Wer im Park seine Ohren spitzt, der wird in diesen Tagen nur das Rauschen des Baches und den vereinzelten Ruf eines Kolkraben hören. Nur selten begegnet man gegenwärtig einem anderen Besucher. Wenn man nun einmal innehält und reglos die Natur ringsum beobachtet, so wird man eine ganz besondere Beobachtung machen...
Samstag Nacht, 23:54 Uhr, kurz vor Mitternacht; im Schwarzwald stürmt es, draußen klappert etwas; seit Tagen schon Regen… da gehen gleichzeitig unsere Diensthandys: „Zaunalarm Sektion 2“.
Der Blutdruck steigt, das Herz beginnt schneller zu schlagen. Diese simple Nachricht bedeutet, dass in der großen Freianlage 2 kaum oder gar kein Strom mehr ist und wir alle wissen, dass unsere Wildbärin Jurka sich dort momentan aufhält. Unser geschicktester und cleverster Bär. Ein Stromausfall kann viele Ursachen haben: auch, dass ein Baum über´m Zaun liegt…
Jetzt heißt es: schnell in die Arbeitsklamotten und los geht’s. Nur wenige Minuten später steht das gesamte Team (auch Herr Schmiedel ist von Freudenstadt hergerast), bei strömendem Regen und im Stockdunkel draußen vor der Halle und bespricht den Einsatz: Simon und Julia fahren einmal um den ganzen Park und checken die Lage; Stephan, Manuel und Herr Schmiedel gehen in die Wolfanlage, um die überfluteten Wasserröhren freizulegen.
Die gute Nachricht: Kein Schaden am Zaun. Die schlechte:
Seit 9. Januar ist unser neuer Parkleiter Stephan Voegeli im Einsatz für Wolf und Bär
Ganz gemütlich schlendert er durch den Park, schaut nach Schapi, Jurka und Co., packt dann einen Futtereimer mit Leckereien für unsere Lieblinge aus und philosophiert ganz nebenbei über die neuen Projekte für 2012. Mit ungeheurer Tatkraft, seinem großen Erfahrungsschatz und Ideenreichtum wird er den Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald gewiss in eine spannende Zukunft führen.
Als ehemaliger Artdirector und Werbeleiter weiß er Kreativität und unternehmerisches Können zu vereinen, und will den Park nun auf feste finanzielle Beine stellen.
Natürlich ist Stephan schon immer ein großer Tier- und Naturliebhaber gewesen. Sein Hobby zum Beruf machte er zunächst als biozertifizierter Nutztierhalter, dann ab 2008 als Leiter eines Tierparks. Bis 2011 baute er diesen zu einem ansprechenden Naturerlebnispark aus.
Nun verschreibt er sich gänzlich dem Tierschutz und dem Alternativen Wolf- und Bärenpark im Schwarzwald und wird sich mit vollem Einsatz geschundenen Bären widmen. „Die tierischen Bewohner der großzügigen Freianlagen hier haben mich durch ihr gewinnendes Wesen ganz schnell für sich eingenommen. Diese Tatsache und die sympathischen Kollegen sind schon Ansporn genug meine ganze Energie in Zukunft den Zielen der STIFTUNG für BÄREN zu widmen.“
Ihr könnt also gespannt sein, liebe Freunde, seine Liste an neuen Projekten ist lang: