2011-01-07-Poldi-geniesst-Leckerbissen-W.BraunDer Januar ist ein wahrer Geburtstagsmonat im Bärenpark, denn alle drei Bärenmännchen feiern ihren 20. Geburtstag! Dabei ist laut Urkunde Schapi der Älteste, er ist am 06.01.1991 geboren. Ihm folgt Ben, der am vergangenen Sonntag (16.01.11) Geburtstag hatte. Und Poldi ist der jüngste, ihm darf man am 20.Januar gratulieren.
Die Erfahrung sagt uns allerdings, dass man die Geburtsurkunden von ehemaligen Zirkusbetrieben nicht allzu genau nehmen darf. Die Dokumente selbst sind zwar natürlich von unabhängigen Behörden ausgestellt, aber ob sie den gleichen Bär tatsächlich zeitlebens begleiten oder nach Bedarf auf einen anderen Bären angewendet werden, bleibt offen. Nichtsdestotrotz wollen wir unsere Schützlinge natürlich nicht um ihren Geburtstag bringen und sagen: Herzlichen Glückwunsch und vor allem viel Gesundheit! Wir sind wahnsinnig froh, dass wir dafür gesorgt haben, dass die Bären nun voller Lebensfreude in ihre Zukunft schauen können.
Mit ihren zwanzig Jahren haben unsere Drei übrigens schon ein recht stolzes Bärenalter erreicht. Die durchschnittliche Lebensdauer ihrer wilden Artgenossen liegt zwischen 20 und 25 Jahren. In menschlicher Obhut werden Bären, sofern sie gutes und regelmäßiges Futter bekommen und eine medizinische Versorgung genießen, bis zu 40 Jahre alt! Wir hoffen also, dass wir die 2011-01-12-Schapi-im-StrohnestAnwesenheit unserer Schützlinge durch die gute und liebevolle Pflege noch viele Jahre genießen dürfen. Auch Sie können was zum Unterhalt unserer Bären beitragen, beispielsweise durch eine persönliche Patenschaft . Natürlich freuen sich unsere Geburtstagskinder mitsamt des ganzen Bärenpark-Teams auch immer über einen Besuch! AL
Wunderschoen-winterliche-Momente-im-BaerenparkEin Grunzen, ein Pfeifen, dann ein Schnaufen. In der hintersten Ecke der Eingewöhnungsbox Nr. 4 regt sich ein Schatten im Dunkel. Wenn es nicht intensiv nach Bär stinken, Entschuldigung, RIECHEN würde, dann wäre gar nicht sicher, ob Poldi tatsächlich noch auf seinem Strohlager liegt oder nicht. Poldi ist unser „Hausbär“, der aufgrund seiner Arthrose und Hüftprobleme im Wirtschaftsgebäude überwintert. Zum Fressen steht er tatsächlich auf und dreht eine Runde durch das Vorgehege; zum Koten und Pinkeln kommt er allerdings zielgerichtet wieder rein! Nun ja, so wird den Tierpflegern auch nicht langweilig in diesen trägen Wintertagen. Doch da flitzt ein weiß-oranger Blitz vorbei: mitten durch die Box!
Es ist Röckchen, eine unserer Park-Katzen, die sich mit Poldi angefreundet hat.Gemeinsam tapsen Ungewoehnliche Spielkameradin fuer Poldi: Roeckchenund schleichen die Beiden zur Fütterung durch den Schnee im Vorgehege. Ihre Schwester Flöckchen ist da noch etwas skeptischer. Poldi und Schapi sind momentan unsere 23-Stunden-Winterschläfer. Den Großteil des Tages und der Nacht verbringen sie ruhend. Poldi in seiner Box, der blinde Schapi in seinem Strohlager draußen in der Freianlage 1 unter einem umgestürzten Baum. Eingerollt wie ein Osterhase im Nest liegt er da und nur die Ohren fangen an zu zucken, wenn er die Futterkarre hört. Schapi-im-Strohnest
Wirklich überrascht hat uns Ben. Völlig degeneriert nach 15 Jahren Daseins-Fristen in einer LKW-Garage hat er innerhalb kürzester Zeit instinktiv natürliche Verhaltensweisen gezeigt. Sobald er draußen in der Freianlage war, hat er die Lage ausgekundschaftet, eine unserer künstlich angelegten Höhlen entdeckt und gleich belegt. Seit Dezember sehen wir ihn nur alle 4-5 Tage, wenn er mal den Kopf aus seiner neuen Behausung steckt. Eine erfreuliche Entwicklung! Nur unsere Jurka zeigt uns wieder ihren sensiblen Wildbären-Charakter und kommt nicht so recht zur Ruhe. Zwar hat sie endlich die Höhle in Freianlage 2 angenommen und schläft nachts ein paar Stunden, doch ab dem frühen Morgen ist unsere Dame dann wieder aktiv, läuft ihre Runden und hat immer noch einen Bärenhunger. Ansonsten sind die Tage recht träge im Wolftal. Für uns auch mal Zeit für dringende Büro- und Werkstattarbeiten…
Dafür freuen wir uns umso mehr über SIE, unsere lieben Bärsucher, die kein Wind und Wetter scheuen, um nach den Bären zu schauen.
