Aktuelles

Laura Kolumne

Bärin Laura
Bärin Laura

Meine lieben Zaungucker,

was für ein Wetter! So frisch und zugig hatte ich mir den Frühling nun wirklich nicht vorgestellt. Brrr. Viel zu kalt! Ich freue mich schon auf die warmen Sonnenstrahlen. Irgendwann müssen sie ja mal wieder zu sehen sein.

Doch warme Temperaturen hin oder her. Die Zeit ist reif und wir haben allesamt gesunden Bärenappetit. Jetzt nach der Winterruhe ist mir immer ganz besonders nach frischen Eiern. Die liebe ich von Herzen. Deshalb kann man mich dafür schon mal im Galopp durch den Bärenwald rasen sehen. Na klar, auch Fleisch ist jetzt genau das Richtige. Neulich waren bei zwei Zaunguckern große Mengen frisches Rindfleisch für uns übrig. Das Bärsonal hatte daran ganz schön zu schleppen. Aber die ganze Mühe hat sich wirklich gelohnt, denn geschmeckt hat's uns richtig gut! Gerne wieder! Gerne mehr!

Sogar Nüsse hatte kürzlich ein Zaungucker in etlichen Beuteln mitgebracht und dem Bärsonal in die Hand gedrückt. Die sind auch köstlich. Dazu fällt mir ein lustiges Erlebnis ein. Da stand und guckte ich so vor mich hin, als hinter mir ein Huschen war. Es hatte sich ein Eichhörnchen ganz nah an mich heran getraut und knackte, nur einen Prankenhieb entfernt, zwei dicke Walnüsse. Ganz schön mutig das Kerlchen!

Nicht nur beim Futtern sind wir hier im Wald munterer geworden. Allgemein sind allesamt in Bewegung. Selbst die Emma. Das Laufen scheint mit ihrem Knie nun nicht mehr ganz so schwer zu fallen. Aber unsicher wirkt sie immer noch. Besonders wenn die Wölfe in der Nähe sind. Vielleicht verbringt sie deshalb die meiste Zeit in ihrer Höhle.

Pedro dagegen kommt fast täglich auf seine Kosten. Nachdem er und Max sich nun regelmäßig zum Balgen und Spielen zusammenfinden, habe ich inzwischen auch nichts gegen ein gelegentliches Stelldichein mit dem dunklen Hünen. So ein bisschen Balgen und Necken ist doch ein netter Zeitvertreib. Auch Daggi scheint Gefallen daran zu haben. Für sie nimmt sich Pedor nun auch gerne immer mal wieder ein paar Minuten. Da muss ich gut Acht geben, dass ich nicht zu kurz komme! Ah, da hinten kommt er gerade entlang geschlendert. Da will ich doch gleich mal nach ihm sehen.

Bis später,

Eure Laura

Osterfest im Bärenpark am 16. April!

Osterfest 2017
Osterfest 2017

Der Bärenpark Worbis lädt Groß und Klein ganz herzlich zur Ostereier-Suche ein!

Der Osterhase steht schon bereit und fragt sich heut': Wann ist's nun soweit?

Die Eier sind bemalt schön bunt, schwub verschwindet eins im Mund.

Von früh bis spät wird dann versteckt und hoffentlich schon bald entdeckt.

Am Ostersonntag werden die Tore von 10 bis 18 Uhr mit ganz besonders breitem Grinsen geöffnet. Denn  wir freuen uns riesig auf viele kleine Gäste, die mit niedlichen Weidenkörbchen ausgerüstet, durch den Park spazieren. Mit leuchtenden Kinderaugen die unzählig vielen Ostereier-Versteck-Möglichkeiten inspizieren und stolz die bunten Eier und den ein oder anderen Schoko-Osterhasen behutsam in das Körbchen legen.

Neben all dem Suchen und Finden bieten wir an diesem Tag auch Bastelstände an. So dass so manche Bastelei ebenso im Körbchen mitgenommen werden kann.

