Aktuelles

Die Bären heben ab

 

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Ein brandneuer Gleitschirm mit Logo und Schriftzug des Alternativen Wolf- und Bärenparks Schwarzwald, hatte im August in Oppenau/Ibach seinen Jungfernflug. Wie kam es dazu?

Reiner Schlack, ein erfahrener Tandemgleitschirmflieger, ist nicht nur ein Menschen- sondern auch ein absoluter Tierfreund.  „Ich stehe voller Freude hinter dieser Aktion der STIFTUNG für BÄREN und werde so meinen Beitrag zur Hilfe der Bären und Wölfe im Rippoldsauer Wald  leisten“, so Reiner Schlack gegenüber dem Geschäftsführer der STIFTUNG für BÄREN, Rüdiger Schmiedel. „Gern stelle ich den Schirm zur Verfügung und übernehme auch die Kosten der Beklebung. Mein Fliegerfreund Klaus Bös von www.signmaker.de hat den Schirm kostenlos mit mir gemeinsam beklebt.
Dieser neue Schirm wird die nächsten 6 Jahre (mindestens) seinen Dienst im Schwarzwald tun und hoffentlich dem Alternativen Wolf- und Bärenpark in  Bad Rippoldsau-Schapbach viele Besucher bescheren. Er wird seine Botschaft.....

auch über ausländische Tandemgäste in die Welt hinaustragen und  über Fotos und Videos dort für Aufmerksamkeit sorgen. Auf meinen neuen Visitenkarten und Tandem-Flug-Gutscheinen wird das Logo des Wolfs und Bärenparks dann auch zu sehen sein“, so Schlacks Ideen.

Ein großes Dankeschön von der STIFTUNTG für BÄREN für dieses tolle Engagement, denn jede Hilfe und Unterstützung wird hier gern angenommen.

Nun wird die Flugwerbung im Schwarzwald  große Höhen nehmen und hoffentlich immer genügend Wind unter dem Schirm sein, so dass möglichste viele Menschen auf unser Tierschutzprojekt aufmerksam werden und vor Ort erleben können, wie gut es den Bären in den großzügigen, naturnahen Freianlagen im Schwarzwald nach einem langen Leidenswegen geht. 

Mit dem Jungfernflug haben sich auch schon die ersten Besucher für den Bärenpark angemeldet.

Danke an Reiner Schlack www.schlack.info  für diese bärenstarke Botschaft in der Luft. 

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Bärenparkfest 2013

22 Bärenbild
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Am Sonntag fand wieder unser Bärenparkfest statt. Das Wetter war nicht ganz so toll wie angekündigt. Trotzdem kamen genügend Besucher, die viel Freude und Begeisterung für Führungen, Musik, kulinarische Leckereien, Teddybären und Bärenkunst mitbrachten.

Dirigent Georg Schnurr von der Musikkapelle Harmonie Schapbach deutete mit seinem Taktstock gelegentlich gen Himmel. Doch der hielt bis auf ein paar Spritzer, die die Noten der Musiker nicht unleserlich machten. Entsprechend kamen alle in den Genuss des umfassenden Repertoires der Schapbacher Kapelle.

Profi-Clown „Bärchen“ war morgends um Halbvier in seinem Heimatort in Nordrheinwestfalen losgefahren, um rechtzeitig die Kinder im Park mit seinem bunten Programm zu unterhalten. Stau und Schlafdefizit waren ihm keineswegs anzumerken, die Kinder jubelten.

Fit trat auch die Polit-Prominenz in Erscheinung. Sowohl die Bürgermeister, Berhard Waidele (Bad Rippoldsau-Schapbach) und Julian Osswald (Freudenstadt), als auch Saskia Esken, Bundestagskandidatin der SPD, und Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel von der CDU.

Bereits zum 9. Mal hielten Rosalinde Fleißner und Co. vom Förderverein Ihre Tombola-Los-Eimer den Bäreninteressierten Besuchern entgegen. Das ganze Jahr über sammeln sie Spenden vom Teddybär-Anhänger bis zum Bügeleisen, die die Besucher dann per Los gewinnen können.

