klar wird, was los ist. Natürlich! Bei uns Bären hat mal wieder die Paarungszeit angefangen. Kein Wunder, dass PEDRO in letzter Zeit in meinen Augen immer stattlicher geworden ist. Ich könnte auch schwören, dass sein Fell viel schöner glänzt. Und er riecht so gut.
Wir zwei haben im Frühling immer viel Spaß miteinander. Gemeinsam plantschen wir im Teich und raufen stundenlang. Zum Glück ist PEDRO nicht zimperlich. Egal, ob ich ihm kräftig eins mit der Tatze auf die Nase gebe oder die Ohren lang ziehe: er beschwert sich nie. Natürlich spielen wir nicht nur miteinander. Wir kuscheln auch gern. Das übrige ist privat und geht Euch nichts an.
Auch in diesem Frühling waren wir zwei wieder ganz dicke miteinander. Aber diesmal hatte ich schon mitbekommen, dass ein Neuer bei uns eingezogen war. PARDO, ein Spanier wie PEDRO. Gucken kann man ja mal, dachte ich mir. Unsere erste Begegnung war nicht berauschend. PARDO begrüßte mich zwar sehr freundlich, geradezu überschwänglich. Aber Himmel, hatte der einen Mundgeruch! Und dazu lief er noch so ungeschickt. Kein Vergleich mit meinem stattlichen PEDRO!
Zu dem bin ich sogleich wieder zurückgekehrt. Aber nun stellt Euch vor: sitzt der doch da und schmachtet die blonde EMMA an! Nimmt keine Notiz von mir! Mit mir nicht, dachte ich mir und bin sofort zurück zu PARDO. So schlimm war der Mundgeruch ja vielleicht doch nicht. PARDO und ich haben viel miteinander gespielt und geplanscht. Ein komischer Kauz ist er trotzdem: oft hat er wild mit den Tatzen aufs Wasser geschlagen, mich aber nie getroffen. Oder er ist in die falsche Richtung geschwommen. Seltsam.
Naja, mir gefällt PEDRO sowieso viel besser. Zu dem bin ich nach kurzer Zeit auch zurückgekehrt. PARDO habe ich EMMA überlassen. Die teilt ihn sich jetzt mit DAGGI. Tja, jeder wie er will.
Fotografen aufgepasst - Am Samstag, den 29.09.2018 findet unter Leitung unserer Bärenparkfotografin Vera Faupel ein Einsteigerworkshop für Tierfotografie statt. Im Fokus stehen Porträts von Tieren und Momentaufnahmen im Bärenpark. Die erfahrene Tierfotografin wird den ganzen Tag mit Rat und Tat zur Seite stehen und zeigen, wir Tiere trotz Zaun möglichst naturnah aufgenommen werden können.
Beginn: 13.00 Uhr Dauer: ca. 5 Stunden, nach offiziellem Parkschluss ab ca. 18.00 - 20.00 Uhr kann das Erlernte gleich ausprobiert werden Teilnehmergebühr: € 65,-/pro Person Maximale Teilnehmerzahl 12 Personen - deshalb ist eine Anmeldung erforderlich
Dieser Foto-Workshop, bei dem die Fotopraxis im Vordergrund steht - aber auch ein wenig Theorie mit einfließen soll, richtet sich an Einsteiger in die Tierfotografie, die gern Bilder der Tiere im Bärenpark mit der eigenen Kamera aufnehmen möchten. Dabei wird nicht nur erläutert, was mit der jeweiligen Kamera möglich ist und wo die Grenzen liegen. Es wird auch darauf eingegangen, wie man unterschiedliche Bilder gestalten kann, z.B. durch einfachen Perspektivwechsel bis hin zur Fertigkeiten in Bereich der Blende.
Voraussetzungen:
Leidenschaft für Fotografie
Vertrauter Umgang mit der eigenen Kamera
Ausrüstung:
Digitale Kamera bei der es möglich ist, Verschlusszeit, Blende und ISO frei einzustellen. Am besten eignen sich alle Kameratypen mit Wechselobjektiven, sowie Bridge-Kameras)
Speicherkarten und geladene Akkus
Wechselobjektive (Teleobjektiv oder Telezoom - sofern vorhanden)
Stativ, sofern vorhanden
Wetterfeste Kleidung
Ab 18.00 lädt das Bärenparkteam zu einem kleinen Imbiss mit Spezialitäten aus dem Eichsfeld (Eichsfeldplatte) ein, selbstverständlich auch vegan/vegetarisch.
Unsere langjährige Tierfotografin Vera Faupel und das Bärenparkteam freuen sich schon jetzt auf einen spannenden Fotografennachmittag!