2013-04-24-grabender-baer-baerenpark-schwarzwald-01Seit Mitte April sind wir samt Ehrenamtlichen mit Aufräum- und Reparaturarbeiten beschäftigt. Dazu werden die Tiere in Nachbaranlagen untergebracht - eine gute Gelegenheit, im Sinne der Tiere zu experimentieren.
Die Gabionen sind schon halb mit Steinen befüllt. Sie liegen im Bereich der Bärentrampelpfade und sollen die Tiere animieren, Umwege zu gehen.
Mit Futterstücken gelockt, sind die Tiere gerne bereit, mal ins Nachbargehege umzusiedeln. Dann geht’s für uns Helfer an die Arbeit: Knochen und sonstige Kadaverreste einsammeln; auch tief in die Höhlen wird geguckt und altes Stroh herausgezogen. Noch ein wichtiger Frühjahrsjob: Zäune kontrollieren. Auf der ganzen Strecke spannen wir die Drähte nach, tauschen Isolatoren aus und testen die Stromverbindung. Auch das erste Grün unter dem Zaun muss bereits ausgemäht werden.
Das Freigelände wird zur Experimentieranlage
Wenn die Anlage schon mal bärenfrei ist, wollen wir auch Neues ausprobieren. Über den Winter ist jede Menge Reisig angefallen. Das entsorgen wir nicht etwa, sondern tragen es in den Anlagen zu Haufen zusammen, später werden die Tierpfleger Futterstücke darüber ausstreuen. Die rieseln dann zwischen die Äste und Zweige. Die Bären – so stellen wir uns vor - suchen die Stückchen dann wieder heraus. Auch Steinhaufen schichten wir mit derselben Absicht auf. Auch diese dürfen die Bären dann wieder auseinander nehmen. Und noch eine Idee realisieren wir gerade. Einige wenige Bären leiden gelegentlich noch unter Stereotypien, sprich, sie laufen Stunden lang am Zaun entlang. Um die Tiere aus ihrem Trott zu reißen, bauen wir so genannte Gabionen entlang der Trampelpfade auf. Sie sollen die Tiere dazu bewegen, Umwege zu gehen. Hoffentlich kann so den Tieren geholfen werden. Ein Versuch ist uns das auf alle Fälle wert. Weitere Ideen sollen folgen. Unser Kuratoriums-Mitglied Prof. Wolfgang Rohe von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) Göttingen hat angekündigt, Studenten mit dem Thema zu betrauen.
Hannes Jaenicke zu Besuch im Bärenpark Schwarzwald für den Fernsehbeitrag Bär ohne PassBeitrag verpasst? Jurka, Bruno und Hannes Jaenicke nicht gesehen?
Wer den Fernsehbeitrag vom 29.04.2013 verpasst hat, kann dank der ARD-Mediathek noch alles nachschauen. (zur Mediathek) Und wenn Sie das Projekt der STIFTUNG für BÄREN, den Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald, unterstützen möchten, so werden Sie doch einfach Pate für Jurka oder einem der anderen vielen Bären oder Wölfe. (zur Patenseite)
Hannes Jaenicke zu Besuch im Bärenpark Schwarzwald für den Fernsehbeitrag Bär ohne PassWo finden gequälte Bären ein neues Zuhause? Wo treffen sich Bären-Fans? Natürlich in den Alternativen Bärenparks. Das weiß auch Schauspieler Hannes Jaenicke, der bei Dreharbeiten zum Bärenfilm über Bruno auch im Bärenpark Schwarzwald fündig wurde.
Wer erinnert sich nicht an ihn: Bruno, der legendäre Bär, der 2006 nach fast 170 Jahren in Deutschland wieder für abenteuerliche Stimmung sorgte, Sympathien gewann und vermutlich sogar dem Fußball-WM-Maskottchen „Goleo“ die Einschaltquoten streitig machte.
Sieben Jahre nach dem gewaltsamen Tod von Bruno, dessen Mutter heute noch im Alternativen Bärenpark Schwarzwald lebt, hat sich Hannes Jaenicke auf Spurensuche gemacht.
