Aktuelles

RONJAs Report Folge 41 – Neue Mitbewohner, ungefragt

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Ich hatte euch ja schon von HEXE erzählt. Die kleine schwarze Katze hat bei uns inzwischen sogar einen festen Unterschlupf gefunden – und zwar in einem alten Haus, das hier schon stand, lange bevor wir überhaupt als Bärenpark existierten, so wie ihr ihn heute kennt und liebt. Genau dort wohnt HEXE jetzt bis sie groß und stark ist. Sicher, trocken, warm. Läuft.

Aber HEXE ist dort nicht allein. Auch BECKY nutzt das Haus – wobei „wohnt“ bei ihr relativ ist. BECKY geht rein und raus, wie es ihr passt, erkundet tagsüber das Revier und kommt zurück, wann sie will. Deshalb steht die Tür natürlich immer offen.

Tja… und das haben diesmal ganz andere sehr genau beobachtet: unsere Pfaue. Die sind kurzerhand eingezogen, haben es sich drinnen gemütlich gemacht, saßen vor der Scheibe und haben rausgeguckt – ganz genauso, wie sonst die Katzen. Nur mit deutlich mehr Federn. Und leider auch mit deutlich mehr Chaos. Die Wolfsdiener haben geflucht, das könnt ihr mir glauben. Ordentlich sogar. Die Wolfsgucker dagegen? Die fanden es großartig. Pfaue im Haus – das war für viele das Highlight des Tages. Ich sag nur: Offene Türen im Revier… sind immer eine Einladung.

 

Bleibt wachsam,
Eure RONJA

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RONJAs Report Folge 40 – Kleine Hexe und große Verantwortung

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Seit einiger Zeit läuft hier ein neues Miniwesen herum – ein klitzekleines schwarzes Kätzchen namens HEXE. Einfach aufgetaucht, Unterschlupf gesucht, geblieben. Wie so viele Katzen vor ihr, die im Laufe der Jahre bei uns gelandet sind. Die Wolfsdiener kümmern sich liebevoll, und HEXE weiß ziemlich genau, wie man sich Hilfe organisiert. Cleveres Ding.

Aber jetzt mal Klartext, von einer Wolfsdame, die nicht drumherumredet: Lasst eure Katzen kastrieren. Besonders die Freigänger. Punkt. Unkastrierte Katzen bedeuten Streuner – und Streunerleben ist kein Abenteuer, sondern oft Hunger, Krankheit und Angst. Die kleine HEXE hatte Glück. Viele andere haben es nicht. Und so lange das nicht ernst genommen wird, hört dieses Problem auch nicht auf.

Apropos Problem: Nun folgt Silvester. Für euch ist das vielleicht „Feiern“, für uns Tiere ist es reiner Stress, Angst und Ausnahmezustand. Wir verstehen keinen Kalender, kein neues Jahr und schon gar nicht, warum der Himmel plötzlich explodiert. Dieses sinnlose Geböller macht Wildtiere panisch, Haustiere traumatisiert und kostet jedes Jahr Leben. Und wofür? Für ein paar Sekunden Lärm. Für uns ist es kein Neubeginn, kein Kapitelwechsel – es ist einfach nur ein weiterer Tag, an dem wir hoffen, heil durchzukommen. Also nehmt endlich Rücksicht. Weniger Knall, mehr Verstand.

 

Bleibt wachsam,
Eure RONJA

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RONJAs Report Folge 39 – Ertappt und dreist bedient

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Manchmal fühlt ein jeder sich ja mal völlig unbeobachtet. Manchmal. Ich war also gerade schwer beschäftigt mit buddeln – hochkonzentriert, ernsthaft, wichtig! – als plötzlich zwei Wolfsdiener um die Ecke kamen und mich anstarrten. Und ich sie. Wir alle drei gleich überrascht. Ich gebe zu: Für einen klitzekleinen Moment habe ich mich… ertappt gefühlt. Aber nur kurz. Eine Wolfsdame steht schließlich zu ihren Bauprojekten.

Währenddessen lief’s bei unserer Luchsdame ELBA wie immer äußerst stilvoll. Sie hat ihr Hühnchen genüsslich verspeist, ganz ohne Hektik. Als sie satt war, wurde der Rest fachgerecht verblendet: ordentlich unter Laub, ein bisschen Gras drüber, fast unsichtbar. Ich muss zugeben: schon lehrbuchmäßig.

