Zwei Wochen schufteten Stefan Angermüller und ein Team von Helfern, um Besuchern des Park das Gefühl zu ermöglichen, auf den Pfaden von Bär und Wolf zu wandelnIn seinem Urlaub scheute Stefan Angermüller keine Anstrengung, um den Park auch für unsere kleinen Besucher noch attraktiver zu gestalten und gleichzeitig seine schon lang gehegten Ideen endlich in die Tat umzusetzen: Unter seiner Leitung und Planung entstand in den letzten Wochen ein Bären- und ein Wolfserlebnispfad. Genau wie unsere vierbeinigen Schützlingen können kleine und große Entdecker nun an den Hängen auf- und absteigen, von Brombeersträuchern naschen und sich an heißen Tagen, genau wie unsere Bären, im Fegersbächle erfrischen. Eine Brücke aus zwei Baumstämmen gewährt aber auch wasserscheuen Entdeckern eine sichere Querung. Auf der anderen Seite können unsere Forscher anschließend das Gefälle des Geländes am eigenen Leib erfahren, während sie am Seil den Hang erklimmen. So können sie in die Rolle unserer Bären schlüpfen und spüren, wie anstrengend so ein Anstieg sein kann.
Wem das Klettern nicht liegt, der kann auch hier eine einfachere Alternative über einen Pfad am Hang wählen. Des Weiteren entsteht derzeit eine Bärenhöhle, in die mutige Bärenfreunde einmal reinhuschen und schauen können, wie einige Bären bei uns die harten Wintermonate verbringen. Auch Wolfsfreunde kommen in einem weiteren Abenteuergebiet voll auf Ihre Kosten. "Kannst du auch leichtfüßig wie ein Wolf durch das Gelände huschen, und wie auf einer Schnur aufgezogen über einen Baumstamm laufen? Probier es aus! Wir freuen uns auf deinen Besuch mit deiner Familie!"
An dieser Stelle noch ein ganz herzliches Dankeschön an die alle beteiligten Helfer und allen voran natürlich Stefan für sein unermüdliches Engagement und seine tollen Ideen.
Ebenfalls einen ganz herzlichen Dank für die großzügige Spende von Douglasienstämmen von Herrn Härter aus Schapbach. AL,MK
Dann bist du halt stärker, na und?Poldi ist unruhig geworden. Während sein früherer Leidensgenosse Schapi schon nach ein paar Tagen in den Genuss gekommen ist, die beiden neuen Bären-Damen kennenzulernen, durfte er sich höchstens aus der Entfernung einen Eindruck verschaffen. Durch zunehmende Aktivität, die nahezu ein wenig aufgebracht wirkte, schien er seinen Pflegern regelrecht mitteilen zu wollen: "Ich bin soweit, macht doch endlich die Schieber auf". Aufgrund des unkomplizierten Verhaltens, das zwischen Schapi, Leoni und Kaja seit dem ersten Tag der Zusammenführung herrscht und des respektvollen Abstandes, der zwischen den Dreien stets eingehalten wird, entschloss sich das Bärenpark-Team gestern einen Versuch zu wagen: Poldi durfte wieder einmal in die Anlage 1 zurückkehren und sich selber einen Eindruck von den beiden zierlichen Bärinnen machen.