Der von der STIFTUNG zum „Bärenbürger“ ernannte Schauspieler recherchierte zwischen dem oberitalienischen Trient und München an vielen Orten und ist der Frage nachgegangen, warum Bruno sterben musste. Auch wollte er wissen, ob es mittlerweile für den nächsten Bruno in Deutschland bessere Bedingungen gibt. Das Ergebnis seiner Recherche ist eine spannende Dokumentation, die auch den Besuch im Bärenpark Schwarzwald thematisiert.
2013-04-14-bericht-ausflugsziel-baerenpark-fotos-besucher-002An diesem ersten sonnigen Wochenende im April machen wir uns auf in den Bärenpark. Direkt hinter der Eingewöhnungsstation entdecken wir auch schon das Geschwisterpaar Kaja und Leonie. Die Unterscheidung fällt schwer, sie sehen sich einfach zu ähnlich. Beide haben in der Station ihre Winterruhe gehalten, da ihre Höhle vom letzten Jahr schon von Bea und Biggi in Beschlag genommen worden war. Jetzt halten sie sich die meiste Zeit vor der Station auf. Leonie sehen wir oben am Hang "grasen", während Kaja das Gelände nach Brötchen absucht. Diese werden dann aber nicht an Ort und Stelle gefressen, sondern erst zur Station gebracht und dort verspeist.
Gegenüber in der Seniorenresidenz hören wir plötzlich Geräusche. Wir drehen uns um und sehen Schapi mitten im Bach liegen und übermütig planschen. Er reißt ein Bein hoch und lässt es immer wieder ins Wasser fallen. Er genießt es richtig. Erst nach mehreren Minuten kommt er aus dem Wasser und verschwindet dann langsam durch das Gestrüpp, den Hang hinauf. Dabei hält er immer wieder die Nase am Boden, es könnte sich ja irgendwo noch etwas Essbares befinden! Wer nicht weiß, dass er blind ist, merkt es ihm nicht an. Er orientiert sich prächtig. Poldi sehen wir etwas weiter entfernt auf der Wiese liegen und dösen. Irgendwann rappelt er sich aber auch auf und geht langsam am Zaun entlang. Es ist schon erstaunlich, wie er sein Schicksal meistert. Im Gegensatz zum letzten Jahr hat sich sein Laufstil aber verbessert. Er ist nicht mehr ganz so wackelig auf den Beinen. Die Kletterei scheint ihm gut zu tun. Wir umrunden die Seniorenresidenz und sehen Ben oberhalb im Schatten der Bäume liegen. Bea, die uns gefolgt ist, nähert sich ihm von der Seite und brummt ihn an. Ben lässt das aber kalt. Er hebt nur kurz den Kopf und bleibt liegen, als wenn es ihn gar nichts anginge. Er weiß eben, dass er der Chef im Park ist! Am oberen Hang angekommen, erkennen wir weit unten Jurka, wie sie ganz entspannt in der Sonne liegt. Sie hat wohl inzwischen gemerkt, dass es sich auch im Bärenpark gut leben lässt. Am hinteren Ende der Anlage hat die etwas schüchterne Biggi ihren Stammplatz, und dort treffen wir sie auch an. Vielleicht möchte sie einem Streit mit den anderen Bären aus dem Weg gehen (im Gegensatz zu ihrer Schwester) und bleibt deshalb lieber alleine? Hier im Park hat sie ja die Möglichkeit, es ist Platz genug vorhanden. Wir haben unseren Rundgang fast beendet, da fällt uns auf, dass wir noch keinen Wolf gesehen haben. Wo haben sie sich heute wohl versteckt? Wir nehmen den gegenüberliegenden Hang genauer unter die Lupe, und tatsächlich entdecken wir sie im Gebüsch auf der anderen Seite. Nebenan hat es sich Ben mittlerweile in der "Badewanne" gemütlich gemacht und lässt sich auch von einer Besuchergruppe nicht stören. Der Besuch im Park hat sich gelohnt, wir werden wiederkommen!!
