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Laura Kolumne

Bärin Laura
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Ihr lieben Zaungucker,                                

kalt ist immer noch in unserem Wald. Aber inzwischen schon etwas farbiger. Denn die Knospen platzen nach und nach immer weiter auf und die Bäume kleiden sich wieder in grüne Gewänder.

Richtig bunt war es hier hingegen vor einigen Tagen. Da suchten nämlich wieder große und kleine Zaungucker nach allerlei Naschereien. Rote, gelbe, blaue und grüne Eier, Bonbons und Schokolade. Kaum gefunden, verschwanden die feinen Dinge gleich in lauten und leisen Mündern, andere im Körbchen. Es war mal wieder richtig schön, so viele Zaungucker am Zaun kauen und gucken zu sehen. Weil ich ja ausgerechnet Eier für mein Leben gern verputze, ist es einfach immer wieder herrlich zu sehen, wie sich beim Eierfest alles um diese kleine Köstlichkeit dreht.

Ansonsten habe ich die letzten Tage hauptsächlich mit dem schönen Pedro verbracht. Seine Männlichkeit und imposante Größe, sein Wimpernschlag und muntere Art mich zu begeistern, genieße ich geradezu. Wenn ich mich ein wenig erholen oder frisch machen muss, verbringt Pedro nach wie vor viel Zeit mit seinem neuen besten Freund Max. Die beiden Bärenkumpels balgen und raufen unermüdlich. Wie zwei Halbstarke! Aber sollen sie ruhig machen. Sollen sie ihre Kräfte messen und trainieren. Solange der Pedro mich dabei nicht vergisst, kann er sich austoben.

Tja, ansonsten…scheint das Bärsonal einiges verändern zu wollen! Ich habe neulich mitbekommen, dass die pummlige Katja und der genauso pummlige Jimmy, demnächst einen eigenen Badeteich bekommen werden! Wie sich herum gesprochen hat, sind die beiden deshalb sogar schon in die Station eingezogen. Da werden die Arbeiten bestimmt bald los gehen.

Wer ist denn das? Wie bitte? Oh, ich muss flinke Füße machen! Es sieht so aus, als treffen sich die Zaungucker gerade jetzt zu einer Baubesprechung in Sachen Badeteich. Vielleicht kann ich ja ein paar Sätze aufschnappen.

Bis später also,

Eure Laura

Laura Kolumne

Bärin Laura
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Meine lieben Zaungucker,

was für ein Wetter! So frisch und zugig hatte ich mir den Frühling nun wirklich nicht vorgestellt. Brrr. Viel zu kalt! Ich freue mich schon auf die warmen Sonnenstrahlen. Irgendwann müssen sie ja mal wieder zu sehen sein.

Doch warme Temperaturen hin oder her. Die Zeit ist reif und wir haben allesamt gesunden Bärenappetit. Jetzt nach der Winterruhe ist mir immer ganz besonders nach frischen Eiern. Die liebe ich von Herzen. Deshalb kann man mich dafür schon mal im Galopp durch den Bärenwald rasen sehen. Na klar, auch Fleisch ist jetzt genau das Richtige. Neulich waren bei zwei Zaunguckern große Mengen frisches Rindfleisch für uns übrig. Das Bärsonal hatte daran ganz schön zu schleppen. Aber die ganze Mühe hat sich wirklich gelohnt, denn geschmeckt hat's uns richtig gut! Gerne wieder! Gerne mehr!

Sogar Nüsse hatte kürzlich ein Zaungucker in etlichen Beuteln mitgebracht und dem Bärsonal in die Hand gedrückt. Die sind auch köstlich. Dazu fällt mir ein lustiges Erlebnis ein. Da stand und guckte ich so vor mich hin, als hinter mir ein Huschen war. Es hatte sich ein Eichhörnchen ganz nah an mich heran getraut und knackte, nur einen Prankenhieb entfernt, zwei dicke Walnüsse. Ganz schön mutig das Kerlchen!

