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Bärin Laura
Bärin Laura

Ihr lieben Zaungucker,

bitte entschuldigt, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe, aber wie Ihr sicher wisst, bin ich schon seit einiger Zeit in meiner Höhle in Winterruhe. Die meiste Zeit liege ich hier in tiefstem Schlummer. Nur hin und wieder dämmere ich ein wenig daraus hervor und gucke verschlafen aus meiner Höhle. Beim letzten Mal sah ich überall auf den Parkwegen kleine und große Menschen umherwuseln.

Alle hielten Geräte in der Hand, die sie „Laubharken“ nannten. Von meiner Höhle aus konnte ich gut beobachten, wie sie damit große Mengen Laub zusammenharkten, dass dann mit kleinen Wagen abtransportiert wurde. Ich war völlig verblüfft: noch nie hatte ich gehört, dass auch Menschen ihre Höhle mit Laub auspolstern. Trotz meiner Müdigkeit stellte ich meine empfindlichen Puschelohren auf vollen Empfang.

Ich bin zwar von Natur aus nicht neugierig, halte es aber für meine Pflicht, immer voll informiert zu sein. Nach und nach konnte ich herauslauschen, dass die Leute das Laub gar nicht für ihre Höhlen haben wollten. Sie wollten es nur beiseiteschaffen, damit Ihr Zaungucker sicher durch den Park laufen könnt und nicht auf dem nassen Laub ausrutscht. Wenn das nicht nett ist! Das ganze Geharke war zudem „ehrenamtlich“, habe ich gehört. Ich glaube, das heißt: umsonst.

Von so viel Fleiß und Aktivität wurde selbst Jimmy angesteckt. Direkt mir gegenüber kam er aus seiner Höhle gekrabbelt und fing an, frisches Laub hinein zu scharren. Wirklich wach sah er dabei nicht aus. Auch Katja wurde beim Laubharken gesehen, erzählten die Leute. Olle Streber! Ich hab mich nicht beteiligt. Habe schließlich im Herbst schon ordentlich geackert und bin nun wirklich zu müde dafür. Jetzt merke ich auch schon wieder, wie ich immer schläfriger werde. Bevor ich Euch noch etwas vorschnarche, sage ich:

Bis bald,

Eure Laura

 

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