Baustelle-Herzlich willkommen
- Details
- Kategorie: News - Bärenpark Schwarzwald



Überraschend und erfreulich ist die Rückkehr von Stefan Angermüller, der den Verein ins Leben gerufen hat und darüberhinaus der Initiator dafür war, dass der Bärenpark eine Betriebsstätte im Schwarzwald aufbaut. Das restliche Team stellt eine bunte Mischung aus vielen Kompetenzbereichen dar, die dem Bärenpark künftig sicher eine riesige Hilfe sein werden. Alle gewählten Vorstandsmitglieder engagieren sich schon intensiv für den Bärenpark und wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit. Wenn Sie ebenfalls Interesse haben sich aktiv oder auch nur als stilles Mitglied in diesen Verein einzubringen, wenden Sie sich einfach per Kontaktformular an den Vorstand.

Darf ich mich vorstellen? Simon Kohling mein Name. Frisch von der Uni und voller Tatendrang habe ich eine Möglichkeit gesucht, sowohl Erfahrung im Tier- und Naturschutz zu sammeln, als auch gleichzeitig dort helfen zu können, wo meine Hilfe gebraucht wird. Der Alternative Wolf- und Bärenpark bietet hierfür eine attraktive Gelegenheit. So habe ich mich dazu entschlossen, für einige Monate ein Teil von diesem großartigen Team aus Angestellten und engagierten freiwilligen Helfern zu werden.
Nun steh ich hier als Franke im fremden Schwarzwald aber verloren fühle ich mich lange nicht. Das wunderschöne Wolftal und die hiesige Gastfreundschaft sind Grund genug, dass ich mich zu Hause fühle und gerne etwas länger bleibe. Einziger Wermutstropfen sind die noch knackigen Temperaturen aber da brauch ich wohl einfach noch einen dickeren Pelz...
Wir hoffen, dass sich Simon schnell an die lokalen Temperaturen und den hiesigen Dialekt gewöhnt und sich gut einlebt. Vielleicht treffen Sie schon bei Ihrem nächsten Besuch auf den sympatischen jungen Mann, der Ihnen dann sicher die neuesten Geschichten zu unseren pelzigen Bewohnern erzählen kann.

Später kamen Hans Gebele zum Abtransport und Otto Armbruster für das Aufstellen des Zaunelementes hinzu. Ehe man sich versah stand der Zaun wieder als wenn nichts geschehen wäre. Die ganze Aktion hat ca. eineinhalb Stunden gedauert. Das SWR Team, das die ganze Woche Aufnahmen im Bärenpark macht, hat die Aktion voller Staunen und Bewunderung gefilmt. Der Einsatz der Ehrenamtlichen wurde nicht inszeniert, sondern die Kamera musste einfach nur bereit gehalten werden. Nach dem anfänglichen Schreck konnte sich das Team selbst nur beglückwünschen zu der rekordverdächtigen Instandsetzung, die mit keinen unabhängigen Firmen so schnell hätte umgesetzt werden können. Auch die ständigen Versicherungen des Teams gegenüber den Besuchern, dass in so einem Falle die Bären nicht Schlange stehen, um nach „draußen“ zu gelangen, haben sich bestätigt. Wir propagieren sicherlich nicht, dass Tiere in Gefangenschaft keine Bedürfnisse nach einer natürlichen Umgebung haben, aber unsere Drei führen hier nach ihrer Gefangenschaft ein so ausgeglichenes Leben, dass sie nicht auf die erst beste Gelegenheit warten um sich aus dem Staub zu machen. Da ist ein Honigbrot doch eindeutig attraktiver als das unwirtliche Leben im Schwarzwald, in dem man doch nur gejagt werden würde. AL