Kulinarisch wurden unsere Gäste auf ganz vielfältige Weise verwöhnt: 70 Kilogramm Geschnetzeltes hatte die Firma Müller aufgefahren, dazu gabs Spätzle und Salat. Nach der Zahl der durchs Festzelt getragenen Teller, muss das das Lieblingsessen der Besucher gewesen sein. Natürlich hatte die Küchen-Fraktion des Fördervereins noch mehr im Angebot. Gegenüber des Festzelts servierte etwa Andrea Aust Pommes – frisch und heiß aus der Fritöse, so wie sie sein müssen. Nebenan am Grillstand wendeten der Alaska-Reisende und Wildbärenkenner Dieter Wagner aus Stuttgart und Kollegen Steaks und Würste. Am Kaffee- und Kuchenbuffet gab es die leckeren Kuchen der Firma Pfalzgraf aus Pfalzgrafenweiler. Etliches aus dem bunten Kuchen-Potpourris war wie schon so oft gespendet worden. Vielen Dank dafür!

In der Sporthalle der schönen ABB-Ferienhaus-Anlage fand eine Teddybärenbörse statt. Bereits auf dem Parkplatz davor ließ sich erkennen, dass die Macher der Börse ihr Hobby mit Passion betreiben: Hinter den Heckscheiben diverser Fahrzeuge waren Teddys und andere Bären-Accessoires sehr liebevoll dekoriert. In der Halle selbst hatten unter anderem die Bärenfreunde Freudenstadt, Helene Schwenzer, Angela Puschmann, Gretel Bischoff, P. Steiner und das „Bärenlädle“ ihre Lieblinge ausgestellt. Und nicht nur das. Helene Schwenzer etwa präsentiere 50 verschiedene Teddybärenfelle, ein Angebot, das es nach ihren Angaben so in keinem Laden gibt. Manchen Stoff ordert sie sogar in Südafrika.

Ebenfalls in der ABB-Halle vertreten war Künstler Helmut Kaczmarzewski aus Hundsbach, der mit verschiedenen Motiven von Bären und Wölfen aufwartete. Er schenkte der Stiftung für Bären sehr großzügig eines seiner großformatigen Bärenbilder für eine Versteigerung.

Am Nachmittag führte „Piano Man“ Tilo Lutz vom Bärenpark bis in die „Streets of London“. Der Entertainer hat alles drauf von Rock, Pop bis Blues und versteht es mitzureißen. Und für vorbeitapsende, nicht mehr ganz so fitte Kinder, streut er schon auch mal die Popversion von „Schlaf-Kindchen-Schlaf“ ein. Bei den Erwachsenen war dies nicht nötig, die grölten auch später noch zu Lutzens Musik.

Stiftung und Bärenpark sind sehr zufrieden mit dem diesjährigen Fest. Die Stimmung war prächtig, die Besucherzahlen ordentlich und davon profitieren letztlich auch unsere Bären. Impressionen vom Fest sind demnächst in der Bildergalerie zu sehen.

Einladung zum Sommerfest

Ludwig mit Bär
Ludwig mit Bär
Am Sonntag, den 8.9. findet unser diesjähriges Sommerfest im Bärenpark statt. Laut Wetterbericht sollen es noch einmal Durst machende 30°C werden. Das wäre perfekt. Wir werden mit ausreichend Flüssigem dagegen halten.

Festauftakt mit Frühschoppen ist um 11 Uhr. Es spielt die Musikkapelle Harmonie Schapbach. Wer mit einem Bärenhunger kommt – oder auch nur mit einem kleinen – wird von uns ab mittags versorgt werden. Den ganzen Tag über gibt es Leckereien vom Grill.

Ansonsten bieten wir wieder jede Menge Spaß und Unterhaltung – vor allem auch für Kinder: Profi-Clown Bärchen tritt auf und hat ein lustiges Programm zusammengestellt. Kinder können sich in einer Hüpfburg austoben oder sich schminken lassen. In der Sporthalle des ABB-Kinderferienheims findet außerdem eine Teddybären-Ausstellung statt.

Schluss ist, wenn der Letzte geht.

Bären-Infomobil hat ausgedient

Abschied vom Bären-Infomobil
Abschied vom Bären-Infomobil
Viele werden sich noch an den Bus mit den großen Bären- und Wolfsmotiven erinnern und haben ihn vielleicht auch von innen gesehen. Ab 2004 fuhr der umgebaute Ziehharmonikabus als „Bären-Infomobil“ durch die Lande, um für den AWBS zu werben. Mit der Fertigstellung des Parks 2010 wurde das Mobil als Ausstellungsraum fester Bestandteil der Anlage. Jetzt hat er ausgedient.