Sprossenfressen 2Wer glaubt, das unserer Bären weiterhin Winterruhe halten, der irrt.
Alle Bären sind wach und suchen, in den teils noch verschneiten Freianlagen, nach dem ersten Grün oder einzelnen Brombeerblättern, die unter der Schneedecke optimal überwintern konnten.
Erste Fütterungen mit Fallwild und sehr teueren Sprossen sollen den Bären helfen, den Darm langsam wieder in Takt zu bringen. "Mit dem Futter müssen wir jetzt sehr sensibel umgehen, das ist wichtig für eine guten Start in den Frühjahrsrythmus", sagt Stephan Voegeli, Parkleiter.
Naturnahe Fütterung bedeutet, sich an der Natur zu orientieren. Wo gibt es in den Lebensräumen der Bären jetzt süße Früchte oder Beeren? Da ist es wichtig, die Tiere langsam an die neue Versorgungsform zu gewöhnen. Außer Jurka, der ehemaligen Wildbärin, haben es die anderen acht Bären nie erlebt, sich der Natur anzupassen. Immer hatten sie alle Futterarten in Hülle und Füll. Doch jeder weiß , das nach einer Fastenkur - und die erleben die Bären in ihrer Winterruhe - eine üppige Versorgung schnell zu einer Verfettung führen kann. Genau das wollen wir im Frühjahr verhindern.
Bär Poldi zum Beispiel, mit seinem gesundheitlichen Problem auf der Hinterhand, hat jetzt ein ideales Körpergewicht. Derzeit bewegt er sich besser als im letzten Frühjahr. Er konnte im vergangenen Jahr nicht durchgängig Winterruhe halten. Dazu kam, dass er immer noch eine typische Futternot signalisiert, die ihm vermutlich aus der Haltung im Zirkus anhaftet. Er mußte regelrecht um Futter kämpfen, da er nur sporadisch und zu wenig gefüttert wurde. Schapi und Ben waren die Stärkeren und haben Poldi immer nur die schlechtesten Restbrocken überlassen. Scheinbar hat sich dieser Überlebenskampf bei ihm sehr festgesetzt, denn zwei seiner Brüder hatten die Odyssee in dem früheren Verlies nicht überlebt. Deshalb passen wir heute um so mehr auf und beobachten alle Tiere genaustens.
Es ist also spannend, gerade jetzt die Tiere zu beobachten und uns im Park zu besuchen.
Nutzen Sie doch das Osterfest oder die Ferien, denn jeder Besucher trägt mit dazu bei, die Versorgung unserer Zöglinge mit hochwertigem Futter zu gewährleisten.
Am Ostersonntag um 14.30 Uhr stellen wir nach einer alten Schwarzwaldtradition den Osterbaum auf. Lassen Sie sich überraschen von einer Tradition, die wir wieder beleben wollen.
P1100008Der Alternative Wolf- und Bärenpark sucht zum 01.03.2013 einen Mitarbeiter/in für den Bereich Pädagogik/Events, mit einer durchschnittlichen Arbeitszeit von 40 Wochenstunden.
Das Aufgabengebiet umfasst die Entwicklung und Durchführung von Veranstaltungen und Führungen für alle Altersklassen, mit den Themenschwerpunkten Tier- und Naturschutz, natürlich mit Unterstützung des Teams. Sie sollten über eine abgeschlossene Ausbildung verfügen, eine hohe soziale Kompetenz haben, Menschen spannend unterhalten und informieren können und sich für Tiere, speziell Wölfe, Bären und Luchse, begeistern. Sie zeigen Bereitschaft, während der Saison auch an den Wochenenden den Besuchern die Ideen unseres Tierschutzprojektes nahe zu bringen und finden es toll, auch in den anderen Arbeitsbereichen helfen zu können (Tierpflege etc.).