Nicht nur beim Futtern sind wir hier im Wald munterer geworden. Allgemein sind allesamt in Bewegung. Selbst die Emma. Das Laufen scheint mit ihrem Knie nun nicht mehr ganz so schwer zu fallen. Aber unsicher wirkt sie immer noch. Besonders wenn die Wölfe in der Nähe sind. Vielleicht verbringt sie deshalb die meiste Zeit in ihrer Höhle.

Pedro dagegen kommt fast täglich auf seine Kosten. Nachdem er und Max sich nun regelmäßig zum Balgen und Spielen zusammenfinden, habe ich inzwischen auch nichts gegen ein gelegentliches Stelldichein mit dem dunklen Hünen. So ein bisschen Balgen und Necken ist doch ein netter Zeitvertreib. Auch Daggi scheint Gefallen daran zu haben. Für sie nimmt sich Pedor nun auch gerne immer mal wieder ein paar Minuten. Da muss ich gut Acht geben, dass ich nicht zu kurz komme! Ah, da hinten kommt er gerade entlang geschlendert. Da will ich doch gleich mal nach ihm sehen.

Bis später,

Eure Laura

Laura Kolumne

Bärin Laura
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Meine lieben Zaungucker,

ist es euch aufgefallen? Der Frühling ist da! Das erste zarte Grün zeigt sich schon im Bärenwald! Und die Luft riecht soo herrlich, ist frisch und mild. Die Weide blüht und wird vom kleinen Gesumm emsig besucht. Und so manches Mal verirrt sich eine Honigbiene in unseren Wald. Mit ihren putzig gelben Pollenhöschen sind diese kleinen Brummer eine schön bunte und duftende Abwechslung. Sie riechen so fein nach Frühblüher-Pollen!

Inzwischen ist es sogar schon taghell, wenn ich mich am Morgen zum ersten Mal auf die andere Seite drehe um gemütlich weiter zu schlummern. Die Tage werden von Mal zu Mal länger und die Sonne scheint hell und wärmt dabei angenehm meinen Pelz. Einfach herrlich! Auch wenn sich sich im Augenblick lieber hinter der dichten Wolkenschicht versteckt.

Wenn ich so in einem ruhigen Eckchen vor mir hin träume und mir das rege Treiben jenseits der Zäune anschaue, scheint die Luft mit Tausenden Vogelstimmen gefüllt. Da wird gezwitschert, gezirpt, gepfiffen, geträllert, gegurrt und noch einiges mehr. Es klingt beinahe so, als wetteifern die vielen Singstimmen miteinander. Das ist einfach wuuunderschön! Genau das habe ich mir an besonders kalten Wintertagen erträumt! Und was soll ich euch sagen, sogar die Kronenvögel scheinen in Frühlingsstimmung zu sein. Da ist ein ausgelassenes Rufen udn Krähen seit einigen Tagen! Die Vier sind nun auch wieder aus der Quarantäne-Station ausgezogen. Ich höre sie weit vom Bärenwald entfernt. Es dauert bestimmt nicht mehr lange, bis sie hier herunter spazieren, um mal nach uns Bären zu schauen. Ich bin wirklich gespannt, wie der Jüngste sich gemacht hat. Im letzten Jahr hatte er ja quasi noch Eierschalen hinter den Ohren.

Ganz anders als die alte Wölfin Shiara. Die ist inzwischen eine wahre Greisin geworden. Schläft viel und geht nur noch die nötigsten Wege. Und zwar sehr bedächtig. Ist ja auch kein Wunder. Wenn man mal bedenkt, dass sie im Mai ihren 14. Geburtstag feiert!

Und es sind während dieser warmen Sonnentage schon viele Zaungucker dagewesen und haben durch den Zaun geguckt. Das war auch fein. Nicht so, wie noch vor einigen Wochen. Als die Zaungucker mit rotgefrorenen Nasen und hochangezogenen Schultern, eingehüllt in dicke Mäntel und Mützen, bibbernd durch den Schnee im Wald stapften. Nein. Nun stehen sie wieder geduldig und staunend und freuen sich, wenn sie uns Bären entdecken. Da gibt es zurzeit auch witzige Momente zu erhaschen. Wenn zum Beispiel der hünenhafte Pedro dem Max auf Schritt und Tritt folgt und ihn immer wieder zu einem Spielchen ermuntern will. Neulich ließ sich Max auch überreden. Das war schon nett anzusehen, als sich die beiden Großen gegenseitig liebevoll zwickten und neckten. Diese Freundschaft der Bärenkumpels blüht also auch wieder auf. Wie passend zum Frühlingserwachen!

