links: MAIKA zu Tierparkzeiten, rechts: MAIKA im Projekt WORBIS
Am 22.03.1996 entschieden die Worbiser Stadträte, dass die Trägerschaft für den Eichsfelder Tierpark an eine Tierschutzorganisation geht, um auf dem Gelände ein Bärenrefugium zu errichten. Dank dieser Entscheidung konnte der erste Alternative Bärenpark Deutschlands entstehen, das Projekt WORBIS. Es konnte die STIFTUNG für BÄREN gegründet und zahlreiche Leben gerettet werden.
Heute, 25 Jahre später, stehen wir in den Startlöchern für eine Erweiterung, den Ausbau eines internationalen Kompetenzzentrums für Wildtiere. Wieder wird eine Vision zum Leben erweckt, die wegweisend für den nachhaltigen Umwelt-, Tier- und Artenschutz ist.
Wir danken allen Wegbereiter und Begleitern für die den Rückhalt und freuen uns auf das nächste Vierteljahrhundert im Sinne der Tiere!
„Am heutigen Tag haben wir einen Grundstein für eine Zusammenarbeit gelegt, die eine besondere Stellung in Thüringen und darüber hinaus einnimmt. Die Kooperation ist von europaweiter Bedeutung, denn dadurch entsteht ein wegweisendes Wildtierprojekt, das in Zentraleuropa einzigartig ist.“ Bernd Nonnenmacher, Geschäftsführer Alternativer Bärenpark gGmbH
Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund besuchte heute am Freitag, den 12.März 2021, unser Tierschutzprojekt und überreichte unserem Geschäftsführer Bernd Nonnenmacher einen Scheck in Höhe von 1 Millionen Euro. Mit der Förderung wird der erste Teil der Erweiterung für das Kompetenzzentrum gebaut.
Bei ihrem Besuch betonte Frau Siegesmund nochmals die Wichtigkeit unseres Projekts für den Artenschutz und der Zusammenarbeit zwischen dem Ministerium und der STIFTUNG für BÄREN. Auch wir freuen uns über die Kooperation und einen gemeinsamen Weg im Sinne des Umweltschutzes.
Wofür werden die 1 Millionen Euro vom Land Thüringen verwendet? Die gesamte Summe geht ganz konkret in den Bau einer 3.5 Hektar großen naturnahen Freianlage. Diese wird das erste Bauvorhaben einer insgesamt circa 30 Hektar großen Erweiterung sein, die zur Weiterentwicklung des Alternativen Bärenparks Worbis zu einem internationalen Kompetenzzentrum beiträgt. Die Erweiterung wird auf dem Iberg in Worbis gebaut. Die vorhandenen Wanderwege bleiben erhalten. Die Kooperation mit dem Ministerium sieht vor, dass verletzte Wildtiere wie Wolf, Luchs und Wildkatze aufgenommen und ggf. wieder ausgewildert werden können.
Wir sind froh und von Herzen dankbar, bald mit dem dringend notwendigen Bau beginnen zu können.
Leider erlauben uns es die aktuellen Corona-Zahlen in Thüringen nicht in naher Zukunft zu öffnen. Unsere Tore bleiben weiterhin geschlossen und ihr, liebe Bärenfans, müsst euch weiterhin gedulden. Das Bärsonal ist allerdings weiter aktiv und für unsere Schützlinge da - mit vollem Körpereinsatz! Drückt die Daumen, dass wir uns bald alle wiedersehen!
Der Schnee schmilzt von Tag zu Tag, die Temperaturen erklimmen den zweistelligen Bereich über Null und so sind auch fast alle Bären unterwegs. Fast? Ja, auch bei den pelzigen Vierbeinern gibt es die Langschläfer. Einer von ihnen ist unser PARDO. Der einstige Zirkusbär hat sich das letzte Mal im Oktober blicken lassen.
Was er wohl als Erstes unternommen hat? Seht selbst:
Ihr lieben Zaungucker, potzblitz, ich platze fast vor Wut! Da gebe ich mir alle Mühe, mir eine schöne neue Höhle zu graben, in der ich den Rest des Winters verbringen kann, und was passiert? Eine Viertelstunde, höchstens eine halbe Stunde war ich weg. Habe nur eine Kleinigkeit gegessen. Als ich wiederkam, schaufelte Pedro wie ein Berserker an meiner Höhle herum. An meiner Höhle! Wer PEDRO kennt, der weiß: den kann man nicht so einfach den Hügel herunterschubsen. Viel zu schwer, selbst nach der Winterruhe. Und dazu auch noch stur. Dabei buddelt er zwar mit viel Elan, aber leider immer völlig planlos. Wenn ihr den Hügel in der Anlage C aus der Nähe sehen könntet! Unmengen von Erdreich hat PEDRO hier bewegt und alles vollkommen ohne Konzept und Sinn. Man sagt ja: aus Schaden wird man klug. Aber ich glaube, PEDRO kann noch so oft die Höhlendecke über dem Kopf hinwegbröckeln, er wird weiter mit voller Wucht und ohne Feingefühl buddeln. Ich war ganz schön frustriert. Vielleicht zum Trost hat mir das Personal ein totes Kalb spendiert. Hab ich mich gefreut. Aber was soll ich euch sagen: kaum hatte ich mir mein Kalb Schnauzen gerecht hingelegt, kam PEDRO angetapst. Flugs habe ich das Kalb geschnappt und wollte damit davonrennen. Nur: so flugs ging das einfach nicht im Tiefschnee. Der reichte mir nämlich bis zum Bauch und ich konnte meine Beine nur mit Mühe herausziehen. Und dazu war das Kalb unglaublich unhandlich. Kurz und gut: nach ein paar Runden um einen Weißdornbusch hatte PEDRO mir das Kalb abgeluchst. Zum Glück gibt es das Bärsonal. Die hatten wohl alles beobachtet, so dass ich kurze Zeit später „zufällig“ ein zweites Kalb fand. So hatten wir beide etwas zu futtern.