Das raue Schwarzwaldklima war wohl zu viel für ihn. Schimmel hatte sich im Innenbereich festgesetzt. Für unsere Besucher war es einfach nicht mehr zumutbar, sich darin aufzuhalten. Deshalb haben Park-Mitarbeiter den Bus zunächst im Bereich der „Ziehharmonika“ geteilt und anschließend mit einem MB-Truck (Holzrücke-Traktor) aus seinem ständigen Parkplatz herausgezogen und abgeschleppt.

Der Bus wird zerlegt
Der Bus wird zerlegt
Die didaktische Einrichtung wurde natürlich rechtzeitig ausgebaut. Der PC für ein digitales Suchspiel, die Dufttafel mit der man typische Gerüche aus dem Lebensraum der Bären erkennen kann, das Fahrrad mit dem man mit Bären um die Wette radeln darf, stehen mittlerweile in der Eingewöhnungsstation. Hier sind sie einstweilen sicher vor Feuchtigkeit. Geplant ist nun, anstelle des Bärenmobils einen stationären Info-Bereich aufzubauen, in dem die Didaktik-Elemente dann wiederverwendet werden können.

Neuzugang im Bärenpark!

Der Neue kl
Der Neue kl
1,95 Meter groß ist der Neue – gemessen von der Hacke bis zum Scheitel (das Scheitelhaar angedrückt). Er stammt aus den Wäldern Rumäniens. Sein Gesicht ist zu einer grimmigen Fratze erstarrt. Dafür grüßt er Besucher freundlich mit erhobener Pranke.

Entscheidender Unterschied zu unseren anderen neun Bären: Der Neue ist ausgestopft. Er stammt aus dem Nachlass eines Jägers aus der Nähe von Achern, Baden-Württemberg. Die Familie des Jägers durfte den Bären nicht verkaufen, sondern nur an ein Museum oder eine ähnliche Einrichtung verschenken. So kam die Familie auf den Bärenpark, kontaktierte uns und überließ uns den Bären großzügigerweise (vielen Dank dafür!). So können wir nun in unserem neuen Dokumentations-Raum ein echtes Prunkstück präsentieren. Und nicht nur das.

Penisknochen
Penisknochen
Dazu haben wir den Originalschädel bekommen, eine Kralle, Abgüsse der Eckzähne und den original Penisknochen des Bären. Außerdem wurde uns ein weiterer Schädel überreicht. Dieser bereitet uns einiges Kopfzerbrechen, weil von der Witwe des Jägers nicht zu erfahren war, ob es sich dabei um einen Hund oder einen Wolf handelt. Die Bestimmung ist nicht so ganz einfach, was unter anderem daran liegt, dass es die Standardkennzeichen für einen Hundeschädel nicht gibt. Die vielen Hunderassen sind einfach zu unterschiedlich. 4 Merkmale haben wir geprüft:

Schädel von Wolf oder Hund
Schädel von Wolf oder Hund
1. Wolfstypisch soll ein stark ausgeprägter Knochenkamm auf dem Oberschädel sein. Der ist bei unserem Exemplar eher weniger deutlich. Unsere Recherche ergab außerdem, dass es auch Hundeschädel mit stark ausgeprägtem Knochenkamm gibt.

2. Typisch für den Wolf angegeben sind außerdem weit ausladende Jochbögen. Das trifft auf unser Exemplar zu. Aber auch in diesem Punkt haben wir Hundeschädel gesehen, die entsprechend ausladend gebaut sind.

Oberschädel von Wolf oder Hund
Oberschädel von Wolf oder Hund
3. Auch der Abstand der Schneidezähne (beim Hund locker; beim Wolf eng) ist kein verlässliches Merkmal.

4. Der so genannte Orbital-Winkel soll beim Wolf kleiner als 45° sein. Beim Hund liegt er anscheinend über 53°. Bei unserem Schädel haben wir 50° gemessen. Dieses Merkmal bringt uns also auch nicht weiter.

 

Wir haben trotzdem eine Erkenntnis: Einen Chihuahua von einem Wolf zu unterscheiden, ist keine Kunst. Aber um einen wolfsähnlichen Hund von einem Wolf zu unterscheiden, taugen die landläufig im Internet kursierenden Merkmale zur Unterscheidung allesamt nichts. Die beiden Tierarten sind sich einfach zu ähnlich.