Wir freuen uns über jeden Ihrer Besuche! Bis bald, Ihr Bärenpark-Team
Dunkelheit senkt sich über das Tal. Nur der Schein der Fackeln erleuchtet den Weg durch den Park. Sanft wiegen sich die Fichten und es scheint, als ob sie das uralte Wissen des Waldes auf diese Weise weitergeben. Und dann erhebt sich eine einsame Stimme, die einem eine prickelnde Gänsehaut über den Rücken jagt. Bald stimmen auch die anderen ein und das gemeinsame Geheul erzählt von Familienbande und soll Mut machen, um den Gefahren der anstehenden Jagd zu trotzen....
So oder so ähnlich haben wir uns die optimale Stimmung für unser Event: Nacht der glühenden Augen ausgemalt. Doch dabei fehlt uns ein ganz wesentlicher Teil: Die Wölfe sind noch nicht da. Geplant war ihre Ankunft Mitte Dezember und der Bärenpark hat sich redlich Mühe gegeben und alle Kräfe gebündelt. Doch es gehören natürlich immer zwei Seiten zu einer Übersiedlung und es sind noch ein paar organisatorische und veterinärmedizinische Aspekte abzuklären. Wir bitten um Verständnis, das wir unser erstes Wolfsevent also noch ein wenig verschieben müssen.
Bis es soweit ist, freuen sich natürlich Jurka, Ben, Poldi und Schapi auch tierisch über ihren Besuch! Doch sieht man unsere Winterruhe-Kandidaten momentan überhaupt?
Die Antwort ist: Ja, zumindest teilweise. Schapi hat sich draußen ein kuscheliges Strohnest eingerichtet und scheint die den freien Himmel trotz des mitunter sehr ungemütlichen Wetters zu genießen. Wenn der Hunger allzu groß wird, macht er sich auf und verzehrt die ausgebrachten Leckerein in seiner Umgebung. Dabei stellt das Team seine zunehmende Sicherheit fest: Auch wenn der Boden rutschig und uneben ist, unser blinder Bär folgt inzwischen selbstsicher seiner feinen Nase.
Ben und Poldi hingegen ziehen ein schützendes "Dach" über ihren Köpfen vor. Ben hat sich zur Freude und Überraschung des Teams in die vorbereitete Winterhöhle zurückgezogen und lässt sich nur sehr selten mal blicken, wenn der Magen zu laut knurrt. Ansonsten verschläft er ganz nach Bärenart den Winter. Vermutlich zum ersten Mal in seinem Leben. 2011-01-07-Poldi-geniesst-Leckerbissen-W.Braun
Poldi schnarcht ebenfalls in seinem Strohnest vor sich hin, allerdings zieht er die geschützen Innenboxen vor. Er genießt dabei jeden Tag den "Roomservice", verlässt also jeden Morgen seine geschütze Behausung um ein ausgiebiges Frühstück einzunehmen und es sich anschließend in seiner gesäuberten Unterkunft wieder gemütlich zu machen.
Jurka ist die einzige, die die ruhige und kalte Winterzeit noch gar nicht zum Anlass genommen hat, um sich mal ein wenig auszuruhen. Sie läuft stetig eine zumeist gleichbleibende Strecke ab. Dieses Verhalten ist zum Stressabbau bei diesen Tieren bekannt, sie hat die Aufregung des vergangenen Jahres noch nicht ganz verdaut. Wir sind aber sehr zuversichtlich, dass sich dieser Zustand mit etwas Zeit und Geduld auch bessern wird.