Weitläufige Anlagen, Wege auf denen sich die Besucher gut verteilen, keinen „Innenbereich“, sondern alles im Freien – unser Tierschutzprojekt bleibt dennoch weiterhin geschlossen, nun sogar bis zum 15. März. Eine frustrierende Nachricht, da wir uns mit riesiger Euphorie auf die Wiedereröffnung vorbereitet haben. Dafür haben wir auch einiges für die Besucher einfallen lassen, wie z.B. neue Sitzflächen und pädagogische Elemente.
Es ist unsagbar wichtig, gemeinsam die Pandemie zu überstehen und die Maßnahmen zur Sicherheit zu befolgen. Da unsere Einrichtung allerdings ausschließlich in der „Natur“, unter freiem Himmel, ist, können wir uns nicht erklären, weshalb wir weiterhin geschlossen bleiben, zumal es in anderen Bundesländern, z.B. Berlin oder Sachsen-Anhalt, möglich ist.
Anders als Zoos oder Tierparks bekommt unser gemeinnütziges Tierschutzprojekt keiner Unterstützung aus öffentlichen Mitteln. Jeder weitere Tag ohne Einnahmen lässt uns zunehmen bangen. Nicht zuletzt auch wegen der anstehenden Erweiterung, die dringend notwendig ist. Die Zahl der Tierschutzfälle steigt ins unermessliche. Daher sind wir für jede Unterstützung, jeden Partner_Inn, jede Hilfe von Herzen dankbar, die uns dabei bestärkt, Leben zu retten.
Mithelfen? Dies könnt ihr z.B. direkt über unser Spendenformular machen, aber auch die Buchung von Führungen oder Gutscheine helfen unserer Tierschutzarbeit.
Bärenstarke Eichsfelder räumen den Weg frei für unser Tierschutzprojekt
Vielen Dank!
Auch unser Bärenrefugium ist im Schnee versunken. Malerisch, ja, aber auch hinderlich, allen voran für die Lieferanten, die das Futter für unsere Tiere und die Baumaterialien für die Vorbereitungen zur Erweiterung bringen, die hoffentlich bald starten kann . Aufgrund einer Pressmitteilung startete die Journalistin Ilka Kühn von den Eichsfeldnachrichten einen Aufruf. Darauf meldete sich die Firma Tief- und Meliorationsbau GmbH [TMB] und räumte unsere Zufahrten, Parkplätze und die Wendeschleife für den Lieferverkehr.
Wir sind begeistert und von ganzen Herzen dankbar für diesen Einsatz! Bärenstark mitzuerleben, wie sich die Eichsfelder Hand in Hand für die Region und vor allen den Tierschutz stark machen.
So einen Winter hatten wir seit vielen Jahren nicht. Leider können wir das Winterwunderland in unserem Tierschutzprojekt nicht vor Ort mit euch erleben, aber dafür können wir es zumindest mit euch teilen.
Ihr lieben Zaungucker, Ihr habt es ja vielleicht schon gehört: meine schöne Höhle unter den Baumwurzeln musste ich leider verlassen. Dabei war die wirklich gut gebaut. Aber natürlich kann selbst die stabilste Höhlendecke nicht halten, wenn ständig ein 300 kg schwerer Max darüber tapst und am Rand umherbuddelt. Mitten im schönsten Schlaf hatte ich plötzlich eine Bärentatze vor der Nase und anschließend ein Loch im Dach. Danach war es nicht mehr sehr gemütlich mit der ganzen Feuchtigkeit und den ständigen Tropfen auf der Nase. Und dazu noch der Lärm aus der Nachbarschaft. Unglaublich, dass ein Bär überhaupt so laut schnarchen kann wie Pedro. Kurz und gut: ich bin ausgezogen. Da stand ich nun: obdachlos und das mitten im Winter. Aus lauter Not bin ich erst mal in die künstliche Höhle vor der Eingewöhnungsstation gezogen. Plattenbau für Bären sozusagen. Aber was soll ich Euch sagen: 3 Tage Dauerregen und das Wasser lief mir in die Nase. Schon wieder stand ich da, bärenmüde und schlecht gelaunt. Erst dachte ich: was solls, der Winter ist eh bald vorbei. Aber irgendwie ist es mir doch zu ungemütlich. So hab ich mit dem Bau einer neuen Höhle begonnen. Was für eine Plackerei! Der Boden halb gefroren, große Steine überall. Höhlenbau im Winter ist nichts für Plüschbären! Zum Glück bin ich ja Profi. In Null-komma-nichts war der Rohbau fertig. Mittendrin kam MAX angeschlichen, um meine Baustelle zu besichtigen. Typisch Mann! Den Frauen beim Arbeiten zusehen und dann noch „fachbärige“ Kommentare abgeben. Na den hab ich angeschnaubt! Inzwischen ist meine neue Behausung fast fertig. Hier und da ein paar Kleinigkeiten, etwas Inneneinrichtung und schon ist sie einzugsbereit. Dem Bärsonal habe ich abgelauscht, dass der Winter mit Schnee und Kälte zurückkehren soll. Ich sollte mich wohl besser beeilen. Also dann: Bis bald, Eure Laura