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Moment der Woche KW23 | Schafe scheren

Schafe scheren
Schafe scheren

Moment der Woche KW23 | Schafe scheren

Am Montag gab es besonderen Besuch für unsere Schafe Lieschen, Waldtraut, Marie und Julia. Mit seiner Schermaschine im Gepäck kam ein professioneller Schäfer um ihre Wolle abzuschneiden. Diese Prozedur gefällt den Schafen zwar nicht allzu sehr, ist aber wichtig um zu viel Gewichtslast und Wärmestau zu verhindern, da die Winterwolle der Leineschafe nicht von alleine ausfällt.
Durch die geübte Routine des Schäfers mussten die Vier sich jedoch nicht allzu lange frisieren lassen und waren schnell wieder in unserem Bauernhof unterwegs. Nachdem alle geschoren waren, mussten sie sich erstmal ausgiebig beschnuppern, denn die meisten Duftstoffe liegen in der Wolle und dienen der Erkennung untereinander. Die Wolle nutzen wir übrigens in unserem Bauerngarten als natürlichen Frostschutz und Dünger für die Pflanzen sowie als Lehr- und Bastelmaterial.

Euer Team vom
Projekt WORBIS

 

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Tierschutz mit jedem Schritt!

Hanna Bartels aus Wolfenbüttel setzt sich jeden Tag für die Bären ein.
Hanna Bartels aus Wolfenbüttel setzt sich jeden Tag für die Bären ein.

Mit fast 90 Jahren setzt sich Hanna Bartels für den Tierschutz ein – jeden Tag! Infomaterial von der STIFTUNG für BÄREN – Wildtier- und Artenschutz und ihren beiden Projekten, dem Alternativen Bärenpark Worbis und dem Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald hat sie immer dabei. Und lässt keine Gelegenheit aus, ein gutes Wort für die Tiere einzulegen!

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LAURA Kolumne 04.06.2023

Bärin LAURA
Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,

ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie mir der Schädel gebrummt hat. Und übel war mir! Das letzte mal war mir so übel, als ich ein halbes Pferd auf einmal gegessen habe. Da war ich aber noch jung, ist also lange her. Außerdem hat das Bärsonal mich eingesperrt und lässt mich auch nicht heraus, obwohl ich ihnen wirklich unmissverständlich deutlich gemacht habe, was ich vom Eingesperrtsein halte. So begriffsstutzig kann man gar nicht sein. So langsam erinnere ich mich auch wieder, wie ich hierher geraten bin. Es ist alles noch ein bisschen verschwommen, wird aber immer klarer. Ich habe euch doch vom Frühjahrsputz erzählt, den das Bärsonal gerade macht. Mir war aufgefallen, dass die Quarantänestation ganz besonders gründlich geputzt wurde. „Da ist doch was im Busch!“ dachte ich mir. Ja, aber dass das mich betreffen könnte, darauf bin ich nicht gekommen. Natürlich hat das Bärsonal mich in die Station gebeten, um ihre Arbeit zu kontrollieren. Das machen die oft. Schließlich gelte ich hier als Bären-TÜV und habe die meiste Erfahrung. Dass die Tür hinter mir geschlossen wurde, hat mich nicht beunruhigt. Es gab ja auch leckere Häppchen. Aber die Tür blieb geschlossen. Am nächsten Morgen tauchte das Bärsonal früh auf und gab mir zum Frühstück ein Löffelchen Honig. Plötzlich piekste mich etwas in den Popo. Das hat mich nicht weiter gestört, ich bin ja keine Memme. Aber irgendwie wurde mir ganz seltsam danach, so schwummrig. Und dann-zack-war alles dunkel. Als ich wieder aufwachte, war mir schlecht, mein Kopf tat weh und mein linkes Auge juckte. Bis in die Nacht hinein war immer wieder jemand vom Bärsonal bei mir, redete mit leiser Stimme auf mich ein und erzählte mir dabei, dass man mich am Auge operiert hatte. Da fiel mir erst auf, dass dieses komische Ding, dass in den letzten Wochen an meinem Auge gewachsen war, weg war. Fand ich gut. Es hat mir zwar nicht weh getan, aber genervt hat es schon. Nun bekomme ich jeden Tag das leckerste Futter. Aber so richtig ist mein Appetit noch nicht zurückgekehrt. Außerdem ist mir langweilig hier drin. Mal sehen, vielleicht fällt mir doch noch etwas ein, mit dem ich das Bärsonal ärgern kann. Ich finde es ja nett, dass sie sich so fürsorglich um mich kümmern. Aber es macht mehr Spaß, wenn sie sich aufregen.