Sie sehen also, es ist immer Bewegung im Bärenpark! Auch wenn Sie die täglich variierende Fütterung verpassen sollten, auf ihrem winterlichen Spaziergang werden Sie auf jeden Fall ein Kuschelbär und eine aktive Bärin sehen! Wir freuen uns auf Ihren Besuch!AL
2010-12-22-Schapi-im-SchneeDieses Jahr war es endlich soweit: Die langersehnte Eröffnung des Alternativen Wolf- und Bärenparks in Bad Rippoldsau-Schapbach konnte in die Tat umgesetzt werden. Und das war nur möglich, weil der Förderverein (FABS e.V.) sowie zahlreiche Helfer sich tatkräftig über einen Zeitraum von fünf langen Jahren für den Park stark gemacht haben und voller Glauben und Zuversicht hinter dem Projekt standen. Die heiße Bauphase konnte erst im April dieses Jahres in Angriff genommen werden und von diesem Zeitpunkt an zeigte sich richtig, wie gemeinschaftlicher Zusammenhalt funktioniert:
Die Gemeindemitglieder von Bad Rippoldsau-Schapbach haben zusammen mit den Vereinen und vielen projekttreuen Helfern aus den unterschiedlichsten Ecken des Landes gemeinsam die Ärmel hochgekrempelt. Dabei wurde Wind und Wetter getrotzt und vielen kritischen Stimmen das Gegenteil bewiesen: Dank dieses grandiosen und unvergleichlichen Einsatzes konnte der Bärenpark Ende August die erste Bärin empfangen und Anfang September dann Tür und Tor für die Besucher öffnen. Und die kamen in Scharen, um sich anzuschauen, was jahrelang als verrückte Idee einiger Tierschützer galt: Das naturnahe Refugium für Bär und Wolf, eingebettet in das wunderschöne Wolftal. Mit ungefähr 20.000 Besuchern haben wir einen super Auftakt geschafft und diesen Erfolg haben wir all denjenigen zu verdanken, die für dieses Projekt geschuftet und geschwitzt haben, die nicht müde wurden, Werbung für den Park zu machen und Spenden zu sammeln, die mit Sachspenden oder mit einer kleinen guten Tat und einer helfenden Hand ausgeholfen haben.
Das gesamte Bärenpark-Team mitsamt seiner vier tierischen Bewohner bedankt sich herzlich für diesen Einsatz und wünscht all den fleißigen Helfern und Ihren Familien, und natürlich auch allen Besuchern, ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Wir freuen uns auf ein gemeinsames 2011!
Mystische Fuerhung durch den BaerenparkDem kalten und ungemütlichen Wetter zum Trotz fanden sich am Vorabend des dritten Advents 43 Neugierige ein, die den Bärenpark mal anders erleben wollten- Im Schein von Fackeln. Und in diesem wanderten sie, aufgeteilt in zwei Gruppen, durch den Park und wurden von Julia Kerber und Annika Lürßen durch Geschichten und Anekdoten in das Reich der Bären entführt.
Höhepunkt der Führung war das moderne Antimärchen von Jurka, das den Besuchern traditionell im Schein der Fackeln vorgetragen wurde.
Nach Abschluss des Rundgangs versammelten sich die Besucher in der Halle um gemeinsam das dreigängige Bärenmenü einzunehmen, während ein Lagerfeuer draußen prasselte und den Weg zu der Schneebar erleuchtete, an der wärmender Glühwein und Kinderpunsch ausgeteilt wurde. Geschäftsführer Rüdiger Schmiedel präsentierte zum ersten Gang eine spannende Präsentation über den Bären Bruno. Anschließend wurden die Gäste durch eine lebhafte Diashow begeistert, welche die Baugeschichte des Parks darstellte. Dabei wurde so manche Erinnerung an den mühsamen aber gemeinschaftlichen Aufbau des Zaunes und weiterer Parkelemente wieder wachgerufen und sorgte für angeregten Austausch. Im Schein der Petroleumlampen ließen die Besucher zusammen mit den Helfern und dem gesamten Bärenpark-Team den Abend gemütlich ausklingen. An dieser Stelle sei den fleißigen Helfern, die den reibungslosen Ablauf des Abends überhaupt erst ermöglicht haben ,nochmals ein herzlicher Dank ausgesprochen!
Das Resumé des Abends war eindeutig: Besucher und das Team freuen sich gleichermaßen auf das nächste Event und Wiedersehen im Park.
2010-11-30-baerenspur-ausgabe-2-2010Gern schicken wir Ihnen die Zeitung per Post zu. Dafür benötigen wir einen an Sie adressierten und mit 1,45 Euro frankierten A4-Umschlag, den Sie bitte an die STIFTUNG FÜR BÄREN, Duderstädter Straße 36 a, 37339 Leinefelde-Worbis, schicken.