Und weil schließlich Ostern ist, gibt es für Sie eine besondere Überraschung. Den allerersten Osterbaum im Bärenpark! Gemeinsam mit der AKADEMIE FÜR WIRTSCHAFT UND TECHNOLOGIE GmbH aus Leinefelde, hängen wir an einem speziellen Baum im Park eine gigantische Sammlung von bemalten Ostereiern aus. Jedes einzelne der Hunderte von Eiern wurde mit geschickter Hand gefertigt. 

Wo dieser Baum steht? Finden Sie es heraus! Wieviele Ostereier-Kunstwerke an den Bäumen hängen? Schätzen Sie mal! Übrigens- auf den besten Ostereier-Schätzer wartet ein Preis!

Bei all dem Ostereier-Trubel kann man schnell hungrig werden! Keine Bange-für Ihr leibliches Wohl ist bestens gesorgt. Ob im Bärenbistro oder am Vereinsstand BÄRENHILFSWERKE e.V., hier können Sie es sich schmecken lassen.

Wir freuen uns auf Sie!

Bis bald,

Ihr Bärenpark-Team

Laura Kolumne

Bärin Laura
Bärin Laura

Meine lieben Zaungucker,

ist es euch aufgefallen? Der Frühling ist da! Das erste zarte Grün zeigt sich schon im Bärenwald! Und die Luft riecht soo herrlich, ist frisch und mild. Die Weide blüht und wird vom kleinen Gesumm emsig besucht. Und so manches Mal verirrt sich eine Honigbiene in unseren Wald. Mit ihren putzig gelben Pollenhöschen sind diese kleinen Brummer eine schön bunte und duftende Abwechslung. Sie riechen so fein nach Frühblüher-Pollen!

Inzwischen ist es sogar schon taghell, wenn ich mich am Morgen zum ersten Mal auf die andere Seite drehe um gemütlich weiter zu schlummern. Die Tage werden von Mal zu Mal länger und die Sonne scheint hell und wärmt dabei angenehm meinen Pelz. Einfach herrlich! Auch wenn sich sich im Augenblick lieber hinter der dichten Wolkenschicht versteckt.

Wenn ich so in einem ruhigen Eckchen vor mir hin träume und mir das rege Treiben jenseits der Zäune anschaue, scheint die Luft mit Tausenden Vogelstimmen gefüllt. Da wird gezwitschert, gezirpt, gepfiffen, geträllert, gegurrt und noch einiges mehr. Es klingt beinahe so, als wetteifern die vielen Singstimmen miteinander. Das ist einfach wuuunderschön! Genau das habe ich mir an besonders kalten Wintertagen erträumt! Und was soll ich euch sagen, sogar die Kronenvögel scheinen in Frühlingsstimmung zu sein. Da ist ein ausgelassenes Rufen udn Krähen seit einigen Tagen! Die Vier sind nun auch wieder aus der Quarantäne-Station ausgezogen. Ich höre sie weit vom Bärenwald entfernt. Es dauert bestimmt nicht mehr lange, bis sie hier herunter spazieren, um mal nach uns Bären zu schauen. Ich bin wirklich gespannt, wie der Jüngste sich gemacht hat. Im letzten Jahr hatte er ja quasi noch Eierschalen hinter den Ohren.

Ganz anders als die alte Wölfin Shiara. Die ist inzwischen eine wahre Greisin geworden. Schläft viel und geht nur noch die nötigsten Wege. Und zwar sehr bedächtig. Ist ja auch kein Wunder. Wenn man mal bedenkt, dass sie im Mai ihren 14. Geburtstag feiert!

Und es sind während dieser warmen Sonnentage schon viele Zaungucker dagewesen und haben durch den Zaun geguckt. Das war auch fein. Nicht so, wie noch vor einigen Wochen. Als die Zaungucker mit rotgefrorenen Nasen und hochangezogenen Schultern, eingehüllt in dicke Mäntel und Mützen, bibbernd durch den Schnee im Wald stapften. Nein. Nun stehen sie wieder geduldig und staunend und freuen sich, wenn sie uns Bären entdecken. Da gibt es zurzeit auch witzige Momente zu erhaschen. Wenn zum Beispiel der hünenhafte Pedro dem Max auf Schritt und Tritt folgt und ihn immer wieder zu einem Spielchen ermuntern will. Neulich ließ sich Max auch überreden. Das war schon nett anzusehen, als sich die beiden Großen gegenseitig liebevoll zwickten und neckten. Diese Freundschaft der Bärenkumpels blüht also auch wieder auf. Wie passend zum Frühlingserwachen!