Wir sind gerade die Zaunrunde gelaufen als Jurka zu Ben und Schapi in die Anlage durfte. Als erstes beschnupperte sie die Gegend. Als sie schließlich vor Bens Höhle trat, schnupperte sie erst einmal. Sie stellte sich in eine höher gelegene Position und, was mich etwas überraschte, schnappte knurrend in die Höhle hinein. Ein kurzes Gerangel entstand doch dann zog Jurka weiter. Schapi war neugierig geworden und hatte sich ist aufgestanden. Als Jurka schließlich auch auf Schapis Geruch stieß, bewegte sie sich vorsichtig auf ihn zu. Schapi bemerkte sie erst nicht und fraß seelenruhig weiter. Jurka schien leicht verunsichert durch sein Verhalten schnappte dann jedoch knurrend nach Schapi. Dieser erschreckte sich, stellte sich auf die Hinterpfoten und machte ein paar Schritte rückwärts. Sie schlugen mit ihren Pfoten nach einander und Jurka erwischte Schapi an der Nase. Schapi wollte sich zurück ziehen. Diese Situation kannte er noch nicht. Die beiden entfernten sich ein Stück doch Jurka ging ihm nach. In diesem Moment kam das Fernseh- Team vom SWR. Schapi flüchtete in die Ecke des Geheges und Jurka ließ nach einiger Zeit von ihm ab und begab sich zurück auf ihre Route. Schapi war sichtlich nervös und scharrte auf dem Boden. In der Zwischenzeit hatte Ben seine Höhle verlassen und saß nun in der Sonne. Jurka hatte ihn noch nicht bemerkt und stiefelte weiter. Poldi bekam von all dem nichts mit. Dieser lag in der Sonne und döste vor sich hin. Jurka wollte sich anscheinend auf den Weg in ihre eigene Anlage zurück machen als sie bemerkte, dass Ben nicht mehr in seiner Höhle saß. Sie zeigte deutliche Drohgebärden, in dem sie die Ohren anlegte und den Kopf leicht seitlich neigte. Ben zeigte sich unbeeindruckt. Er legte sich einfach hin und sah ziemlich entspannt aus. Nur kurzzeitig zeigten sich die Beiden die Zähne. Irgendwann wurde es Jurka anscheinend zu langweilig und sie tapste weiter durch die Anlage. Wir versuchten in dieser Zeit Schapi aus der Ecke zu lotsen, doch durch seine Nervosität drang man nicht zu ihm durch. Er scharrte die ganze Zeit nur in der Erde. Als wir dann fütterten hatte Jurka sich auf den Weg zu Poldi gemacht, doch der Schieber konnte rechtzeitig geschlossen werden und Jurka konnte nicht zu Poldi kommen. In dem recht kleinen Vorgehege, hätte es nicht ausreichend Rückzugsraum gegeben, was bei Bärenbegegnungen gefährlich werden kann. Wir setzten die Fütterung fort und wollten Ben von seiner Höhle weglocken damit Jurka zurück in die Anlage 2 konnte, doch leider funktionierte das nicht so wie geplant. Wir lockten Ben zwar von seiner Höhle weg, doch Jurka machte sich ebenfalls über die Leckerbissen her.
Einen weitere Auseinandersetzung wollten wir aber verhindern. Hilfestellung kam eher zufällig durch das Bärenmobil. Jurka erschreckt sich immer noch gelegentlich vor dem surrenden Elektromotor und trollte sich schnurstracks wieder in nördliche Richtung zum oberen Zaun. Während wir uns den anderen Aufgaben widmeten, wechselte Jurka ganz selbstverständlich und außerhalb unseres Sichtfeldes ganz allein in die Sektion 2. Alle Bären, die heute die hektische Kennenlern-Phase erlebten, suchten sich dann ein ruhiges Plätzchen um zu ruhen. Diese Zusammenführung heute war für alle Beteiligten ein unglaubliches Erlebnis. Wilde Natur ganz nah und erlebbar. AL,RS

Das Beste an dieser Messe war jedoch, dass man nicht mehr von wir "wollen" einen Bärenpark eröffnen sprechen musste, sondern wir "haben" einen Bärenpark eröffnet sagen durfte. Der Zuspruch an diesem Wochenende war enorm, viele freuten sich mit uns, die ersten Bären im Schwarzwald begrüßen zu dürfen. In diesem Zusammenhang bekamen wir auch von einer Ausstellerin einen tollen Künstlerbären und eine tolle Künstlermaus überreicht, den wir zu Gunsten unseres Projektes verkaufen können, dafür wollen wir uns nochmal herzlichst bedanken.
Doch auch für die Tombola gab es wieder tolle Sachspenden, wie z. B. einen Leiterwagen und einen großen Strohteddy. Auch dafür sprechen wir unseren Dank aus.
Nach all den Danksagungen dürfen natürlich zwei ganz wichtige Menschen nicht vergessen werden, ohne die diese Messe gar nicht stattgefunden hätte, nämlich die Veranstalter Doro und Volker Brose, die sich schon seit Jahren für den Bärenpark einsetzen und den Erlös dieses Wochenendes (852,- €) wie jedes Jahr diesem Projekt zukommen lassen. Also ihr beiden, vielen, vielen Dank, macht weiter so und bis zur nächsten Bär-nissage.
Das FABS-Team war diesmal mit Andrea und Lisa Aust, sowie Lars Fischer beim Infodienst und mit Chris Nohl, Rose Würtemberger und Rosi Fleißner bei der Tombola vertreten.


