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Rettungsteam im Einsatz | Luchs PRIMUS ist angekommen!

Luchs PRIMUS ist der erste seiner Art in Worbis
Luchs PRIMUS ist der erste seiner Art in Worbis

Geschafft! Luchs PRIMUS ist wohlbehalten in unserem Worbiser Wildtierrefugium angekommen und genießt nun den Waldboden unter seinen Pfoten. Das Rettungsteam der STIFTUNG für BÄREN, bestehend aus Bernd Nonnenmacher und Sabrina Schröder, brach in den frühen Morgenstunden gegen 4 Uhr auf Richtung Bad Schandau um den Vierbeiner zu übernehmen.

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LAURA Kolumne 18.09.2022

Bärin LAURA
Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,

im Wald unter Bäumen zu leben, ist wirklich etwas wunderbares. Sie spenden Schatten, geben einem Futter und man kann sich prima an ihnen den Rücken schubbern. Aber manchmal können sie auch ganz schön gefährlich werden. Vor ein paar Tagen hat einer unserer Bäume einen seiner riesigen Äste fallen lassen, einfach so, ohne dass zuvor ein Sturm an ihm gerüttelt hätte. Zum Glück stand keiner von uns Bären darunter, das hätte übel ausgehen können. Diese unerwartete Lieferung von Zweigen und Laub wurde sofort von DAGGI entdeckt und in Beschlag genommen. Voller Begeisterung krabbelte sie in den Zweigen umher, zupfte an den Blättern und räkelte sich wohlig im Grün. Währenddessen wartete PARDO im Teich auf seine Spielgefährtin. Fast blind und fast taub hatte er von dem Ast noch gar nichts mitbekommen. Schließlich wurde ihm die Warterei zu langweilig und er stieg aus dem Teich, um zu DAGGI zu gehen. Freundlich stupste er sie mehrfach am Kopf, um sie zum Spielen im Teich zu überreden. Aber DAGGI war viel zu beschäftigt mit „ihrem“ Ast und ließ ihn links liegen. Was blieb ihm anderes übrig, als in den Teich zurück zu hüpfen und dort allein umher zu dümpeln. Allein im Teich dümpelt auch MAX gern umher. Er mag es gar nicht gern, wenn PEDRO oder ich mit ihm gemeinsam baden wollen. Sobald einer von uns hinzukommt, verlässt er den Teich unter protestierendem Gebrummel. Ein ganz schöner Eigenbrötler ist er geworden auf seine alten Tage. Nur wenn PEDRO ihm ein Stück Fleisch mopsen will, weil er ja seiner Meinung nach immer zu wenig bekommt, zeigt MAX noch, was in ihm steckt und brüllt wütend. PEDRO zieht sich dann schnell zurück. Er weiß genau, dass man sich mit dem oft so trantütig aussehenden Max im Ernst nicht anlegen sollte. Außerdem kann er ja immer noch mir mein Fleisch klauen. Denkt er. Aber ich bin schneller.

Bis bald,
Eure Laura

 

 

Freier Eintritt für Kinder am Weltkindertag!

die Bärenkinder ASUKA und POPEYE
die Bärenkinder ASUKA und POPEYE

Am kommenden Dienstag, den 20. September, ist Weltkindertag und daher bekommen alle Kinder bis 14 Jahre freien Eintritt im Alternativen Bärenpark Worbis [bitte in Begleitung eines Erwachsenen bzw. einer Aufsichtsperson]. Neben der Möglichkeit den ausgewachsenen Braunbären bei ihren aktuellen Vorbereitungen zur Winterruhe zu zuschauen, lohnt es sich allen voran die Welpen ASUKA und POPEYE zu beobachten. Sie wurden im März aus der Ukraine gerettet und genießen das herumtoben in der Freianlage nach Herzenslust. 

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Moment der Woche KW 37 | DAGGI im Paradies

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Zunächst war es ein kleiner Schock, als wir den Baumsturz in der Freianlage bemerkten. Doch ziemlich zügig war klar – alle Tiere sind wohl auf. In den weitläufigen Anlagen gibt es genug Ausweichmöglichkeiten für die feinfühligen Vierbeiner. Für die einst durch Zirkusdressuren missbrauchte Braunbärin DAGGI verlief die Situation sogar geradezu paradiesisch: mit genüsslicher Hingabe mampfte sie sich minutenlang in entspannter Rückenlage durch die Baumkrone. Unser Konzept der natürlichen Beschäftigung zahlt sich also aus. Ganz klar unser Moment der Woche.

