Bär Bodo und die BieneEs ist Sommer, endlich. Unsere Tiere durchstreifen ihren Wald und dürfen dort entdecken gehen. Die Brombeeren zum Beispiel, die jetzt blühen. Bär Bodo ist ganz hin und weg und schnuppert an den Blüten. Ob er ahnt, dass da bald saftige Beeren dranhängen werden? Eine Biene (Pfeil) will es wohl mit ihm aufnehmen. Jedenfalls brummt sie ihm tüchtig um die Nase herum.
Vielleicht ist es auch ganz unromantisch, und Bodo prüft einfach, ob es sich lohnt, einen Happs voll im Maul verschwinden zu lassen, so wie er es tausend Mal am Tag macht, weil sein genetisches Programm es so festgeschrieben hat. Romantik oder Genetik? Das kann man sehen wie man will. Uns ist wichtig, dass Bodo endlich einen Lebensraum hat, der ihm etwas bieten kann und der den Namen verdient.
Dass er das heute kann, ist nicht selbstverständlich. Bodo wurde viele Jahre zusammen mit seinen Schwestern Bea und Biggi auf einer Fläche von nur 10 mal 15 Metern gehalten. Stumpfsinn und Langeweile machten ihn kaputt, beziehungsweise er machte sich selbst kaputt, indem er seinen Kopf so lange an den Eisenstangen seines Gefängnisses rieb bis er sich eine tief einschneidende Furche in die Stirn geraspelt hatte.
Der Rohbau stehtIm Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald entsteht derzeit das neue Zentrum für Besucher. Am kommenden Samstag ist Richtfest. Parkleitung und Förderverein laden Handwerker, Spender und alle sonstigen Helfer herzlich dazu ein.
Bislang kamen die Besucher wegen den Bären und Wölfen in den Park. Jetzt haben sie noch einen Grund: Das neue Servicezentrum wird ein echtes Prunkstück sein – das sieht man bereits dem Rohbau an. Über 100 Festmeter Tannenstämme sind im klassischen Blockhausstil verbaut worden. Die längsten dieser Stämme sind 16 Meter lang, bei einem Durchmesser von 45 Zentimetern. Das entrindete, helle Tannenholz leuchtet dem Besucher regelrecht entgegen, wenn er sich der Bärenfreianlage nähert.
„Die Idee ist, hier etwas zu schaffen was den Bärenpark noch stärker in den Schwarzwald und das Wolftal einbindet. Was ist da passender als ein Gebäude, das ausschließlich aus Wolftäler Tannen, nach traditioneller Schwarzwälder Bauweise erstellt wird“ sagt Ludwig Hoferer, der Vorsitzende des Fördervereins des ALTERNATIVEN WOLFS- und BÄRENPARKS SCHWARZWALD (FABS). Er und sein Team haben bereits viel auf die Beine gestellt. Jetzt ist mal was richtig Großes dran!
Das Holz schwebt einBereits 2012 wurden die Ideen dazu entwickelt. Die „Keimzelle“ zum Projekt entwickelte Martin Schwarz. Der Blockhausbauer aus Zell am Harmersbach, selbst langjähriges Mitglied im FABS, brachte seine Energie zum Selbstkostenpreis mit ein. Die Erstellung der Statik übernahm das Ingenieurbüro Eisenbeis aus Dornstetten. Die prächtigen Tannenstämme in 1-A-Qualtität spendeten örtliche Waldbesitzer. Cirka zwei Drittel der benötigten Stämme wurden direkt für das Projekt geschlagen. Der Zukauf des restlichen Holzes konnte durch Geldspenden von Waldbesitzern, bei denen gerade keine Holzernte anstand, weitgehend finanziert werden. Das Fuhrunternehmen Künstle aus Schapbach übernahm den Transport der Tannenstämme. Hier kamen einige Transportkilometer zusammen, musste doch das Holz aus dem Wald auf den Abbundplatz, wo es für den Blockhausbau vorbereitet wurde, in das 45 Kilometer entfernte Ohlsbach und zurück zum Park gefahren werden.
