auf der Suche nach Euren Lieblingsmotiven reißen wir unsere Augen wieder ganz weit auf!
Sicher wart ihr in den vergangenen Monaten fleißig und habt in den beiden Alternativen Bärenparks in Worbis und im Schwarzwald tüchtig Bären und Wölfe fotografiert. Gerne würden wir Eure Motive mal ansehen und sie eventuell für den Wolfs- und Bärenkalender 2015 verwenden. 3.000 Stück werden davon gedruckt. Sie gehen an Bärenfreunde in ganz Deutschland und über die Grenzen des Bundesgebiets hinaus.
Selbst wenn es Eure Fotos nicht in die exklusive Auswahl von 24 Motiven für den Kalender schaffen. Die Motive können wir sehr vielseitig in unseren Druckmaterialien zum Wohl unserer Bären verwenden – zum Beipiel in unserem Magazin Bärenspur, in Broschüren oder auch auf unseren Webseiten.
Infos / Anforderungen
Die Fotos müssen in den beiden Alternativen Bärenparks Worbis und Schwarzwald aufgenommen worden sein. Bildgröße: 10 x 15 cm (Hoch- und Querformat); mindest. 300 dpi (die längere Seite von 15 cm bei 300 dpi sollte etwa 1.800 Pixel entsprechen); Dateiformat: jpg oder tif. Der Bildtitel muss den Namen des Fotografen enthalten. Jeder Teilnehmer kann nur seine drei besten Motive einreichen. Einsendeschluss ist der 16.8.2015. Eure Fotos könnt ihr hier hochladen: http://www.baer.de/startseite/lieblingsmotive
Bitte beachtet, dass dies kein Fotowettbewerb ist. Ein Sieger wird nicht ermittelt. Wir sind bemüht, alle eingereichten Fotos objektiv zu bewerten und auszusuchen. Es besteht kein Rechtsanspruch auf eine Veröffentlichung. Mit dem Einsenden der Bilder erhält die STIFTUNG für BÄREN das Recht, die Fotos zum Wohl ihrer Tiere zu veröffentlichen. Wenn der Kalender zu haben ist, informieren wir via Homepage und Newsletter.
Fototag im Bärenpark: Auch Lolita Morena – Exfrau von Lothar Matthäus – hat die besondere Fotokulisse im Bärenpark schon genutzt. Foto: Ralf Bürglin / STIFTUNG für BÄREN
Für ambitionierte Naturfotografen organisiert der Bärenpark zwei spezielle Fototage. Termin ist das Wochenende am 25. und 26. Juli. Die Fotografen profitieren von besonderen Bedingungen.
Der ALTERNATIVE WOLF- und BÄRENPARK SCHWARZWALD bietet seinen Tieren Bedingungen wie in der Natur. Dafür ist der Park bekannt. Für die Bären ist das wichtig, sie sollen nach einem Leben in schlechter Haltung wieder zu mehr Natürlichkeit zurückfinden. Selbstverständlich profitieren auch die Besucher von diesen Bedingungen, insbesondere Naturfotografen.
Weder stören Eisenbarren noch Betonwände beim Bildermachen. Auch stehen die Bären hier nicht auf penibel gepflegtem Englischem Rasen oder am Rande eines Teichs mit gepflastertem Ufer. Im Wolf- und Bärenpark Schwarzwald ist alles wild: sprudelnde Schwarzwaldbäche; Dickichte aus Farn und Brombeeren, die nur Bären durchdringen können; sturmgekippte Bäume, die die Bären für Balance-Übungen nutzen. Entsprechend sind Motive möglich, für die man sonst weit reisen muss.
Grundsätzlich heißt das Bärenpark-Team Fotografen immer willkommen. Spezielle Aussichtspunkte und Fotofenster stehen das ganze Jahr über zur Verfügung. Am 25. und 26. Juli schafft das Bärenpark-Team jedoch Bedingungen, die einmalig sind: Die Fotografen dürfen beispielsweise zu exklusiven Besucherzeiten in den Park und sind dann unter sich. Die erste „Schicht“ ist morgens von 6 bis 10 vorgesehen, die zweite abends von 18 bis 22 Uhr. Das garantiert, dass die Fotografen ungestört arbeiten und sie ihr Fotogepäck unbedenklich abstellen können. Außerdem werden zusätzliche Beobachtungsplattformen aufgebaut sein, die einen uneingeschränkten Blick in die Freianlage ermöglichen. Ausgebrachte Beutestücke garantieren, dass Bären und Wölfe auch aus ihren Verstecken kommen. Der Bärenpark stellt zwei Räume zur Verfügung, in denen die Fotografen ihre Laptops nutzen oder Fachgespräche führen können.