Bis bald,
Eure Laura

Moment der Woche KW22 | DAGGI genießt die Waldluft

Bärin DAGGI riecht die Waldluft
Bärin DAGGI riecht die Waldluft

Moment der Woche KW22 | DAGGI genießt die Waldluft

Einfach mal die Nase in die Luft strecken und tief durchatmen. Von Bären können wir Menschen noch ganz viel lernen. Bärendame DAGGI hat das Genießen der Natur tief verinnerlicht. Ob nun das Entspannen auf Baumstämmen, morgendliche Yogaübungen oder das Erschnuppern ihrer Waldheimat, für uns sind diese Momente der Wertschätzung ganz besondere Beobachtungen.
Habt auch ihr einen tollen Moment in unserem Refugium einfangen können, dann schickt ihn doch an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Euer Team vom
Projekt WORBIS

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LAURA Kolumne 28.05.2023

Bärin LAURA
Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,

manchmal können Männer aber auch außergewöhnlich begriffsstutzig sein. Während sich DAGGI auf der einen Seite des Schiebers vor Wut fast in die Tatzen beißt, glaubt POPEYE auf der anderen Seite immer noch, es sei alles nicht so gemeint und versucht, durch das Gitter Küßchen zu verteilen. Hormone scheinen sich nicht gerade förderlich auf den gesunden Bärenverstand auszuwirken. Das sieht man auch daran, wie mein PEDRO und KATJA sich aus der Ferne anschmachten. Dabei weiß doch jeder, was passiert, wenn man sie zusammenlässt: KATJA nimmt mit Höchstgeschwindigkeit Reißaus und PEDRO bleibt mit belämmerten Blick zurück. In jedem Frühling dasselbe. Auch das Bärsonal ist im Frühjahrsmodus. Nein, damit meine ich nicht deren Hormone, sondern den alljährlichen Frühjahrsputz. Schließlich müssen nach dem langen Winter unsere Bärenbadeteiche gesäubert und frisch befüllt werden. Man will ja nicht im Dreck planschen. Der eine oder die andere vom Bärsonal könnten nach der Teichreinigung selbst ein Bad gebrauchen. Müffeln ein wenig, finde ich. Besonders lecker riecht es dagegen an den Feiertagen hier im Park. Es wird wieder gegrillt. Ich bin ja eigentlich eher Rohköstlerin. Aber nach so langer Zeit in Thüringen tropft auch mir der Zahn beim Geruch von Rostbratwurst und Grillkäse. Ich bleib aber trotzdem lieber bei Rinderkeule. Die Portionen sind irgendwie bärengerechter.

Bis bald,
Eure Laura

Moment der Woche KW21 | Neue pädagogische Lehrpfade

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Nach Monaten der Planung, kreativen Arbeitens und Herzblut sind sie nun endlich da: Auf den öffentlich zugänglichen Wegen um unsere Erweiterungsfläche, stehen seit gestern drei brandneue pädagogische Lehrpfade zu den Themen heimische Beutegreifer, Biodiversität sowie Mensch und Tier.
Die neu entstandenen Freianlagen für Wolf und Luchs des Kompetenzzentrums der STIFTUNG für BÄREN - Wildtier- und Artenschutz wurden in einer bisher einzigartigen Kooperation mit dem Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz 2022 fertiggestellt. Die Kooperation stellt als Leuchtturmprojekt beispielgebend eine Lösung für die Wildtierproblematik für alle anderen Bundesländer dar.
Mit den Lehrpfaden haben unsere Erweiterungsfläche, sowie die bereits etablierten und beliebten Wanderwege Städteweg Worbis-Duderstadt und Lutherweg weiter an Attraktivität gewonnen. Für uns ein ganz besonderer Moment und auch Luchs PRIMUS hat den Aufbau der Pfade mit seiner typischen Neugierde verfolgt.
Die spielerische Wissensvermittlung ist uns ein besonders wichtiges Anliegen. So stehen neben den 30 Informationstafeln auch 6 Spielelemente an den Wanderwegen, die nur darauf warten ausprobiert zu werden. Hilf dem Wolf ein neues Revier zu finden, überprüfe deinen Kofferinhalt beim Zoll auf tierische Souvenirs oder entdecke welche spannenden Tierarten bei uns im Eichsfeld heimisch sind!
Gefördert wurden die Lehrpfade durch Mittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) als Teil der Umsetzung der regionalen Entwicklungsstrategie 2014-2020 der Regionalen Aktionsgruppe LEADER „RAG Eichsfeld (ARGE)“. Hier investieren Europa und der Freistaat Thüringen in die ländlichen Gebiete.
Ein besonderer Dank geht auch an das Beschriftungscenter Meinigen für die Begleitung dieses Projektes!
Euer Team vom
Projekt WORBIS