Wir freuen uns trotzdem über den Schädel eines „hundeartigen Raubtiers“ mit seinem typischen Fleischfressergebiss mit dem wir den Unterschied zum Allesfresser Bär nun trefflich erklären können.

 
 

Besucherrekord! Helfen die Steinmännchen?

Steinmännchen II b
Steinmännchen II b
Was für ein Sommer! Wer hätte das gedacht nach dieser ersten Jahreshälfte. Das prächtige Wetter scheint auch den muffigsten Stubenhocker zu Unternehmungsdrang und Abenteuerlust zu verleiten – und viele von diesen finden anscheinend den Weg in den Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald.  Zumindest können wir einen Besucherrekord vermelden: 789 Wolf- und Bärenfreunde haben am Sonntag Kaja, Poldi, Schapi und Co besucht. Das freut uns sehr und ist eine Bestätigung für unsere Arbeit. Wenn man „ganz genau“ zählt, haben wir sogar schon die 800er-Marke geknackt. Denn unter den vielen Besuchern tummeln sich seit einigen Tagen mehr und mehr Steinmännchen.

 Sie versammeln sich in immer größerer Zahl in der Ostecke unserer Anlage, in der Nähe unseres Grasfrosch-Biotops. Dort, wo große Felsbrocken einen Hangabbruch sichern sollen, waren zunächst zwei, drei Stück aufgetaucht. Nun werden es Tag für Tag mehr. Mittlerweile sind es Dutzende.

Man kennt die Steinmännchen oder –pyramiden aus dem Urlaub in den Bergen. In den letzten Jahren findet man sie auch vermehrt an Bächen, im Wald und auf Feldern. Was uns die kleinen Kunstwerke mitteilen sollen, dafür hat wohl jeder seine eigene Erklärung. In Island sollen sie vor Trollen schützen; in Tibet haben sie religiöse Bedeutung. Viele moderne Erbauer teilen damit wahrscheinlich einfach nur mit „Ich war hier! Vielleicht sind sie auch eine Art Empfehlung: Hier lohnt es sich lang zu gehen!“ Träfe diese Interpretation zu, würde uns das natürlich besonders freuen, weil dann wohl noch mehr Leute zu erwarten wären – auf dass wir die 800er-Marke für Besucher an einem Tag tatsächlich bald knacken.

Rückblick

AWBS
AWBS
Unsere Besuche im Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald, 31.07. und 01.08. 2013

Unsere Bärenbesuchstour führte uns natürlich nach dem Besuch des Alternative Wolf- und Bärenparks in Worbis auch in den Schwarzwald. Pünktlich um 10.00 Uhr standen wir vor dem Kassenhäuschen, voller Ungeduld und in Erwartung, endlich "unsere" Schwarzwälder Petze zu besuchen, die wir schon lange nicht mehr gesehen hatten.

Wir nahmen direkt den großen Rundweg in Angriff und schauten somit bei bestem Überblick von oben erstmal in die Seniorenresidenz von Poldi und Schapi. Wie, keiner da ? In der Tat konnten wir die beiden Herren erstmal nicht sehen, da es bereits in den Morgenstunden sehr warm war und die beiden Bären sich bereits schattige Plätzchen gesichert hatten. Ein paar Meter weiter trafen wir dann aber schon auf den stattlichen Ben, der sich fast den ganzen Tag im vorderen Bereich der großzügigen Freianlage aufhalten wollte. Für Fotos war er zuerst noch nicht bereit, zeigte sich aber kurz darauf von seiner ganzen Bärenschönheit und liess sich bei zahlreichen Gelegenheiten (Baden,Umdekorieren der Botanik und Dösen) fotografieren. Am unteren Teil des Rundwegs am Bachlauf trafen wir dann erstmalig auf Kaja, die die Zeit für ausgiebiges Schlafen und Sonnenbaden nutzte. Sie hatte die Ruhe weg und liess sich weder von anderen Vierbeinern noch Zweibeinern stören oder beeindrucken. "Carpe Diem" kann man da nur sagen. Schwester Leonie thronte hingegen im oberen Hangbereich der Freianlage direkt am steilen Anstieg, um so alles direkt