Oder Sie downloaden sich die Zeitung einfach [rokdownload menuitem="83" downloaditem="24" direct_download="false"]hier.[/rokdownload]
Fackeln im AdventWie sind die Sternenbilder der Kleine und der Große Bär entstanden? Welche Rolle nimmt der Bär in Märchen ein? Und gibt es tatsächlich ein Märchen über Jurka?
All diesen spannenden Fragen wollen wir gemeinsam mit Ihnen auf den Grund gehen. Wir laden Sie herzlich ein, sich am Vorabend des dritten Advents mit uns auf eine mystische Reise zu begeben. Nach einem unterhaltsamen Rundgang durch den mit Fackeln beleuchteten Bärenpark werden wir uns für ein Bärenmenü um das Lagerfeuer zusammen finden.
Es gibt eine begrenzte Teilnehmerzahl, melden Sie sich noch heute an!
Wann: 11. Dezember 2010 von 17 bis ca. 21 Uhr
Wo: Treffpunkt ist die Station des Alternativen Wolf- und Bärenparks, Rippoldsauerstraße 38a in
77776 Bad Rippoldsau-Schapbach
Wer: Alle Bärenfreunde ab 12 Jahren
Wieviel: 10 Euro pro Person, darin enthalten ist das dreigängige Bärenmenü
Wie: Melden Sie sich bitte unter oder 0160-7656216 an. Teilen Sie uns mit, mit wie vielen Leuten Sie teilnehmen möchten und hinterlassen Sie uns bitte Ihre Telefonnummer. Sie erhalten von uns im Anschluss an Ihre erfolgreiche Anmeldung eine Teilnahmebestätigung. Wir freuen uns auf einen gemeinsamen Abend, herzlichst Ihr Bärenpark Team
fabs-alpirsbacher_kleinJedenfalls nicht bei der Privatbrauerei Alpirsbacher Klosterbräu, davon konnten sich am vergangenen Freitagabend 53 ehrenamtliche Bärenparkhelfer überzeugen. Die beiden Geschäftsführer Carl Glauner und Markus Schlör hatten zu einem geselligen Eventabend in ihrer Brauerei eingeladen als Zeichen des Dankes für ehrenamtliches Engagement. So fand sich ein buntes Völkchen in dem extra gemieteten Bus ein, einige Auswärtige wagten die Anreise trotz Schneefalls mit dem eigenen Auto. Und sie wurden nicht enttäuscht: der Abend startete mit einer intensiven, äußerst unterhaltsamen Führung durch das Braumuseum, in dem zum Teil noch immer gearbeitet wird. Von den geschmacklich sicher nicht immer überzeugenden Anfängen der Braukunst in den Klöstern des Mittelalters bis zum Hightec-Brauprozeß der Gegenwart spannten unsere Führer den Bogen, gespickt mit zahlreichen Kuriositäten, Zweideutigem und persönlichen Ratschläge zum unauffälligen Biergenuß.
Alpirsbacher Klosterbräu gehört noch zu den wenigen naturverbundenen Brauereien, die nicht nur eigenes Quellwasser verwenden, sondern auch noch mit Naturhopfen arbeiten anstelle von Extrakten oder Hopfenpellets. Nicht umsonst wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Biersorten mit dem Lebensmittelpreis ausgezeichnet.
Um dem sinkenden Absatz des Bierkonsums entgegenzusteuern marschierte unsere Truppe anschließend in den braueigenen Keller. Ehemals Gärkeller wird er jetzt für Festivitäten und Veranstaltungen genutzt. Mit Freuden entdecken die ersten die hauseigene Zapfanlage und genießen nach der durstmachenden Führung den schäumenden Gerstensaft. Herr Glauner und Herr Schlör lassen es sich nicht nehmen, alle persönlich willkommen zu heißen und ihren Dank für das ehrenamtlich Geleistete auszusprechen. Im Gegenzug dankte der Förderverein seinem Sponsor und Unterstützer von der ersten Stunde an mit dem Ehrenpreis des „Goldenen Bären“. Sichtlich erfreut nimmt Herr Glauner die Auszeichnung entgegen und verspricht einen Ehrenplatz in seiner „besonderen Vitrine“.
Lernen, zuhören und reden macht hungrig und so genießen alle den passenden rustikalen Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelklößen. Da wir jedoch bei der Führung gelernt haben, dass Bier als Lebensmittel einzustufen ist, „ernähren“ sich alle bis weit nach Mitternacht hauptsächlich von diesem wertvollen, geheimnisvollen Gebräu.
In Zeiten wie diesen ist es einem mittelständigen, regionalen Unternehmen hoch anzurechnen, dass es sich für das Ehrenamt in seiner Heimat so erfolgreich und intensiv einsetzt. Hier, so spürt man, sind nicht nur Zahlen und Bilanzen wichtig, hier steht auch der Mensch und die gelebte Tradition im Vordergrund.
