EMMA und MAX lebten schon zusammen, bevor sie in den Bärenpark kamen. 7 Jahre verbrachten die beiden gemeinsam in einer 36 Quadratmeter kleinen Betongrube in einer Schweizer Erlebnisgaststätte. Eine der Folgen dieser Haltung auf engstem Raum ist massive Fehlfixierung der Syrischen Braunbärendame auf den ein Jahr jüngeren MAX.
Diese „Bemutterung“ scheint sich im Laufe des Jahres stetig zu verstärken bis zu einem Punkt, an dem EMMA MAX nicht mehr von der Seite weicht, ihn anstupst in bestimmte Richtungen zu gehen und dermaßen bedrängt, dass es dem Braunbärenmann zu viel wird.
Abhilfe lässt sich nur schaffen, indem die beiden Bären für eine Weile voneinander getrennt werden. Aus diesem Grund ist MAX zurzeit in der Eingewöhnungsstation untergebracht. Diese Maßnahme haben wir allerdings noch aus einem weiteren Grund ergriffen: MAX’ Hautleiden.
Gerade während der aktuellen Hitzewelle scheint MAX mit verstärktem Juckreiz zu kämpfen. Die kühlere Luft in der Eingewöhnungsstation jedoch scheint die juckenden Hautstellen zu beruhigen: er kratzt sich deutlich weniger.
Nachdem PARDO PEDRO, MAX, EMMA und LAURA in der Freianlage schon kennengelernt hatte, kam es zum ersten Treffen mit unserer Bärin DAGGI. Stundenlang kann man die beiden Braunbären beim gemeinsamen Spielen und Baden beobachten. Die anderen Bären gegenüber eher zurückhaltende DAGGI war aber nicht von Anfang an von ihrem neuen Spielgefährten überzeugt. Bei ihrer ersten Begegnung lief sie, im Gegensatz zu LAURA, die sich gleich paaren ließ, Hals über Kopf vor PARDO davon. Aber schon bei der zweiten Begegnung hat es gefunkt. Nun sind die beiden kaum noch zu trennen.
Über 40 Helfer haben den BÄRENPARK zum Helferwochenende tatkräftig unterstützt.
Beim zweiten Helferwochenende im ALTERNATIVEN BÄRENPARK WORBIS am 21. und 22.04. wurde eine Reihe toller Projekte erfolgreich umgesetzt. Insgesamt 46 ehrenamtliche Helfer haben bei strahlendem Wetter und guter Stimmung weder Schweiß noch Mühe gescheut und an 9 Baustellen gearbeitet.
So wurden zum Beispiel die Feldscheune und der Toilettencontainer mit Lärchenholz verschalt, die marode Überdachung der Kühlzellen erneuert und der Naturforscherpfad wieder chic gemacht. Im Bauerngarten wurden währenddessen die Beete umgegraben und für die Aussaat vorbereitet. Auch nachhaltiges Energiesparen war angesagt. Zwei ehrenamtliche Helferinnen wechselten sämtliche alten Leuchtstoffröhren gegen stromsparende LED-Röhren aus. Die jüngsten Freiwilligen bestückten liebevoll unsere Pflanzsteine mit Frühjahrsblumen.
Wir bedanken uns recht herzlich bei allen Helfern, Helferinnen und dem Team von „abenteuer HELFEN“ aus Koblenz, die uns so tatkräftig unterstützt haben.
Gestern nahm Braunbär PARDO zum ersten Mal direkten Kontakt zu einem Artgenossen auf. Gegen 15.00 Uhr betrat PEDRO Teil C der Freianlage. PARDO bemerkte die Annäherung erst spät, was wohl auf seine schlechten Augen zurückzuführen ist. Dann jedoch ging er zielstrebig und voller Neugier auf den deutlich größeren PEDRO zu, um ihn ausgiebig zu beschnuppern. PEDRO wiederrum war davon zunächst sichtlich überrascht; er floh vor der allzu aufdringlichen Kontaktaufnahme.
Nach wenigen Minuten allerdings gewann schließlich PEDROs Neugier. Nach gegenseitigem Beschnuppern ging das Kennenlernen allmählich in gemeinsames Spielen über, erst an Land, dann zu Wasser. Trotz PEDROs ruppiger Spielweise suchte PARDO immer wieder den Kontakt zu ihm.