Teilnehmerinnen des Ferienprogramms präsentieren eine Bärentorte, die sie selbst zubereitet haben und anschließend an die Tiere verfüttern. Foto: STIFTUNG für BÄREN
Der Bärenpark bietet während den Sommerferien eine Reihe von Sonderveranstaltungen für Familien und Kinder an.
Nach den erfolgreichen Führungen für Familien und Kinder zu Ostern und im Herbst bieten wir jetzt auch im Sommer ein buntes Programm an. Kinder und Eltern können tolle Sachen in der Natur erleben und viel Interessantes erfahren.
Preis: 3 Euro für Erwachsene; 2 Euro für Kinder von 6-13 Jahren - max. 25 Personen
Bitte anmelden! Bis einen Tag vor der jeweiligen Veranstaltung.
Tel. 0 78 39 - 91 03 80 oder unter
Bärenstarkes Kinder-Programm für die Sommerferien
jeden Dienstag in den Ferien, 10-16 Uhr
wechselnde Themen
Preis: 20 Euro - inklusive Mittagessen und Eintritt; max 15 Kinder von 6-13 Jahren
Termine:
04. 08. Bärentag: Heute dreht sich alles um das Thema Bären.
11. 08. Wolfstag: Spielerisch erfährt man Spannendes zum Thema Wölfe.
18. 08. Waldforscher: Wir pirschen gemeinsam durch den heimischen Wald.
25. 08. Wasserforscher: Wir erforschen den Bärenpark-Bach und seine Ufer.
01. 09. Basteln mit Naturmaterialien – für Kreative: Wir sammeln, was der
Wolf- und Bärenpark hergibt und basteln daraus tolle Dinge.
08.09. Insektenforscher: Ausgerüstet mit Lupe und Pinzette schauen wir
nach Krabbeltieren im Bärenpark.
Bitte anmelden! Bis einen Tag vor der jeweiligen Veranstaltung.
Tel. 0 78 39 - 91 03 80 oder unter
Bäriges Angebot: Wer drei Mal kommt, darf ein Mal kostenlos teilnehmen!
Ausrüstung: Wir werden die meiste Zeit im Freien verbingen. Bitte an robuste Kleidung und Sonnenschutz denken. Ferngläser, Lupen etc. für die Tierbeobachtung kann jeder der hat gerne mitbringen.
Am Samstag, den 4. Juli findet ab 21 Uhr die nächste „Nacht der glühenden Augen“ im Alternativen Wolf- und Bärenpark statt. Besucher können im Dämmerungslicht auf spannende Tierbegegnungen hoffen. Weitere Termine: 1.8., 21 Uhr und 5.9., 20 Uhr
Die Wölfe werden im Mittelpunkt stehen. Bei einem abendlichen Rundgang erzählt ein Experte des Parks alles Wissenswerte zu der charismatischen Tierart. Die Lebensweise des Wolfs ist ein Thema oder auch seine Rückkehr nach Europa.
Das Bärenpark-Team lockt die Wölfe mit reichlich Fressen aus ihren Verstecken. Den einen oder anderen Bären ruft dies auch auf den Plan. Bei solchen Gelegenheiten können sich Bär und Wolf auch mal nahe kommen. Dies ist von Seiten des Parks durchaus gewollt, sollen doch vor allem die Bären beschäftigt und ihre Sinne geschärft werden. In ihrem früheren Leben im Zirkus oder in engen Zwingern mussten sie viel Stumpfsinn erleben.