Wenn ihr mehr vom tragischen Schicksal von DAGGI erfahren wollt, dann schaut doch auf ihrem Bärenprofil vorbei.

Bärenprofil | DAGGI

PS Auch ihr habt einen bärenstarken Moment im Alternativen Bärenpark Worbis festhalten können? Dann schreibt doch eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und lasst uns daran teilhaben.

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LAURA Kolumne 12.09.2022

Bärin LAURA
Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,

also ich finde das ja ein wenig übertrieben. Kaum rutscht die Temperatur knapp unter 25 Grad, schon fängt PEDRO an, seine Winterhöhle vorzubereiten. Dabei haben wir gerade mal September! Mit vollem Einsatz gräbt er jeden Tag weiter an seiner neuen Unterkunft. Steine und Erdreich fliegen nur so umher. Hin und wieder verbringt er sogar schon die Nacht in seiner Höhle. Morgens sieht man ihn dann furchtbar mühselig daraus hervorkrabbeln. Ich an seiner Stelle würde den Eingang ja ein wenig großzügiger gestalten. Schließlich wird PEDROs Umfang wohl noch ein wenig zunehmen, so wie der das gute Futter in sich reinschaufelt. Mit seinem Tun ist PEDRO aber nicht allein. Auch PARDO scheint der nahende Winter schon im Nacken zu sitzen. Seit ein paar Tagen bringt er seine angestammte Höhle, die Luxussuite, wieder auf Vordermann. So richtig kraftvoll sieht das bei ihm jedoch nicht aus. Er muss aber auch nur ein wenig reine machen und renovieren, die Höhle ist ja längst gebaut und groß genug. An Winterruhe denken POPEYE und ASUKA offenbar noch gar nicht. Sie sausen weiterhin voller Tatendrang durch die Anlage. Während ASUKA trotz Behinderung bis in den Wipfel eines neuen Lieblingsbaumes klettert, hat POPEYE die Liebe zur Musik für sich entdeckt, wenn man das denn Musik nennen will. Vielleicht hat ihn die Musik am Tierschutzfestival ja inspiriert, sein musikalisches Talent zu entwickeln. Voller Begeisterung hat er einen großen Stein immer wieder mit seinen Tatzen über die Metallplatte unserer Bärenwaage geschoben und gezogen. Hin und her, hin und her, schrumm, schrumm, schrumm. War das ein Krach! Ehrlich, für diese Musik kann ich mich nicht begeistern, die ist nicht die Bohne harmonisch. POPEYE sollte sich lieber ein anderes Hobby suchen, irgendetwas bei dem ich mir nicht meine sensiblen Plüschohren zuhalten muss. Vielleicht sollte er beim Baumschubsen bleiben, das kann er schon ganz gut.

Bis bald,
Eure Laura

 

 

LAURA Kolumne 05.09.2022

Bärin LAURA
Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,

na, dieses Wochenende war ja vielleicht was los bei uns. Von der Festwiese war ab mittags Musik zu hören und die Gerüche der ganzen Leckereien, die zum Tierschutzfestival angeboten wurden, zogen bis zu uns in den Wald hinein. Ich bin ja eigentlich kein großer Fan von menschlicher Musik, hab mich aber doch erwischt, wie ich ein klein wenig mit meiner Tatze im Takt mitgewippt habe. PEDRO hat auch mit der Tatze gewippt. Der tut das aber eigentlich fast immer, auch ohne Musik, ist so ein Tick von ihm. Überall im Park konnten sich die Besucher an vielen Ständen informieren, wie man Tiere schützen kann. Tierschutz heißt ja leider meistens, dass man Tiere vor der Gewinnsucht und vor allem vor der Dummheit von Menschen schützen muss. Da ist es nur gut, wenn man sich bei so einer Gelegenheit etwas schlauer machen kann.
Aus Tierschutzgründen hatte das Bärsonal auch den Baum gesichert, von dem ASUKA gefallen war. Damit sie nicht noch mal herunter plumbst. Aber Bäume haben wir ja so einige hier im Bärenwald. Das hat sich ASUKA auch gedacht und gleich ein neues Kletterobjekt ausgewählt, und das obwohl sie noch ziemlich humpelt. Zum Glück ist ihr der Aufstieg noch nicht so ganz gelungen. Statt hoch hinaus zu kommen, war auf halber Höhe Schluss. Eigentlich soll sie ihr Bein doch schonen. Aber die Jugend ist nun mal unvernünftig und macht nie das, was sie soll. Das ist bei Bär und Mensch wohl gleich. Na, ich hoffe, sie lässt das vom Baum fallen in Zukunft sein. Ich bin nie heruntergefallen, obwohl ich oft ganz oben in den Baumkronen war. Früher, als ich noch ein paar Tage jünger war.