Wenn Ihnen das zusagt und Sie in einem netten, dynamischen Team eine zukunftsorientierte Stelle suchen, dann bewerben Sie sich bitte ausschließlich per online bei:
... von wegen wir haben keine richtigen Winter mehr! Da kommt der Schnee in den letzten Tagen wie aus dem vollsten Federkissen von Frau Holle herab. Wir können gar nicht so schnell schaufeln, wie die Wege wieder verschneit sind. Und was gibt es zu sehen?
Die Wölfe und Bärin JURKA sind ständig unterwegs und suchen im Tiefschnee nach Beute. Logisch, dass die Mäuse auf der Hut sein müssen, denn nicht selten beobachtet man, wie angespannt die Wölfe auf eine Punkt starren und ähnlich wie Katzen die Ohren spitzen, dass man schlimmes ahnt. Während die Katze ihren Erfolg mit dem Schwanz förmlich herbei rudert, ist der Wolf eher der angespannte Typ. Mit einem plötzlichen Satz in den Tiefschnee hofft er, dass die Maus den Gang des Rückzugs verfehlt und ihm als leckeres Häppchen zu Gute kommt. Doch das ist gar nicht so einfach und so einen richtigen Mäuseerfolg konnten wir noch nicht beobachten.
Diesen Hunger der Wölfe nutzen wir gleich für eine Entwurmungskur, indem wir Futterratten anbieten, die logischerweise das Entwurmungsmittel im Körper haben. Schwierig ist es natürlich, wenn man nur drei Tabletten verabreichen kann und demzufolge auch nur drei Ratten bestückt sind. Da heißt es: wer ist der Schnellste, wer der Cleverste und wer könnte eventuell leer ausgehen? Diese spannende Frage konnten wir nicht beantworten, als wir los zogen, um die Kur der Wölfe vorzunehmen.
Tierpfleger Manuel Würz hatte die Ratten präpariert und unser BfDler Mark Rex hatte einen Sack Pellets zur Ablenkung möglicher Bäreninteressen bereitgehalten. Der kleine grüne "Gator" (unser BetriebsfaDSC 5168hrzeug), knatterte den Berg herauf, als JURKA eiligst den Kopf hob und schon den Duft der leckeren Futterbrocken in der Nase hatte. Also trat Mark sofort in Aktion und verstreute eiligst Pellets, die sich für Jurka förmlich anboten. Aber von den Wölfen war vorerst nichts zu sehen oder zu spüren, denn die haben so richtige Angst von dem "grünen Vehikel". Ralf Bürglin, freier Mitarbeiter für Pressearbeit, positionierte sich erwartungsvoll mit einer Kamera, um abzuwarten, wann die Wölfe kommen. Und so war es auch, kaum knatterte der "Gator" wieder Tal abwärts, stieben die drei Wölfe im vollen Tempo durch den Tiefschnee in Richtung JURKA. Völlig verduzt, dass es kein Reh oder andere Fleischbrocken gibt, sondern nur kleine intensiv riechende Krümel im Schnee zu finden sind, waren sie förmlich außer sich. Dann mussten wir uns etwas einfallen lassen. Wir nahmen kurze Stöcke und warfen sie weit in die Anlage, in der Annahme, dass die Wölfe hier Futterbrocken vermuteten. Das klappte super. Nun kam es darauf an, die Futterraten zielgerichtet zu werfen, damit auch jeder Wolf seine Dosis Entwurmung erhält. Die Spannung stieg, denn hintereinander die Futterhappen zu werfen bringt nichts, der Stärkste bekommt dann alles und die Anderen nichts. Deshalb starteten wir den Versuch, die Wölfe räumlich zu trennen. Ewig Stöckchen werfen - das erkennt selbst der schlauste Wolf nach dem vierten Mal. Der erste Wurf, für die Entwurmung, flog ca. 20 bis 25 Meter in den Tiefschnee. Wer von den Wölfen war der Erste??? ANITA war die Schnellste. Wie eine Cobra schlang sie die Ratte mit wenigen Kauattacken hinunter und schon war sie wieder in der Spur. ADO, der unweit von ANITA aufgeregt zuschaute, wartete nun natürlich nicht mehr auf ein Stöckchen, sondern auch auf einen solchen Happen. Also lockten wir ANITA weg, um dann die zweite Entwurungstabeltte an ADO zu verfüttern, das gelang auch sehr gut. Während ADI wieder 30 bis 40 m weit entfernt alles beobachtete, aber nicht einen Schritt tat, um uns näher zu kommen.