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LAURA Kolumne 21.05.2023

Bärin LAURA
Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,

obwohl POPEYE immer guckt wie die Unschuld vom Lande, hat er es in Wahrheit tatzendick hinter den Ohren. Ganz genau konnte ich beobachten, wie er DAGGI fast zur Weißglut getrieben hat. Direkt am Schieber zur Anlage B, in der DAGGI wohnt, spielte er mit einem Rehfell. Immer wieder hob er es hoch, wickelte sich darin ein, tatzelte auf dem Rücken liegend damit herum und knabberte dran. Nur durch das Schiebergitter getrennt, musste DAGGI dabei zusehen. Man konnte ihr ansehen, wie gern sie auch mal am Fell geknabbert hätte. Aber durch das Gitter war das natürlich nicht möglich. Immer wieder fiel das Fell, ganz zufällig natürlich, nah an den Schieber heran. Wutentbrannt krallte DAGGI ihre Krallen ins Gitter, bis sie schließlich frustriert davonging. Seltsamerweise wurde das Fell kurz danach auch für POPEYE langweilig. Stattdessen zog er einen großen Ast mit leckeren Knospen zum Schieber und begann vergnügt daran zu knabbern. Natürlich saß kurze Zeit später DAGGI am Gitter. Leise tropfte ihr der Sabber von der Schnauze. Während sich POPEYE vor ihr räkelte und schmatzte, stieg in DAGGI sichtbar die Wut. Zum Glück können auch Bären in Wirklichkeit nicht vor Wut platzen. Aber DAGGI war ganz bestimmt kurz davor. Als sie schließlich davontrabte, warf sie einen Blick zurück, der so viel sagte wie: ich krieg dich noch! Ich weiß nicht, ob POPEYE so klug handelt, DAGGI so zu reizen. Weiß er denn nicht, dass wir Bären ein gutes Gedächtnis haben und sehr nachtragend sein können? Irgendwann wird für DAGGI sicher die Gelegenheit kommen, ihm eins auszuwischen. Mal sehen, ob er dann immer noch so cool bleibt oder sich vor Schreck ins Fell macht.

Bis bald,
Eure Laura

Moment der Woche KW20 | PRIMUS in E2

PRIMUS in E2
PRIMUS in E2

Moment der Woche KW 20 | PRIMUS

Unser PRIMUS hat alles genau im Blick. Was er wohl hier ins Auge gefasst hat – vielleicht eine kleine Maus? Auf jeden Fall gibt es in der Erweiterungsanlage 2 viel zu entdecken. Diese bewohnt unser Waldgeist nun schon seit gut zwei Wochen, da wir in Anlage 1 bauen. Für ihn ein neues, spannendes Erlebnis.

Falls auch ihr mal wieder etwas Natur entdecken möchtet, dann kommt am besten bei uns im Park vorbei und seht selbst nach, was unsere Schützlinge den lieben langen Tag so treiben.

Wenn ihr dabei einen tollen Moment in unserem Tierschutzprojekt festhalten könnt, dann teilt ihn doch mit uns und schreibt eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

Euer Team vom
Projekt Worbis

Foto: Gerhard Senitz

LAURA Kolumne 14.05.2023

Bärin LAURA
Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,

habt ihr mitbekommen, was für ein besonderer Tag heute ist? Ich habe es vom Bärsonal gehört: heute ist Muttertag. Offenbar braucht ihr Menschen einen besonderen Tag, um an eure Mütter zu denken und ihnen etwas Gutes zu tun. Aber denkt ihr auch daran, dass nicht nur Menschen Mütter haben, sondern Tiere genauso? Für uns Bären sind unsere Mütter am Beginn unseres Lebens das Wichtigste auf der Welt. Sie sind die einzigen, die sich um uns kümmern, Mutterfamilie nennt man das wohl. Unsere Mütter geben uns Wärme und Nahrung, sie bringen uns bei, was wir wissen müssen. Sie zeigen uns, was man essen kann und wo man es findet. Sie lehren uns, Fische oder andere Tiere zu fangen und wie man einen Unterschlupf für den Winter findet. Gegen Gefahren verteidigen uns unsere Mütter mit Zähnen, Klauen und unglaublichem Mut. Es ist gefährlich, sich ihnen in den Weg zu stellen.
Ich selbst weiß kaum noch etwas von meiner Mutter. Nur an das Gefühl von wohliger Geborgenheit in ihrem warmen Bauchfell kann ich mich erinnern und an ihre Zunge, die mich zärtlich geleckt hat. Eines Tages war sie fort. Ich habe nach ihr gerufen so laut und so lang ich konnte, aber sie blieb für immer verschwunden. Nur in meinen Träumen ist sie manchmal zu mir gekommen. Ob POPEYE und ASUKA auch von ihren Müttern träumen? Vergessen haben sie sie sicher nicht. Manchmal sitzt ASUKA einfach so da, starrt Bärsonal oder Zaungucker an, und brüllt wie am Spieß. Sie brüllt so laut, dass mir fast die Plüschohren abfallen und ich ihr am liebsten eine tatzen will. Ob es die Wut ist und die Verzweiflung über die viel zu frühe Trennung von ihrer Mutter, die da aus ihr herausbrüllt? Vielleicht macht sie aber auch nur gern Krach, wer weiß. Wenn ihr noch eine Mutter habt, die gut zu euch war oder ist, so krault ihr doch mal zärtlich die Ohren, aber nicht nur einmal im Jahr.

Bis bald,
Eure Laura