Dumm nur, dass ein Rotkehlchen das ganze Schauspiel aufmerksam verfolgte. Kaum hatte ELBA ihre Beute verlassen, hüpfte der kleine Frechdachs direkt hin und hat sich seelenruhig ein Stück Hühnchen geklaut. Ganz ohne Scham. Die Überraschung war groß, bei uns allen. Merke: Im Wald gibt es immer jemanden, der noch dreister ist als man selbst.

 

Bleibt wachsam,
Eure RONJA

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RONJAs Report Folge 38 – Frühling? Nein danke.

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Auch wenn’s hier winterlich ruhig geworden ist – langweilig wird’s bei uns nie, dafür sorge ich schon. Das Wetter spielt Frühling, aber davon lässt sich keiner der Pelzberge beeindrucken. Nur DORO ist hin und wieder mal gemütlich vorbeigeschlendert, ganz ohne Stress. Sie hat sich ein bisschen Laub in ihre Höhle getragen, um’s sich dort kuschliger zu machen, dann ist sie wieder verschwunden wie eine echte Schlafexpertin.

Bei uns Wölfen sieht’s dafür sehr nach „Revier unter Kontrolle“ aus:

RAIK thront ständig oben auf unserer Hütte und gibt den großen Wächter, als würde er die Welt retten. Ich lasse ihn gern glauben, er hätte die Autorität – doch insgeheim liegt sie natürlich bei mir. Während er sich wichtig macht, liege ich gemütlich unter der Hütte auf meinem perfekten Ruheplätzchen und genieße den Tag. Wenn hier jemand den Überblick hat, dann wohl ich. Die Kluge delegiert – und die Egos bleiben schön poliert.

Die Wolfsdiener dagegen rennen herum wie aufgescheuchte Waldhühner – Projekt hier, Idee da, Planungen fürs nächste Jahr überall. Vor allem der Arbeitseinsatz am 21. & 22. März wird groß, mit vielen Ehrenamtlichen. Falls ihr euch nützlich machen wollt: Merkt euch den Termin, ich erwarte euch.

Bis dahin bleibt’s gemütlich, selbstverständlich unter bester Wolfsaufsicht.

 

 

Bleibt wachsam,
Eure RONJA

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RONJAs Report Folge 37 – Abschied vom Waldgeist

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Diese Woche ist etwas passiert, das uns alle ein bisschen stiller gemacht hat: Luchs PRIMUS ist gestorben.

Er ist beeindruckende 20 Jahre alt geworden – ein stolzes Alter für einen Luchs. Er hat sein Leben hier in seiner Freianlage in vollen Zügen genossen. Seine geliebten Rehkeulen hat er mit einer Selbstverständlichkeit in sein Revier geschleppt, als wären sie nur für ihn persönlich vom Wald bestellt. Dort hat er gelebt, wie es ihm gefiel – ruhig, frei, würdevoll.

Auch die Zweibeiner mochten ihn sehr. Viele blieben gern länger stehen, wenn sie an seiner Anlage vorbeistreiften. PRIMUS hatte diese besondere Art, die Menschen nicht zu verscheuchen, sondern sie irgendwie einzuladen, ihn zu beobachten. Ohne jede Eile, ohne jedes Drama.

Die Wolfsdiener haben aufmerksam über ihn gewacht. Und als klar wurde, dass sein Körper nicht mehr mit ihm mithalten konnte, haben sie die schwere, aber richtige Entscheidung getroffen, ihn friedlich gehen zu lassen und ihn seine letzte Reise antreten zu lassen.

PRIMUS hat drei Jahre bei uns gelebt – und sich in dieser Zeit zu einem echten Waldgeist entwickelt. Unaufdringlich, aber präsent. Still, aber bedeutend. Sein Platz ist nun leer, aber seine Spuren bleiben.

 

Bleibt wachsam,
Eure RONJA

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Nachruf Luchs PRIMUS

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Heute, am 2. Dezember 2025, mussten wir schweren Herzens Abschied von unserem Luchs PRIMUS nehmen. Mit 20 Jahren war er ein recht betagter Waldgeist, litt unter Altersschwäche. In enger Absprache mit unserem Tierarzt blieb uns keine andere Wahl, als ihn zu erlösen. Vor drei Jahren kam er, damals schon ein Senior, und lernte in unseren Freianlagen erst das Leben eines Wildtieres kennen, welches er in vollen Zügen auskostete.