Die Waende wachsenVielen weiteren Firmen und Einzelpersonen sei hier ebenso gedankt: der Alpirsbacher Brauerei für die finanzielle Unterstützung, der Firma Bonath aus Oberwolfach und Kran-Dienste Schmid aus Wolfach, die die Baukräne preisgünstig zur Verfügung stellten. Danke sagen wir auch der Firma Alfred Maier, die uns beim Verlegen der Stromzuleitung unterstützt hat, dem Sägewerk Künstle, das uns die Stammreste günstig zu den benötigten Brettern für den Dachaufbau sägte. Danke auch an die Metzgerei Müller, die unsere hungrigen Helfer, wie schon so oft, mit Essen versorgte. Tatkräftige Unterstützung gab es auch durch viele FABS Vereinsmitglieder, sowie der mittlerweile schon legendären Rentnertruppe. Und natürlich hat auch das Personal des Bärenparks alles gegeben. Vielen Dank dafür!
Na, wollt ihr wissen, was aus dem Engagement all dieser Leute geworden ist?
Dann haben wir eine tolle Nachricht für Euch: Am Samstag, den 27.7.2013 veranstalten wir für Euch einen Wunderfitztag (für nicht Badener: einen Tag für Interessierte) Der FABS wird den ganzen Tag über das Projekt informieren. Weitere Informationen über den Wunderfitztag folgen.
Remonte? Wird auch Pelota genannt. Kennen Sie auch nicht? So heißt der baskische Volkssport, ein Ballspiel bei dem ein Hartgummiball mit einer Korbschaufel gefangen und geworfen wird.
DSC 8799 KopieUnsere Praktikantin Irantzu hat den Wurf drauf. Energisch schiebt sie die Futterschaufel in den Sack mit den Hunde-Pellets. Zieht sie heraus. Mit kurzem Blick kontrolliert sie, ob alle Pellets optimal auf der Schaufel liegen und nicht etwa über den Rand fallen könnten. Dann holt sie aus, und mit kraftvollem Schwung schleudert sie das Bärenfressen über den 2,50 hohen Außenzaun der Freianlage. Nichts ist daneben gegangen. Irantzu strahlt.
Irantzu Mezkiritz, 25 Jahre, aus der Nähe von Pamplona: Die Agrar-Ingenieurin ist seit März im Schwarzwald und arbeitet für den Bärenpark. Wie so viele junge Spanier hat auch sie in ihrem Heimatland keine Arbeit mehr gefunden. Sie hatte als Rezeptionistin in einem Hotel gearbeitet, als Waldarbeiterin, dann entschied sie sich, ihr Glück in Deutschland zu suchen.
Vier Monate Deutschkurs in Spanien, dann vermittelte eine private Firma den Sprung nach Alemania, genauer gesagt nach Freudenstadt, ins Oberlinhaus. Das Oberlinhaus ist nach eigenen Angaben das „diakonische Kompetenzzentrum für ganzheitliche Rehabilitation, Bildung und Gesundheit“. Hier hat Irantzu Ansprechpartner gefunden, ein Zimmer für rund 180 Euro im Monat und viele Gleichgesinnte.
Nach einem weiteren vierwöchigen Sprachkurs begann ihr Praktikum im Bärenpark. Irantzu kommt täglich um 8 Uhr 30 und bleibt bis abends um 18 Uhr. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, die Tiere zu füttern. Ansonsten ist sie Allrounderin. Sie hilft mit, Veranstaltungen vorzubereiten, unser Kindermagazin auf den Weg zu bringen oder auch den Schulungsraum zu streichen. Nach ihrem Job im Hotel ist die Ingenieurin jetzt froh, draußen in der Natur und mit den Tieren arbeiten zu können – unentgeltlich. Dass sie die einzige Frau unter lauter starken Männern ist, macht ihr nichts aus. „Ich dachte, die deutschen Männer sind ...“ Das richtige Wort fällt ihr nicht ein, aber mit dem Zeigefinger an der Nase, der den Kopf nach hinten stupst, macht sie deutlich, um was es ihr geht. Arrogant? „Ja“, sagt sie, aber das seien sie eben nicht. „Alle sind sehr freundlich.“ Ihr strahlendes Gesicht lässt keinen Zweifel daran, dass sie das so meint.
DSC 8802 KopieWie sie ihre Perspektive sieht, will der Interviewer wissen. Noch einmal belädt sie ihre Futterschaufel, diesmal mit roten Kirschen. Im Park wird sie laufend von den Besuchern angesprochen, oft mit denselben Fragen: Wo sind die Wölfe? Wie heißt dieser Bär? Da hat sie sich Antworten parat gelegt; das hilft beim Sprachelernen. Noch immer ist sie unsicher, wenn jemand ein besonderes Anliegen hat und ihr die richtigen Vokabeln fehlen. Aber Irantzu ist ehrgeizig, trägt das Wörterbuch in der Hosentasche, das sie zückt, wenn wieder mal eine Vokabel fehlt. Irantzu weiß, dass die Arbeit mit den Bären und Leuten das Richtige für sie ist. Vielleicht kann sie ja bald eine Kindergruppe durch den Bärenpark führen? Zu dieser Idee lächelt sie bescheiden. „Vielleicht“, sagt sie, tritt einen Schritt zurück, und schleudert ihre Kirschen über den Zaun.