Von einer anderen günstigen Stelle warfen wir die letzte Wurmkur in einem riesigen Bogen in die Anlage, in der Hoffnung, ADI erkennt dieses Angebot. Aber nein, aufgeregt durch unseren neuen Standort suchte er das Weite und war bemüht, bei JURKA kleine Futterpellets zu finden. Selbige fand die Idee von ihm aber gar nicht gut und signalisierte sehr schnell, das dies nicht sein Areal ist. Nun ist ADI leer ausgegangen, während wir beobachten konnten, wie scharfsinnig ANITA der Geruchspur der dritten Ratte folgt, sie fand und schleunigst verschlang. Fazit: ANITA ist doppelt entwurmt, während wir für ADI noch eine neue Variante entwickeln müssen. Das alles dauerte fast zwei Stunden. Nur mal nebenbei erwähnt, das auch der Winter unsere vollste Konzentration erfordert.
Also besuchen Sie uns gern auch mal in dieser Jahreszeit, es gibt es immer etwas Interessantes zu entdecken.
SWolfo, nun ist der ganze schöne Schnee von Anfang Dezember durch den anhaltenden Regen voll den Bach runter gegangen. Wir konnten die Fluten aber richtig kanalisieren und es hat keine Probleme gegeben. Keiner unsere Bären brauchte zu befürchten, das ihm Schwimmhäute wachsen müssen.
Nicht ganz so lustig haben es unsere "Grauen" gefunden. Eher pudelnass schlichen sie geduckt durch alle Bereiche der Freianlagen. Hier stehen 8,5 ha zur Verfügung, und außer in der Seniorenresidenz gibt es viel zu entdecken.
ANITA, die Späherin, geht schon immer mal voraus, während ADO ihr folgt und den Rücken deckt. Weniger mutig aber doch im gehörigen Abstand von meist 20 bis 30 m kommt ADI dann hinterher. In allen Höhlen ist so ein heftiger und animierend strenger Geruch. Jeder der Bärenmänner hat sich eine eigene Höhle ausgewählt. Zu zweit wie BEA und BIGGI oder Kaja und Leoni? - weit gefehlt! Jeder dieser Bärenpaschas braucht seine eigene Höhle. Das Schnarchen ist manchmal sogar über weite Strecken zu hören und das reizt die "Grauen" um so mehr, immer wieder Patrouille zu laufen um zu sehen, ob es nicht doch ein Plätzchen in so einer Höhle gibt. Immer wieder wird die Runde gedreht und nachgeschaut, doch jeder Regentropfen scheint die Bärenmänner noch mehr davon abzuhalten, auch nur einen cm der Höhle frei zu geben.
Vorsichtig schleicht sich das Geschwisterpaar ANITA und ADO zur Höhle von BODO. Es ist ruhig, keine Bewegung in der tiefen Finsternis, also vorsichtig und lang gestreckt wird der Eingang erreicht. Es ist immer noch ruhig und so verschwindet der halbe Körper von ANITA in der Röhe. Mit einem unsäglichen Schnaupen und echtem Bärengebrüll, hat sich BODO dann doch Respekt verschafft, so dass die Wölfin vor Schreck rücklings aus der Höhle stolperte und das Weite suchte. Ja, hätte sie nur mal die Ausflüge der Bärin BEA beobachtet, die ebenfalls diese Situation ebenfalls erlebte, dann wäre ihr einiges erspart geblieben. Seit seiner Kastration im Sommer ist BODO seiner Schwester gegenüber nicht mehr so liebevoll.