Und genau wie erhofft, lief diese Begegnung sehr entspannt ab. Kaja näherte sich Poldi zwar recht neugierig, schätze den sprichwörtlich wuchtigen Unterschied zwischen der eigenen Größe und Poldi massiger Erscheinung aber schnell ein und legte prompt den Rückwärtsgang ein. Und da unser Poldi sowieso ein eher ruhiges Gemüt hat, beließ er es auch bei diesem einsichtigen Rückzug ohne seine Überlegenheit auch noch heftiger unter Beweis zu stellen. Wir freuen uns sehr, wieder einen Schritt weiter zu sein und die Lebensqualität unserer Bären durch eine oftmals wechselnde "Wohngemeinschafts-Situation" zu steigern. Kommen Sie uns besuchen und erleben diese spannenden Interaktionen mit eigenen Augen! Wir freuen uns auf Sie! Ihr Bärenpark-Team (AL)
Das Bärenpark-Team konnte sich über bärsonderer Besuch und eine tolle Spende von den Weilersbären aus Weil der Stadt freuenGanz besondere Gäste durfte das Team des Alternativen Wolf- und Bärenparks vergangenen Samstag begrüßen – die Weiler Bären aus Weil der Stadt! Sie wissen nicht, wer das ist? Bei den Weiler Bären handelt es sich um eine Fasnetsgruppe der Narrenzunft „AHA“ aus Weil der Stadt mit historischer Tradition. Wenn Sie nun gut aufpassen, wird Sie die folgende Leidensgeschichte mit Happy End vielleicht an jene unserer Schützlinge erinnern:
Vor über hundert Jahren machten die Weil der Städter häufig Begegnung mit ziehendem Volk. Gemäß dem närrischen Brauchtum wurde diese damals fremdartig anmutende Kultur schon bald parodiert. Es gründete sich so vor ziemlich genau 111 Jahren die Zunftgruppe der „Zigeuner“. Da das ziehende Volk damals mitunter dressierte Bären mit sich führte, gingen selbstverständlich auch die „Zigeuner“ zur fünften Jahreszeit nicht ohne angekettete Narren im Bären-„Häs“ durch die Straßen. Über ein dreiviertel Jahrhundert setzte sich dieser Brauch fort bis die „Aufschreie“ der kostümierten Bären immer lauter wurden. Diese hatten nämlich von Jahr zu Jahr weniger Lust an der sprichwörtlich „kurzen Leine“ gehalten zu werden. Somit kämpften sie für ihre Unabhängigkeit und vor 33 Jahren ist es ihnen mit der Gründung einer eigenen selbstständigen Gruppe innerhalb der Narrenzunft tatsächlich gelungen die Ketten abzuschlagen. Seit diesem Tage stapfen die sogenannten „Weiler Bären“ ganz unabhängig durch das bunte Narrentreiben.
So schön diese Geschichte ist, sollten wir stets im Hinterkopf behalten, dass die beschriebenen Ketten nur aus dünnen Fäden gesponnen wurden. In der Realität sieht es leider ganz anders aus. Eingesperrt und unter widrigsten Umständen gehalten, finden wir noch in ganz Deutschland Zirkusbären, die zur Belustigung der Besucher dressiert werden. Nichts desto trotz sollten wir vor Allem einen Schluss aus dieser Geschichte ziehen: Obwohl der Kampf um die Freiheit lange dauern mag und oft und beschwerlich ist, kann dieser durchaus erfolgreich ausgehen.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Weiler Bären, die einen „langen Weg“ auf sich genommen haben, um sich nun (ganz unabhängig) für die Freiheit und Rechte echter Bären stark zu machen.
Vielen Dank für eure Geldspende von über 200 Euro und Euer offenes Ohr für die Probleme der Vierbeiner!
Kaja und Leonie entdecken ihre neue großzügige Heimat. Foto: H.-G. RockenbergAm vergangenen Donnerstag war es soweit: Die Tore der Eingewöhnungsstation öffnen sich mit einem lauten Knattern. Obwohl Kaja und Leoni während den vorangegangenen Tagen bereits geduldig auf diesen Moment warteten, ist Ihnen der Zugang zu der ersten großzügigen Freianlage zunächst nicht ganz geheuer. Nur ganz langsam nähern sie sich Schritt für Schritt dem Tor. Das anwesende SWR- Fernsehteam filmt diesen einzigartigen Moment mit großer Spannung. „Das habt ihr euch verdient. Nach 27 Jahren Zirkusleben habt ihr euch das wirklich verdient“, kommentiert der Geschäftsführer Rüdiger Schmiedel ohne seinen Blick von den Bärinnen abzuwenden. Als ob Kaja diese Worte verstanden hätte, fasst sie sich ein Herz und nimmt etwas Anlauf.