Ja, das ist doch die Idee für eine neue Führung: Kirschen-Remonte! Kirschen-Remonte im Bärenpark mit Irantzu. Wie sagt der Spanier? "Vivir para ver." – Was nicht ist, kann noch werden.
Bärentorte im BärenparkAm Samstag, den 22. Juni hieß es im Bärenpark "Herzlichen Glückwunsch". Oliver, seine Eltern und Freunde feierten bei uns Olivers 6. Geburtstag. Die Geburtstagsgesellschaft spendierte Poldi eine Bärentorte, die ihm nicht nur schmeckte, sondern auch für seine Fitness gut war.
Das gibt’s nirgendwo in Deutschland. Der Bärenpark lädt zum Geburtstagfeiern ein, und das Geburtstagskind darf für einen Bären einen Kuchen backen und überreichen. Zunächst wird der 6-jährige Oliver, seine Eltern und die zwei Kumpels von Park-Mitarbeiter Michael bei idealem Geburtstagswetter empfangen. Dann geht es gleich zum Kuchenteig kneten. Das ist schon mal ein erster Höhepunkt: Rummatschen ist ja an sich schon toll; und hier macht man das auch noch für die gute Sache bzw. die Bären. Das Rezept ist ganz einfach: Mehl, Fleischbrühe, Backpulver. Während dann der Teig im Ofen der Personalküche gart, macht sich die Geburtstagstruppe ans Grillen. Stockbrot und Würstchen sind angesagt.
Bald ist der Tortenboden fertig und bereit fürs Belegen. Da wird dann alles draufgepackt, was die Bärenküche hergibt: Äpfel, Birnen, Melone, Honig. Und schon geht’s zum nächsten Höhepunkt: Feierlich wird die Bärentorte zum „Kreisel“ getragen, an den alle Bärenanlagen angrenzen. Dort, auf einem Baumstumpf wird die Torte abgelegt und dann heißt es: „Schieber auf. Und wer zuerst kommt, kriegt zuerst.“
Bär Poldi reagiert am schnellsten und steht als erster vor dem „Kuchen-Buffet“. Was sich dann abspielt, ist für die Besucher sicher das dritte Highlight, aber in diesem konkreten Fall auch für die Tierpfleger etwas ganz besonderes. Für die Besucher ist es natürlich spannend, wenn die Bärentorte nach der langen Vorbereitung endlich im Bärenschlund verschwindet. Die Tierpfleger sind aus dem Häuschen, weil sie zum ersten Mal beobachten können, wie sich der alte, gebrechliche Poldi auf die Hinterbeine stellt.
Bei Poldi wurde schon bei der Ankunft im Schwarzwald festgestellt, das seine Hinterbeine unterentwickelt sind, was heißt, dass er diese ständig schont und nicht stark belastet. Es ist nicht bekannt, ob das mit einer Verletzung oder Misshandlung in seinem früheren Leben zu tun hat.
Andererseits hat sich Poldi, der zusammen mit Schapi in der Seniorenresidenz lebt, in der letzten Zeit prächtig entwickelt. Poldi hatte im vergangenen Winter lange geruht und nach Angabe von Tierpfleger Manuel vermutlich 80 bis 100 Kilo abgespeckt. Das hat ihm offensichtlich gut getan. Außerdem wird bei den Fütterungen immer darauf geachtet, das Futter an verschiedenen Stellen auszulegen. Das bringt Poldi und Kollegen dazu, sich mehr zu bewegen. Das verbraucht Kalorien und baut Muskeln auf. In diesem Sinn ist die spendierte Geburtstags-Bärentorte auch eine Therapie-Torte, die dazu animiert, sich mehr zu bewegen und anzustrengen – für eine gute Gesundheit.
Programm für KinderINFO: Der Alternative Wolf- und Bärenpark hat in diesem Jahr schon rund ein Dutzend Kindergeburtstage mit und für Bären gefeiert. Nähe Informationen dazu gibt’s im angehängten Infoblatt.