im Blickfeld haben zu können. Auch sie nutzte die Büsche als schattiges Plätzchen, denn um die Mittagszeit hatte es bereits weit über 30 Grad. Bea konnte man den ganzen Tag lang immer mal wieder hier und dort bewundern. Mit stoischer Ruhe nutzte sie das ganze Weite des Areals um Futter zu suchen. Schwester Biggi hingegen suchte ihr Futter in der Nähre von Ben,dem es sichtlich und hörbar gar nicht gefiel, dass die markante Bärendame ihm sich bis auf wenige Meter näherte und ihm die Leckereien abspenstig machen wollte. Mit erhobenen Kopf und lautem Brummen verschaffte sich Ben erstmal Luft,

aber Biggi ignorierte den großen Kerl ganz einfach. Nur wenige Minuten später gab es dann erstmal eine ordentliche Rangelei zwischen den beiden, wobei Biggi ganz klar nach Punkten gewann und Ben der widerborstigen Dame für den Rest des Tages aus dem Weg ging. Schönheit Jurka kam nach der ersten überstandenen Mittagshitze nach unten um sich den Besuchern zu präsentieren, bzw. um im steinernen Trog ein kühlendes Bad zu nehmen. Dichtes Fellkleid, stattliche Figur und ein imposantes Bärengesicht - man erkennt den Wildfang sofort. Nach ausdauernder Fotosession wusste die Bärin genau wann es Zeit war zu gehen, und machte sich nach einer Stunde wieder auf den Weg in den oberen Teil der Anlage.

Auch die Wölfe waren während unseres Besuchs immer mal wieder zugegen. Nicht nur einzeln, nein sogar alle zusammen konnten wir sie beim umherstreifen und bei Rudelstreitigkeiten beobachten. Zum Abschluss wurden wir dann zum Glück doch noch von Schapi und Poldi eingeladen, Bilder zu machen und die beiden beim gemütlichen Futtern zu beobachten. Beide haben die Ruhe weg, sitzen Po an Po zusammen und keiner von beiden machte Anstalten, dem Anderen das Essen zu stibitzen. Bärenbrüder halt. Unser Urlaub ging leider viel zu schnell zu Ende, aber wir freuen uns schon jetzt sehr darauf, alle Bären bald wiederzusehen.

Bärenstarke Grüße

Sascha und Tatjana

Ein Pavian in der Anlage ?

Pavian Bea
Pavian Bea
Nein, nicht wirklich. Auf den ersten Blick könnte man aber meinen: vorne rum eine Menge langer Haare, hinten fast ohne.

Und nein, auch unser Bären-Friseur hat sich hier nicht mit einem neuen, schnieken Sommerschnitt einen Namen machen wollen. Es ist ...

Es ist Bea, die uns ein bisschen Sorgen macht und zugleich auch belustigt. Sorge macht uns ihr Fellwechsel, der nicht so abläuft wie er soll. Die Haare gehen zwar aus, aber eben leider nur hinten rum. Ihr komisches Aussehen verstärkt sie gelegentlich dadurch, dass sie ihren Allerwertesten zur Kühlung in den Bach hängt. Das Wasser klebt die Haare an und verstärkt den Eindruck vom Pavian-Po.

Wir vermuten eine Stoffwechselstörung und verabreichen jetzt Biotin und Kieselgur. Biotin ist ein Vitamin. Kieselgur ist ein Präpart fossiler Kieselalgen. Und anderem sind darin Brennessel, Minze und Kamille enthalten. Wir hoffen, dass das eine oder andere Medikament anschlägt – und Bea bald wieder vom Pavian zum Bären zurückmutiert.

Paten und Promis im Bärenpark

Franziska Friede mit Bär
Franziska Friede mit Bär
Am Samstag haben wir für unsere Paten einen exklusiven VIP-Tag veranstaltet. Mit dabei waren die Schauspielerin Franciska Friede aus Hamburg sowie das Autoren-Duo Decker-Schoch, die in einer Lesung ihren neuesten Schwarzwald-Krimi vorstellten, der teils im Bärenpark spielt.