Schade, dass unsere Bären sich nicht von Bier ernähren- obwohl: es gibt ja auch Schluckspechte und Schnapsdrosseln, wer weiß…
Unsere alltägliche Fütterungsrunde mit den drei ehemaligen Zirkusbären beginnt wie immer an der Eingewöhnungsstation (EGS). Hier werden die notwendigen Medikamente verabreicht, die von den Dreien gern gefressen werden. Alles, was fressbar scheint und dann noch etwas mit Honig aufgepeppt ist, wird regelrecht verschlungen.
Im Vorgehege werden die besseren Happen verteilt. Auch die werden gut und gerne gesucht und schnell gefunden, soweit man Poldis Laufgang als „schnell“ bezeichnen kann. Wir sind langsam der Auffassung, dass der blinde Schapi der Cleverste in der Runde ist. Natürlich, er sieht nichts, hört und riecht aber ausgezeichnet. Das hat Julia, unsere Tierpflegerin, gleich erkannt. Mit viel Geduld hat sie es geschafft, Ben und Poldi in die Freianlage 1 durch Futter zu locken (wir berichteten).
Heute war es aber die Krönung: Auch Schapi hat den Schritt in die unglaubliche „Weite“ gewagt!
Langsam, aber trotzdem sehr bestimmt, ging er der Geruchsspur von Ben und Poldi nach. Und obwohl die beiden schon längst wieder in die EGS zurück waren, fing Schapi an, Lust an den zauberhaften Gerüchen der Natur zu finden. Jeder Quadratzentimeter wird sorgfältig und tiefgründig errochen und manchmal auch ertastet. Sogar das totale Aufrichten auf die Hinterhand, als würde er sich Übersicht verschaffen wollen, faszinierte uns bei der Beobachtung seines ersten Naturganges.thumb_Schapi_in_Schlafkuhle_SfB
An den Bäumen schubberte er sich, die Sandsteinwasserwanne genoss er wie alle anderen Bären vor ihm in vollen Zügen, aber viel interessanter waren die Gänge bis zum Zwischenzaun zur Freianlage 2. Ob er Jurka gerochen hat?
Schapi war einer der ersten, der den Pfad seiner Vorgänger verlassen hat und jeden Hügel vorsichtig erklomm. Jedes Stückchen frisches Gras war wie eine Wonne, er weidete wie eine Kuh!thumb_Schapi_erstmals_in_Anlage_1_beim_Graben_SfB
18:20 Uhr mussten wir Taschenlampen holen um zu sehen, wo er auf der 1,5 Hektar großen Freianlage 1 steckt. Unser Vorteil, dass er als blinder Bär durch das Leuchten nicht gestört wird. Doch wo war unser Bär? Schapi hat wirklich die höchsten Punkte der Anlage erstiegen und weit oben gemütlich gegrast. Rufen und Locken könnten wir ihn nicht mehr, denn die Versuchung der neuen Gerüche und des natürlichen Futters waren weit größer als unser Wunsch, ihn wieder zur EGS zu holen.
Noch zweimal ging ich in die schneeregen-bewegte, kalte Novembernacht, doch Schapi hatte sein Plätzchen unweit des höchsten Punktes der Anlage gefunden und lag schlafend ganz in der Nähe des Vorzauns.
Goldbär SeppNicht nur handgemacht aus echtem Mohair, sondern auch goldig in jeder Hinsicht- so präsentiert sich Sepp, der 40 cm hohe Teddybär von Peter Steiner. Er ist an sich schon ein Hingucker und zum Verlieben, aber der Liebhaberpreis, den Hans-Joachim Mulfinger für diesen strammen Jungen hingeblättert hat, reißt schon vom Hocker: 1000 Euro!
Und das ist noch nicht alles: satte 800 Euro gehen aus diesem Erlös an den Förderverein. Da ist man baff und staunt und freut sich einfach nur über so einen „Bären“handel.
Peter Steiner gehört mit seiner Frau Barbara schon lange zu den eifrigsten Unterstützern des Bärenparks. Jede Teddymesse wird als Werbefläche für den Park genutzt, Spenden gesammelt und Verkaufsartikel unter die Besucher gebracht. Allerdings hat noch keiner seiner Bären einen dermaßen hohen Preis erzielt. Wir finden das einfach nur bärig und sagen allen Beteiligten von Herzen Dank.
Und- wir freuen uns über Nachahmungstäter, ehrlich!