Technische Informationen
Der Neubau der ersten Freianlage mit einer Größe von 7 000 Quadratmetern und der
modernsten Eingewöhnungsstation Europas zu dieser Zeit erfolgte 1997. Im Juni
1998 begannen die Arbeiten an der zweiten Freianlage, die ebenfalls ca. 7 000
Quadratmeter groß ist. 1999 erfolgte die Erweiterung auf insgesamt 40.000
Quadratmeter. Ein Erweiterungsgelände von 40 ha ist bis 2020 geplant.
Das Zaunsystem besteht aus einem Maschendraht-Außenzaun, einem Elektro-Innenzaun
und einem Untergrabschutz. Der Außenzaun ist 2,5 m hoch, hat eine Maschenweite
von 50x50 mm, eine Drahtstärke von 4,7 mm und einen Pfostenabstand von 3 m. Den
oberen Abschluss bildet ein Übersteigschutz von 1 m Breite und 45° Neigung und
ein Elektrodraht. Der Elektro-Innenzaun verläuft in einem Meter Abstand zum Außenzaun.
Der Untergrabschutz liegt in 30 bis 50 cm Tiefe horizontal im Boden und verläuft
vom Außenzaun zwei Meter nach innen.
Im Alternativen Bärenpark Worbis leben nur Bären aus Käfigen und Zwingern. Sie
zeigen bei der Eingewöhnung Verhaltensstörungen (z.B. Bewegungsstereotypien),
die sich mit der Übersiedlung in die Freianlage meist mindern. Die Wölfe stammen
aus einer Privathaltung in Bayern, dessen Besitzer verstorben ist. Die Haltung
von Bären und Wölfen in einer gemeinsamen Freianlage, die der Natur nachempfunden
ist, vertreibt den Tieren die Langeweile. Sie können ein natürliches Leben auf
einem 40.000 Quadratmeter großen Geländes führen.
Der Begriff Freianlage wurde gewählt, um den naturbelassenen Charakter der Anlagen
zu betonen. Im Prinzip wurde eine vorhandene Wald- und Wiesenfläche umzäunt.
Der Besucher lernt den Begriff Freianlage als abgegrenztes Habitat kennen in dem
eine Biodiversität entstehen kann.