Trotz der geradezu milden Temperaturen sind die Bärenmänner nicht gewillt, aus ihren Höhle zu kommen. Eine kleine Stippvisite, etwas Stroh und Geäst zusammengezogen, dann aber schnell wieder ins Bett und Pfunde wegschlafen. Die Bärenfrauen dagegen sind schon mal auf einer Erkundungstour, spätestens in der Dämmerung sind sie aber wieder weg. Da im Wald kaum mit Problemen zu rechnen ist, werden sie wohl erst am nächsten Tag prüfen, ob die Welt noch in Ordnung ist...
gemütliche EinladungTrockene Kälte, reichlich Schnee, ein romantisches Hüttendorf, weihnachtlicher Lichterglanz, mitten im herrlichen, festlich stillen Schwarzwald, das war die Premiere der Bärenwald-Weihnacht.
Selbst die Bären waren wohl auf gespannt, was da passieren sollte. Alle, außer Ben, Schapi und Bodo, haben es vorgezogen, statt sich in ihre Höhlen zurückzuziehen, lieber die Bärenwald-Weihnacht abzuwarten.
An insgesamt 10 Hütten und 4 Ständen waren hübsche, bunte Holzfiguren, Edelsteine, Silberschmuck, festliche Gestecke, gravierte Holzbretter, Wurst, Käse, Weihnachtsschmuck, Grußkarten, Honig, Gebäck, Bratwurst, Waffeln und Glühwein zum Kauf angeboten worden, und das allermeiste davon direkt aus dem Wolftal.
Das bieten sicher auch andere Märkte, aber wo kann man zusammen mit einem Weihnachtsmarktbesuch noch Bären und Wölfe in naturnaher Umgebung erleben?
Ein besonderes Ereignis war die Samstag-Veranstaltung "Fackeln im Advent", die bereits zum dritten Mal angeboten wurde. Vor „ausverkauftem Haus“ am Lagerfeuer, las Herr Waldemar (gespielt vom Parkleiter Stephan Voegeli) das Märchen von den Schwarzwälder Wald-Imigranten (eine lokale Variante der Bremer Stadtmusikanten) vor, welches, natürlich wissenschaftlich korrekt, von Dr. H.-P. Pingelig (gespielt vom Parkpädagogen Simon Kohling) kommentiert und ergänzt wurde. Diese neue Art der Veranstaltungsgestaltung kam beim Publikum, auch durch ihren großen Unterhaltungswert, sehr gut an. Als der märchenhafte „Streit“ zwischen Waldemar und dem Doktor zu Ende war, zog die Gruppe in die schön geschmückte Halle, um an der Tafel für das zum Event gehörende 3-Gänge-Menü Platz zu nehmen. Bei Lachs-Blätterteig, Rehragout und Zimteis, wurde dann noch einmal über das Erlebte gesprochen.
Weihnachtstrubel im Wolf-und BärenparkDie erste Bärenwald-Weihnacht war ein unglaublich stimmungsvolles, dekoratives, mit viel Liebe und Engagement gestaltetes Event. Trotz der anhaltender Schneefälle zum 1.Advent konnten ca. 500 Besucher die Premiere miterleben.
Dieser besondere Weihnachtsmarkt wird sich für die Zukunft als tradionelles Event im ALTERNATIVEN WOLF- und BÄRENPARK etablieren.
Alt bewährt und nun schon traditionell, möchten wir alle Bären- und Wolfsfans zum Erwerb unseres Kalenders 2013 animieren.
Auf allen Monatsbildern sind unsere Pfleglinge, Ihre Patentiere oder einfach Ihre Lieblinge zu finden.
Die STIFTUNG für BÄREN hat sich wegen der Vielzahl der Tiere eine neue Variante des Kalenders einfallen lassen. Lassen Sie sich also für das kommende Jahr überraschen.
Mit dem Erwerb eines Kalenders helfen Sie uns einerseits, die Parks bekannter zu machen und andererseits ist es eine nette Geschenkidee für Freunde und Bekannte. Wir freuen uns auf Ihre Bestellung.
Hinweis: Auf der letzten Seite des Kalenders hat die Druckerei einen Fehler zugelassen und die alte Datei übernommen, wir meinen natürlich die Vorbestellung für das Jahr 2014
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