So etwas käme mir allerdings nicht in den Sinn. Ich kann Daggi nach wie vor nichts abgewinnen. Bis auf die wenigen Male, in denen ich ihr nachsetze und zeige, dass ich hier die Dienstälteste bin, gehen wir getrennte Wege.

Ach übrigens, das Dach über der Feuerstelle ist fertig! Ist schön geworden! Und ich freue mich schon drauf, wenn dort wieder die kleinen Zaungucker beeindruckt sitzen und sich ihr Futter über der Feuerglut backen. Wird ja nicht mehr lange dauern.

In diesem Sinne- kommt doch mal vorbei!

Bis bald,

Eure Laura

Laura Kolumne

Bärin Laura
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Hallo liebe Zaungucker,

endlich wird es wieder lebhafter in unserem Bärenwald! Das lange Schlafen, Schlummern und Dösen hat für diesen Winter ein Ende gefunden. Auch wenn es gerade wieder ganz schön frisch und windig ist und über Nacht weiße Flocken fielen, haben die Sonnentage neulich den Frühling angekündigt und uns Bären aus den Höhlen gelockt. Wobei der ein oder andere noch etwas dösig heran tapst. Ist ja auch kein Wunder, nach dem monatelangene Liegen. Doch soweit ich das beobachten kann, sind alle wohlauf. Allesamt haben wir die Winterruhe gut hinter uns gebracht und durchstreifen nun den Wald. Man will ja schließlich überprüfen, ob alles seine Ordnung und Richtigkeit hat. Und alte Bekannte wieder treffen. Als Conny und Katja vor kurzem aufeinander trafen, begrüßten sie sich sehr impulsiv. Sogar hier unten im Wald konnte ich hören, wie fuchsteufelswild die Conny war. Immer wieder schnaubte sie wütend und konnte sich nur schwer beruhigen. Aber ich kann sie gut verstehen. Katja sehe ich selbst am liebsten auch nur von hinten und gaaanz weit weg. Und ich könnte wahnsinnig werden, wenn sie provokativ am Zaun steht und geht und ich ihren Spielchen nicht endlich ein Ende setzen kann. Doch was rege ich mich auf.

Währenddessen habe ich das Badewetter genutzt und bin im Teich eingetaucht. Denn die milderen Temperaturen haben die Eisdecke auf den Teichen endlich schmelzen lassen. Ein paar Zaungucker beobachteten mich verblüfft. Tja, was so ein richtiger Bär ist, lässt sich vom eiskalten Wasser doch nicht aufhalten!

Daggi hat mir auch zugesehen. Zum Glück war sie jedoch verschwunden, als ich mein Bad beendet hatte. Mit Daggi ist es ähnlich wie mit Katja- für mich wäre es ohne sie noch mal so schön hier. 

Ansonsten ist mir aufgefallen, dass die Zaungucker wohl nun auch so allmählich ihre Winterruhe beendet haben. Es sind nämlich schon deutlich mehr davon hinter den Zäunen zum Gucken da. Außerdem wird gebaut und gewerkelt und geputzt. An der Stelle, wo an schönen Tagen oftmals viele kleine Zaungucker im Kreis um ein Feuer hocken und sich mit langen Stöcken Futter über der Hitze backen, wird gehämmert und geschraubt und gebohrt. Sieht aus, als sollte die Feuerstelle ein Holzdach bekommen. Sehr aufregend! Ich habe gesehen, dass in dem großen Fenster-Haus direkt am Bärenwald heute ordentlich geputzt und alles auf den Vordermann gebracht wird. Da können sich die Zaungucker bestimmt bald wieder Futter holen und uns von den großen Fensterscheiben aus bestaunen. Und es soll noch eine weitere Baustelle im Park sein. Ich habe aufgeschnappt, wie zwei Zaungucker von einer Sanierung der Park-Toiletten sprachen. Was immer das auch bedeuten mag. Klingt auf jeden Fall gut.

