Kampfbären
In aller Welt finden leider immer noch Menschen Freude daran, Tiere in Arenen
kämpfen zu lassen – Hähne, Hunde, Stiere, Bären. Sie wollen nicht kämpfen, sie müssen!
In Pakistan, obwohl offiziell verboten, organisieren Großgrundbesitzer illegal
ein blutiges Spektakel, bei dem pro Kampf zwei Hunde auf einen Bären gehetzt werden.
Ein koloniales Erbstück, das es im 18. jahrhundert auch noch England und Italien
gab. Bis zu 7000 Männer und Jugendliche ergötzen sich bei solch einer Veranstaltung.
Für den Kampf wird der Bär an seiner empfindlichen Nase mitten in der Arena angepflockt.
Krallen und Zähne wurden ihm als Jungtier entfernt.
Gelingt es den abgerichteten Hunden, sich in die Schnauze des Bären zu verbeißen
und werfen sie ihn innerhalb von zwei Minuten auf den Rücken, haben die Hundehalter,
in der Regel reiche Großgrundbesitzer, gewonnen. Drückt der Bär die Hunde zu Boden – er
kann nur seine Körpermasse zum Einsatz bringen -, wird dem Bärenhüter der Sieg zugesprochen.
Ein Kampfbär bleibt ein Kampfbär bis zu seinem Tod. Eine vorzeitige Begnadigung,
für mehrere Siege vielleicht, gibt es nicht.