PRIMUS war der erste Luchs, der in unserem Wildtier- und Artenschutzprojekt ein neues Zuhause fand, ein neues Leben genoss. Sein Ableben trifft uns schwer, doch wir blicken voller Freude auf die Momente zurück, die er mit uns teilte. Denn seit er die Chance bekam, endlich Waldgeist sein zu dürfen, wuchs er über sich hinaus.

Am 5. Mai 2005 kommt PRIMUS zur Welt. Geboren in Bischofswerda, wird er alsbald nach Bad Schandau verbracht, einem malerischen Ort in der Sächsischen Schweiz. Gäste, allen voran Wanderer, kommen aus ganz Europa, um an diesem malerischen Fleck die Wälder zu erkunden. Auch für Waldgeister wie PRIMUS wäre dies ein idealer Lebensraum. Doch ausgerechnet er darf dies nicht erleben. Eingesperrt in ein tristes Gehege in unmittelbarer Nähe zu einem Personenlift musste er Tag ein, Tag aus den Menschen dabei zu sehen, wie sie sich im Wald vergnügten, die Freiheit genossen, die ihm versagt blieb.

Und dies soll viele Jahre, fast ein ganzes Leben lang, sein Alltag sein. Aber dies berührt auch die Herzen der Verantwortlichen. So kommt es, dass die Stadt Bad Schandau sich nach einem Ort umsieht, an dem er einen tiergerechten, naturnahen Lebensabend verbringen kann. Diesen Platz finden sie bei uns, in unseren Freianlagen. Am 21. September 2022 ist es dann soweit, PRIMUS betritt den Waldboden im Alternativen Bärenpark Worbis. Von nun an zeigt er, was für ein Waldgeist in ihm steckt. Meisterhaft versteht es der betagte Vierbeiner, in seiner Umgebung zu verschwinden. Mehrere Hektar Waldstück stehen ihm nun zur Verfügung und er kostet es aus, bis zuletzt. Er schleicht durchs Dickicht, blickt geisterhaft durch die Sträucher. Unvergessen bleiben die Anblicke, wie PRIMUS majestätisch in der Herbstsonne in die Ferne schaut.

PRIMUS, wir bedanken uns von Herzen, dass wir dich kennenlernen durften, dass wir dich erleben durften, dass du Teil unseres Lebens warst.

Wir werden dich vermissen, vergessen jedoch nie.

Von Herzen, dein Team der
STIFTUNG für BÄREN -Wildtier – und Artenschutz

RONJAs Report Folge 36 – Winterruhe und Weihnachtswünsche

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So, Leute – jetzt ist es offiziell: Alle Bären sind endlich in ihren Höhlen verschwunden. Wirklich alle. Keine verschlafenen Nasen mehr, die nochmal rausluken, kein letzter Snack-Sucher. Ruhe im Bärenland! Und wisst ihr, was das heißt?

Wir Wölfe übernehmen wieder das ganze Revier. Endlich Platz, endlich Stille, endlich alles in unseren Pfoten. So mag ich das.

Heute ist außerdem erster Advent – also nehmt Euch mal ein bisschen Zeit für Eure Rudel, Zwei- wie Vierbeiner. Selbst wir Tiere hier im Revier werden heute ein bisschen langsamer, ein bisschen gemütlicher… na ja, so gemütlich wie Wölfe eben werden.

Das Beste: Wir alle haben uns fleißig Weihnachtswünsche überlegt. Und glaubt mir – da ist von „praktisch“ bis „typisch frech“ alles dabei. Bären, Wölfe, Luchse, Kleintiere… jeder hat etwas auf seine Wunschliste gekritzelt.

Wenn Ihr Lust habt, schaut gern mal auf unserer Wunschliste vorbei und erfüllt den einen oder anderen tierischen Traum. Wir würden uns freuen – und manche Wolfsdiener würden dabei wahrscheinlich sogar ein kleines Freudentänzchen hinlegen. Verspreche ich jetzt einfach mal.