Einen Augenblick später befindet sie sich in einer ganz neuen Welt. Motiviert von dem Mut ihrer Schwester reckt nun auch Leoni ihren Bärenkopf durch das Tor und versucht sich ebenfalls als Entdeckerin. Jetzt sind sie angekommen. Befinden sie sich zwischen Bäumen, spüren Moos unter ihren Tatzen und erleben ein bis dahin noch nicht gekanntes Naturerlebnis. Sofort fangen sie an, das frische Gras zu fressen und an den Sträuchern herumzunagen. Dann sehen in einiger Entfernung den neugierigen Schapi warten. Respektvoll gehen die Drei aufeinander zu, kommen sich dabei aber nie wirklich nahe – wer weiß schon welche Laune der Andere gerade hat. Alle Anwesenden sind sich einig: Die nächsten Wochen werden nicht nur für die Bärinnen unvergesslich, sondern auch den Besuchern einzigartige Beobachtungen ermöglichen. SK,AL
Kaja und Poldi beäugen und beschnuppern sich neugierigDie Sonne geht auf im Bärenpark. Poldi reckt seine Schnauze in die morgendliche Sommerbrise. Er hält unvermittelt inne. Irgendetwas ist heute anders. Ist es etwa wieder der Duft eines neuen ehrenamtlichen Helfers, oder hat da möglicherweise ein engagierter Spender noch völlig unbekanntes Obst mitgebracht? Nein - Es ist der Geruch von Bären! Um genau zu sein, der von Weibchen! Kein Wunder, dass der friedliebende Poldi sich nicht lange bitten lässt und die Damen persönlich begrüßen möchte. Auf der anderen Zaunseite sitzt er also vis–à–vis vor der vom Fellwechsel noch zotteligen Kaja. „Da haben sich ja Zwei gefunden“, sagt eine Besucherin schmunzelnd und knipst ein Foto. Indes beginnt Poldi mit einem freundlichen Schnauben, was wohl frei übersetzt in etwa heißt: „Hallo, ich würde dich gerne näher kennenlernen!“. Gespanntes Schweigen unter den Bärobachtern bis es wenige Augenblicke später passiert: Kaja antwortet leise.
Nicht nur die Besucher, sondern auch die Parkmitarbeiter sind freudig überrascht, haben doch die beiden Bärendamen niemals die Gelegenheit gehabt, sich mit anderen Artgenossen „zu unterhalten“.
Das soll Ihnen, liebe Leser und liebe Besucher aufzeigen, dass unsere Schützlinge keineswegs völlig abgestumpft sind. Vielmehr handelt es sich bei den Bären des Parks um Tiere, welche ihr Leben lang unterdrückt wurden und keine Gelegenheit hatten ihre natürlichen Instinkte auszuleben. Ein jeder Bär des ALTERANTIVEN WOLF- UND BÄRENPARKS SCHWARZWALD nutzt die Chance auf einen Neuanfang. Täglich können wir bei dem einen oder anderen Vierbeiner erkennen, dass sich der Gesundheitszustand und das allgemeine Wohlbefinden verbessert. Diese offensichtlichen Fortschritte bestätigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.
Wir würden uns freuen wenn Sie uns ein Stück auf diesem Weg begleiten! SK
Die beiden durch die Stiftung für Bären geretteten Bären Kaja und LeonieWir trauen unseren Augen nicht als wir vor dem Tor des Zirkusgeländes stehen, um Katja und Leonie abzuholen: Das Team führt die Bären tatsächlich an der Leine zu uns! Hinter dieser Aktion steckt eine doppelte Aussage: Die Abgabe erfolgt freiwillig und sehr sanft und: Die Bären wissen nicht, dass sie Bären sind! Knapp 27 Jahre, also beinahe ihr ganzes Leben, sind Kaja und Leonie im Zirkus aufgetreten. Sind Roller gefahren und haben Kunststücke gemacht. Und haben Küsschen gegeben.
Das Verhältnis zwischen dem Zirkusunternehmer, dem ganzen Team, und den Bären scheint sehr vertraut und es liegt eine Wehmutsstimmung in der Luft. Die jüngere Generation ist mit den beiden Bärinnen großgeworden. Lachend schauen sie zum letzten Mal Leonie zu, als die Bärin nochmal in einem kleinen Brunnen plantscht. Immer wieder führen sie die Beiden über das Gelände während die STIFTUNG FÜR BÄREN und das Unternehmen nach langen Vertragsverhandlungen im Einvernehmen die Unterschriften für die Übergabe und somit ein naturnahes Leben der Tiere leistet. Als Vertreter des zuständigen Veterinäramtes eintreffen, stimmen sie unserem Tierarzt Herr Dr. Sieder zu, dass der gesundheitliche Zustand der beiden nicht mehr ganz jungen Damen sehr vital wirkt.