Nach etwa einer Stunde hatten die zwei spanischen Braunbären erst mal genug. PARDO war die Anstrengung deutlich anzusehen, PEDRO zog sich wieder in einen anderen Teil der Freianlage zurück.
Alles in allem ist das erste Treffen der beiden Bären sehr gut verlaufen, auch wenn PARDO beim übermütigen Spiel das ein oder andere einstecken musste.
Nach einer Eingewöhnungszeit von zwei Wochen hat sich PARDO bereits sehr gut an das Leben in der Freianlage gewöhnt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten nutzt er nun die gesamte, ihm zur Verfügung stehende Fläche. Immer selbstbewusster schreitet er durch den Bärenwald, sucht sich Nahrung und erkundet jeden Winkel.Ganz besonders das ausgiebige Baden im Teich hat es ihm angetan.
Trotz seines Handicaps schafft PARDO es jetzt zuverlässig, schmerzhafte Begegnungen mit dem Elektrozaun zu vermeiden. Dazu hat der fast blinde Braunbär das ganze Gelände systematisch mit seiner Nase abgesucht und gedanklich kartiert. Auch wenn er dabei zunächst den einen oder anderen Stromschlag bekam, ist er nie in Panik ausgebrochen und hat seine Erkundungstour fortgesetzt, bis er die ganze Anlage auswendig kannte.
Büsche und Gestrüpp sind allerdings noch immer ein Ärgernis für ihn. Weil PARDO sie nur sehr schlecht sieht, kommen sie im häufig in die Quere. Seine Strategie hier: Aufräumen! Sträucher und Zweige, die ihn zu sehr nerven, werden einfach entfernt.
leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass unsere Altwölfin SHIARA von uns gegangen ist. Gestern Morgen lag sie regungslos auf ihrem Lieblingsplatz im Wolfsrückzugsgebiet. Die traurige Vermutung bestätigte sich: der charismatische Vierbeiner ist gestorben.
Seit einigen Monaten hatten sich bei die betagte Timberwölfin Alterserkrankungen eingestellt. Besonders die feuchtkalte Witterung machte ihr zu schaffen. Dank medikamentöser Behandlung ging es ihr in den letzten Wochen jedoch gut: sie schien keine Schmerzen zu leiden und fraß gut. Zwar ruhte sie viel, folgte dem Rudel aber auch immer wieder bei Rundgängen in der Anlage.
Doch gestern verschlechterte sich ihr Zustand.
Schweren Herzens nehmen wir Abschied von einer Wölfin, deren kämpferische und durchsetzungsstarke Art einen tiefen Schatten hinterlässt. SHIARA, klug und stark wie sie war, wird unvergessen bleiben.
Seit einer Woche kann PARDO nun einen Teil der Bärenfreianlage erkunden. Anfangs war er mutig losgetapst, um sein neues Domizil zu erkunden. Dabei geriet er mehrfach an die Elektroumzäunung. Eine schmerzhafte Erfahrung, die ihn aber nicht in Panik zu versetzen schien. Nun wird jedoch immer deutlicher, dass seine Eingewöhnung viel Zeit in Anspruch nehmen wird.
Der Grund dafür liegt in PARDOs kaum noch vorhandenen Sehfähigkeit. Bei der medizinischen Untersuchung wurde noch vermutet, dass er mit dem linken Auge zwar sehr schlecht, aber doch ein wenig sehen kann. Beobachtungen seines Verhaltens in der Freianlage lassen jedoch den Schluss zu, dass dieses Auge völlig blind ist. Auch mit dem rechten Auge nimmt PARDO Hindernisse offenbar erst spät wahr. Kein Wunder also, dass er nach der ersten Euphorie seine Umgebung nun sehr vorsichtig und zurückhaltend erkundet.
Immer stärker setzt er dabei Nase und Ohren ein. Oft bleibt er stehen und lauscht minutenlang oder wittert mit hoch erhobener Nase. Von seinen kurzen Ausflügen nimmt er sich gern „Souvenirs“ mit: Äste und abgenagte Knochen bringt er zu seinem Lieblingsruheplatz und unterzieht sie dort einer genauen Inspektion.
Das Team vom ALTERNATIVEN BÄRENPARK WORBIS wird PARDO bei seiner weiteren Entwicklung gut im Auge behalten und ihn dabei nach Kräften unterstützen.