„Da muss Wasser ran!“ Schauspielerin Franciska Friede, die vielleicht aus der SAT1-Serie „Hand-aufs-Herz“ bekannt ist, erkannte die Lage sofort. Bei ihrem ersten Rundgang hatte die engagierte Tierschützerin im Ostteil des Parks einen Tümpel entdeckt, der auszutrocknen drohte. Da drehte sie kurzerhand und organisierte im Wirtschaftsgebäude einen Eimer. So rettete sie schließlich die Froschbrut vor dem Vertrocknungstod. Solche Leute können wir im Bärenpark gut gebrauchen, Leute, die ein Herz für Tiere haben – egal ob für Bär, Wolf oder Frosch.

Tierlieb sind auch unsere Paten, die wir fürs Wochenende eingeladen hatten, um ihnen für ihr außergewöhnliches Engagement zu danken. Rund 100 waren gekommen. Die Paten haben sich einzelne oder mehrere Wölfe und Bären ausgesucht, für die sie regelmäßig spenden. Viele organisieren außerdem in ihrer Freizeit Sach- und Futterspenden. Jetzt waren wir mal dran, uns für so viel Hilfe erkenntlich zu zeigen:

Rüdiger Schmiedel auf Führung
Rüdiger Schmiedel auf Führung
Bärenparkleiter Stephan Voegeli und Rüdiger Schmiedel, der Geschäftsführer der Stiftung für Bären ist, führten exklusiv durch den Park. Ludwig Hoferer, der Vorsitzende des Bärenpark-Fördervereins, versorgte die Gäste von seinem Grill aus. Nach Sonnenuntergang stand Gruseln auf dem Danke-Schön-Programm. Das in der Region bekannte Autoren-Duo Wolfgang Decker und Stefan Schoch luden zur Lesung ihres neuen Lokal-Krimis. Die Gäste lauschten gebannt und erfuhren nach 90 spannenden Minuten, wie die Leiche letztlich ins Freigelände des Bärenparks gelangte.

W Decker St Schoch kl
W Decker St Schoch kl
Von den Gästen gab’s viel positive Rückmeldung – von Thomas Ruff und Dagmar Jodeit zum Beispiel, die für den Abend aus Ehningen, Kreis Böblingen, angereist waren. LKW-Fahrer Ruff, der von sich sagt, „als Bub schon von Wölfen fasziniert“ gewesen zu sein, meinte, es sei gut, wenn die Paten sehen, wo ihr Geld hingeht. Anke Nickäs aus Bretten fand das Event „super organisiert“. Besonders angetan war sie von Parkleiter Stephan Voegeli und seiner Führung: „Er bringt so tolle Vergleiche.“

Wir freuen uns sehr über das Lob, und überhaupt über alle Rückmeldungen. Schließlich wollen wir uns weiter verbessern , damit das nächste Event ein hoffentlich noch größerer Erfolg wird.

An dieser Stelle auch noch mal ein ganz dickes „Danke“zum Start unserer Aktion „Futtereimer“. Allein am Patentag wurden 133 „Futtereimer“ für unsere Tiere gespendet. Das entspricht 1330 Euro. Super! Ben und Co werden davon profitieren.

Bäriges Sohle-Raten

Schapis Pfote von Hildegard Pannen
Schapis Pfote von Hildegard Pannen
„Und wer ist das?“ Hildegard hat Manuel am Wochenende auf die Probe gestellt. Die Bärenfreundin, die den Bärenpark Schwarzwald regelmäßig besucht, wollte von unserem Tierpfleger per Facebook auf „8 Bären für immer“ wissen, wem sie da auf die Tatze geschaut hatte.

Die Antwort kam prompt: „Schapi.“ Da brauchte Hildegard nur noch mit „klar!“ zu antworten.

Gefragt, wie Manuel es geschafft habe, den einen unter neun Bären zu erkennen, sagt der „Bärtreuer“: „So schwierig ist das doch gar nicht. Es ist deutlich dunkles Fell zu erkennen. Und wir haben ja nur zwei Bären mit dunklem Fell, Ben und Schapi. Und da Ben schwerer ist, und die Pfote vergleichsweise klein wirkt, habe ich auf Schapi getippt. Und bescheiden fügt Manuel an, der erst seit einem Jahr für den WOLF- und BÄRENPARK SCHWARZWALD arbeitet: „Bei einer Bea oder Biggi würde ich mich da auch noch ziemlich schwer tun.“ Wir sind sicher: Mit der Zeit wird Manuel auch bei diesen Bärendamen ein Blick auf die Tatze genügen, um sie zu erkennen.