So etwas käme mir allerdings nicht in den Sinn. Ich kann Daggi nach wie vor nichts abgewinnen. Bis auf die wenigen Male, in denen ich ihr nachsetze und zeige, dass ich hier die Dienstälteste bin, gehen wir getrennte Wege.

Ach übrigens, das Dach über der Feuerstelle ist fertig! Ist schön geworden! Und ich freue mich schon drauf, wenn dort wieder die kleinen Zaungucker beeindruckt sitzen und sich ihr Futter über der Feuerglut backen. Wird ja nicht mehr lange dauern.

In diesem Sinne- kommt doch mal vorbei!

Bis bald,

Eure Laura

Hurra für unser Federvieh!

Hurra, die Stallpflicht ist aufgehoben!
Hurra, die Stallpflicht ist aufgehoben!

Seit Sonntag hat der Landkreis Eichsfeld die Stallpflicht für das Hausgeflügel aufgehoben. Kurz nach dieser Ansage informierte uns das hiesige Veterinäramt darüber, dass in diesem Zuge auch die fedrigen Parkbewohner wieder vor die Tür dürfen. So können unsere Besucher seit Montag glücklich scharrendes, gackerndes und watschelndes, schreitendes, krähendes und schnatterndes Federvieh im Worbiser Bärenpark beobachten.

Obwohl sich geschickte Mitarbeiterhände gleich nach Ausruf der Stallpflicht eifrig an den Bau von entsprechenden Ausläufen machten, um Pfau, Barthuhn und Laufente vorübergehend bestmöglich unterzubringen, ist doch ein Leben ohne Voliere viel schöner!

"Wer will fleißige Handwerker seh'n, der muss in den Bärenpark Worbis geh'n..."

Überdachung der Feuerstelle
Überdachung der Feuerstelle

Ganz ähnlich wie in dem bekannten Kinderlied sägen, hämmern und schrauben geschickte Hände fleißiger Mitarbeiter im Bärenpark Worbis seit etlichen Tagen. Und nun ist sie fast fertig: unsere überdachte Feuerstelle! Bei nassem Wetter haben Schülergruppen während des Stockbrotbackens zukünftig ein Dach über dem Kopf und die Wärme des Feuers lässt sich gleich noch mal so gut genießen. Darüber hinaus lässt es sich in dem geräumigen Holz-Pavillon auch bei schönem Wetter bestimmt gut aushalten. Mitten im Bärenwald gelegen, bietet er rastenden Gästen sicher bald ein gemütliches Plätzchen. Darum freuen wir uns jetzt schon auf die allerletzten Handgriffe und seine Einweihung!

Ein ganz herzliches Dankeschön an den Verein AKTION BÄRENHILFSWERKE e.V., der dies finanziell ermöglicht hat.

Teddybär Welt Messe in Wiesbaden

Teddymesse
Teddymesse

Vom 11. bis 12.03.2017 öffnet die Teddybär Welt Messe in Wiesbaden ihre Pforten und der Alternative Bärenpark Worbis freut sich, wieder mit von der Partie zu sein. Wie schon in den Vorjahren wird der Stand von den beiden Ehrenamtlern Hermann Jabobs und Eva Steinbeck-Jakobs betreut, die Miete von Sponsoren gestemmt, so dass jeder eingenommene Cent dem Wohle der Bären zugute kommt.

Im Angebot sind diesmal unter anderem neue Kaffeetassen, die beliebten 20-Jahre-Bärenpark Kugelschreiber sowie der seit 2016 wieder aufgelegte Jahresbutton. Erstmals erscheint für das Jahr 2017 zusätzlich ein Magnet mit Bärenkonterfei. Wer Ihnen dann eventuell von Ihrer Kühlschranktür entgegen lächelt, wird nicht verraten, schauen Sie einfach mal selbst vorbei.