Liebe Freunde des Bärenparks, das fällt mir in dieser Angelegenheit zugegebenermaßen nicht leicht. Aber so ist das im Tierschutz. Hier kann man weder mit jahrelanger, was sag ich, jahrzehnterlanger Erfahrung noch mit jungen, motivationsvollem Überschwang Berge versetzen. In diesem Bereich ist vor allem Eins gefragt: Ausdauer und Beharrlichkeit. In Bezug auf unsere Wölfe, oder vorsichtiger ausgedrückt, die Wölfe, die wir zur Entlastung des vorherigen Halters und zum deutlichen Vorteil der Tiere zu uns in den Park holen wollten, ist genau diese Einstellung gefragt. Geduld. Vor kurzem ist unser Newsletter erschienen, in dem wir geschildert haben, dass wir in den ersten beiden Februar-Wochen den ersten Versuch unternehmen, die Wölfe zu holen. Genau das haben wir getan.
Einen Versuch gestartet. Wir haben unsere Beratung vom letzten Jahr wieder aufgenommen, unsere Erfahrung eingebracht, eine Fangvorrichtung vor Ort mit aufgebaut, damit am Tag der Übergabe alles gut klappt. Soweit so gut. Bis es dann zum bürokratischen Teil kam. Unsere Vertragspartner haben unseren Übernahme-Vertrag noch nicht einmal kommentiert sondern im Gegenzug einen aberwitzigen Kaufvertrag zurückgeschickt, den wir unmöglich annehmen konnten. Die Behörden haben sich daraufhin ebenfalls eingeschalten (denn nicht ohne Grund haben wir unsere Hilfe angeboten, die momentane Haltung im Sinne aller beteiligten Zwei- und Vierbeiner grundlegend zu verändern) und sich zu unseren Gunsten ausgesprochen. Nachdrücklich. Leider haben die Halter in der heißen Phase einer möglichen Einigung durch ein plötzlichen Ortswechsel alle weiteren Absprachen auf Eis gelegt.
Dieses Verhalten lässt uns nur verwundert den Kopf schütteln. Traurig den Kopf schütteln. Denn die Leidtragenden sind natürlich wieder einmal die Tiere. Die von all dem Wirr-Warr um ihre derzeitige Lebensweise natürlich nichts ahnen. Momentan können wir nichts tun als abzuwarten. Und zu hoffen, dass in diesem Fall für die Tiere entschieden wird. Wir werden Sie natürlich auf dem Laufenden halten und freuen uns zusammen mit unseren vier Bären natürlich weiterhin herzlich auf Ihren Besuch! AL

Und deswegen ist die Patenschaft für Frau Belz nicht nur symbolisch, sondern sie sieht darin eine verantwortungsvolle Aufgabe. Aus diesem Grund hat sie heute dem überglücklichen Team des Bärenparks verkündet, dass sie sich nun tatkräftig an der Versorgung der Bären beteiligt. Jede Woche kann der Park sich auf eine Bärenfutter-Lieferung von Frau Belz freuen. Die erste hat sie persönlich, speziell für ihr Patenkind, vorbeigebracht- schließlich soll es Jurka an ihrem Ehrentag an nichts fehlen.
Die Patenschaftsübernahme sorgt aber auch die anderen 364 Tage im Jahr dafür, dass Jurka und ihre vierbeinigen Mitbewohner nur die beste Versorgung bekommen. Deswegen möchten wir an dieser Stelle allen Paten, die diese besondere Beziehung eingegangen sind, herzlich danken!
Wenn Sie noch keine Patenschaft haben und neugierig geworden sind, wir beantworten Ihnen jederzeit gerne Ihre Fragen unter oder 0160/7656216 AL

SIE können übrigens genau auf diese Art und Weise ebenfalls tolle Unterstützung leisten. Ob der Tante-Emma Laden nebenan, zu dem man einen guten Draht hat und der möglicherweise mal den ein oder anderen Apfel für die Bären überhat oder die Tochter, die in einem Schreibwaren Laden arbeitet und die Cefin vielleicht zu einer Bastelmaterial-Spende bewegen kann- es gibt unendlich viele Ansätze, wie Sie uns helfen können.
Ein riesiges Dankeschön an all diejenigen, die den Park mit Sach-, Futter oder Geldspenden unterstützen! Denn jeder eingesparte Euro kommt letztlich wieder unseren Petzen zu Gute!
Und nochmal einen bärenstarken Dank an die Firma HILTI, die mit gutem Beispiel vorangegangen ist! AL