Michael Lörcher, Mitarbeiter im Bereich Pädagogik, präpariert Eisbomben.Nicht die Kollegen aus der Arktis sind gemeint. Es geht um unsere Bären, die sich mit den sommerlichen Temperaturen nach Kühlung sehnen. Die Tierpfleger reagieren prompt und füttern Eisbomben. Man nehme: Aprikosen, Mangos, Erdbeeren, Nüsse, Trockenfrüchte. Gebe das Ganze in einen 3- bis 5-Liter-Eimer, stecke einen Maiskolben senkrecht in die Mitte, fülle mit Wasser auf und friere das Ganze ein. Maiskolben? Der wird als Griff gebraucht, um die später gefrorene Eisbombe in die Freianlagen der Bären zu schleudern.
Bär Schapi liebt es spritzigAuf diese Weise verwöhnen wir derzeit unsere Schützlinge. Bei Temperaturem über 30°Celsius kommen diese Bomben bei den Bären sehr gut an, die ansonsten im Bach, der ihr Gelände durchfließt, sowie einem Trog plantschen. Für die Tierpfleger hat die außergewöhnliche Füttermethode den Vorteil, dass die ausgebrachten Fruchtstücke in der Anlage länger haltbar bleiben. Auch verschmähen Raben und Krähen die Stückchen eher, wenn sie in Eis eingeschlossen sind. Es bleibt mehr Eis für die Eis-liebenden Bären übrig.
Japanischer Knöterich (Fallopia japonica) – stellt das Bärenpark-Team vor eine große Herausforderung und erfrischt die Bären.
Die rasant wachsenden, starken Triebe des Japanischen Knöterichs bereiten am Elektrozaun im Schwarzwald immer wieder große Probleme. Sie schießen hoch, berühren dabei die stromführenden Drähte des Zauns und leiten so den Strom in den Boden ab, was zur Folge hat, dass die Spannung am Zaun abfällt und von den Kontrollgeräten ein Zaunalarm ausgelöst wird. Nicht selten rückt dann das Team, dadurch aufgeschreckt früh Knöterichwerkzeug cR33BB5Bmorgens oder spät in der Nacht, in den Park aus um nach dem Grund für den Alarm zu suchen. In Dunkelheit und bei Regen ist das kein Spaß.
Diesem Herr zu werden, muss das aus Asien eingeschleppte und sehr dominante Kraut ständig bekämpft werden. Auch das ist keine leichte Aufgabe. Dicke Stengel, rasantes Wachstum, schnelle Ausbreitung in dichten Horsten und kein richtiger Zugang zu den betroffenen Stellen - da ist Kreativität gefragt.
„Wenn wir die Bären aus den einzelnen Anlagen raus locken können, gehen wir mit der Motorsense vor. Das geht am schnellsten“, erklärt Manuel Würz. „Wenn das nicht möglich ist, verwenden wir eine Heckenschere am langen Stiel“, führt der Tierpfleger weiter aus. Das Gerät ist „Marke Eigenbau“. Wegen der geringen Zaunstab-Abstände mussten sich die Mitarbeiter hier was einfallen lassen.
Für die Bären selbst stellt der Knöterich kein Problem dar – im Gegenteil.
Vor allem im Sommer, wenn es heiß ist, sieht man die Tiere gelegentlich auf den Stängeln und Blättern herumkauen. Das viele Wasser, das die Pflanze enthält und die Bitterstoffe, scheinen so eine Art Bären-Sommer-Erfrischungs-Cocktail zu sein. Das ist der für uns erfreuliche Aspekt dieser exotischen Pflanze: wenn ein ansonsten unbeliebtes Unkraut das Leben unserer Bären bereichert. Schade nur, dass die Bären sich nicht im Bereich des Elektrozauns über die Knöterich-Stauden hermachen. Der Respekt vor dem Strom ist einfach zu groß.
Wie es dazu kam, dass der Japan Knöterich heute so üppig im Wolftal wächst, gibt es folgende Legende: Bereits vor 150 Jahren soll ein Kurgast den Knöterich als Zierpflanze ins Wolftal mitgebracht haben. Niemand konnte vorhersehen, dass sowohl der einheimischen Natur, als auch heute den Bärenpark-Mitarbeitern so große Probleme daraus erwachsen.
Auch die ortsansässigen Rentner im Wolftal müssen den Knöterich heute ebenfalls, zumindest entlang des Wolf-Ufers, wo er besonders üppig gedeiht, bekämpfen. Diese Mäharbeit wird hier im Volksmund, wegen der Ähnlichkeit der Knöterichblätter mit denen von Tabakblättern, auch als „Dubak-(Tabak) Schlagen“ bezeichnet.