So, nun muss ich mal weiter. Habe gerade gesehen, wie Daggi zielstrebig hinter dem Hügel verschwand. Da will ich doch gleich hinterher um nachzuschauen, was da so verlockend ist. Bis bald dann wieder.

Es grüßt

Eure Laura 

Laura Kolumne

Bärin Laura
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Ihr lieben Zaungucker,

meine Nase hat mich nicht getäuscht! Kaum hatte ich das Laub richtig schön aufgeschüttet, da begann es zu schneien. Und wie! Als wollte es nie wieder aufhören! Und es schneite und schneite, bis schließlich auch das noch so zarte Zweiglein eine große, weiße Schneemütze trug. Und frostig war es! Bei solchen Temperaturen schläft es sich einfach herrlich. Darum war ich auch so verdattert, als ich von einem stetigen Tropfen munter wurde. Direkt vor meiner Schnauze war am Höhlenboden von diesem Tropfen schon eine kleine Pfütze entstanden. Ich stand auf und schob die Nase aus dem Höhleneingang. Schließlich wollte ich sehen, was los war. Der Schnee war weg! Stattdessen tropfte es überall von den Zweigen auf das welke, pitschnasse Laub. Na so was! Geweckt, wie ich ja nun einmal war, habe ich mir dann ein wenig die Füße vertreten. Dabei ist mir Pedro begegnet. Der inzwischen wieder schlanke Hüne scheint für diesen Winter ausgeschlafen zu haben. Hat ja seine drei Monate Winterruhe nun auch rum. So sind sie, die jungen Männer. Voller Lebensenergie. Mit dieser hat er eifrig nach alten Reliquien gegraben und sich dann genüsslich auf der Zunge zergehen lassen. Verwaiste Knochen einer längst ver- und gegessenen Wolfsmahlzeit.

Max hingegen tappte wie teilnahmslos umher. Guckte, ging bedächtig und blieb stehen, um ein weiteres Mal ausdruckslos Löcher in die Luft zu starren. Dem sitzt die Wintermüdigkeit noch gehörig in den Knochen! Nicht einmal die munteren Wölfe könnten ihn davon abbringen. Dabei ist es mit ihnen wie in jedem Winter. Da wird gerangelt und gejault, gerannt und geschnuppert. Geschmust und gestritten.

Ach ja. Die großen bunten Kronenvögel gaben mir zu denken! Die konnte ich sonst immer mal in ihrem schillerden Federkleid am Zaun vorbei schreiten sehen. Aber nun? Nichts! Stattdessen hörte ich ihr typisches Gluchsen und Ticken und Picken am anderen Ende des Waldes. Wenn mich nicht alle Sinne täuschten, sind die dort unten in unsere Bärenboxen eingezogen. Quarantäne-Station vom Bärsonal genannt. Es roch auch verdächtig nach ihnen.

Ganz zufällig habe ich drei Zaungucker belauscht. Aber auch nur, weil sie ausgerechnet da standen, wo ich gerade ein wenig verschnaufen wollte. Nachdem sie fertig waren, über meine großen Plüschohren zu witzeln und mich immer wieder mit dem Teddy auf dem Bett von irgendeiner Lisa zu vergleichen, schnappte ich was von Vogelgrippe auf. Bloß nicht! Verschnupfte Enten, niesende Hühner, hustende Kohlmeisen und fiebrige Kronenvögel? Die sollen mal schön alle wie sie sind in ihren Höhlen bleiben und sich ja nicht mit dieser Vogelgrippe anstecken. Mich stört es jedenfalls nicht, wenn die Kronenvögel in unseren Boxen während der Grippewelle abducken. Es ist ja auch sonnenklar, dass die sich nicht so eine praktische Behausung wie unsereins graben können. 

Apropo- meine Winterbleibe ist und bleibt bei diesem Wetter einfach der beste Platz! Inzwischen ist das Tauwasser auch wieder zu Eis geworden. Die Luft ist frostiger, ein frischer Wind streicht durch das Geäst und spielt eine kleine Schlummermelodie. Davon werden meine Augenlider ganz schwer.