Der ALTERNATIVE BÄRENPARK WORBIS lädt auch dieses Jahr wieder herzlich zur kunterbunten Ostereiersuche ein. Den ganzen Tag lang verstecken fleißige Häschen bunte Ostereier auf dem idyllischen Parkgelände, die es nur zu finden gilt. Außerdem gibt es dieses Jahr auch eine tolle Überraschung für die Kleinen, welche das ist, wird aber noch nicht verraten.
Natürlich ist für das leibliche Wohl bestens gesorgt. An diesem Tag gelten die üblichen Eintrittspreise und Öffnungszeiten.
ja,ja, ich weiß, ich habe lange schon nichts mehr von mir hören lassen. Aber bei den herrlich kalten Temperaturen der vergangenen Wochen war es so gemütlich in meiner Höhle und ich habe tief und fest geschlafen. Ihr Menschen wisst ja gar nicht, wie schön das ist. Während Ihr mit tropfenden Nasen und kalten Fingern umherlauft und Eure Heizkostenrechnung steigt und steigt, liegen wir Bären gemütlich in unseren Höhlen.
Verborgen und beschützt von Mutter Erde träumen wir unsere Winterträume. Bestimmt träumt jeder Bär etwas Anderes: ich träume oft von fröhlichen Raufereien, EMMA träumt wahrscheinlich von ihrem MAX – na und wovon PEDRO träumt, kann ich mir denken: Futter, Futter, Futter. Lange blieben meine Träume ungestört. Aber in letzter Zeit hat sich viel verändert.
Erst leise, dann immer lauter begann es in meiner Höhle zu knistern und knacken. Die steigenden Temperaturen ließen die Eiskristalle in der Erde schmelzen. Bald schon erhob sich um mich herum ein vielfältiges Wispern von Abermillionen Bodenlebewesen, die aus ihrer winterlichen Starre zu emsigen Leben erwachten. Bis in meine Höhle hinein drangen die Rufe der Kraniche, die in sternenklaren Nächten über den Bärenpark hinwegzogen, unterwegs zu ihren Nistplätzen. Bald schon nahmen meine immer wacher werdenden Ohren die Rufe der Goldammer war und die Spatzenmännchen, die sich lautstark vor meinem Höhleneingang um Nistrechte prügelten.
Schneller begann mein Herz zu schlagen und meine Atemzüge wurden tiefer. Während meine Träume immer mehr verblassten, kitzelte der feine Duft des Bärlauchs zaghaft meine Nase. Unruhe erfasste mich und bald schon wurde es mir in meiner Höhle zu eng. Noch etwas verschlafen krabbelte ich zum Höhlenausgang und blinzelte in das helle Tageslicht.
Nun bin ich schon seit einigen Tagen wach und auf den Beinen. Aber was soll ich Euch sagen: statt frischem Frühlingsgrün bedeckt nun wieder nasser Schnee den Waldboden. Ich hätte wohl doch noch ein bisschen länger schlafen sollen. Na ja, nun ist es dafür zu spät. Mal sehen, was der Frühling so bringt.
Heute gegen 11.00 Uhr war es soweit, Bär PARDO hat seine ersten Schritte in sein neues Zuhause, den Bärenwald, gemacht. Mit großer Neugier hat er gleich begonnen, die noch unbekannte Umgebung ausgiebig zu erforschen. Für PARDO ist es das erste Mal, dass er sich in einem so weiträumigen und naturnahen Gelände frei bewegen kann. Auch deshalb ist es so ergreifend zu sehen, wie er zwischen den Bäumen umherstreift, im Badeteich planscht und im weichen Waldboden buddelt. Endlich kann PARDO seinen neuen, bärenstarken Lebensabschnitt beginnen.
Einen Lebensabschnitt, den PARDO um ein Haar nicht mehr hätte erleben können. Durch Ihren Rückenwind, liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde, war es uns möglich, den ehemaligen Zirkusbären von der Todesliste zu streichen. Dank der selbstlosen Unterstützung konnte PARDO gerettet werden und heute sein neues Dasein im Bärenwald starten. Wir sind sehr gespannt auf seine Entwicklung und hoffen von ganzen Herzen, dass auch dieser charismatische Braunbär ein beliebtes Patentier wird.
Gemeinsam können wir ihm nicht nur zu dem Leben verhelfen, das er verdient hat, sondern es auch erhalten.