Die Besucher können sich jedenfalls auf einen spannenden Abend einstellen. Die Veranstaltung dauert ca. 2 Stunden. Sie kostet für Erwachsene 20 Euro, für Kinder bis 14 die Hälfte, 10 Euro. Ein herzhafter Snack ist bei diesem Abenteuer inbegriffen. Bitte telefonisch anmelden, 0 78 39 - 91 03 80, oder unter: schwarzwald@baer.de
Der Alternative Wolf- und Bärenpark Schwarzwald hat viele schöne Seiten zu bieten – zu jeder Jahreszeit. Im Moment blüht der Rote Fingerhut, eine spektakuläre Pflanze, die den Besuchern des Parks geradezu den Kopf verdreht.
„Es ist lustig wie die Leute die Köpfe hin und herwerfen“, schmunzelt Ralf Bürglin. Der Pressesprecher des Bärenparks hat Besucher beobachtet, die auf der Nordseite des Parks unterwegs sind. Links des Wegs hinterm Zaun gibt es die Bären und Wölfe zu beobachten, rechts entlang der Wegböschung stehen unzählige Blütenstände des Roten Fingerhuts. „Es scheint, als wären die Leute hin- und hergerissen: Soll ich jetzt zuerst den Bären hinterherschauen oder den Fingerhut genau betrachten?“ sagt Bürglin.
In diesen Tagen schwärmt Bürglin vor allem für den Fingerhut. „Das ist eine wunderschöne Pflanze mit einer faszinierenden Biologie“ sagt der Pressesprecher. „Wie Sonnenblumen wenden sich auch die Einzelblüten des Fingerhuts zur Sonne hin. Die Blüten werden als Einkriech- oder Rachenblumen bezeichnet, in die vor allem Hummeln krabbeln. Kleineren Insekten ist der Zugang durch senkrecht stehende Sperrhaare verwehrt. Für die Hummeln dient der untere Teil der Blüte als Plattform zum Landen. Spazieren die Insekten in die Blüte hinein, streifen sie mit den Rückenhaaren an den Staubgefäßen. Den Pollen tragen sie anschließend zur nächsten Blüte.“
Auf ein weiteres interessantes Phänomen weist der Pressesprecher Besucher hin: „Der rote Fingerhut ist ein Zwitter, wobei sich männliche Blüten später in weibliche wandeln. Und die Blüten entstehen erst unten, dann oben. Dieser Mechanismus hilft, damit sich die Pflanze nicht selbst bestäubt.“
Ein bisschen Kopfzerbrechen macht Ralf Bürglin die Tatsache, dass Besucher den Roten Fingerhut auch innerhalb des Bärenparks immer wieder pflücken: „An den Blumen sollten sich hier doch alle freuen können. Außerdem ist der Rote Fingerhut hochgiftig – alle Teile der Pflanze. Laut Universitätsklinikum Bonn können schon zwei bis drei eingenommene Blätter bei Erwachsenen zum Tod führen.“
Fingerhut: Schönes Fotomotiv in der Bärenfreianlage
„Darum“, rät Bürglin, „die Blüten nur mit den Augen genießen.“ Und er fügt an: „Aber schnell! Die Lebensdauer der Blüten beträgt nur etwa sechs Tage. Und wenn Sie Glück haben, bekommen Sie Fingerhut und Bären auf ein und dasselbe Foto.“
Bärin Leoni ist tot. Nach einem Schwächeanfall am 18. Mai gab es ein langes Auf und Ab. Am heutigen Mittwoch ist sie nach eingehender Beratung des Bärenpark-Teams mit Tierarzt Dr. Sieder eingeschläfert worden.
Schon im vergangenen Winter sorgten sich die Mitarbeiter des Bärenparks um die kleine 31jährige Bärin. Sie kam einfach nicht zur Ruhe und lief rastlos ihre Bahnen. Am 25. März wurde sie deshalb narkotisiert und in den OP-Raum gehievt. Tierarzt Dr. Sieder stellte zunächst nur fest, dass ein Eckzahn gezogen werden musste. Waren etwa Zahnschmerzen der Grund für ihre Unruhe?
Aus einer Blutuntersuchung diagnostizierte Tierarzt Dr. Sieder später eine „schwere Schilddrüsenüberfunktion“, die durch Medikamente nur bedingt in Griff zu bekommen ist.
Am 18. Mai fanden wir eine regelrecht traumatisierte Leoni in der Freianlage vor.