Trotz Jahrzehnte langer Erfahrung haben diese Dubak-Schläger kein anderes Rezept zur Niederhaltung der Pflanze parat, als immer wieder den Dubak zu schlagen.
Foto BU: Tierpfleger Manuel Würz und sein „Knöterich-Waffen-Arsenal“
Hannes Jaennicke mit Bärenspur II der Stiftung für BärenFür die Dreharbeiten zu seinem Film „Bruno, der Bär ohne Pass“ hat Hannes Jaenicke den Bärenpark vor einiger Zeit besucht. Er war damals so angetan von diesem Projekt, dass er spontan versprach, sich für die Arbeit der STIFTUNG für BÄREN weiter einzusetzen und als Bärenbürger zu fungieren. In seinem Film waren viele Szenen mit der Bärin Jurka, der Mutter von Bruno, und dem Park zu sehen. Es besteht auch bis heute ein reger Kontakt zwischen dem berühmten Schauspieler und unserer Stiftung. In der letzten Ausgabe des Stiftungsmagazins „Bärenspur“ erschien sogar ein exklusives Interview mit Herrn Jaenicke.
Als er am letzten Samstag bei Frank Elstner in der Sendung „Menschen der Woche“ zu Gast war, nutzte der Parkleiter des ALTERNATIVEN WOLF- und BÄRENPARK, Stephan Voegeli die Gelegenheit, ihm persönlich ein Exemplar der „Bärenspur“ mit seinem abgedruckten Interview zu überreichen. Jaenicke freute sich sehr über diese Geste und betonte wiederholt wie phantastisch er dieses Tierschutzprojekt findet. Er würde auch gern mal wieder, wenn es sein übervoller Terminkalender erlaubt, einen kleinen Abstecher für einen Besuch des Bärenparks im Schwarzwald, einplanen.
die neuen Golfcars als Geschenk von Animal TrustAm Mittwoch bekam der Geschäftsführer der Stiftung für Bären, Rüdiger Schmiedel, von der Schweizer Tierschutzorganisation Animal Trust zwei Golfcars übergeben. Dank dieser großzügigen Spende können jetzt noch mehr in ihrer Mobilität eingeschränkte Besucher das großartige Tierschutzprojekt für Bären und Wölfe im Wolftal erkunden.
Gerade zum richtigen Zeitpunkt, da die scheinbar nicht enden wollende Schlechtwetterperiode dem milden, sonnigen Wetter zu weichen scheint und die Besucherströme deshalb stetig zunehmen, sind diese Cars im ALTERNATIVEN WOLF- und BÄRENPARK eingetroffen.
Gegen eine geringe Gebühr haben mobilitätseingeschränkte Besucher die Möglichkeit, leise und bequem, mit einem sachkundigen Chauffeur, den gesamten Park zu erkunden und die spannenden, teilweise auch traurigen Geschichten rund um die Bären zu hören. Natürlich werden die Fahrzeuge auch im Arbeitsalltag ihren Dienst verrichten. Als Futter- oder Reparaturteamtransporter eignen sich die Fahrzeuge ebenso gut wie als Besuchermobil. Das gesamte Bärenparkteam freut sich jedenfalls riesig über die beiden neuen, praktischen Mobile.
Auch für den Alternativen Bärenpark Worbis hat die Organisation Animal Trust (www.animaltrust.ch) vor einiger Zeit schon solch einen Golfcar zur Verfügung gestellt. Nun haben sich die Schweizer Tierschützer auch für den Bärenpark Schwarzwald mächtig ins Zeug gelegt und gleich zwei weitere Cars organisiert. Der ALTERNATIVE WOLF- und BÄRENPARK sagt, auch im Namen der Besucher, ganz herzlich Danke dafür!