Die Messe ist Samstag und Sonntag jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

 

Für den Navi:

Messecenter Rhein Ruhr Wiesbaden/Wallau

Robert-Bosch-Str. 5-7

65719 Wallau (Hofheim am Taunus)

Weitere Informationen finden Sie unter www.teddybaer-welt.de

Wir würden uns sehr freuen, Sie an unserem Stand begrüßen zu dürfen.

Laura Kolumne

Bärin Laura
Bärin Laura

Hallo liebe Zaungucker,

endlich wird es wieder lebhafter in unserem Bärenwald! Das lange Schlafen, Schlummern und Dösen hat für diesen Winter ein Ende gefunden. Auch wenn es gerade wieder ganz schön frisch und windig ist und über Nacht weiße Flocken fielen, haben die Sonnentage neulich den Frühling angekündigt und uns Bären aus den Höhlen gelockt. Wobei der ein oder andere noch etwas dösig heran tapst. Ist ja auch kein Wunder, nach dem monatelangene Liegen. Doch soweit ich das beobachten kann, sind alle wohlauf. Allesamt haben wir die Winterruhe gut hinter uns gebracht und durchstreifen nun den Wald. Man will ja schließlich überprüfen, ob alles seine Ordnung und Richtigkeit hat. Und alte Bekannte wieder treffen. Als Conny und Katja vor kurzem aufeinander trafen, begrüßten sie sich sehr impulsiv. Sogar hier unten im Wald konnte ich hören, wie fuchsteufelswild die Conny war. Immer wieder schnaubte sie wütend und konnte sich nur schwer beruhigen. Aber ich kann sie gut verstehen. Katja sehe ich selbst am liebsten auch nur von hinten und gaaanz weit weg. Und ich könnte wahnsinnig werden, wenn sie provokativ am Zaun steht und geht und ich ihren Spielchen nicht endlich ein Ende setzen kann. Doch was rege ich mich auf.

Währenddessen habe ich das Badewetter genutzt und bin im Teich eingetaucht. Denn die milderen Temperaturen haben die Eisdecke auf den Teichen endlich schmelzen lassen. Ein paar Zaungucker beobachteten mich verblüfft. Tja, was so ein richtiger Bär ist, lässt sich vom eiskalten Wasser doch nicht aufhalten!

Daggi hat mir auch zugesehen. Zum Glück war sie jedoch verschwunden, als ich mein Bad beendet hatte. Mit Daggi ist es ähnlich wie mit Katja- für mich wäre es ohne sie noch mal so schön hier. 

Ansonsten ist mir aufgefallen, dass die Zaungucker wohl nun auch so allmählich ihre Winterruhe beendet haben. Es sind nämlich schon deutlich mehr davon hinter den Zäunen zum Gucken da. Außerdem wird gebaut und gewerkelt und geputzt. An der Stelle, wo an schönen Tagen oftmals viele kleine Zaungucker im Kreis um ein Feuer hocken und sich mit langen Stöcken Futter über der Hitze backen, wird gehämmert und geschraubt und gebohrt. Sieht aus, als sollte die Feuerstelle ein Holzdach bekommen. Sehr aufregend! Ich habe gesehen, dass in dem großen Fenster-Haus direkt am Bärenwald heute ordentlich geputzt und alles auf den Vordermann gebracht wird. Da können sich die Zaungucker bestimmt bald wieder Futter holen und uns von den großen Fensterscheiben aus bestaunen. Und es soll noch eine weitere Baustelle im Park sein. Ich habe aufgeschnappt, wie zwei Zaungucker von einer Sanierung der Park-Toiletten sprachen. Was immer das auch bedeuten mag. Klingt auf jeden Fall gut.

So, nun muss ich mal weiter. Habe gerade gesehen, wie Daggi zielstrebig hinter dem Hügel verschwand. Da will ich doch gleich hinterher um nachzuschauen, was da so verlockend ist. Bis bald dann wieder.

Es grüßt

Eure Laura 

Einbruch im Bärenpark!