Der herbeigerufene Dr. Sieder musste sie notversorgen. Seit jener Nacht hielt sich Leoni in der Krankenstation auf, wo sie mit sehr, sehr viel Liebe und Hingabe durch ehrenamtliche Helfer, Praktikanten und unsere Tierpfleger rund um die Uhr versorgt und gepflegt wurde. In der Folgezeit gab es immer wieder Auf und Abs. Immer wieder schaffte es die körperlich kleine Bärin sich aufzurappeln, um dann erneut bis zur Erschöpfung zu laufen. Ein klares Symptom der Schilddrüsenüberfunktion. In den letzten Tagen hat man sie förmlich aufrichten müssen, um ihr Futter und Wasser zu verabreichen. Alle Medikamente oder auch natürliche Hifsmittel führten zum Erbrechen, so dass man schnell wieder darauf verzichtete. Leoni konnte das Futter schon gar nicht mehr verdauen, es ging eins zu eins durch den Darm. Kein bärenwertes Leben mehr, zu mal sie dieses Leben wohl gar nicht mehr wahrgenommen hat. Fachberater aus dem In- und Ausland kamen zu dem Schluss, dass dieses Tier in freier Wildbahn keine Überlebenschance hätte.
Am Dienstag, den 16. Juni, gaben Parkteam und Tierarzt schweren Herzens die Hoffnung auf. Am heutigen Mittwoch verabreichte Dr. Sieder schließlich die erlösende Spritze. Die Mitarbeiter des Parks, viele Helfer und natürlich die Paten von Leoni sind sehr traurig. Rüdiger Schmiedel, Geschäftsführer der Stiftung, sagt dazu: „Wir haben uns jahrelang gekümmert, jeden Tag nach dem Rechten gesehen. Und wenn ein Tier uns Sorgen macht, so wie Leoni, die ihre Zirkusvergangenheit wohl nie richtig überwunden hat, ist die Verbundenheit um so größer und der Verlußt sehr schmerzhaft.“
Das Bärenpark-Team dankt allen Unterstützern. Es hofft, dass vor allem auch die Paten dem Tierschutzprojekt verbunden bleiben. Die Übertragung der Patenschaft auf ein anderes, ebenso bedürftiges Tier, ist jederzeit möglich.
Leoni wird pathologisch untersucht. Die Auswertung wird uns weiter helfen, in der Zukunft auf entsprechende Symptome reagieren zu können oder auch Rückschlüsse aus der früheren Haltung zu ziehen.
Die Miss Schweiz von 1982 und Fernsehmoderatorin Lolita Morena war diese Woche zu Gast im Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald. Die engagierte Tierschützerin plant mehrere Filmbeiträge über den Park zu realisieren.
Lolita Morena ist eine Frau der Tat. Ein Drehbuch für ihre Filmaufnahmen entwickelt sie ganz spontan. Mit einigen zentralen Fragen an das Parkpersonal verschafft sie sich einen Überblick, erkundigt sich nach Personen, die für ein Interview in Frage kommen, und dann legt sie auch schon los – im Nieselregen.
„Die richtigen Schuhe trage ich ja nicht gerade“, spöttelt sie mit einem Lächeln und mit Blick auf ihre schwarzen Ballerinas über sich selbst. „Aber egal“, schiebt sie gleich nach. Man merkt ihr ihre Erfahrung als Moderatorin und Schönheitskönigin an, die es gewohnt ist, im Rampenlicht zu stehen. Sie ist auch im Bärenpark von Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern umringt, wendet sich von hier nach da, lacht, erzählt hier eine Anekdote, macht da ein Witzchen.
Lolita Morena 2 1000Wir hatten eigentlich ein Filmteam erwartet, das Lolita Morena im Schlepptau mitbringt. Doch stattdessen wickelt die studierte Archäologin ihren Filmtag im Bärenpark als One-Woman-Show ab. Sie bedient die Filmkamera, macht Tonaufnahmen, führt Interviews. Zwischenrein zückt sie wechselweise eine digitale Fotokamera oder ihr Smartphone für Aufnahmen auf ihrer Facebook-Seite.
Im Park unterwegs macht Lolita Morena den ersten Stopp bei Bärin Leoni. Diese wird derzeit nach einem Schwächeanfall in der Eingewöhnungsstation, getrennt von den anderen Tieren, aufgepäppelt. Erika Schmid, Bärenpatin und ehrenamtliche Helferin aus Bern, berichtet, was vorgefallen ist. Tierfreundin Morena nimmt Anteil: Aus der Station tönen viele schweizerdeutsche „Jöööhs“.