Ihre wahre Statur wird sicherlich erst richtig zu Tage treten, wenn sie Gelegenheit hatten, ihr Unterfell an den Büschen und Bäumen ihres künftigen Umfeldes abzustreifen. Ein Umstand, der bei unseren anderen Bewohnern natürlich längst eingetreten ist. Es wird wieder einmal sehr spannend sein, zu beobachten wie zwei Tiere, deren Umgebung bislang nur aus Beton und kleinen Wiesenflächen bestand, einen natürlichen Lebensraum entdecken. Werden sie vor Freude Purzelbäume schlagen?
Begleiten Sie die ersten Schritte von Leonie und Kaja und kommen Sie uns im Alternativen Wolf-und Bärenpark besuchen! Das Bärenpark-Team mitsamt Bewohnern freut sich auf Sie!
Stefan Angermüller erklärt interessierten Besuchern das Projekt„Wir beobachten das Projekt schon von Beginn an und finden klasse was Ihr da macht. Wollt Ihr nicht mal einen Tag zu uns kommen, und Euren Park und Euer Konzept vorstellen?“ Na, einer solch freundlichen Einladung mussten wir natürlich nachkommen! Eingeladen hat uns die Fasanerie Hanau, oder genauer gesagt der dortige Förderverein. Allen voran Ralf Kutzer, selbst ein begeisterter Wolfsfan. Er besuchte den Alternativen Wolf- und Bärenpark auch einige Wochen zuvor noch mal persönlich, um die Fortschritte mit eigenen Augen zu sehen. Dann waren wir an der Reihe.
Wir, das waren in diesem Fall Stefan Angermüller, Rose Württemberger und Annika Lürßen. Im Gepäck hatten wir eine hochwertige Stellwand, die wir freundlicherweise von der Pfalzgraf Konditorei gespendet bekommen haben, sowie unsere Informationsmaterialien und diverse Verkaufsartikel. Vor Ort haben wir zunächst einmal eine (schnelle) Führung durch den 102 Hektar großen Park bekommen. Die meisten Anlagen haben uns durch Ihre Größe und Naturbelassenheit begeistert. Für die Altlasten, die die meisten älteren Anlagen noch vorzuweisen haben, konnte uns der engagierte Förderverein schon Zukunftsvisionen aufzeigen. Da das Wetter immer wieder mit heftigen Schauern durchsetzt war, hat es leider nicht allzu viele Besucher in den Park gezogen. Nichtsdestotrotz haben wir diese Ausstellung als sehr erfolgreich empfunden. Die Besucher, die wir hatten, konnten wir auf unser Projekt neugierig machen und wir haben unser Konzept wieder einmal mehr über die Landesgrenzen hinaus getragen. Viele Kinder sind glücklich mit einer selbst gebastelten Bärenschachtel von Roses Basteltisch nach Hause gegangen und wir haben einen konstruktiven Austausch mit den Mitgliedern des Förderereins gehabt und uns wieder einige Ideen aus dem Park mitgenommen. Alles in allem war es ein schöner Tag mit vielen interessanten Eindrücken. AL
Rose Württemberger begeistert Kinder durch ihren Bastelstand
Anita weiß sich gegen ihre Brüder durchzusetzenDass man die Essgewohnheiten eines Tieres nicht mit denen eines Menschen vergleichen darf, weiß jeder Hundehalter. Auch die Bewohner des „Alternativen Wolf- und Bärenparks“ bilden hier keine Ausnahme. Im Gegensatz zu Bären, die sich bei der Futterverteilung untereinander meistens gut arrangieren, kann man bei Wölfen doch eher eine Ellenbogengesellschaft beobachten. Wer vergangenen Sonntag die Fütterung beobachtet hat, kann dies bestätigen. Auf dem Speiseplan stand ein komplettes Reh, welches einem Verkehrsunfall zum Opfer gefallen war. Manch ein Besucher hat den Atem angehalten, als Anita dieses vor deren neugierigen Blicken in das dichte und sichere Unterholz ziehen wollte. Auch die Tierpfleger mussten bei dieser Kraftdemonstration sehr staunen, haben sie doch das schwere Reh nur mit Mühen zu zweit in die Anlage tragen können. Auf halbem Weg ging dann aber auch Anita die Puste aus und sie begann vor den Augen der interessierten Wolfsfreunde die ersten Happen zu verspeisen. Am anderen Ende der Anlage raschelt es plötzlich im Gebüsch.