Schlummer-Grüße von

Eurer Laura

Laura Kolumne

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Meine lieben Zaungucker,

sie haben mich erwischt! Verflixt und zugenäht. Da gebe ich mir seit Monaten die größte Mühe den Platz meiner Winterhöhle geheim zu halten und dann so etwas! Doch nun mal ganz von vorn: Neulich lag ich in meiner Höhle, hatte die Augenlider noch halb gschlossen und lauschte den Geräuschen des Waldes. Ich hörte die Wölfe vorüber huschen, hörte ihr übliches Gerangel und Balgen. Und weil die Luft nach Schnee roch, nahm ich mir schließlich ein Herz, stand auf und schüttelte mein Lager mal so richtig auf. Die trockenen Blätter waren ja auch schon ganz platt gelegen. Außerdem konnten ein paar Blätter mehr auch nicht schaden. Also bin ich nach draußen und habe mir kleine Laubhaufen in die Höhle geschaufelt. Und ausgerechnet in dem Moment kommt doch wohl Bärsonal am Zaun vorbei gestiefelt und entdeckt mich! Wirklich ärgerlich! Aber ach-der nächste Winter kommt bestimmt! Da werde ich mir ganz sicher was Neues einfallen lassen.

Ich habe auch mal wieder ein paar bekannte Bärengesichter gesehen. Der Pedro hat sich verändert! Als ich in der Ferne den großen, schlanken Bären entdeckte, glaubte ich schon, er sei ein Neuankömmling. Aber nein! Es war niemand anderes als Pedro persönlich, der da in seine Winterhöhle am Tunnel ein paar Blätter vom trockenen Laub kehrte und danach gleich wieder verschwunden war. Bei unserer letzten Begegnung war er um einiges dicker. Auch erschienen mir seine Beine damals etwas kürzer.

Mindestens genauso habe ich gestaunt, als ich die blonde Emma entdeckte. Die stand doch wohl an der Luxussuite oben am Hang und kratzte sich Laubhaufen zusammen. Die Kleine hat sich doch tatsächlich das beste Winterquartier ausgewählt. Nicht umsonst haben die schwarzen Brüder Jimmy und Gonzo diese Höhle Jahr für Jahr für sich beschlagnahmt. Och ja, die große Höhle mit dem sandigen Boden in trockener Hanglage würde mir auch gefallen. Wenn sie doch nur nicht so prunkvoll für jedermann sichtbar am Hang thronen würde. Darin wäre mir das Bärsonal längst auf die Schliche gekommen und meine spaßige Geheimniskrämerei hätte mir bei Weitem nicht so viel Freude bereitet. Da lob ich mir doch meine Bleibe im Verborgenen.

Den Max übrigens konnte ich überhaupt nicht entdecken. Seltsam. Normalerweise schleicht der immer irgendwo herum. Ob er sich vielleicht auch eine Höhle gesucht hat? Vielleicht hat er sogar mit Emma eine WG gegründet! Das würde zumindest erklären, warum sich die kleine Emma die größte Höhle hier im Wald ausgewählt hat. Werde das mal im Auge behalten. Heute allerdings nicht mehr. Draußen bahnen sich Wind und Schnee an. Das kann ich schon riechen. Darum ist es hier auf meinem Laubhaufen-Lager, geschützt in meiner Winterhöhle, eindeutig gemütlicher.

Weiße Wintergrüße von

eurer Laura

Laura Kolumne 14.12.16

Bärin Laura
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Liebe Zaungucker, 