Einbruch im Park
Spuren der Gewalt

Liebe Tierfreunde,

in der Nacht vom 18. Auf den 19. Februar haben sich bis dato unbekannte Einbrecher gewaltsamen Zugang zu unserem Kassenhaus verschafft. Das erbeutete Diebesgut besteht aus dem Kassencomputer, einem Funkgerät und Kleingeld. Der durch den Einbruch entstandene Schaden am und im Gebäude ist beträchtlich höher als die entwendeten Wertsachen. Der größte Ärger allerdings…

Weiterlesen ...

Laura Kolumne

Bärin Laura
Bärin Laura

Ihr lieben Zaungucker,

meine Nase hat mich nicht getäuscht! Kaum hatte ich das Laub richtig schön aufgeschüttet, da begann es zu schneien. Und wie! Als wollte es nie wieder aufhören! Und es schneite und schneite, bis schließlich auch das noch so zarte Zweiglein eine große, weiße Schneemütze trug. Und frostig war es! Bei solchen Temperaturen schläft es sich einfach herrlich. Darum war ich auch so verdattert, als ich von einem stetigen Tropfen munter wurde. Direkt vor meiner Schnauze war am Höhlenboden von diesem Tropfen schon eine kleine Pfütze entstanden. Ich stand auf und schob die Nase aus dem Höhleneingang. Schließlich wollte ich sehen, was los war. Der Schnee war weg! Stattdessen tropfte es überall von den Zweigen auf das welke, pitschnasse Laub. Na so was! Geweckt, wie ich ja nun einmal war, habe ich mir dann ein wenig die Füße vertreten. Dabei ist mir Pedro begegnet. Der inzwischen wieder schlanke Hüne scheint für diesen Winter ausgeschlafen zu haben. Hat ja seine drei Monate Winterruhe nun auch rum. So sind sie, die jungen Männer. Voller Lebensenergie. Mit dieser hat er eifrig nach alten Reliquien gegraben und sich dann genüsslich auf der Zunge zergehen lassen. Verwaiste Knochen einer längst ver- und gegessenen Wolfsmahlzeit.

Max hingegen tappte wie teilnahmslos umher. Guckte, ging bedächtig und blieb stehen, um ein weiteres Mal ausdruckslos Löcher in die Luft zu starren. Dem sitzt die Wintermüdigkeit noch gehörig in den Knochen! Nicht einmal die munteren Wölfe könnten ihn davon abbringen. Dabei ist es mit ihnen wie in jedem Winter. Da wird gerangelt und gejault, gerannt und geschnuppert. Geschmust und gestritten.

Ach ja. Die großen bunten Kronenvögel gaben mir zu denken! Die konnte ich sonst immer mal in ihrem schillerden Federkleid am Zaun vorbei schreiten sehen. Aber nun? Nichts! Stattdessen hörte ich ihr typisches Gluchsen und Ticken und Picken am anderen Ende des Waldes. Wenn mich nicht alle Sinne täuschten, sind die dort unten in unsere Bärenboxen eingezogen. Quarantäne-Station vom Bärsonal genannt. Es roch auch verdächtig nach ihnen.

Ganz zufällig habe ich drei Zaungucker belauscht. Aber auch nur, weil sie ausgerechnet da standen, wo ich gerade ein wenig verschnaufen wollte. Nachdem sie fertig waren, über meine großen Plüschohren zu witzeln und mich immer wieder mit dem Teddy auf dem Bett von irgendeiner Lisa zu vergleichen, schnappte ich was von Vogelgrippe auf. Bloß nicht! Verschnupfte Enten, niesende Hühner, hustende Kohlmeisen und fiebrige Kronenvögel? Die sollen mal schön alle wie sie sind in ihren Höhlen bleiben und sich ja nicht mit dieser Vogelgrippe anstecken. Mich stört es jedenfalls nicht, wenn die Kronenvögel in unseren Boxen während der Grippewelle abducken. Es ist ja auch sonnenklar, dass die sich nicht so eine praktische Behausung wie unsereins graben können. 

Apropo- meine Winterbleibe ist und bleibt bei diesem Wetter einfach der beste Platz! Inzwischen ist das Tauwasser auch wieder zu Eis geworden. Die Luft ist frostiger, ein frischer Wind streicht durch das Geäst und spielt eine kleine Schlummermelodie. Davon werden meine Augenlider ganz schwer.

Schlummer-Grüße von

Eurer Laura