Nase voran erscheint misstrauisch der viel größere Rüde Ado. Stück für Stück nähert er sich hungrig dem großen Beutestück. Und dann die große Überraschung – statt unterwürfig das Weite zu suchen hängt sich Anita an seine Fersen. Ein Jaulen! Anita schnappt immer wieder warnend nach Ados Hinterläufen um ihn von seinem Weg in Richtung Beute abzuhalten. Mit Erfolg – Ado macht schließlich kehrt und verschwindet wieder mit leerem Magen im Dickicht. Bedeutet dies etwa, dass die vergleichsweise schmächtige Anita die ?-Position des Rudels innehat? „Stärke ist eben nicht alles“, kommentiert eine Besucherin schmunzelnd „es kommt eben auch auf´s Köpfchen an“.
Kommen Sie doch in den „Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald“ und werden Sie selber zum Wolfsforscher. Hier haben Sie die Möglichkeit Tiere in einer naturnahen Umgebung zu beobachten und mit uns die Geheimnisse der komplexen und spannenden Rudelstruktur zu lüften. SK
Annika Lürßen gratuliert Leiterin des ABB Kinderfreizeithauses zum 55 jährigen Bestehen der EinrichtungAm vergangenen Samstag feierte das ABB-Kinderferienhaus, das direkt neben dem Bärenpark liegt, sein 55- jähriges Bestehen. 25.000 Kinder sind in diesen Jahren in den Genuss gekommen einige Tage, oder gar Wochen, auf der großzügigen Anlage spielen und toben zu dürfen, im Schwimmbad zu planschen und neue Freunde zu gewinnen. Mit der Eröffnung des Bärenparks in direkter Nachbarschaft ist für die Kleinen natürlich noch eine neue Attraktion dazugekommen und das Bärenpark-Team freut sich, inzwischen regelmäßig Besucher des Kinderfreizeitheims im Park begrüßen zu dürfen. Annika Lürßen gratulierte der Leiterin der Einrichtung, Heike Armbruster, und überreichte die besten Glückwünsche des ganzen Parkteams sowie, dem Anlass entsprechend, 55 Familien-Eintrittskarten. Wir freuen uns auf eine bärenstarke Zusammenarbeit und viele strahlende Kinderaugen. AL
Fünf Tage nachdem Ben und Poldi das erste Mal gemeinsam in die große Freianlage vorgedrungen sind, scheint die Situation immer noch angespannt. Doch inzwischen macht Ben ausgiebige Erkundungstouren entlang des Bachlaufs, nimmt neugierig die ungewohnen Gerüche auf und genießt das frische Grün und die reichhaltigen Pflanzen.
Gemächlich durchstreift er das Dickicht als er ganz unvermittelt inne hält. Eine unsichtbare Grenze scheint sich ihm aufzutun, die man vermutlich nur mit den Sinnen eines Bären wahrnehmen kann. Nachdem er seine Schnauze hoch in die Luft gestreckt hat, nimmt er einige tiefe Atemzüge und kehrt zu seiner kürzlich entdeckten Höhle zurück. Vorerst. Denn schon am nächsten Tag wagt er sich über die unsichtbare Grenze hinaus und begegnet tatsächlich Jurka.
Die ist von dem plötzlichen Erscheinen des Bärenmannes in „ihrem“ Teil der Anlage nicht sonderlich begeistert, was sie auch deutlich zum Ausdruck bringt. Ben hingegen scheint nicht auf Konfrontation aus zu sein und schlendert gemütlich wieder zu seinem Lieblingsplatz nahe der Höhle zurück.
Wie auch bei uns Menschen dauert es eine Weile, bis Bär sich an einen neuen Mitbewohner gewöhnt hat, nur dass der Petz einen etwas raueren Umgangston anzuschlagen pflegt. So ist es für unsere Besucher nicht unwahrscheinlich, dass sie unsere Schützlinge die Tage auf die etwas andere Art kennenlernen können und bärenstarke Erinnerungen mit nach Hause nehmen dürfen. SK, AL