Bis bald,
Eure Laura

 

 

Das war Wir. Sind. Tier. – Das Tierschutzfestival

Den Tieren eine Stimme geben
Den Tieren eine Stimme geben

Spannendes Naturwissen, leidenschaftlicher Tierschutz und gute Musik vereint bei bestem Wetter – die Premiere von Wir. Sind. Tier. war ein voller Erfolg. Insgesamt rund 1500 Besucher waren am Festivalwochenende in unserem Worbiser Wildtierrefugium. Die positive, herzliche Stimmung von allen Seiten zeigt, dass Tierschutz und Kultur perfekt zusammenpassen.

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Tierschutzfestival | Vorbereitungen auf Hochtouren

Wir. Sind. Tier. am 3. und 4. September 2022
Wir. Sind. Tier. am 3. und 4. September 2022

In zwei Tagen ist es endlich soweit – unser Tierschutzfestival Wir. Sind. Tier. startet am Samstag, den 3. September 2022, um 10:00 Uhr! Während wir hochmotiviert und mit voller Vorfreude mit den Vorbereitungen die Endphase gehen, könnt Ihr euch schon einmal in aller Ruhe das Programm vorab zu Gemüte führen. Wir sehen uns am Wochenende!

Programm:

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LAURA Kolumne 28.08.2022

Bärin LAURA
Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,

vor ein paar Tagen war es endlich soweit: die kleinen Ukrainer wurden aus der Krankenstation zurück in die Anlage gelassen. Aber was heißt da kleine Ukrainer! Die sind vielleicht gewachsen! Besonders POPEYE ist so ein richtiger Wonneproppen geworden. Als er auf der Waage stand, hat die über 180 kg angezeigt. Das sind natürlich alles nur Muskeln und starke Knochen. Schwabbelt aber ganz schön beim Umherrennen. Den Baum, von dem ASUKA geplumpst ist, hat das Bärsonal vorher noch mit einer Manschette gesichert, damit sie nicht gleich wieder hinaufkrabbelt. ASUKA hat den Baum jedoch keines Blickes gewürdigt. Die Arme humpelt aber auch noch ganz schön. POPEYE hingegen fand die Konstruktion gleich furchtbar interessant. Der Junge ist technisch sehr interessiert. Das habe ich schon daran gemerkt, dass er versucht hat, in der Station die Sicherungen der Schieber auseinander zu nehmen. Dummerweise war die Baummanschette für ihn außer Reichweite, denn für das Klettern auf Bäume hat POPEYE kein Talent. Aber ein kluger Bärenkopf findet eine Lösung. Mit den Tatzen am Baum hat POPEYE seinen pummeligen Popo einfach an ein kleines Bäumchen geschoben, dass praktischerweise im richtigen Abstand neben dem Baum stand. Eingeklemmt zwischen Bäumchen und Baum hat er es geschafft, sich bis an die Manschette heran zu schieben. Die Manschette konnte er jedoch nicht abreißen, die ist zu glatt für Bärenkrallen. Die Enttäuschung darüber hat er schnell überwunden. Ganz ausgelassen haben er und ASUKA im Teich gespielt und geplantscht. Zum Glück haben sie eine ausgedehnte Mittagspause eingelegt, denn ASUKA soll ihr Bein ja nicht gleich wieder überlasten. Hauptsache, sie denkt weiterhin daran, ihr Bein zu schonen, damit es richtig ausheilen kann.

Bis bald,
Eure Laura