Im weiteren Verlauf zeigt Frau Morena großes Interesse für alles, auf das sie von uns hingewiesen wird. Natürlich interessiert sie sich in erster Linie für die Bären und Wölfe des Parks. Mehrere Male hakt sie nach und vergewissert sich, dass sie am Ende der Rund-Tour auch jedes Tier gesehen hat. Aber auch für viele Details begeistert sich die Exfrau von Weltfußballer Lothar Matthäus, etwa für die vielfältige Vegetation in den Anlagen, die den Lebensraum der Bären bereichert. Sie fokussiert ihre Kamera auf Kratzmarken an den Baumstämmen, auf eine Bienenkönigin im Immengarten, den der lokale Imkerverein im Bärenpark realisiert hat oder auch die Nebelschwaden, die sie im Wolftal in den Baumkronen bemerkt. „Das ist hier wirklich eine sehr schöne Gegend“, kommt Lolita Morena ins Schwärmen.
Lolita Morena 3 1200Es ist auch interessant zu sehen wie die ehemalige Schönheitskönigin ihre Technik im Griff hat. Sie weiß, wann sie auf manuelle Fokussierung umschalten muss und wie viel Regen sie ihrer Kamera zumuten kann. Sie lässt sich ein Taschentuch reichen, um die Tropfen auf dem Wirrwarr von Tasten abzutupfen. Wir beobachten amüsiert wie routiniert Frau Morena den Geschäftsführer der Stiftung für Bären, Rüdiger Schmiedel, „an die Wäsche geht“, um ihn für ein Interview zu verkabeln. Unkompliziert zupft sie ihm am Shirt und fädelt ein Minimikrofon vom Rücken her zum Kragen ein.
Im Interview geht es unter anderem um die Entstehung des Parks, seine Philosophie. Es wird deutlich, wie viel Sympathie Frau Morena für diesen Park hat, der eigentlich ein Asyl für geschundene Bären darstellt. Ihr Filmbeitrag wird auf den Webseiten des Schweizer Tierschutzes zu sehen sein, eine französische Fassung soll im Staatlichen Fernsehen der Romandie laufen, die deutsche Version bei verschiedenen privaten Anbietern.
Die Bike-Ranch, das Fachgeschäft für Radsport und E-Bikes in Schonach, ruft auf zum ersten „SCHONACHER MTB POW WOW“. Neben der MTB-Walderlebnis-Tour „Kids on Bike“ an der alle Kinder zwischen 7 und 12 Jahren kostenlos teilnehmen können, gibt es auch den „BEAR-RIDE“ zu dem alle Biker und Bikerinnen aufgerufen werden teilzunehmen. Der „BEAR-RIDE“ ist eine geführte MTB-Spenden Tour zu Gunsten des Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald und wird von dem Kana Factory MTB Team Germany und den MTB Freunden Schonach geführt. Und das tolle dabei ist, das Startgeld in Höhe von 5,- EUR pro Biker/in wird direkt an den Bärenpark gespendet.
Ein wunderschönes Naturschauspiel ist derzeit im Bärenpark zu beobachten: Die Birken treiben aus. Die Besucher schwärmen über die Intensität des Grüns. Meister Petz begeistert sich ebenfalls.
„Herrlich!“ schwärmt Roswita Meyer. „Frischer kann ein Grün gar nicht sein“, sagt die Besucherin aus dem Kreis Lörrach, die am Mittwoch in den Bärenpark gereist war. Auch im Gespräch mit anderen Besuchern hat das Team des Bärenparks festgestellt, dass sich die Menschen an den Birken erfreuen. „Und das muss wohl schon lange so sein“, vermutet Ralf Bürglin.
Der Pressesprecher des Bärenparks weiß, dass die Birke bereits im germanischen Volksglauben eine Rolle spielte. „Sie war Göttin Freya geweiht. Aus dieser Zeit stammt auch der Brauch, einen Maibaum aus dem Wald zu holen, um ihn auf dem Dorfplatz aufzustellen. Damit wurde der erwachende Frühling ins Dorf geholt“, erklärt Bürglin. Den Brauch gibt es bis heute.