es ist wieder etwas wärmer geworden. Klirrende Kälte, vereiste Zweige und Hauchwölkchen beim Ausatmen sind wie Traumbilder über Nacht verschwunden. Stattdessen hängen dicke Regenwolken in den Kronen der winternackten Bäume. Doch ab und zu blinzelt die Sonne hindurch und alles erscheint viel freundlicher. Da macht es Spaß hin und wieder aus meiner Höhle zu linsen. Neulich war es besonders schön. Da lag Weihnachtsplätzchen-Glühwein-Duft in der Luft. Neugierig schob ich meinen Kopf aus dem Höhleneingang. Und ich war überwältigt! Da war so viel Bewegung im Wald! Vor und hinter dem Zaun! Gut verborgen im Schutz meiner Winterbleibe, konnte ich das muntere Treiben hervorragend beobachten. Ohne dabei auch nur von einem einzigen Zaungucker entdeckt zu werden! Da schlenderten Emma und Max herum. Und Daggi. Sogar Pedro war auf den Beinen und eifrig bemüht, weitere Laubhaufen in seine Höhle zu fegen. Selbst der Jimmy war munter! Schlappte ein paar Schlucke Wasser und trollte sich gemächlich zurück in sein Winterlager. Auch hinter dem Zaun waren überraschend viele Gucker unterwegs. Dick eingepackt in warme Jacken und Mäntel. Man kennt das ja. Ein wenig merkwürdig erschienen mir allerdings ihre Kopfbedeckungen. Neben gewöhnlichen Mützen und Kapuzen, trugen viele rote Zipfelmützen mit weißem Saum und runder Bommel. Andere hatten sich doch ernsthaft kleine Geweihe aus Stoff aufgesetzt! Sehr sonderbar. Doch alle, ob groß oder klein, hatten fröhliche Gesichter. Ihre roten Bäckchen strahlten richtig hübsch durch den Wald. Also war alles gut. So manch Zaungucker steckte sich schmatzend feines Weihnachtsgebäck in den Mund, andere nippten und schlürften an dampfenden Bechern. Ach ja. Mir sind auch Zaungucker aufgefallen, die Holzstücke trugen. Bemalt und beklebt wie kleine Wichtel. Vogelfutter-Wichtel. Denn die Holzwichtel-Bäuche waren mit Nüssen und Körnern im Fettmantel gefüllt. Daran hätte ich auch meine Freude gehabt. 

Inzwischen ist wieder etwas Ruhe eingekehrt und die vorweihnachtlichen Düfte haben sich verzogen. Nun wird es Zeit für mich. Noch einmal richtig rekeln, herzhaft gähnen und dann fein einrollen, um gemütlich weiterzuschlummern. 

Bis bald,

Eure Laura

Laura Kolumne 11.11.2016

Laura Kolumne
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Ihr lieben Zaungucker,
hier liege ich in meiner gemütlichen Höhle und blinzle hinaus in den Bärenwald. Ein kühler Windhauch hat mich munter gemacht. Weht der doch geradewegs in meine kuschlig warme Schlafecke! Ich muss eine ganze Weile gedöst haben. Denn nun ist der blätterbedeckte Waldboden plötzlich winterlich weiß gepudert.

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Laura Kolumne 26.10.2016

Laura Kolumne
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Ihr lieben Zaungucker,
kennt Ihr das? Gerade noch schlummert man friedlich vor dem Höhleneingang und plötzlich platscht einem ein ganz besonders nasser Regentropfen direkt auf die Nasenspitze! Gemeinheit! Und dabei hab ich neulich schon solch einen Schreck bekommen. Nicht dass ich Angst hatte. Nein! Aber ungewöhnlich war es schon, als ein ziemlich bunter Vogel in unserem Wald herum flog. Unser Bärsonal und die Zaungucker waren  ganz aufgeregt und sprachen von einem Goldfasan. Ob der hier auch wohnen will?

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Laura Kolumne 18.10.2016

Laura spricht
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Hallo Zaungucker,
heute raffe ich mich auf, um euch ein bisschen über uns zu erzählen. Obwohl mir die Müdigkeit schon tief in den Gliedern steckt. Jetzt habe ich mich aber ein bisschen wach geschüttelt und richtig gestreckt. Um mich herum hat sich der Wald verändert. Schon wieder neigt sich ein Jahr dem Ende. Das Bärin Maika Fest ist auch vorüber. Das war übrigens das 20igste- wie die Zeit vergeht! Diesmal stand wohl das Thema „Bär“ im Mittelpunkt. Jedenfalls habe ich viele Besucher mit einem Bärenquiz in der Hand beobachtet. In der zweiten Hand hielten sie bunte Laternen. Mit hübschen Bärenmotiven. Glaub die haben sie am Bastelstand selbst gemacht. Sehr fein.

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