Bleibt wachsam,


Eure RONJA

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RONJAs Report Folge 35 – Kalbsglück und Schreckmomente

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Diese Woche gab’s Grund zur Freude: RAIK und ich haben ein richtig fettes Kalb ergattert! Groß, saftig, perfekt – unsere Mäuler haben gejubelt, Pfoten haben gewippt. Solche Mahlzeiten sind selten, und ihr könnt euch vorstellen, dass wir da keine Minute verlieren wollten. Genuss pur!

Aber wir waren nicht nur mit Futtern beschäftigt. Nein, wir haben auch ein bisschen Spaß gehabt – mit den Wolfsdienern. Eine von ihnen musste unbedingt noch im Dunkeln bei uns vorbei, und oh, wie spannend: Sie hat ständig geleuchtet, sich umgeschaut, das Gefühl gehabt, beobachtet zu werden – und hat niemanden gesehen. Perfekt!

Und dann kam der Höhepunkt: Als sie sich nochmal umdrehte, stand RAIK plötzlich direkt am Zaun. Augen groß, Fell stramm, und er starrte sie einfach an. Die arme Wolfsdienerin hat sich vielleicht erschrocken – unbezahlbar! Ich? Ich habe das Ganze von hinten beobachtet, auf meinem Platz, und mich köstlich amüsiert. Selber Schuld wer so spät noch hier vorbeikommt.

Also, Mahlzeit satt und Spaß gehabt – so muss ein Tag im Revier laufen.

Bleibt wachsam – und frech,
Eure RONJA

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RONJAs Report Folge 34 – Frechdachse und Schlafmützen

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Im Revier wird’s langsam mucksmäuschenstill – fast alle Bären pennen schon tief und fest. Nur DORO und MYKHAILO schleichen ab und zu noch vorbei, tun so, als wären sie wach, aber ehrlich? Da ist schon Winterschlaf in den Augen. Fressen? Fehlanzeige.

Dafür brennt bei den Katzen die Luft! BECKY, unsere neue Chaos-Queen vom Jahr, kann einfach nicht stillsitzen. Ständig schleicht sie sich zum Wirtschaftshof, obwohl das eigentlich EULEs Hoheitsgebiet ist. Und EULE? Die hat da ganz klare Regeln: Zutritt nur für KASIMIR und HOLGER – der Rest bleibt draußen.

Tja, BECKY sah das wohl anders. Neulich hockten die drei gemütlich beim Fressen, sogar mit einem Wolf-Diener als Servicekraft – und wer stapft da einfach mitten rein? Genau, BECKY! Ganz cool, als gehörte ihr der Laden. EULE hat’s erst gar nicht geschnallt, aber als sie aufblickte – dieser Blick! Mischung aus „Huch!“ und „Was zum Futtertopf?!“.

BECKY war kurz verdattert, hat dann aber lieber den Rückzug angetreten. Doch ich wette, die probiert’s bald wieder. Frechdachs bleibt Frechdachs.

Bleibt wachsam und neugierig
Eure RONJA

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Moment der Woche | RAIKs irrlichternder Blick

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Er sieht fast ein wenig nachdenklich aus, unser RAIK. Ist er Hund? Ist er Wolf? Beides oder weder noch? RAIK ist irgendwo verloren zwischen Haus- und Wildtier. So sehr er und RONJA uns auch ans Herz gewachsen sind, hoffen wir stark, dass die Zucht und der Handel von Wolfhundhybriden endlich ein Ende findet. Respektloser und lebensfeindlicher kann mit Lebewesen kaum umgegangen werden. Wenn euch das Schicksal der Vierbeiner berührt, dann erzählt es doch bitte weiter. Sich aus verschiedenen Tieren die besten Eigenschaften züchten zu wollen, um ein makaberes Fabelwesen zu erschaffen, hat nichts mit Tierliebe oder menschlichen Errungenschaften zu tun, sondern mit Egoismus und komplettem Missverständnis gegenüber der Natur.

RAIKs irrlichternder Blick ist daher mal ein etwas anderer Moment der Woche.

Wenn auch ihr euch zwischen den Stühlen fühlt, nicht immer wisst, wo ihr hingehört, dann seid ihr nicht alleine, auch RAIK geht es so. Vielleicht ist er ja das perfekte Patentier für euch…?

 

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Euer Team vom
Projekt WORBIS