Wolf RB 24-4-2013 600Nicht nur die Besucher freuen sich an den Birken, auch Bärin Jurka schätzt sie. In diesen Tagen ist sie dabei zu beobachten wie sie sich Stämme junger Birken angelt und diese schmatzend zerbeißt. „Wenn sie das macht“, sagt Ralf Bürglin, „kann das ein Zeichen von Anspannung sein. Wenn sie dabei sehr ruhig ist, könnten die Inhaltsstoffe der Birke eine Rolle spielen. Bürglin verweist auf die Volksmedizin, die die Birke für ihre blutreinigende, harntreibende und anregende Wirkung kennt. „Es ist durchaus möglich“, schätzt der Pressesprecher, „dass die Bären diese Wirkung instinktiv erkennen und nutzen, wenn ihnen danach ist.
Das laue Wetter bringt die Tiere im Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald auf Trab. Langsam kommt der Appetit wieder. Die Lust auf Frisches kennt kaum Grenzen.
Die Goldammer pfeift den Besuchern eins. Man bekommt im Bärenpark sogar fast den Eindruck, als ob sie mit ihrem Liedchen die Gäste zu einer Runde durch den Bärenpark motivieren wollte. Wie sonst nur Spatzen, hüpft sie über die Tische vor dem Blockhaus, wo die Gäste gerne Platz genommen haben, um einem Cappuccino die Milchhaube abzuläufeln, im Gratismagazin Bärenspur zu schmökern oder einfach in die Sonne zu blinzeln. „Wie-wie-wie-hab-ich-dich-liiiieb“ ruft die Ammer ihr typisches Lied – immer wieder. Das ist eine Schmeichelei und eine Einladung in den Park zu kommen zugleich. Die meisten Besucher können ihr letztlich nicht widerstehen.
GoldammerEtliche der Bären machen noch immer einen recht verschlafenen Eindruck. Sie kuscheln sich in Kuhlen vor ihren Höhlen, dehnen höchstens mal ein Bein oder die Kiefer – und gewähren so den Besuchern einen tiefen Einblick in einen Bärenschlund. Aber man kann das vielleicht als erste Regungen auf einem Weg in ein aktives Sommerleben deuten.
Bei Bär Bodo ist da schon mehr los. Er macht die Kuh: An dem nach Norden ausgerichteten Hang weidet er frisches Gras. Ganz offensichtlich schmeckt es ihm oder es scheint ihm zumindest gut zu tun. Auf jeden Fall zeigt er dabei einen bärigen Appetit.
Jurka im FrühlingWolf Adi hat offensichtlich auch Interesse an einer Grünkur. Im frühlingslichten Gebüsch seines Lebensraums entdeckt er einen Apfel, der wohl unter dem Schnee hevorgetaut sein muss. (Die Tierpfleger verfüttern den Bären aktuell bewusst keine Äpfel, sondern nur Schonkost - Salat, Möhren, Brot – um die Verdauung nach der Winterruhe langsam anzuregen.) Adi als Fleischfresser geht die Veggie-Kost ja eigentlich nichts an, den Apfel findet er trotzdem interessant. Anscheinend weiß er schon, was man damit anfangen kann und macht davor erst mal Platz. Er gönnt sich zwei, drei Bissen, aber dann ist auch schon gut. Man muss es ja auch nicht übertreiben mit dem Grünzeug ...
Jurka ist wie so oft am aktivsten. Mit Vorliebe knickt sie junge Weiden und zerfasert sie mit schmatzenden Bissen. Dabei hangelt sie sich an den Bäumchen nach oben, die sich unter ihrem Gewicht mächtig biegen. Die Beobachter sehen bereits einen Sturz voraus. Die Äste krachen, passieren tut allerdings nichts. Zu geschickt stellt sich die erfahrene Wildbärin dabei an; das anfallende Material recht sie zusammen. Was der Zweck der Übung ist, wird nicht ganz klar. Nutzt sie die Pflanzensäfte zu einer Frühjahrskur oder braucht sie die Äste für ein Open-Air-Bett? Jedenfalls demonstriert sie später, dass man sehr gut darauf schläft.