Eines kam direkt von der BEA-Messe aus der Bundeshauptstadt der Schweiz: das Modell des Berner Bundeshauses, komplett aus Lebkuchen, als Leckerei für die Bären. Das rund 1,2 m2 große und ca. 20 kg schwere Prunkstück trat am 15. Mai seine Reise nach Bad Rippoldsau-Schapbach an. Durch die spontane Idee der engagierte Bärenfreundin und Förderin des Parks im Schwarzwald, Erika Schmid aus Stettlen in der Schweiz, war es möglich, das Prachtstück aus den Händen des Bäcker-Confiseur-Verbandes ihrer Heimat in den Schwarzwald zu holen. Für einige Tage wird das Meisterwerk aus Lebkuchenteig,
P1130572Zuckerglasur und Marzipan noch im Park zu bewundern sein, dann wird es sorgfältig zerteilt und den Bären als Leckerei verfüttert. Der Transport wurde gesponsert von Fritz Steiner, ebenfalls einem Schweizer Bärenfreund und unterstützt von dem ständig im Hintergrund wirkenden Ueli Schmid, Ehemann von Erika. Bea, die Namensvetterin der BEA-Messe und auch all die anderen Bären des Parks wie Bodo, Biggi, Kaja, Leonie, Jurka, Schapi, Poldi und Ben, werden sich über die leckeren Honiglebkuchen sehr freue
Das zweite Gebäude wurde durch unsere Kollegen als Sondertransport aus Frankfurt am Main geholt. Der iranische Bären Fan, Hassan Sodaifi, hat uns bereits zweiten 2013-05-14 12.15.41Transportauftrag erteilt. Er schenkte dem Bärenpark einen Eventcontainer, der zu Festlichkeiten für ein erweitertes Angebot von Speisen und Getränken gedacht ist. Beim ersten Transport vor ca. drei Wochen, wurde eine größere Blockhütte in Einzelteile zerlegt und auch schon in den Bärenpark transportiert. Für beide Gebäude sind wir sehr dankbar und sie werden nun im Schwarzwald effektiv zum Einsatz kommen.
2013-05-14 19.07.17
Bis auf den Treibstoff wurde alles großzügig mit Technik unterstützt. Wir danken besonders dem Toyota Autohaus-Nestlé in Dornstetten für das Zugfahrzeug beim Transport sowie Hans-Jörg Künstle von der Reifenhandel GmbH für die Nutzung des Anhängers und der Künstle-Holztransporte GmbH Schapbach für seinen spontanen Einsatz beim Abladen des Containers mit einem Kran.
Milan Krähe cRB 2632ABF1Natürlich kommen Tierfreunde in erster Linie wegen den Bären und Wölfen zu uns. Aber auch für Wildvogel-Fans lohnt sich ein Besuch im Park.
Zwischen Amsel und Zilpzalp füllt sich die Artenliste von Monat zu Monat. Wir haben vor kurzem damit angefangen, die Wildvögel in den Freianlagen systematisch zu erfassen, deshalb können wir im Moment noch nicht sagen, wie viele Arten es insgesamt sind. Dass einiges zusammenkommen wird, liegt schon daran, dass innerhalb unseres Grundstücks verschiedene Biotop-Elemente vorhanden sind: In den großen Fichten klettern Sommergoldhähnchen und Waldbaumläufer umher. Durchs Totholz am Boden hüpft der Zaunkönig. Im Bach, der die Anlage durchfließt, sind Wasseramsel, Gebirgsstelze und Graureiher unterwegs und dort, wo Freiflächen im Wald geschaffen wurden, trifft man auf Goldammer und Neuntöter.
Vor allem kommen diejenigen Vogelfreunde auf ihre Kosten, die das Leben unserer Greif- und Rabenvögel interessiert. Wegen des Fleischfutters für unsere Bären und Wölfe fallen naturgemäß Reste an, die auch für Rabenkrähe, Kolkraben, Elstern und Eichelhäher interessant sind. Die vielen Rabenvögel locken wiederum den Habicht an. Vermutlich profitieren vom Futter auch Mäuse, was wiederum Mäusebussard und Roten Milan auf den Plan ruft. Besonders interessant ist das Zusammenspiel der Arten an der Beute: Wer traut sich wie nah an den Wölfen vorbei? Wer drängelt sich nach vorn? Wer ist am geduldigsten?
Teilweise spielen sich Szenen ab, die an die ostafrikanische Savanne erinnern. Nur dass hier nicht Goldschakal, Marabu und Schmutzgeier die große Show veranstalten, sondern unsere Wölfe, Kolkraben und Eichelhäher. Wem also dieses Jahr das nötige Kleingeld fehlt, um den Ngorongoro-Krater in der Serengeti zu besuchen, der kommt einfach ins Wolftal bei Bad Rippoldsau-Schapbach und macht bei uns eine „Schwarzwald-Safari“. ;-)
Fernglas oder Spektiv nicht vergessen!
Eichelhäher web
Kohlmeise cRB 4-3-232AC9A
Kolkrabe cRB 27-2-132ABB7
Rotkehlchen web
Distelfink web
Buchfink web
Wolf u Krähe cRB 2632ABCBPoldi cRB 18-3-13 014 web